Die japanische Lunchbox (Bento) für Zugreisen
Ekiben sind eine spezielle Form der Bento-Box, die für den Verzehr auf Zugreisen gedacht sind. Wir wollen euch diese typisch japanische Variante des Reiseproviants aus kulturellem, kulinarischen und praktischem Blickwinkel vorstellen und nahebringen. Besonders richtet sich der Beitrag an Erstbesucher Japans, Bahnreiseenthusiasten und Kulturinteressierte sowie Foodies.
Neben der Erklärung, was ein Ekiben eigentlich ist, welche typischen Arten es so gibt und wieso diese auch als kulinarische Landkarte Japans fungieren können, geben wir auch einen Einblick in die Geschichte dieser besonderen Bento-Boxen und was sie kosten. Zuletzt geben wir auch wieder nützliche Japanwelt-Insidertipps und einen abschließenden Einblick in das Kulturprodukt Ekiben, das ganz einfach mehr ist, als nur eine Bento-Box für den Zug.

- Typisches Ekiben mit Ebi Tempura und Reis. Foto von Quang Anh Ha Nguyen
Was ist ein Ekiben?
Ekiben (駅弁) sind Bento-Boxen, die speziell für den Verzehr auf Zugreisen konzipiert sind. Dabei gilt: jedes Ekiben ist eine Bento-Box, aber nicht jede Bento-Box ist ein Ekiben. Ekiben sind als vollständige Mahlzeit für eine Bahnfahrt ausgelegt und der Inhalt setzt sich meist aus Reis, Beilagen und regionalen Spezialitäten zusammen. Die Nutzung regionaler Spezialitäten unterscheiden Ekiben von „normalen“ Bento-Boxen aus dem Supermarkt oder Konbini, die in unterschiedlichen Formen natürlich auch an Bahnhöfen verkauft werden.
Weil Ekiben speziell für den Verzehr auf Zugreisen vorgesehen sind, zeichnen sich diese neben den regionalen Spezialitäten, die das Reiseerlebnis und Essen mit der jeweiligen Region verbinden sollen, auch dadurch aus, dass sie gut für den Transport geeignet sind (feste Verpackung), der Inhalt eine gewisse Haltbarkeit hat und das dieser ohne zusätzliches Besteck verzehrt werden kann. Die stabilen Boxen verhindern zudem, das etwas aus der Box ausläuft oder es zu Geruchsbelästigungen kommt.
Bedeutung und Herkunft des Begriffs Ekiben
Der Begriff Ekiben setzt sich aus den Wörtern „Eki“ – Bahnhof – und Bento (弁当), dem Begriff für in einer Form von Box zusammengestellten Mahlzeit, zusammen. Bei dem Begriff Ekiben wird lediglich die zweite Silbe – to – weggelassen. Historisch entstand die Nutzung durch das Aufkommen des Verkaufs von Bento-Boxen an Reisende auf Bahnsteigen. Inwieweit auch damals schon besonders regionale Spezialitäten prävalent waren, kann heute nicht mehr gänzlich nachvollzogen werden, wurde aber relativ schnell die Norm.
Unterschied zwischen Ekiben und normalem Bento
Der Unterschied zwischen Ekiben und normalem Bento liegt zuerst einmal in der Zielgruppe. Ekiben richten sich dezidiert an (Zug)Reisende, normale Bento-Boxen hingegen sind eine typische Alltagsmahlzeit in Japan, z.B. in der Mittagspause. Weitere Unterschiede bestehen im Preis – Ekiben sind in der Regel teurer als herkömmliche Bento –, in der Präsentation – Ekiben sind in aller Regel deutlich aufwendiger aufgemacht und haben eine besonders stabile Verpackung – sowie in der Regionalität.
Warum Ekiben fest zur japanischen Zugkultur gehören
Japan zählt zu den Ländern mit der höchsten Bahn-Nutzungsquote weltweit und so gehören längere Zugfahrten zum Alltag und sind nicht selten fester Bestandteil sowohl von Arbeit als auch von Reisen im allgemeinen. So gesehen macht die Verbindung von Reisezeit mit dem Genuss einer Mahlzeit natürlich durchaus Sinn und das Essen im Zug ist so in Japan auch akzeptiert, solange dieses sauber und arm an potentiell störenden Gerüchen bleibt. Genau dies – Sauberkeit und relative Geruchsarmut – bieten Ekiben, die ja genau für diesen Zweck vorgesehen sind und so eine sozusagen standardisierte und verlässliche Essenslösung für Zugreisende bieten, die unabhängig von Region und Uhrzeit ist.
