Osaka – Japans berühmte Hafenstadt & Präfektur – Steckbrief
In unserem Steckbrief stellen wir Ihnen die stolze Hafenstadt Osaka und – weniger ausführlich – die Präfektur Osaka vor, in der sich diese Stadt befindet. Die „Küche Japans“, wie Osaka auch genannt wird, ist unter anderem bekannt für die im Vergleich zu Tokyo lockerere Lebensweise, Comedy und Streetfood bzw. populäre Gerichte, die hier erfunden und nicht selten inzwischen in ganz Japan heißgeliebt sind.
Neben den rohen Zahlen zu Osaka geben wir auch einen Einblick in die Geschichte, besonders sehenswerte Stadtviertel, näheres zu seinen Wahrzeichen wie dem Osaka-Schloss und vieles mehr. Wie immer gehören dazu auch praktische Japanwelt Tipps und Informationen für einen Aufenthalt in dieser Stadt während einer Japanreise sowie Empfehlungen für Ausflüge in die kulturell und historisch reiche Kansai-Region, zu der neben Osaka auch Kyoto, Nara und Kobe gehören.
Osaka im Überblick – Stadt und Präfektur in Zahlen
Osaka (大阪市) ist der Name sowohl der Stadt als auch der Präfektur, in der diese liegt. Dabei hat die Stadt selbst etwa 2,7 Millionen Einwohner und ist damit nach Tokyo und Yokohama die drittgrößte Stadt Japans. Die Präfektur Osaka hat insgesamt etwa 8,8 Millionen Einwohner und die Metropolregion Kansai, zu der auch Nara, Kobe und Kyoto gezählt werden ca. 19 Millionen.
Damit ist die Metropolregion Osaka die zweitgrößte nach der von Tokyo, zu der auch Yokohama zählt. Die Fläche der Stadt Osaka beträgt 223 km², die der Präfektur 1.905 km².
Die spätestens seit der Edo-Zeit wichtige Handelszentrum mit bedeutendem Hafen ist heute eine Wirtschaftsmetropole. Das Stadtzentrum der an der Osaka-Bucht gelegenen Stadt liegt in etwa auf Meereshöhe bzw. etwas darüber. Die höchste Erhebung der Präfektur ist der Mt. Kongō mit einer Höhe von etwa 1.062 Metern. Das Klima wiederum ist gemäßigt mit heißen Sommern und milden Wintern.
Neben dem Finanzwesen und der angesiedelten Industrie spielt auch der Hafen von Osaka nach wie vor eine wichtige Rolle und gehört mit einer Kapazität von über 80 Millionen Tonnen im Jahr zu den 5 größten Häfen Japans. Aufgrund seiner Lage spielt Osaka zudem eine wichtige Rolle als Verkehrsknotenpunkt im japanischen Hochgeschwindigkeitszugnetz (Shinkansen) und verfügt mit dem Kansai International Airport über einen internationalen Flughafen.
Der öffentliche Nahverkehr in Osaka ist gut ausgebaut und besteht neben Bussen aus einer Metro mit insgesamt 8 Linien und einem 130 km langen Streckennetz. Dazu kommt die JR Osaka Loop Line mit insgesamt 21 Stationen, die durch ihre zirkuläre Form und Anschlüsse ein wichtiger Teil der Transportinfrastruktur in Osaka und der Präfektur darstellt.

- Der Hafen von Osaka mit dem markanten Tempozan-Riesenrad steht sinnbildlich für die maritime Geschichte und moderne Urbanität der Stadt. Als wichtiger Handels- und Freizeitstandort verbindet er Wirtschaft, Architektur und Ausblick auf die Osaka-Bucht. Foto von Alessio Ferretti auf Unsplash
Osaka in der Geschichte – Vom Handel zur Metropole
Osaka bzw. die Gegend, wo sich diese Stadt heute befindet, wurde schon in der Frühzeit Japans durch die Jōmon besiedelt und errang als Stadt schon im 07. Jahrhundert erstmals eine besondere Bedeutung. Unter dem Namen Naniwa war Osaka sogar für kurze Zeit die Hauptstadt Japans.
