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Tatami-Matten – Der Inbegriff des japanischen Wohnens

Tatatmi-Matten sind der japanische Bodenbelag. Wer seine Wohnung oder ein spezielles Zimmer traditionell japanisch einrichten möchte kommt an Tatamis einfach nicht vorbei! Hier finden Sie alle klassischen Tatami-Größen.
Tatami Matten

Tatami-Matten – Der Inbegriff des japanischen Wohnens

  • Die Matte aus Reisstroh ist der wichtigste Bestandteil eines klassischen Japanzimmers. Er garantiert den unvergleichlichen asiatischen Look.
  • Tatami Matten bestechen mit der schönen und natürlichen Optik, strahlen aber gleichzeitig Ruhe und Gelassenheit aus. Vor allem in hektischen Zeiten kann der japanische Bodenbelag sehr beliebt sein.
  • Auf Japanwelt finden Sie herkömmliche Tatami-Matten, Sie können sich selbst Ihre Tatamis individuell zusammenstellen und bestellen, zudem gibt es ebenfalls leichte Rollmatten.

Tatami Matten sind ein elementarer Teil eines traditionellen japanischen Zimmers und Ausdruck einer eigenen Wohnkultur, deren Vorzüge auch in Deutschland immer mehr Anhänger findet.

Was stellt die Faszination Tatami dar?

Tatamis prägen das Japanbild vieler Menschen und auch in westlichen Wohnungen erfreut sich die einzigartige Reisstrohmatte wachsender Beliebtheit.

Wer bereits einmal das Vergnügen hatte in einem Tatami-Zimmer leben zu dürfen, kennt das unnachahmliche Gefühl auf einer Tatami-Matte zu laufen. Es ist die Kombination aus haptischer Wahrnehmung, optischer Schönheit und dem besonderen Duft, die Tatamis zu einem ganz besonderen Bodenbelag machen. Gerade wer eine ruhige Atmosphäre und eine natürliche, klare Umgebung bevorzugt, liegt mit diesem traditionellen Produkt aus dem Land der aufgehenden Sonne genau richtig.

Aufgrund der zu ihrer Herstellung verwendeten Materialien, besitzt eine japanische Tatami Matte besondere, an das jeweilige Klima angepasste, Eigenschaften. Während sie im Sommer eine angenehme Kühle garantiert, überzeugt sie im Winter durch eine gute Wärmeisolierung, die langes Sitzen gemütlich macht. Tatamis besitzen darüber hinaus eine hervorragende Schallisolierung.

Als reines Naturprodukt sind Tatami-Matten zudem frei von künstlichen Schadstoffen und voll recyclebar. Wer selbst auf einem Futon schläft kann eigentlich keine bessere Unterlage für einen erholsamen Schlaf finden. Egal ob klassisch auf dem Boden oder modern, als Matratze in einem Futonbett.

Größen und Maße der Tatami Matten

Die Größe einer Tatami aus Japan kann je nach Herstellungsregion leicht von anderen Modellen abwichen. Allen gemeinsam ist jedoch die rechteckige Form, die bei modernen Wohnanlagen oder Bürogebäuden beispielsweise 85cm x 170cm beträgt. Während die Maße früher strikter eingehalten wurden können Tatamis heute in vielen unterschiedlichen Größen erworben werden, was sich an unserem Tatami-Konfigurator relativ gut zeigt. Die folgende Übersicht zeigt die groben Unterschiede der japanischen Tatami-Matten nach Regionen:

Region Abmessung
Japanischer Standard 85,0 cm × 170 cm
Tokio und Ostjapan 88,0 cm × 176 cm
Nordjapan 91,0 cm × 182 cm
Kyōto und Westjapan 95,5 cm × 191 cm
Europäischer Standard 90,0 cm x 180 cm

Neben den rechteckigen Tatamis gibt es quadratische Formen. Sie werden gerne in Teezimmern verwendet. Gleichzeitig dienen quadratische Matten aber ebenfalls als Vorlage für viele moderne Matten im Kampfsportbereich wie Judo oder Jiu Jitsu.

Woraus besteht eine Tatami-Matte?

Wer gerne traditionell japanisch wohnen, oder sein Futon auf dem perfekten Untergrund ausrollen möchte, kommt an Tatami-Matten einfach nicht vorbei. Aber was genau wird eigentlich zur Herstellung einer Tatami-Matte verwendet?

