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Geta: Traditionelle Sandalen aus Japan

Geta Sandalen: Sie waren das Schuhwerk der Geisha und Samurai und sind noch heute ein wahrer Hingucker. Entdecken Sie traditionelle japanische Schuhe neu und vervollständigen Sie Ihr Kimono Outfit auf Japanwelt!
Geta

Geta: Traditionelle Sandalen aus Japan

Ihr hölzernes Klappern auf den Straßen japanischer Städte lässt alte Japaner in nostalgischen Gefühlen schwelgen. Geta sind nicht nur ästhetisches japanisches Schuhwerk, sondern versprühen auch in der Gegenwart einen Hauch der Eleganz des alten Japans.

Wer im Westen an japanische Schuhe denkt, hat unweigerlich das Bild von einem Paar Geta Sandalen vor Augen. Sowohl berühmte Samurai, als auch anmutige Geisha trugen die japanischen Holzschuhe und haben zu ihrem Mythos beigetragen.
Geta sind jedoch keinesfalls ein Produkt der Vergangenheit. Auch heute werden sie gerne zu Yukata und Kimono getragen. Um genauer zu sein: Ein perfektes japanisches Outfit beinhaltet im Grunde immer ein Paar Geta Schuhe. Wenn im Sommer die Zeit der japanischen Feste (Matsuri) beginnt, sind Geta auch für alle jungen Japaner, die sich stilsicher in traditionelle Kleidung hüllen wollen Pflicht. Viele Hersteller haben sich dabei den Wünschen der jungen Kunden angepasst und so gibt es heute auch Geta Modelle in zeitgemäßem Mode-Design.
Getragen wird die japanische Sandale entweder Barfuss, oder (vor allem im Winter) in Kombination mit traditionellen Tabi Socken. Das angenehme Gefühl, auf wunderbar bearbeitetem Holz zu laufen, ist besonders im Sommer ein wahre Freude.

Aufbau des japanischen Holzschuhs

Eine Geta besteht im Wesentlichen aus drei unterschiedlichen Bestandteilen: 

  • Die Sohle, im Japanischen Dai genannt, ist der Grundbestandteil eines jeden Geta Schuh. 
  • Auf dieser befinden sich die Riemen, oder Hanao, die, wie bei modernen Filp Flops, V-förmig zwischen dem großen und dem zweiten Zeh zur Ferse verlaufen. 
  • Die Unterseite der Sohle besitzt einen oder mehrer Absätze (Ha), die je nach Model kürzer oder länger Ausfallen können. Die einzelnen Absätze einer Geta sind jedoch immer gleichlang.

Der Grund für die vergleichsweise hohen Absetze der japanischen Sandalen hatte ursprünglich weniger mit ästhetischen Erwägungen, als mit praktischem Nutzen zu tun. Besonders bei Regen waren die früher noch nicht wie heute befestigten Straßen oft schlammig. Der hohe Absatz japanischer Schuhe verhinderte so, dass der Saum des Kimono verdrecken konnte. Mit der Zeit wurde die Höhe des Absatzes jedoch auch zu einem modischen Kriterium und besonders Geishas und Kurtisanen in Tokyos altem Vergnügungsviertel Yoshiwara stolzierten auf oft atemberaubend hohen Geta durch die Straßen.

Fertigung traditioneller Geta

Gefertigt werden Geta in den meisten Fällen aus japanischem Zedernholz, wobei die Absätze in einem zweiten Schritt an der Sohle angebracht werden. Der Riemen besteht meist aus einer mit Stoff umwickelten Kordel, die bei traditionellen Modellen aus Hanf geflochten wird.
Bei besonders hochwertigen Geta werden Sohle und Absatz aus ein und dem selben Stück Holz geschnitzt. Beliebt ist für diese Japan Sandalen das Holz der Paulownien, die in Japans Norden wachsen.
Heute werden auch viele der in Japan verkauften Geta in China produziert, es gibt aber nach wie vor Regionen, in denen dieses alte Handwerk weiter gepflegt wird. Nahezu 60% aller in Japan gefertigten Geta Schuhe werden in der Stadt Fukuyama in der südlichen Präfektur Hiroshima hergestellt. Ebenso bekannt für ihre Geta Manufakturen sind die Präfekturen Fukushima, Nagano oder Akita.
Farblich bleiben viele Geta Naturbelassen. Andere Ausführungen werden aufwendig mit Lack behandelt. Besonders die Präfektur Shizuoka ist stolz auf ihre mit Lack verzierten Nuri-Geta. Die Designvielfalt reicht bei diesen Geta von traditionellem Schwarzen Urushi-Lack bis hin zu mit farbenprächtigen Motiven verzierten Modellen, die besonders Modebewusste Menschen ansprechen.

Unterschiedliche Geta Arten

Im Laufe der japanischen Geschichte hat sich eine große Vielfalt japanischer Geta Sandalen entwickelt. Neben den normalen Geta mit zwei hölzernen Absetzen, sowie ovalen Geta für Frauen und rechteckigen für Männer, lassen sich viele Modelle anhand der Anzahl, Form und Länge der Absätze unterscheiden

  • Ippon Geta, während die meisten Geta Sandalen zwei Absätze besitzen, von denen der eine im Fersenbereich und der andere in der Mitte der Sohle angebracht wird, haben Ippon Geta nur einen Absatz unter der Mitte der Sohle. Auch wenn das sichere Gehen mit diesen Modellen ein wenig Übung erfordert schwören viele Menschen auf die, den Gleichgewichtssinn stärkenden Eigenschaften und die Vorzüge für eine Stärkung der Beinmuskulatur dieser Geta. 
  • Okubo oder Pokkuri Geta, ähneln in der Form ihres Absatzes einem Plateauschuh, bei dem der Absatz wie eine Verlängerung der Sohle erscheint. Getragen werden japanische Sandalen dieser Art hauptsächlich von angehenden Geisha (Maiko). 
  • Taka-Geta haben besonders lange Absätze in zwei, ein, oder sogar dreifacher Ausführung.

Neben diesen Unterscheidungen nach Art des Absatzes gibt es noch weitere Merkmale und Geta Modelle, die sich beispielsweise auch nach der regionalen Herkunft unterscheiden können.

Genießen auch Sie den nächsten Sommer mit diesen außergewöhnlichen Schuhen aus Japan! Geta tragen sich nicht nur äußerst angenehm, sondern sind auch modisch ein echter Blickfang. Sollten Sie bereits einen Yukata oder Sommer Kimono Ihr Eigenen nennen, sind ein paar elegante Geta sogar eigentlich ein „Pflichtkauf“, um ihr traditionelles Japan Outfit perfekt zumachen.

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