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Ikebana: Die japanische Kunst der "lebenden Blumen"

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Ikebana

Ikebana: Die japanische Kunst der "lebenden Blumen"

Im Laufe der Geschichte profitierte Japan häufig von kulturellen Impulsen vom asiatischen Festland, die seine Bewohner aufnahmen und oftmals zu einer eigenständigen japanischen Ausprägung weiterentwickelten. Eine Kunst die ursprünglich in Japan entstand und so nirgendwo sonst auf der Welt praktiziert wurde ist die Kunst der „lebenden Blumen“, wie Ikebana in deutscher Übersetzung heißen würde. Im Internet finden sich mittlerweile unzählige Links und Kontakte zu Ikebana Schulen, aber was ist Ikebana eigentlich?

Ursprünge des Ikebana

Seinen Anfang hat das Ikebana vermutlich in der buddhistischen Tradition des Blumenopfers zu Ehren Buddhas oder im Gedenkopfer an Verstorbene. In Japan jedoch entwickelte sich dieser Ritus unter der Führung buddhistischer Mönche zu einer eigenständigen Tradition, mit eigenen Regeln für das Arrangement der Pflanzen unter ästhetischen Gesichtspunkten.
Endgültig löste sich das Ikebana von seinem religiösen Hintergrund durch seine Verbreitung außerhalb der Klostermauern. Der japanische Adel fand großes Interesse an der Kunst und machte diese zu einem festen Bestandteil der Ausbildung seines Nachwuchses. Von dort aus breitete sich die Liebe zum Ikebana zuerst in der Schicht der Samurai und später auch im aufstrebenden Bürgertum aus.
Entgegen der heutigen Wahrnehmung waren es damals ausschließlich japanische Männer die sich im Kado, dem „Weg der Blumen“ übten. Frauen gelangten erst ab dem 17. Jahrhundert in Kontakt mit der Kunst des Blumenarrangements. Bereits wenig später gehörte die Beherrschung des Ikebana jedoch für vornehme Damen zum guten Ton und war ebenfalls ein wichtiges Element der Ausbildung einer Geisha.
Heute ist Ikebana weiterhin bei vielen japanischen Frauen ein beliebtes Hobby, kann in der Schule gelernt werden und hat auch im Westen, wie die vielen Ikebana Links im Internet beweisen, viele Anhängerinnen gefunden. Männer hingegen widmen sich weit weniger häufig als zuvor der japanischen Kunst des Blumenarrangierens.

Die Ikebana Philosophie

Die erste schriftliche Fixierung, bestimmter Regeln für die Erstellung von Ikebana wurde im Jahre 1486 vorgenommen. Seither entwickelten sich viele unterschiedliche Stile die jeweils eigene Schwerpunkte und Regeln bei der Zusammenstellung des Blumengestecks vorschreiben.
Allen gemein ist jedoch das Ziel Mensch und Natur zusammenzubringen und dem Kadoka (oder Ikebana-Künstler) ein Mittel zu bieten sich selbst über sein Arrangement auszudrücken.
Im Gegensatz zu westlichen Blumengestecken ist hierbei nicht eine möglichst vielfältige und farbenprächtige Anordnung unterschiedlicher Blüten ausschlaggebend. Der Fokus beim Ikebana ist wesentlich minimalistischer und auch andere Bestandteile der Pflanze wie Blätter oder Stängel können im Mittelpunkt des Werkes stehen. Aufbau, Rhythmus und Farben des Ikebana sowie die Befolgung bestimmter Linien sind ausschlaggebende Kriterien bei der Zusammenstellung und der Bewertung eines Gestecks. Auch spielt die Ikebana Vase oder die Schale in der das Ikebana präsentiert wird eine wichtige Rolle in der Gesamtkomposition, so dass die Auswahl dieser Produkte in Abstimmung zu den verwendeten Blumen mit großer Sorgfalt betrieben wird.

Ikebana Stile und Schulen

Zu den bekanntesten Gestaltungsformen des Ikebana gehört das Rikka. Diese Form des Ikebana hat seinen Ursprung noch nachweislich im buddhistischen Blumenopfer und verlangt von seinen Anhängern eine strenge Orientierung an klar formulierten Grundsätzen. Linien, Länge, Kombination und eine winkelgenaue Ausrichtung der Pflanzen sind beim Rikka vorgegeben. Selbst die genauen Punkte an denen diese in den Kenzan (eine Art Steckbrett oder Steckigel) gesteckt werden sind durch Regeln festgelegt. Dargestellt werden auf diese Weise ähnlich wie beim Bonsai, idealisierte japanische Landschaften im kleinen Maßstab die heute häufig auch auf speziellen Ausstellungen präsentiert werden.
Das Rikka war Grundlage für vereinfachte Formen wie das Shoka, das noch relativ junge Shoka Shimputai oder das erst 1999 eingeführte Rikka Shimputai.

Chabana

Ebenfalls bedeutend ist das Chabana (oder die „Tee-Blumen“), welches speziell für die japanische Teezeremonie entwickelt wurde und eine natürlichere Anordnung in der Ikebana Vase als das Rikka, mit weniger festen Regeln, bevorzugt. Allerdings gibt es auch hier beispielsweise bestimmte Blumen, die als unangemessen angesehen und als kinka (verbotene Blumen) gemieden werden. Historisch steht das Chabana auch mit der Nagire Form in Kontakt.

Jiyuka

Völlig frei von Regeln ist das ebenfalls populäre Jiyuka. In dieser Form können die unterschiedlichsten Pflanzen verwendet werden, welche dann zu einem bestimmten Thema arrangiert werden müssen.

Egal für welche Form oder Schule des Ikebana Sie sich auch entscheiden mögen, auf Japanwelt können Sie im extra eingerichteten Ikebana Shop das passende Ikebana Zubehör erwerben. Im Angebot sind unterschiedliche Kenzan (Ikebana Steckigel), Ikebana Untersetzer, Ikebana Vasen, Ikebana Schalen und Ikebana Körbe damit sie Ihr Ikebana formvollendet präsentieren können.

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