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Tenugui – Ein kleines Kunstwerk als Tuch

Mehr als ein japanisches Handtuch – das Tenugui ist ein kleines Kunstwerk und besitzt einen klaren praktischem Nutzen. Nicht nur im Kendo-Sport, sondern auch als Geschenk und Dekorationsmittel sind Tenugui äußerst beliebt!
Tenugui
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Tenugui – Ein kleines Kunstwerk als Tuch

Wie wird ein ursprünglich einfacher Alltagsgegenstand zu einem kleinen Kunstwerk? Die Geschichte des japanischen Handtuchs, des Tenugui, zeigt wie ein ca. 30x90cm großes Stück Baumwolle zu einem beliebten Geschenk und wundervollem Dekorationsmittel wurde.

Tenugui als Kunstobjekte

Ursprünglich besaß das Tenugui Tuch lediglich einen praktischen Nutzen. Wie sein Name bereits nahe legt diente es schlichtweg dem Hände (te) abwischen (nugui).
In der Edo-Zeit (1603-1868) stieg die japanische Produktion und Verwendung von Baumwolle und mit ihr die Verbreitung des Tenugui. In öffentlichen Bädern (sento) gehörte ein Tenugui-Tuch zur festen Ausrüstung jedes Badegastes. Durch die massenhafte Verbreitung des japanischen Handtuchs stieg jedoch auch bald der Wunsch nach besonderen Mustern und Farben, die es dem modebewussten Menschen ermöglichen sich von der Masse der einheitlich gefärbten Tenugui abzuheben. So entdeckten bald auch Künstler das Tenugui als ideales Medium für ein kleines Extraeinkommen. Der hieraus resultierende Wettbewerb um immer neue Tenugui-Designs veränderte auch die Wahrnehmung des ursprünglichen Alltagsgegenstandes Tenugui und Käufer ließen sich beim Handtuchkauf nun auch vermehrt von ästhetischen Kriterien beeinflussen. Dieser Entwicklung mit ihren vielen Designs und Mustern ist es zu verdanken, dass das Tenugui auch heute noch als Dekorationsmittel geschätzt wird.
Im sonst eher von Schlichtheit geprägten Kendo, ist das Kendo Tenugui eine gute Möglichkeit seinem individuellen Geschmack und Stil optischen Ausdruck zu verleihen.

Tenugui im heutigen Japan

Für traditionsbewusste Japaner und Kendo-Anhänger ist das Tenugui-Tuch auch weiterhin ein unverzichtbarer Alltagsgegenstand. In japanischen Haushalten hat allerdings das Frotteehandtuch weitgehend das Tenugui als meistgenutztes Handtuch verdrängt. Das Tenugui auch weiterhin gerne als Geschenk oder Dekorationsmittel genutzt werden liegt in erster Linie an ihren ästhetischen Vorzügen. Besondere Färbungsmethoden schönen und vielfältigen farbigen Varianten sowie seinen traditionellen Mustern, die man so auf keinem modernen Handtuch finden kann, machen jedes gute Tenugui zu einem kleinen Kunstwerk.

Tenugui Färbetechniken

Zur Fährbung eines Tenugui werden hauptsächlich zwei unterschiedliche Färbetechniken verwendet: 

  • Im Chusen oder Honzome Verfahren werden die nicht zufärbenden Bereiche des Stoffes vorab mit Stärke bestrichen, bevor das gesamte Tenugui gefärbt wird. So entsteht nach dem Auswaschen der Stärke ein beidseitig gefärbtes Muster. 
  • Die Nassen Färbetechnik hingegen erinnert eher an ein Druckverfahren. Mit Hilfe einer Schablone werden alle zum Färben vorgesehenen Bereiche fixiert, bevor mit der Hilfe eines Rakel die Farbe auf den Stoff des Tenugui Tuch aufgetragen wird. Mit diesem Verfahren sind auch aufwendigere Färbungen in unterschiedlichen Farben möglich, wobei der ursprüngliche Vorgang mit jeder neuen Farbe wiederholt wird. Als Ergebnis des Nassen-Methode erhält man ein lediglich einseitig gefärbtes Tenugui-Tuch, dessen Rückseite meist weiß bleibt.

Entdecken Sie die Schönheit und vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten des traditionellen japanischen Handtuchs! Ob als ansprechendes Geschenk, als Kopfbedeckung im Kendo und, als besondere Verpackung für Geschenke und kleine Aufmerksamkeiten, Dekorationsmittel oder einfach als kunstvoll gefärbtes Handtuch, die Schönheit eines Tenugui lässt sich auf unterschiedliche Weise nutzen.

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