Trusted Shops zertifiziert + 49 (0)30 - 31 80 81 51
 

Sōunkyō-Onsen Eiswasserfall-Festival auf Hokkaido

Das Sōunkyō-Onsen Eiswasserfall-Festival auf Hokkaido ist ein eindrucksvolles Festival, bei dem Skulpturen, die gefrorenen Wasserfällen nachgeahmt sind, wie man sie in dieser Gegend auch natürlich finden kann, im Zentrum stehen. Die Skulpturen sind dabei zu einem großen Teil begehbar und werden zudem kunstvoll illuminiert. Dies erschafft gerade am Abend eine magische Atmosphäre, die inzwischen auch nicht mehr nur bei Japanern, sondern auch international bekannt geworden ist.

Sōunkyō-Onsen besticht zudem mit seinen heißen Quellen, der weitgehend unberührten Natur um dieses herum im Daisetsuzan-Nationalpark und der Lage in einer von im Winter schneebedeckten Gipfeln umzingelten Schlucht.

Wir stellen dir das Sōunkyō-Onsen Eiswasserfall-Festival detailliert vor und geben dir eine Menge nützlicher Tipps für den Besuch und für die Anreise. Dabei gilt auf Hokkaido im Winter ganz allgemein immer: warm anziehen!

 

Promenade im Onsen-Ort Sōunkyō mit Hotels und Bergkulisse im Daisetsuzan-Nationalpark auf Hokkaidō
Die Promenade von Sōunkyō-Onsen liegt eingebettet in die Schlucht des Daisetsuzan-Nationalparks.

Foto © Soica2001 (talk) - wikimedia

 

Was ist das Sōunkyō-Onsen Eiswasserfall-Festival?

Das Sōunkyō-Onsen Eiswasserfall-Festival ist ein jetzt schon seit 1976 jährlich stattfindendes Festival in der kleinen Onsen-Stadt Sōunkyō, das inzwischen weit über die Grenzen von Hokkaido und Japan bekannt ist. Im Zentrum dieses spektakulären Winterevents stehen die 30 Eisskulpturen unterschiedlicher Größe (die größten sind bis zu 13 Meter hoch!), die über drei Monate mithilfe des Wassers des Ishikari-Fluss modelliert werden.

Zum Festival werden diese Eisskulpturen zusätzlich von innen beleuchtet – in den Farben des Regenbogens – was magische Momente schafft. Ständige Vertreter auf dem Festival sind ein 100 Meter langer Eistunnel und der Hyobaku Eisschrein mit eigenem Torii, in dem Besucher Münzen in die Eiswände stecken, was als Zeichen für Erfolg gilt, da die Münzen stecken bleiben.

Der Hintergrund für die Veranstaltung des jährlich stattfindenden Festivals war ursprünglich, ein Fest für die Gemeinschaft im harten Winter im zentralen Hokkaido auszurichten. Sōunkyō-Onsen ist dabei unter anderem dafür bekannt, dass es dort Wasserfälle gibt, die im Winter einfrieren. Die ursprüngliche Idee hinter den Eisskulpturen kommt genau dort her – also diese Eiswasserfälle skulptural nachzubilden. Dabei helfen der nahegelegene Fluss und die im Winter eiskalten Temperaturen von bis zu −20 Grad, was nicht nur für die Herstellung der Skulpturen, sondern auch für deren langfristiges Bestehen nahezu perfekt ist.

Der Ort Sōunkyō-Onsen liegt im Daisetsuzan-Nationalpark im nördlichen zentral-Hokkaido am Ishikari-Fluss und ist einer der bekanntesten Onsen-Orte auf Hokkaido. Das Eiswasserfall-Festival ist einer der Höhepunkte der Wintersaison und richtet sich heute vor allem an Besucher aus dem In- und Ausland und zählt inzwischen im Schnitt rund 100.000 Besucher. Besonders beliebt ist das Festival bei Paaren, Winterfans und Fotografen, die gerade in der Dunkelheit, wenn die Skulpturen regenbogenfarben von innen beleuchtet sind, atemberaubende Motive geboten bekommen.

 

Was erwartet Besucher beim Sōunkyō-Onsen Eiswasserfall-Festival?

