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Shinjuku Bahnhof Tokio: Verwirrender Mega-Bahnhof

Tokios Mega-Bahnhof Shinjuku (新宿区) ist nur einer von insgesamt sechs großen Bahnhöfen in der japanischen Metropole. In Shinjuku fahren im Gegensatz zu den Fernbahnhöfen ausnahmslos Nahverkehrszüge sowie drei Metro-Linien und keine Shikansen-Schnellzüge. Mit über 3 Millionen Fahrgästen täglich gehört der Mega-Bahnhof Shinjuku aber zu den zehn größten und meistgenutzten Bahnhöfen der Welt. Er wird von vier unterschiedlichen Bahngesellschaften sowie drei Metrolinien genutzt.

Der Shinjuku Bahnhof in Tokio ist einer der größten und meistgenutzten Bahnhöfe der Welt und bildet einen der Hauptverkehrspunkte für Pendler in der japanischen Metropole. Mehr als drei Millionen Passagiere drängen sich tagtäglich auf 39 Gleisen und einem unüberschaubaren Netz an Gängen, Treppen mit rund 200 Ausgängen aus dem Bahnhofsareal.

Shinjunku Bahnhof von der Ostseite
Die Ostsseite des Bahnhofs Shinjunku von außen. Foto: von L,t,d,express at Japanese Wikipedia, CC BY-SA 3.0 , via Wikimedia Commons

Der Mega-Bahnhof Shinjuku gehört als Verkehrsknotenpunkt in Tokio zum täglichen Leben vieler Bewohner der japanischen Metropole. Auch fast jeder Tourist dürfte hier zumindest einmal während eines Besuches Ein- oder Umsteigen und sich in den vielen Gängen fast verirren. Shinjuku ist aber nicht nur Bahnhof, sondern auch das Tor zu den Vierteln Nishi-Shinjuku und Shinjuku, von denen der Bahnhof seinen Namen hat.

Details und Zahlen zum Mega-Projekt Shinjuku Bahnhof Tokio

Drei Millionen Fahrgäste täglich, 39 Gleise und 200 Ausgänge: Bei den Dimensionen des Mega-Bahnhofs Shinjuku kann einem schwindlig werden. Dabei befand sich zur Zeit der Entstehung des Bahnhofs im Jahr 1885 an dieser Stelle noch das eher ländlich geprägte Städtchen Naitō-Shinjuku. Heute wuselt es im als Shopping Hot Spot beliebten Stadtteil Shinjuku nur so von Boutiquen, Einkaufszentren und Vergnügungsorten wie Karaoke-Bars.

Zu Stoßzeiten steigen pro Sekunde um die 500 Menschen auf den Bahnsteigen des Bahnhofs ein oder aus. Um die gewaltigen Menschenmassen bewältigen zu können und eine möglichst ideale Ausnutzung der fahrenden Züge zu gewährleisten, kommen so genannte Fahrgastverdichter in Tokios Mega Bahnhof Shinjuku zum Einsatz. Diese Angestellten der Bahngesellschaften schieben und drücken mit ihren weiß behandschuhten Händen die Fahrgäste in die überfüllten Waggons hinein.

Shinjunku Bahnhof mit einer Zugeinfahrt
Zugeinfahrt und Passagiere am Bahnhof Shinjunku. Foto: Shinjiro, CC BY 3.0 , via Wikimedia Commons

Gleichzeitig ist Shinjuku gerade für Touristen eine echte Herausforderung. Wenn man irgendwo die Orientierung verlieren kann, dann in diesem Gewimmel aus Menschen, Gängen, Bahn-Plattformen und Ausgängen. Trotzdem ist ein Besuch des Shinjuku gerade zu den Stoßzeiten ein unvergessliches Erlebnis und führt einem die Fremdheit dieser Welt vor Augen. Ein Selbstversuch, den es sich unbedingt anzugehen lohnt, wenn man die Möglichkeit dazu hat.