Neben der strukturierenden Funktion einer Mahlzeit auf einer Zugreise und dem durch diese für viele gefühlt erhöhtem Komfort, haben gerade auch die Zugunternehmen selber dazu beigetragen, Ekiben zu dem typischen Essen der Wahl für viele Zugreisende zu machen. Gerade bei Fahrten im Shinkansen kann man sich häufig ein regionales Ekiben (je nach Abfahrtsort) auch im Zug kaufen.

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Regionales Ekiban aus Osaka „Momotaro no Matsuri Sushi“ zum "Festival des Pfirsichjungen" einer japanischen Märchenfigur. Foto © MK Products - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0
Essen im Zug – gesellschaftliche Akzeptanz in Japan
Essen im Zug ist in Japan zwar allgemein hin akzeptiert und wird auch von Japanern gerne gemacht, aber natürlich gelten auch hierfür gewisse gesellschaftliche Regeln. Besonders wichtig ist es dabei in Japan, das kein Müll zurückbleibt und sozusagen „sauber“ gegessen wird und das keine länger anhaltenden Gerüche zurückbleiben, die andere Mitreisende stören könnten. Zu den ungeschriebenen Regeln des Verzehrs einer Mahlzeit während einer Zugreise gehört es zudem, dass dies möglichst leise und unaufdringlich vor sich geht, um dem typisch japanischen Respekt vor den Grenzen Anderer und dem Erhalt der Harmonie (Wa) Rechnung zu tragen.
Ekiben als Teil des Reiseerlebnisses
Was Ekiben gerade auch für ausländische Reisende besonders spannend macht, ist deren Regionalität. Die Auswahl der in einer solchen Box enthaltenen Speisen spiegeln häufig die durchfahrene oder durchfahrenen Regionen wieder und werden so zu einem passendem und spannenden Genuss. Viele erfahrene Bahnreisende in Japan haben ihre eigenen Rituale entwickelt, um ihr Essen bzw. ihre Ekiben auf einer Zugreise zu genießen und planen das Essen ganz bewusst zur Abfahrt oder zum Erreichen der Streckenmitte ein.
Die Geschichte der Ekiben in Japan
Ekiben wurden gegen Ende des 19.Jahrhunderts erfunden. Das erste dokumentierte Ekiben wurde dabei im Jahr 1880 verkauft. Insgesamt hängt die Erfindung eng mit dem parallel stattfindenden intensivem Ausbau des japanischen Eisenbahnnetzes in der Meiji-Zeit (1868 bis 1912) zusammen. Dabei waren die ersten Ekiben mehr einfacher Reiseproviant bestehend aus Reis und einigen eingelegten Zutaten und wandelten sich erst über die Zeit zu vollwertigen Mahlzeiten mit einem oft regionalem Touch.

- Verkauf von Bento-Boxen an Bahnhöfen in Japan im Jahr 1902 auf einer historischen Aufnahme.
Foto © C.H. Graves, 3b42202, gemeinfrei, Wikimedia Commons
Die Vielfalt der regionalen Angebote steigerte sich mehr und mehr durch den stetigen Eisenbahnausbau und schon in der Nachkriegszeit entwickelten sich Ekiben mehr und mehr zu Identitätsprodukten einiger Regionen, was ihre Beliebtheit, gerade auf weiteren Reisen, nur noch steigerte. Heute existieren tausende unterschiedliche Varianten von Ekiben mit nicht selten starkem Marketingbezug zu der jeweiligen Region und man kann mit Recht davon sprechen, das sich dieser ursprünglich einfache Reiseproviant inzwischen zu einem starken kulturellen Symbol entwickelt hat.
Regionale Spezialitäten – Ekiben als kulinarische Landkarte Japans
Ekiben bilden wegen der in diesen typischerweise enthaltenen regionalen Spezialitäten so etwas wie eine kulinarische Landkarte Japans ab. Die Regionalität bei Ekiben reicht dabei oft sogar so weit, dass so gut wie alle wenn nicht alle Zutaten in diesen aus der jeweiligen Präfektur stammen. Natürlich gehören deswegen auch lokale Klassiker, die für den Bento-Kontext angepasst wurden, zu den typischen kleinen Gerichten, die man in einem Ekiben findet.
Was genau in einer Ekiben zu finden ist, hängt dabei nicht nur von der jeweiligen Präfektur oder Region ab, sondern auch von der Saison, da Saisonalität in der japanischen Küche ganz allgemein einen besonderen Stellenwert einnimmt. So dienen Ekiben ebenso als Identitätsträger für die entsprechenden Präfekturen, wie als Antrieb für den Tourismus, da diese die regionale Bekanntheit auch über die Bahnstrecken hinweg fördern. Das geht mitunter sogar so weit, dass bestimmte Ekiben geradezu untrennbar mit bestimmten Regionen verbunden sind.