Die Besucher des Sōunkyō-Onsen Eiswasserfall-Festivals erwarten natürlich die in der Regel rund dreißig kleinen und großen Eisskulpturen. Von diesen haben wir schon zwei der regulären Gebilde, den 100 Meter langen Eistunnel und den Hyobaku Eisschrein, erwähnt, die beide nicht selten zu den Favoriten der Besucher zählen.

Wie alle Eisskulpturen auf dem Festival werden auch diese in einem langwierigen Herstellungsprozess gefertigt, bei dem über drei Monate hinweg Wasser über Gerüste gesprüht wird und bei den extrem kalten Außentemperaturen gefriert. Daraus entstehen Tempel, Shintō-Torii aus Eis, Eispaläste, Tunnel und Höhlen, oft meterhoch. Die Skulpturen erwecken dabei gezielt den Eindruck von gefrorenen Wasserfällen, die es in der Nähe auch in natura zu bestaunen gibt.

Zusätzlich wird an manchen Orten, wie dem Eistunnel, die Szenerie mit dezenter Musik untermalt und bietet so ein besonders atmosphärisches Erlebnis. Einige Skulpturen sind zudem kinderfreundlich gestaltet. Zum Aufwärmen – dringend nötig bei den harschen Temperaturen – gibt es ein beheiztes Zelt, in dem man sich auch umziehen kann.

 

Begehbare Eisskulpturen und farbige Illuminationen beim Sōunkyō-Onsen Eiswasserfall-Festival auf Hokkaidō bei Nacht
Begehbare Eislandschaften, farbig illuminierte Skulpturen und der Kontrast aus gefrorenem Wasser und fließendem Fluss schaffen beim Sōunkyō-Onsen Eiswasserfall-Festival eine fast surreale Winteratmosphäre.

Foto © Outside147, CC BY-SA 3.0

 

Licht und Illumination

Eine Besonderheit des Sōunkyō-Onsen Eiswasserfall-Festivals sind die eindrucksvollen Lichtspiele und Illuminationen, die vor allem nach Sonnenuntergang voll zur Geltung kommen. Der Fokus liegt dabei häufig auf den Farben Violett, Türkis und Orange, die Beleuchtung wechselt jedoch rhythmisch und erzeugt dramatische wie auch romantische Effekte.

Für Fotografen ergeben sich dadurch ideale Bedingungen für Nachtfotografie und Langzeitbelichtungen. Besonders beliebte Motive sind mit beleuchteten Fotospots versehen, etwa mit einem leuchtenden Herz-Rahmen für das romantisch-kitschige Extra.

 

Besondere Programmpunkte

Zum Festival gehört auch ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm. Dazu zählen Feuerwerke zur Eröffnung sowie an ausgewählten Terminen – meist an Wochenenden. Ergänzt wird das Ganze durch ein Bühnenprogramm mit Musik und traditionellen Elementen. Außerdem gibt es Essensstände und Souvenir-Läden mit regionalen Spezialitäten.

 

Warum lohnt sich ein Besuch im Onsen-Ort Sōunkyō?

Der Onsen-Ort Sōunkyō verdankt seinen Namen der Schlucht, in der er liegt. Übersetzt bedeutet Sōunkyō etwa „Schlucht der schwebenden Wolken“ – ein Hinweis auf den hier typischen Nebel und Dampf, der durch Fluss und Wasserfälle entsteht. Das Gebiet ist Teil des Daisetsuzan-Nationalparks, dem größten Schutzgebiet Hokkaidos mit beeindruckender Natur und großer Artenvielfalt.

 

Onsen-Erlebnis im Winter

Gerade im Winter – und damit auch während des Eiswasserfall-Festivals – sind die Onsen besonders reizvoll. Der starke Kontrast zwischen Außentemperaturen von −15 bis −20 Grad und bis zu 42 Grad warmem Quellwasser macht das Baden zu einem unvergesslichen Erlebnis. Viele Bäder liegen unter freiem Himmel und bieten einen Blick auf die verschneite Natur. Einige Unterkünfte verfügen sogar über Private Onsen. Besonders eindrucksvoll ist ein nächtlicher Onsen-Besuch, wenn man die Illuminationen des Festivals beobachten kann.