Der Aufbau einer Tatami-Matte besteht grundsätzlich aus drei Teilen:

  • Omote
  • Doko
  • Beri

Den Kern einer jeden authentischen Tatami-Matte bildet der Tatami-Doko. Er besteht in der traditionellen Herstellungsweise zu 100% aus getrocknetem Reisstroh. Dieser Kern kann unterschiedliche Stärken und Festigkeiten aufweisen. Für Allergiker gibt es mittlerweile ebenfalls japanische Bodenmatte mit einem Schaumstoffkern.

Auf diesem Kern wird eine aus Igusa-Gras gefertigte Binsenmatte, das so genannte Tatami-Omote fixiert. Auf Japanwelt haben Sie auch die Möglichkeit Papierimitate als Oberfläche zu wählen. Das ist wiederum für Allergiker von besonderer Bedeutung.

An den Längsseiten (in selten Fällen auch an allen vier Kanten oder an gar keiner) wird abschließend ein Rand aus Stoff (Tatami-Beri) vernäht. Der Saum verbindet zum einen die Omote Matte mit dem Tatami-Doko und zum anderen setzt er zusätzliche optische Akzente.

Das zur Fertigung des Beri verwendete Material kann genau wie seine Musterung äußerst unterschiedlich ausfallen. Baumwolle und Leinen wird ebenso verwendet wie hochwertige Seide. Während eine Tatami in der Standartvariante meist ein schwarz gehaltenes Beri aufweisen, werden in Japan auch farbenprächtigere Varianten verwendet. Gerade in wohlhabenden Familien wurde oftmals auch das Familienwappen (Kamon) in den Stoff des Beri eingewebt.

Da die Herstellung einer Tatami-Matte einen aufwendigen Prozess darstellt und sich die Wohngewohnheiten der Menschen in Japan verändert haben, werden heute Reisstrohmatten produziert, die sich von der traditionellen Herstellungsweise unterscheiden. Die Formenvielfalt sowie die verwendeten Materialien haben sich geändert.

Welche Tatami Matten können Sie auf Japanwelt kaufen?

Wenn Sie heutzutage eine Tatami kaufen, ist die Auswahl weitaus größer als noch vor einigen Jahren. Sie finden die klassischen Bodenmatter daher auch in Japan in verschiedenen Ausführungen. Sie können allein bei den Tatamikernen zwischen folgenden Optionen wählen: 

  • Unit-Tatami: Die einfachste Matte aus Reisstroh stellt bei Japanwelt die sogenannte „Unit“ Die Matte ist mit 1,5cm relativ dünn, aber hat einen sehr festen Zellstoffkern. Die Unit-Tatamis sind durch den sehr festen Kern ideal als Bodenbelag. Zudem können die Matten durch Klettbänder einfach aneinandergekoppelt werden. Das Festmachen erhöht die Stabilität und die Rutschfestigkeitn.
  • Standard: Matten der Qualitätsstufe Standard haben eine dicke von 4,5 cm. Der Reisstrohkern ist von mittlerer Härte. Sie ist vor allem als Unterlage für Futons und Matratzen geeignet. Sie sollte nicht als Bodenbelag verwendet werden, wenn Sie darauf gehen.
  • High Quality (HQ): Unter HQ-Tatamis finden Sie 5,5 cm hohe Matten mit einem besonders festen Reisstrohkern. Sie sind zur Verwendung als Bodenbelag zum Betreten wie als Unterlage für Futons und Matratzen gleichermaßen geeignet.
  • Muko: Tatamis mit Schaumstoffkern für Allergiker werden als Muko bezeichnet. Der Kern ist sehr fest, wodurch die Matten zum Schlafen wie auch zum Gehen oder Stehen auf ihnen geeignet sind. Allergiker sollten auf ein Doko aus Papier achten.

Die Oberfläche der Tatami kann in unserem Konfigurator ebenfalls gewählt werden. Neben der herkömmlichen Schilfoberfläche finden Sie verschiedene Papiermuster in hellen oder dunklen Tönen. Das Papier ist dem Schilfroher optisch nachempfunden.

Falls Ihnen der Platz für ein Tatami-Zimmer oder diverse Matten fehlt, können Sie sich das Gefühl mit einer Tatami-Rollmatte in die eigenen 4 Wände holen. Die Rollmatten sind letztlich dünne Teppiche aus Reisstroh. Sie können schnell aufgerollt und weggelegt werden. Als Alternative zu einer Yogamatte sowie als optisch ansprechender Teppich sind die Matten denkbar. Im Sommer können Sie teilweise auch als Alternative zur Campingdecke für Picknicks verwendet werden.