Der 652 errichtete Naniwa no Miya Palast, auf dessen Fläche sich heute ein Park befindet, war damals die kaiserliche Residenz, bevor die Hauptstadt erst nach Nara und dann nach Kyoto verlegt wurde. Schon damals war der Hafen von Osaka als Bindeglied zwischen dem Inland und dem Meer bzw. den anderen japanischen Hauptinseln und Regionen von großer Bedeutung.
Nach einem auf und ab an Bedeutung erlangte Osaka in der Edo-Zeit (1603 bis 1868) schließlich eine wichtige Rolle als Handelszentrum. Über die Dojima-Börse wurde damals ein Großteil des Reishandels in Japan abgehandelt. Die Dojima-Börse war damit eine der ersten modernen Warenbörsen weltweit und ist mit der Grund dafür, dass sich bis heute die wichtigen Banken und Finanzunternehmen in Osaka befinden.
Osakas Spitzname „Tenka no Daidokoro“ - Küche der Nation – etablierte sich im 18. Jahrhundert und spielt auf die vielfältige und ideenreiche Küche Osakas an, der wir u.a. die leckeren und heute in ganz Japan beliebten Takoyaki verdanken.
Die in der Meiji-Zeit (1868 bis 1912) forcierte Industrialisierung Japans festigte Osakas Bedeutung als wichtiges Handelszentrum und machte dieses im späten 19. Jahrhundert zuerst führend in der Textilproduktion und später zu einem wichtigen Standort für den Maschinenbau. Nach dem 2. Weltkrieg und dem notwendigen Wiederaufbau der Stadt ist Osaka nach Tokyo heute das zweitgrößte Wirtschaftszentrum Japans.
Sehenswürdigkeiten und Highlights in Osaka
Historische Wahrzeichen – Schloss und Tempel
- Osaka-Schloss: Das ursprünglich 1583 erbaute Osaka-Schloss wurde während seiner Geschichte mehrmals zerstört und schwer beschädigt. Der heutige Bau stammt daher weitgehend aus dem Jahr 1930, als dieses zum letzten Mal restauriert wurde. Das Schloss mit seinem 55 Meter hohem Hauptturm behaust heute auf insgesamt 10 Etagen ein Museum und liegt in einem etwa 106 ha großen Park, der u.a. für seine Kirschblüte bekannt ist.
- Shitennō-ji: Der schon im Jahr 593 gegründete Shitennō-ji mit seiner 5-stöckigen Pagode ist einer der ältesten buddhistischen Tempel Japans. Wie das Schloss Osaka wurde auch der Shitennō-ji im Laufe der Geschichte mehrmals zerstört oder beschädigt aber immer wieder aufgebaut. Die heutigen Gebäude stammen Großteils aus den 1960er Jahren, als der Tempel zum letzten mal neu wieder aufgebaut wurde.
- Sumiyoshi-Taisha: Der Sumiyoshi-Taisha ist ein Shintō-Schrein im Stadtteil Sumiyoshi und gilt als der Sumiyoshi Hauptschrein der insgesamt 2000 Sumiyoshi-Schreine in Japan, in denen Kami verehrt werden, die Reisende, Fischer, Seefahrer und Händler beschützen. Der Schrein existiert wohl schon seit dem 3. Jahrhundert, wenn das genaue Datum seiner Erbauung auch nicht bekannt ist. Neben der zum Schrein gehörenden Sorihashi-Brücke mit 20 Meter Spannweite ist vor allem der „Sumiyoshi-zukuri“ genannte Baustil der zu den Nationalschätzen Japans gehörenden Haupthalle (Honden, Allerheiligstes des Schreins) sozusagen einzigartig, da dieser ganz ohne chinesischen Einfluss daherkommt.

- Die fünfstöckige Pagode des Shitennō-ji zählt zu den ältesten buddhistischen Bauwerken Japans und steht für Osakas frühe religiöse Geschichte. Der traditionsreiche Tempel verbindet spirituelle Ruhe mit der lebendigen Großstadt ringsum. Foto von Sarmat Batagov auf Unsplash
Moderne Stadtviertel mit Entertainment-Flair und Sehenswürdiskeiten
- Dōtonbori: Der Stadtteil Dōtonbori gehört zu Osakas beliebtesten Touristen- und Ausgehvierteln mit viel Nightlife. Besondere Orte in Dōtonbori sind das Flussufer mit seiner 800 Meter langen Promenade auf beiden Seiten, die von vielen Restaurants gesäumt werden sowie die erstmals im Jahr 1953 genutzte Glico-Man-Leuchtreklame, die heute so etwas wie das Wahrzeichen von Dōtonbori darstellt.