Regionale Zutaten und lokale Gerichte
Bei den regionalen Unterschieden in Hinsicht auf Zutaten und Gerichte sind vor allem die Küsten- und Inlandsregionen sowie die nördlichen und südlichen Präfekturen besonders hervorzuheben. Typischerweise werden in Ekiben aus Küstenregionen mehr Fisch, Meeresfrüchte und Sushi-Varianten verwendet, während in Inlandsregionen Fleisch-, Gemüse- und Reisgerichte üblicher sind.
Bei der Nord-Süd Achse hingegen sind häufig Zubereitungsarten, Würzung und die jeweils verwendeten Zutaten unterschiedlich. So ist Hokkaido unter anderem für seinen Meeresfrüchte und Milchprodukte bekannt, während z.B. der Süden von Kyushu (Präfektur Kagoshima) u.a. für ihre Süßkartoffeln, Schweinefleisch und Geflügel bekannt ist.
Ekiben als kulinarisches Souvenir
Ekiben sind als kulinarisches Souvenir auch unter japanischen Reisenden sehr beliebt. Nicht nur ermöglichen sie eine Art Mitnahme der Erinnerung an die bereiste Region und Orte, sondern bilden auch kulinarischen Auftakt oder Abklang zu einer Reise. Da Ekiben ja speziell für Zugfahrten gedacht ist, handelt es sich natürlich immer um Inlandsreisen, auch wenn man am Ende vielleicht auf einer anderen Insel landet.
Bekannte Regionen für besondere Ekiben
In Japan hängt die Bekanntheit und Tradition der Ekiben in ihren regionalen Ausprägungen eng mit den großen Bahnstrecken zusammen. So haben vor allem Regionen mit stark frequentierten Bahnlinien besonders bekannte oder ikonische Ekiben.
In Kyoto gehört oft in frittierten Tofu gewickeltes Sushi zu den typischen und geradezu emblematischen Inhalten einer dort gekauften Ekiben-Box. Im riesigen Verkehrsknotenpunkt Tokyo findet man neben regionalen Ekiben auch solche aus so gut wie allen Ecken und Enden Japans.
Etwas ganz besonderes wiederum ist das Moo Taro Bento Mie aus der Präfektur Mie. Diese Ekiben-Box hat die Form einer Kuh oder eines Kuhkopfes und beinhaltet ein Rindfleischgericht mit Reis und Gemüse. Das Extra: die Box spielt beim Öffnen wie eine Spieluhr ein kleines Musikstück ab.
Ein anderes ganz besonderes Ekiben ist das mit Forellen-Sashimi gefüllte Masu no Sushi Bento aus Toyama, das in einer Zedernholzbox verkauft wird, die auch wiederverwendet werden kann.
Beliebte Arten von Ekiben
Ekiben existieren in vielen unterschiedlichen Arten und Formen. Dabei kann man diese je nach Zutaten, Zubereitung und Präsentation einteilen. Daneben gibt es auch Unterschiede zwischen traditionellen und modern interpretierten Ekiben sowie solchen, die sich eher an Pendler, Touristen oder Genießer richten. Typische Arten sind:
- Einfache Ekiben mit Fisch- und/oder Meeresfrüchten;
- Ekiben mit Fleischgerichten (mitunter auch mit Heizmechanismus);
- Luxus-Ekiben mit besonders hochwertigen Zutaten (z.B. Wagyu), die entsprechend teurer sind;
- Modern interpretierte Ekiben;
- Süße- und Dessert-Ekiben
- Vegetarische und vegane Ekiben.
Hinzu kommen saisonale Unterschiede, da auch bei Ekiben meist darauf geachtet wird, möglichst saisonale Zutaten zu verwenden, wie es in der japanischen Küche ganz allgemein Usus ist.

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Sukiyaki- Bento mit Heizeinheit am Bahnhof Yonezawa. Foto © 克年 三沢 - 100_2679, CC 表示 2.0
Klassische Ekiben und Reisgerichte
Klassische Ekiben nutzen häufig den sogenannten Makunouchi-Stil. Bei diesem Stil wird eine generöse Portion Reis mit mehreren Beilagen wie Ei, eingelegtem Gemüse, Fisch und Fleisch sowie Umeboshi und Gemüse kombiniert. Aber auch andere Reisgerichte können zu den klassischen Ekiben gezählt werden.