Shinjuku Tokio: Der Stadtteil rund um den Mega-Bahnhof

Heute wimmelt es im Stadtviertel Shinjuku rund um den Bahnhof nur so von Menschen. Neben Einkaufszentren und einem Krankenhaus finden sich in und um den Mega-Bahnhof Shinjuku auch die kleinen Läden für Lotteriescheine, Blumen, Zeitungen und Getränke, wie sie für Bahnhöfe typisch sind. Hinzu kommen Karaoke-Bars, Restaurants und Garküchen mit japanischem Streetfood wie Yatai. Außerdem finden sich hier Table-Dance Etablissements und andere Vergnügungsorte, die Tag und Nacht grell durch Neonreklame beworben werden.

Shinjuku

Bezirk Tokios

Fläche: 

18,23 km²

Präfektur: 

Tokio

Bevölkerung: 

337.556 (1. Mai 2015)

Wetter: 

28 °C, Wind aus SO mit 11 km/h, 87 % Luftfeuchtigkeit

Vereine und Mannschaften: 

Criacao Shinjuku, Waseda Big Bears football, Kogakuin Crash Machines football

Hochschulen und Universitäten

Waseda-Universität, Naturwissenschaftliche Universität Tokio, Meijiro University, Tokyo Women’s Medical University Hospital

Das andere nahegelegene Viertel Nishi-Shinjuku ist demgegenüber von Wolkenkratzern und Bürogebäuden geprägt. Beide Stadtviertel, Shinjuku und Nishin-Shinjuku, entwickelten sich auch durch den Bahnhof und dessen Bedeutung, so wie dieser auch seinen Anteil daran hat, das historische Zentrum der Stadt von Ginza und dem Gebiet rund um den Kaiserpalast nach Westen zu verschieben.

Sehenswürdigkeiten in und um Shinjuku

shinjuku-stadtteil
Der Stadteil von Shinjunku. Foto: Inaktiver Nutzer von Pixabay.

Wenn auch nicht unbedingt schön, so ist das gewaltige Bahnhofsareal samt dem aufgesetzten Einkaufszentrum selbst schon eine Sehenswürdigkeit. In der näheren Umgebung findet sich in Nishin-Shinjuku das zweitgrößte Wolkenkratzer-Viertel Japans (nach Minato). Das Viertel Shinjuku hingegen gilt als Tokios größte Einkaufsmeile.

In Shinjuku liegt außerdem das älteste Tokioter Vergnügungs- und Rotlichtviertel Kabukichō (歌舞伎町). Hier trifft man neben den so typisch japanischen Love-Hotels auf Hostessenbars, Izakaya  (japanische Kneipen), Nachtklubs, Restaurants, Kinos, Karaokebars und Spielhallen. Schwule und Lesben zieht es hingegen nach Shinjuku ni-chōme (新宿二丁目), oft auch nur Ni-chōme genannt, Tokios Zentrum für LGBTQ Nachtleben.

Der Shinjuku Gyoen 

Die bekannteste und wichtigste Sehenswürdigkeit in Shinjuku ist der kaiserliche Park Shinjuku Gyoen (新宿御苑). Ursprünglich gehörte der Park zur Nebenresidenz des Naitō Klans, wurde aber 1879 vom kaiserlichen Hofamt übernommen und ab 1906 in Teilen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Seit 1949 zählt der Shinjuku Gyoen zusammen mit den anderen kaiserlichen Gärten Japans als „Nationaler Garten“ (国民公園, kokumin kōen) und untersteht dem Umweltministerium.

shinjunku-garten
Herbst im Park und Garten von Shinjunku. Foto: AllisonMiller, via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Der Shinjuku Gyoen besteht aus drei unterschiedlichen Parklandschaften: einem japanischen Garten, einem englischen Garten sowie einem französischen Garten. Außerdem werden in großen Gewächshäusern, die zu den größten in Ostasien gezählt werden, ähnlich wie in einem Botanischen Garten exotische Pflanzen gezeigt.

Die im ganzen Park gepflanzten Kirschbäume ziehen im Frühjahr zur Kirschblüte (sakura) unzählige Fotografen und Besucher in den Park, die nicht selten im Schatten der Bäume O-Hanami Partys (Kirschblütenfest) feiern. Durch die Auswahl verschiedener Kirschbaumsorten und die Standorte dauert die Kirschblüte in Shinjuku Goyen zudem oft besonders lang an.  

Titelfoto: 663highland, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

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