- Umeda Sky Building: Das Umeda Sky Building ist ein Doppeltower-Skyscraper, dessen beide Türme eine Höhe von knapp über 170 Metern erreichen. Das für eine gemischte Nutzung vorgesehene Bauwerk verfügt mit dem „Floating Garden Observatory“ über eine Aussichtsplattform auf 2 Ebenen mit eigenem Café, von dem man einen tollen Ausblick über die Stadt und die umliegende Gegend hat.
- Shinsekai: Der Stadtteil Shinsekai wurde 1912 ganz bewusst im südlichen Teil nach dem Vorbild des New Yorker Stadtteil Coney Island und im nördlichen Teil nach dem Vorbild von Paris errichtet. Das Wahrzeichen dieses von Spielhallen, Klamottenläden und günstigen Restaurants dominierten Stadtteils ist der 1912 erbaute und 103 Meter hohe Tsūtenkaku-Turm, der dem Eiffelturm und dem Arch de Triomphe gleichzeitig ähnelt und dessen heutige Version aus dem Jahr 1956 stammt, nachdem dieser im Jahr 1943 durch ein Feuer beschädigt wurde.
- Nipponbashi: Nipponbashi mit seiner Hauptstraße „Ota Road“, die auf etwa 1,5 km Länge und über 500 Geschäften für Anime, Manga, Elektronik und Games alles für das Otaku-Herz bereithält, gilt als Osakas „Akihabara“ und hier findet man auch eine breite Auswahl an Maid- und Cosplay-Cafés.

- Der Dōtonbori-Kanal im Viertel Nipponbashi zeigt Osaka von seiner lebendigsten Seite: Neonlich-ter, Restaurants und urbane Dichte prägen das Bild. Hier treffen Streetfood, Nachtleben und Groß-stadtflair aufeinander – typisch für die „Küche Japans“. Foto von silversea auf Unsplash
Freizeit & Entertainment – Von Universal Studios bis Spa World
- Universal Studios Japan: Die im Jahr 2001 eröffneten Universal Studios Japan gehören mit über 12 Millionen Besuchern jährlich zu den größten und beliebtesten Themeparks in Japan. Unter anderem finden sich hier Attraktionen wie die Nintendo World, Donkey Kong Country und die Wizarding World Harry Potter.
- Shinsaibashi-Suji: Die Shinsaibashi-Suji ist eine 600 Meter lange überdachte Einkaufspassage mit vielen tollen Shopping-Möglichkeiten, die täglich über 120.000 Besucher anlockt. Die Ursprünge der Einkaufsstraße gehen übrigens sogar bis in die Edo-Zeit zurück.
- Kaiyukan-Aquarium: Osaka ist mit dem Kaiyukan-Aquarium Heimat eines der größten Aquarien auf der Welt. Die Hauptattraktion des Aquariums ist der Haupttank mit einem Fassungsvermögen von 5.400 m³ und Unterwassertunnel, in dem neben Hammerhaien, Stachelrochen und Schwärmen kleinerer Fische sogar Walhaie herumschwimmen.
- Spa World: Die 1997 eröffnete Spa-World in Osaka ist eine große Therme mit 2 von heißen Quellen gespeisten Onsen und verschiedenen Themen-Badebereichen wie „Europa“ und „Asien“. Die Spa World ist rund um die Uhr geöffnet und hat sogar ein angeschlossenes Hotel.