Wie werden die klassischen Tatamis im Raum verlegt?

Falls Sie nur Tatamis für Ihr Futon bestellen möchten, so müssen Sie sich nach der Größe der Matratze richten. In der Regel reichen auch bei großen Betten 2 Matten mit einer Größe von 90cm x 200 cm aus. Viel spannender wird das Auslegen der Tatamis, wenn Sie ein ganzes Zimmer mit dem japanischen Bodenbelag ausstatten möchten.

Es gibt unterschiedliche Varianten für das Auslegen der Tatamis. Fusyugijiki bezeichnet dabei eine Art des Auslegens, bei der die Tatamis einfach senkrecht nebeneinander im Raum verteilt werden. Je nach Raumgröße werden 1, 2, 3, 6 oder bis zu 12 Tatamis angeordnet. Da das Fusyugijiki aber im Verdacht steht, Unglück zu bringen, hat sich mittlerweile das Syugijiki durchgesetzt.

Beim Syugijiki werden die Tatamis kunstvoll angeordnet. In kleinen Räumen werden dabei meist 2 Matten senkrecht nebeneinandergelegt. An den beiden Enden der Tatamis wird zudem eine Matte quergelegt, sodass diese als Abschluss dient. 4 Tatamis sind bei der Art des Auslegens das Minimum. In weiteren Varianten mit 6 oder 8 Matten werden an den Seiten links und rechts 2 zusätzliche Tatamis längs untereinandergelegt. Die Tatamis sind länger als die ersten Matten. Falls Sie einen größeren Raum haben, kann das Muster oben und unten durch jeweils 2 weitere Tatamis erweitert werden, sie werden quer ausgerichtet.

In traditionellen japanischen Teezimmern wird meist eine quadratische Tatami in die Mitte gelegt. Auf der quadratischen Reisstrohmatte wird in der Regel ein Tisch platziert. Rechteckige Tatamis werden um die Matte in einer Schneckenform angeordnet. Es ergibt sich so ein relativ interessantes Muster, was eine beruhigende Wirkung hat. Man kann mit ein wenig Fantasie darin auch ein Swastika sehen, ein hinduistisches Glückssymbol, welches über China nach Japan gekommen ist.

Geschichte der japanischen Reisstrohmatte

Seit Jahrhunderten gehören Tatami Matten fest zur japanischen Kultur. Sie sind Teil der natürlichen Ästhetik japanischer Wohnräume und haben gleichsam auch andere Bereiche des Lebens in Japan beeinflusst.

Erste Erwähnung finden die japanischen Reisstrohmatten bereits im 712 verfassten Kojiki („Aufzeichnungen alter Geschehnisse“), das die Mythologie und legendäre Frühgeschichte des Landes behandelt. Die im Kojiki beschriebenen Matten dürften sich jedoch noch stark von den heute bekannten Tatamis unterschieden haben. So dienten Tatami-Matten lange Zeit lediglich als Sitz- oder Schlafunterlage für den Futon des Adels.

Erst in der Muromachi-Zeit (1336-1573) begannen Hofadel und Samurai-Familien damit ganze Räume mit den bequemen Reisstrohmatten auszulegen. Es entstand die noch heute für traditionelles japanisches Wohnen typische von Natürlichkeit geprägte Wohnästhetik.

Die Edo-Zeit (1603-1868) brachte eine Blüte der städtischen Kultur mit sich. Kaufleute profitierten vom Frieden sowie den gesellschaftlichen Entwicklungen und Tatamis hielten auch in den Häusern wohlhabender Bürger Einzug. Zu Anfang des letzten Jahrhunderts gehörten die japanischen Reisstrohmatten auch in normalen japanischen Haushalten zur festen Einrichtung der Wohnräume.

Besonders nach dem Ende des zweiten Weltkrieges übernahm die japanische Architektur auch vermehrt westliche Einflüsse. Dies wirkte sich auf die Einrichtung und Art japanischer Wohnungen aus. Tatami-Matten, auf denen zuvor der gesamte häusliche Alltag stattfand, wichen nun häufig Stühlen und alternativen Bodenbelegen.