Sushi- und Meeresfrüchte-Ekiben
Sushi- und Meeresfrüchte-Ekiben sind vor allem in Küstengebieten verbreitet und spezialisieren sich auf regionale Fischspezialitäten. Für diese Form der Ekiben ist selbstverständlich die schnelle Distribution und das Vorhandensein einer guten Kühlkette entscheidend, da Fisch und Meeresfrüchte – insbesondere, wenn diese roh verarbeitet wurden – eine relativ kurze Haltbarkeit haben.
Fleisch- und Wagyu-Ekiben
Fleisch- und Wagyu-Ekiben sind häufig in Inlandsregionen stärker vertreten und setzen auf regionale Fleischmarken. Je nach Region und welche Tiere dort gezüchtet werden, kann das Fleisch Schwein, Huhn, Rind oder auch Lamm sein. Insbesondere Wagyu-Ekiben sind dabei natürlich deutlich teurer, wenn Fleisch-Ekiben auch allgemein oft ein höheres Preisniveau erreichen.
Dessert- und süße Ekiben
Dessert- und süße Ekiben bestehen aus Süßspeisen oder haben extra Dessert-Erweiterungen. Sie gehören zu den modernen Ekiben-Interpretationen und liegen heute besonders bei jüngeren Zielgruppen im Trend.
Selbstheizende Ekiben
Selbstheizende bzw. sich selbst erhitzende Ekiben sind besonders im Winter sehr beliebt, wenn ein warmes Essen besonders gut tut. Für die Selbsterhitzung nutzen diese speziellen Ekiben chemische Heizpads, die vor dem Verzehr aktiviert werden müssen (wird auf den Verpackungen einfach erklärt).
Wo kann man Ekiben kaufen?
Ekiben werden primär in Bahnhöfen und auf angrenzenden Verkaufsflächen angeboten. Dabei bieten große Bahnhöfe eine große Auswahl an Ekiben an (insbesondere in Tokyo und anderen Metropolen), die auch Ekiben aus ganz unterschiedlichen Regionen umfassen können. Kleine Bahnhöfe wiederum konzentrieren sich bei ihrem Ekiben-Angebot vor allem auf die regionalen Angebote.
Aufgrund der großen Beliebtheit von Ekiben findet man an vielen Bahnhöfen auch spezialisierte Ekiben-Shops, die sich nur auf den Verkauf dieser für Zugreisen gedachten Boxen konzentrieren. Dabei kann man in einem spezialisierten Ekiben-Laden oder was am jeweiligen Bahnhof an Läden mit Ekiben im Angebot vorhanden sein sollte, natürlich auch Ekiben kaufen, ohne tatsächlich eine Zugreise anzutreten.
Noch tiefer in die Welt der Ekiben eintauchen kann man auf Ekiben-Messen, die regelmäßig stattfinden und auf denen Neuigkeiten und Sondereditionen vorgestellt werden (mehr siehe unten).

- Typische Verkaufsstände für Ekiben und Souvenirs in einem Bahnhof in Tokio. Foto @ Huu Huynh
Bahnhöfe und Bahnsteige
Direkt am Bahnhof oder auch direkt am Bahnsteig, kann man in Japan bis kurz vor der Abfahrt ein Ekiben für die Reise kaufen. Gerade auf kleineren Bahnhöfen kauft man diese oft direkt von regionalen Anbietern oder lokalen Produzenten.
Ekiben-Shops in großen Bahnhöfen
In großen Bahnhöfen finden sich spezialisierte Ekiben-Shops, in denen Dutzende Ekiben-Varianten verfügbar sind. Das Angebot in diesen Shops ist also deutlich breiter, als was man auf dem Bahnsteig erwarten kann.
Der Unterschied zu normalen Bento-Läden liegt vor allem in der Verpackung und Präsentation sowie dem Highlight besonderer regionaler Spezialitäten, die in einem Ekiben-Shop aber nicht auf die Region beschränkt sein muss, in der sich dieser befindet.
Kaufhäuser und Ekiben-Messen
Ekiben-Messen aber auch manche Kaufhäuser bieten Ekiben in Form von Events an. Das kann sowohl Neuigkeiten als auch Sondereditionen umfassen und versucht im allgemeinen Ekiben als Erlebnisprodukt zu vermarkten und in vielen Fällen auch regionale Spezialitäten zu präsentieren und zu promoten.
Was kostet ein Ekiben in Japan?
Was kostet ein Ekiben in Japan?
Ekiben sind in Japan meist spürbar teurer als gewöhnliche Bento aus dem Supermarkt oder Konbini. Das liegt an den oft hochwertigeren Zutaten, regionalen Spezialitäten sowie an der aufwendigeren Verpackung und Präsentation.