- Die Shinsaibashi-Suji ist Osakas bekannteste Einkaufsstraße und verbindet moderne Shopping-kultur mit urbanem Großstadtleben. Besonders am Abend entfaltet die überdachte Passage ihre lebendige Atmosphäre und zieht Einheimische wie Reisende gleichermaßen an. Foto von Buddy AN auf Unsplash
Märkte und Food-Viertel in Osaka
- Der Kuromon Ichiba Markt in Osakas Namba-Viertel ist der größte Markt der Stadt und besteht schon seit 190 Jahren. Heute findet man hier 150 Stände, an denen sich täglich um die 30.000 Besucher durch allerlei Leckereien und japanische Köstlichkeiten schlemmen oder einkaufen.
- Shinsekai: Das Stadtviertel Shinsekai ist besonders für seine vielen, oft günstigen Izakaya und Restaurants bekannt. Hier findet man z.B. Kushikatsu schon ab 150-200 Yen (ca. 80 Cent bis 1,12 Euro) pro Spieß. Außerdem ist Shinsekai Osakas Zentrum für alle Art von Retro-Gastronomie.
- Tsuruhashi: Der Stadtteil Tsuruhashi ist Westjapans größtes Koreatown mit vielen Grillrestaurants, in denen japanisch-koreanische Küche angeboten wird. Außerdem finden sich hier einige kleinere, nicht so stark frequentierte Märkte, auf denen man tolle Entdeckungen machen kann.
- Negiyaki-Izakaya: Als Negiyaki-Izakaya werden in Osaka kleine Izakaya bezeichnet, in denen regionale Spezialitäten wie Negiyaki, einer Variante von Okonomoyaki mit Frühlingszwiebeln, angeboten werden.

- Das Viertel Shinsekai zeigt Osaka von seiner nostalgischsten und zugleich lebendigsten Seite: Ne-onlichter, Izakaya und Retro-Gastronomie prägen das nächtliche Straßenbild. Der Tsūtenkaku-Turm im Hintergrund gilt als Wahrzeichen des Viertels und Symbol für Osakas bodenständige Ausgehkultur.
Foto von Robby McCullough auf Unsplash
Nachtleben in Osaka – Von Izakaya bis Karaoke
Osaka hat ein lebendiges Nachtleben mit vielen unterschiedlichen Angeboten. Das Herz dieses Nachtlebens ist das Viertel Namba, in dem sich unzählige Izakaya, Bars und Clubs für jeden Geschmack finden lassen.
Natürlich ist auch in Osaka Karaoke sehr beliebt und es lassen sich Karaoke-Bars der unterschiedlichsten Ketten wie Big Echo oder Joysound an vielen Orten in der Stadt finden. Die Räume in einem dieser Karaoke-Ketten Lokale kostet zwischen etwa 500 und 1.000 Yen pro Stunde (ca. zwischen drei und sechs Euro).
Eine Besonderheit im Nachtleben Osakas sind die Comedy-Clubs, unter denen sich mit dem Yoshimoto Kogyo-Theater (NGK) auch das bedeutendste Comedy-Haus Japans befindet. Oft gehören zum Programm auch die typisch japanischen Manzai-Auftritte, ein Doppel-Act mit einem im Comedy-Slang als Straight Man (Tsukkomi) und einem als Funny Man (Boke) bezeichneten Comedian, die sozusagen zusammenarbeiten.
Auch das Viertel Dōtonbori ist mit seinen bis Mitternacht glitzernden Neonlichtern, den vielen von Einheimischen wie Touristen besuchten Restaurants und Clubs ein Hot Spot des Nachtlebens. Hier kann man übrigens auch auf Nachtbooten auf dem Fluss fahren und die Szenerie vom Wasser aus genießen.

- Kushikatsu Daruma gehört zu den bekanntesten Street-Food-Restaurants Osakas und ist mit seinem riesigen Gründerkopf eine echte Ikone von Dōtonbori. Das Lokal steht für deftige Küche, klare Regeln und die unverwechselbar direkte Esskultur der „Küche Japans“.
Foto von James Butterly auf Unsplash
Osaka und die Kansai-Region – Perfekte Lage für Ausflüge
Die Kansai-Region, in der Osaka liegt, bietet viele tolle Möglichkeiten für Ausflüge zu historischen Städten wie Nara oder Kyoto. Zudem ist Osaka das Drehkreuz für Shinkansen-Verbindungen nach Westjapan.