Fragen und Antworten rund um die Tatami – FAQ-Bereich

In diesem speziellen Bereich möchten wir für eilige Leser das wichtigste in aller Kürze zusammenfassen. Es handelt sich um typische Antworten zu Fragen, die immer wiedergestellt werden.

Was ist eine Tatami?

Tatamis sind japanische Reisstrohmatten, die aus einem Reisstrohkern, Schilfrohr als Obermaterial und einem Beri als Saum bestehen. Sie sind wärmeisolierend und schaldämpfend, daher werden sie in Japan gerne als Fußbodenbelag in traditionellen Räumen genutzt.

Wofür werden Tatami-Matten verwendet?

Tatami-Matten dienen als Untergrund zum Schlafen. Der Futon wird einfach auf ihnen ausgerollt und dann schlafen Japaner darauf. In den Wohnräumen wird auf den Futons aber ebenfalls gegangen und gestanden. Man sitzt auf ihnen an einem kleinen Tisch. Das Leben spielt sich auf den Reisstrohmatten ab.

Die Tatamis sind handlich und können von einem Mann gut getragen werden, daher werden sie ebenfalls als Alternativ zur Picknickdecke bei Ausflügen verwendet.

Mittlerweile werden die japanischen Reisstrohmatten ebenfalls auf Verandas oder in Wintergärten eingesetzt. Wichtig ist dabei, dass die Tatamis nicht nass werden, da sie sonst schimmeln können.

Bänke können ebenfalls mit Tatamis gebildet werden. Dafür werden 3 oder 4 Tatami-Matten übereinandergelegt. Teilweise werden so ebenfalls Tische aus Tatamis gebildet. Bei der Zusammenstellung können Sie demnach sehr kreativ werden.

Welche Pflege brauchen Tatamis?

Tatamis sind relativ pflegeleicht. Sie dürfen jedoch nicht nass werden. In Japan werden die Matten aus Reisstroh vor allem mit dem Staubsauger abgesaugt. Einmal im Jahr sollten Sie zudem die Matten auslüften lassen. Die beste Zeit ist dafür an einem warmen Tag im Frühling.

Milben oder Insekten können zum Problem werden, daher sollten Sie die Matten regelmäßig mit einem angefeuchteten Tuch abwischen. Eine Mischung von 1:5 aus Wasser und Essig wird zu diesem Zweck verwendet. Sie können aber auch ökologische Pestizide auf Pyrethrum-Basis verwenden und auf die Matte sprühen. Danach muss die Matte wiederum gut auslüften und austrocknen können.

Dürfen Sie Tatamis mit Schuhen betreten?

Nein, das ist ein No-Go! Das Betreten der Reismatten mit Schuhen ist in Japan verpönt. Es ist lediglich ein Fall belegt, bei dem der amerikanische Diplomat Townsend Harris 1857 Edo-jō (Burg Edo) mit speziellen Schuhen betreten durfte. Es war das erste und einzige Mal.

Tatamis im Bad oder Balkon – ist das möglich?

Sie können die Tatamis in fast jedem Raum auslegen. Allerdings sollten die Tatamis nicht nass werden, das sie sonst schimmeln könnten. Aus dem Grund ist von einer Verwendung im Bad generell abzuraten. Auf dem Balkon können sie an schönen und sonnigen Tagen verwendet werden. Bei Regen müssen sie aber geschützt werden.

Wie werden Tatamis installiert?

Tatamis werden in Japan auf einem Fußboden aus Holzdielen ausgelegt. Zwischen die Dielenbretter und die Tatamis wird eventuell noch eine Schicht Zeitung oder Vlies als Unterlage ausgelegt. Ansonsten gibt es nicht viel zu beachten. Im traditionellen Sinn gibt es einige Muster, die gerne genutzt werden.

Tatami-Matten sind mittlerweile nicht mehr in jeder japanischen Wohnung und in jedem japanischen Haus zu finden. Trotzdem bleiben sie weiterhin äußerst beliebt und wer es sich leisten kann, richtet auch weiterhin mindestens ein Zimmer (Washitsu) auf traditionelle japanische Art mit Shoji und Tatami-Matten ein.

Besuchen Sie den Tatami Matten Shop auf Japanwelt und entdecken Sie die japanische Reisstrohmatte als modernes Wohnaccessoires für mehr Komfort und eine angenehme Atmosphäre!

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