In der Regel bewegen sich die Preise im niedrigen bis mittleren zweistelligen Bereich. Einfache Ekiben starten oft bei etwa 1.000 Yen, viele liegen jedoch eher zwischen 2.000 und 3.000 Yen. Besonders auf beliebten Strecken, in bestimmten Regionen oder bei spezialisierten Verkaufsorten können die Preise höher ausfallen.
Preislich liegen Ekiben damit meist über typischem Convenience-Food, bleiben aber häufig unter dem Niveau eines Restaurantbesuchs. Vor allem regionale Zutaten wie Fisch, Meeresfrüchte oder hochwertiges Fleisch treiben den Preis nach oben.
Hinzu kommen Luxus-Varianten und limitierte Sondereditionen, die sich an Gourmets oder Sammler richten und deutlich teurer sein können. Der Preis spiegelt bei Ekiben also nicht nur das Essen selbst wider, sondern auch das besondere Reiseerlebnis, das viele Fahrgäste in Japan bewusst genießen möchten.
Ekiben als Erlebnis, Souvenir und Kulturprodukt
Ekiben haben in Japan eine Funktion, die über den reinen Nahrungszweck hinausgeht. Sie verbinden kulinarischen Genuss mit Design und Reiseerinnerungen. Das wird noch einmal durch die oft sogar sammelwürdigen Verpackungen verstärkt, die teils auch aus sehr haltbaren Materialien wie z.B. Zedernholz sind.
Man kann sie also durchaus als erlebnisorientierte Produkte ansehen, die dem Nutzer einen deutlichen Mehrwert über das Essen hinaus bieten können. Gerade der Sammlerwert und die Entstehung von Reiseerinnerungen können noch einmal durch saisonale Sondereditionen verstärkt werden, die einen direkten Zeitbezug haben und zudem mit saisonalen Motiven und Zutaten ein besonderer Genuss sein können.
Diese saisonalen Editionen eignen sich auch besonders gut als kulinarisches Mitbringsel, allerdings sollte man dabei die Haltbarkeit im Auge haben, die natürlich begrenzt ist.
Ekiben richten sich an viele Zielgruppen. Da sind einmal die hungrigen Reisenden, dann die Gourmets, aber auch Sammler und solche, die ihre Reise mit einer kulinarischen Erinnerung beginnen und beenden wollen, wenn sie mit dem Zug reisen. So sind Ekiben auf ganz unterschiedliche Art ein geradezu ikonisches Kulturprodukt in Japan.
Verpackung und Design – Essen fürs Auge
Das Auge isst mit. Diese Weisheit gilt auch in Japan, weshalb nicht nur die Verpackungen von Ekiben Boxen teils sehr aufwändig gestaltet sind (z.B. edle Zedernholz-Boxen oder in besonderen Formen), sondern oft auch großer Wert auf die ansprechende Präsentation der Speisen selbst gelegt wird. Letzteres ist vor allem bei hochwertigen und Luxus-Ekiben besonders ausgeprägt.
Saisonale und limitierte Ekiben
Saisonale und limitierte Ekiben werden zu verschiedenen Anlässen wie Jahreszeiten, Festivals oder besonderen Events herausgegeben und sind dann nur in begrenzter Auflage während eines speziellen Zeitraumes erhältlich, bspw. zur Kirschblüte im Frühling. Dabei kann es durchaus auch verschiedene regionale Sondereditionen geben. Oft sind solche Sondereditionen auch bei Sammlern besonders beliebt.
Ekiben als Mitbringsel oder Souvenir
Ekiben können natürlich auch ein sehr schönes Mitbringsel oder Souvenir aus Japan sein. Mit diesen kann man die Reise mit einem anderen in gewisser Weise teilen oder einfach selber noch einmal kulinarisch zurückblicken. Die einzige Einschränkung ist die begrenzte Haltbarkeit der Ekiben, die gerade bei Produkten mit Fisch und Meeresfrüchten sehr begrenzt sein kann.
Für wen sich ein Ekiben besonders lohnt
Der Kauf eines Ekiben lohnt sich natürlich besonders für Bahnreisende, die auf ihrer Fahrt ein kulinarisches Erlebnis haben möchten.
Wir empfehlen Ekiben aber unbedingt auch für Japanreisende, die das Land zum ersten mal besuchen, da diese ein so typischer (und leckerer) Bestandteil der japanischen Kultur sind. Zuletzt empfiehlt sich der Genuss eines Ekiben auch für Kultur- und Food-Interessierte, die dabei jeder auf seine eigene Weise einen besonderen Genuss erleben können.
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