Kyoto und Nara – Historische Ausflugsziele
Die historischen Städte und Touristenziele Kyoto und Nara mit ihren UNESCO-Weltkulturerbestätten befinden sich wie Osaka in der Kansai-Region und sind mit dem Shinkansen oder Nahverkehrszügen schnell und problemlos zu erreichen. So gelangt man mit dem Shinkansen beispielsweise in nur etwa 15 Minuten Fahrtzeit nach Kyoto mit seinen vielen Sehenswürdigkeiten und über 2.000 Tempeln und Schreinen, die jährlich von über 50 Millionen Touristen besucht werden.
Zu den vielen Sehenswürdigkeiten zählt u.a. der zum Welterbe zählende buddhistische Tempel Kiyomizu-dera. Nach Nara, das jährlich rund 15 Millionen Besucher anzieht, benötigt man von Osaka aus etwa 40 Minuten mit der regulären Bahnverbindung (kein Shinkansen). In Nara erwarten den Besucher dann z.B. die Weltkulturerbestätte Tōdai-ji und natürlich der inzwischen weltbekannten Nara-Park mit seinen über eintausend frei laufenden Sika-Hirschen. Damit bietet sich Osaka als eine perfekte Basis für Ausflüge in die Kulturregion Kansai an.
Kobe – Hafenstadt mit Weltruf
Ein anderes gut von Osaka aus zu erreichendes Ziel für einen Ausflug oder Abstecher ist die Hafenstadt Kobe, die unter anderem für die nur dort gezüchteten Kobe-Rinder und deren Premium-Rindfleisch bekannt ist, das Preise von bis zu 10.000 Yen pro 100 Gramm erreichen kann (knapp über 56 Euro).
Besondere Orte in Kobe sind der Containerhafen und das nahegelegene historische Viertel „Kobe Harborland“. Unser Tipp: wenn man in Kobe ist, sollte man unbedingt den Nada.Sake-Distrikt und die dort angesiedelten Sake-Brauereien besuchen. Der Nada-Sake-Distrikt ist eine der fünf großen Sake-Regionen Japans.
Shinkansen-Anbindung für Westjapan
Osaka ist mit der Station Shin-Osaka, die täglich mehr als 1.000 Shinkansen Stops verzeichnet, der wichtigste Verkehrsknotenpunkt für Shinkansen-Anbindungen nach Westjapan. Von hier aus erreicht man mit Direktzügen z.B. Nagoya in 50 Minuten Fahrtzeit oder Hiroshima in etwa 1 Stunde und 30 Minuten.
Insgesamt ist Osaka das Tor für Zugverbindungen in die Kansai-Region (u.a. Kyoto) und die Region Chūgoku (u.a. Hiroshima). Die schnellste Verbindung nach Tokyo stellt der Nozomi-Zug mit einer Fahrtzeit von nur 2 Stunden und 20 Minuten dar.
Kultur und Lebensstil in Osaka
Sprache und Humor – Osaka-ben und Comedy
In Osaka wird der in Japan als humorvoller als das Standardjapanisch angesehene Dialekt Osaka-Ben gesprochen. Der Dialekt zeichnet sich unter anderem durch seine direkte und lockere Ausdrucksweise sowie durch eigene Vokabeln wie bspw. „Ookini“ für „Danke“ aus.
Osaka gilt außerdem als das Zentrum der Comedy-Kultur in Japan und ist berühmt für seine Comedy-Clubs und die Osaka-typischen Manzai-Shows, die hier besonders populär sind. Durch die lebendige Comedy-Szene stammen auch viele japanische TV-Comedians und überhaupt Personen aus dem Entertainment-Business aus Osaka.
Festivals und Events in Osaka
Die beiden wichtigsten Matsuri (Festivals) in Osaka sind das Tenjin Matsuri und das Kishiwada Danjiri Matsuri.
Das Tenjin Matsuri findet jedes Jahr am 24. und 25. Juli statt und zählt durchschnittlich um 1 Million Besucher. Einer der Höhepunkte dieses Matsuri ist das Feuerwerk am Okawa-Fluss. Das Kishiwada Danjiri Matsuri findet jährlich Mitte September statt (das genaue Datum wechselt) und hat als Hauptattraktion eine wilde Prozession von mehr als 30 großen Holzwagen, die durch die Straßen rasen.

- Das Tenjin Matsuri zählt zu den größten und traditionsreichsten Festen Japans und prägt jeden Sommer das kulturelle Leben Osakas. Festlich gekleidete Teilnehmer, beleuchtete Wagen und eine dichte Atmosphäre aus Ritual, Gemeinschaft und Feierlust machen dieses Matsuri zu einem besonderen Erlebnis.
Foto von Steven Marcellino auf Unsplash
Osaka im Vergleich zu Tokio
Tokyo ist als Hauptstadt und bei weitem größte japanische Stadt das politische und wirtschaftliche Zentrum des ganzen Landes und pflegt einen formelleren Lebensstil, als dies im direkten und lockereren Osaka der Fall ist.
Die Unterschiede bestehen daneben aber auch in der Kulinarik, bei der Osaka für Streetfood und Tokyo mehr für Luxusgastronomie bekannt ist. Für Touristen wiederum bietet sich Osaka als Genuss- und Erlebnisstadt an, während man in Tokyo in das Gefühl einer Megacity eindringen kann.
Osaka und Tokyo im Vergleich in Zahlen
- Einwohner: Tokyo 14 Millionen, Osaka 2,7 Millionen
- Kulinarik: Tokyo steht für Sushi und Kaiseki-Küche, Osaka für Streetfood und populäre Gerichte
- Lebenshaltungskosten: Osaka und Tokyo sind beide teure Städte zum Leben, die Lebenshaltungskosten liegen in Osaka dennoch um ca. 20 bis 30% niedriger als in der Hauptstadt.
Japanwelt Tipps für Reisende in Osaka
- Die meisten Reisenden bleiben für ca. 2,8 Tage in Osaka. Wir empfehlen eher 3 bis 4 Tage, um diese lebendige Stadt wirklich erforschen zu können. Bei einem längeren Aufenthalt von 5 oder mehr Tagen kann man schöne und interessante Ausflüge in die Kansai-Region unternehmen (z.B. Kyoto, Nara oder Kobe).
- Die beste Reisezeit für Osaka ist der Frühling zur Kirschblüte, wenn sich auch der Park des Osaka-Schloss besonders prächtig blühend präsentiert, oder der Herbst mit seinen angenehmen Temperaturen und wichtigen Matsuri wie dem Kishiwada Danjiri.
- Für Unterkünfte in Osaka hat man viel Auswahl, die von typischen Business Hotels (ca. 6.000–8.000 Yen/Nacht) über Ryokan, von denen sich viele in Namba finden (ab ca. 12.000 Yen pro Nacht) bis hin zu Air BnB Appartements reicht, die teils günstiger sein können, als die anderen hier vorgestellten Alternativen.
- Für den Transport in Osaka empfehlen wir Pässe wie die Osaka „Enjoy Eco Card“ (ab 620–820 Yen/Tag) oder den Kansai Regional Pass (JR) ab ca. 2.400 Yen.
- Insider-Orte, die man unbedingt besuchen sollte, sind das Retro-Viertel Shinsekai mit seinen Kushikatsu-Bars, Comedy Clubs wie das Namba Grand Kagetsu-Theater (Vorstellungen teils auch in Englisch oder mit Untertiteln) sowie der Besuch eines kleinen Izakaya, in dem die für Osaka so typischen Negiyaki serviert werden.
- Für besondere Erlebnisse bieten sich ein Besuch des Umeda Sky Building bei Sonnenuntergang oder ein ausgiebiges Badeerlebnis in Spa World an. Wer Themeparks oder Aquarien liebt sollte sich überlegen, die Universal Studios Japan oder Osakas großes Kaiyukan-Aquarium zu besuchen.
- In Osaka sollte man auch ein Matsuri besuchen, wenn man die Möglichkeit dazu hat. Das muss nicht unbedingt das riesige Tenjin Matsuri mit seinen ca. 1 Mio. Besuchern sein, sondern gerade kleinere Nachbarschaftsfeste, wie sie sich in Osaka über das ganze Jahr verteilt finden lassen, bieten eine besonders authentische Atmosphäre.
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