 

Natur und Landschaft

Die Landschaft rund um Sōunkyō-Onsen ist geprägt von einer dramatischen Bergkulisse. Als Teil des Daisetsuzan-Nationalparks leben hier auch seltene Tiere wie Ezo-Hirsche, Eisbussarde und Bären. Im Winter zeigt sich die Schluchtlandschaft besonders mystisch und ursprünglich, während der Ishikari-Fluss selbst in der kalten Jahreszeit teilweise eisfrei bleibt und faszinierende Eis-Wasser-Kontraste bildet.

 

Kulinarik und Unterkunft

Viele traditionelle Ryokan laden zur Übernachtung ein, oft mit direkter Flusslage und weitem Blick auf die Schnee- und Eislandschaft. Neben eigenen Onsen bieten sie regionale Küche mit Wildgerichten, Onsen-Eiern, Miso-Suppe und saisonalem Gemüse. Gerade im Winter steht häufig Wild mit Wurzelgemüse und fermentiertem Miso auf dem Speiseplan – ideal zum Aufwärmen und Entspannen nach dem Festivalbesuch.

 

Wann und wie findet das Sōunkyō-Onsen Eiswasserfall-Festival statt?

 

Zeitraum und Öffnungszeiten

Das Festival findet jedes Jahr von Ende Januar bis Mitte März statt (meist etwa 27. Januar bis 17. März, wetterabhängig). Der gesamte Februar ist immer abgedeckt. Empfohlen wird ein Besuch ab 16:30 Uhr, kurz vor Beginn der Illuminationen.
Letzter Einlass: 20 Uhr, Schließung: 21 Uhr.

 

Eintritt und Gelände

Der Eintritt kostet in der Regel etwa 1.000 Yen. Das Festivalgelände erstreckt sich über rund 300 Meter entlang des Ishikari-Flusses. Es gibt geräumte Wege, ein Wärmezelt, sowie Verpflegungs- und Souvenirstände. Wichtig: Bargeld mitnehmen, da Kartenzahlung nicht überall akzeptiert wird.

 

Kleidung und Vorbereitung

Unverzichtbar sind winterfeste Kleidung, Schuhe mit gutem Profil oder Spikes sowie das Zwiebelprinzip. Bei Temperaturen bis −20 Grad sind Mütze und Handschuhe Pflicht. Für Fotografen empfehlen sich Stativ, Stirnlampe und Ersatzakkus, da Kälte die Akkulaufzeit deutlich reduziert.

 

Wie erreicht man Sōunkyō im Winter?

Während der Festivalzeit fährt der „Sōunkyō Express“ mehrmals täglich ab Asahikawa. Von Sapporo gelangt man per Zug nach Asahikawa und steigt dort um. Die Fahrt dauert insgesamt 3–4 Stunden. Alternativ ist die Anreise mit Mietwagen möglich, allerdings nur mit Winterreifen oder Schneeketten und entsprechender Erfahrung.

 

Wie unterscheidet sich das Sōunkyō-Onsen Eiswasserfall-Festival von anderen Winterevents in Hokkaidō?

Das Sōunkyō-Onsen Eiswasserfall-Festival ist nur eines von mehreren Festivals mit Schnee- und Eisskulptur-Thematik auf Hokkaido. Besonders bekannt sind vor allem das Sapporo Snow Festival, das größer, urbaner und stärker auf Touristenströme ausgelegt ist und Schneeskulpturen zeigt, sowie das Lake Shikotsu Ice Festival, das ein ähnliches Konzept wie das Eiswasserfall-Festival hat, dabei aber kompakter und zumindest international deutlich weniger bekannt ist.

Einzigartig ist die enge Verbindung zwischen Onsen-Kultur und Eisskulpturen, die man so nur in Sōunkyō-Onsen findet. Gerade im Vergleich mit Sapporo ist das Eiswasserfall-Festival auch weniger überlaufen, besonders unter der Woche, wenn keine Aufführungen oder Eis-Zeremonien stattfinden, und die Skulpturen bestehen rein aus Eis und nicht aus Schnee. Zudem haben die Illuminationen durch die Durchsichtigkeit des Eises eine besondere Lichttiefe und lassen die Farben intensiv leuchten. Eine andere Besonderheit des Eiswasserfall-Festivals ist, dass die Skulpturen zu einem großen Teil begehbar sind und so auch von innen erlebt werden können. Dazu kommt die grandiose Natur und die dramatische Lage in der Schlucht, was für eine besondere Atmosphäre und tolle Fotomotive sorgt.

 

Japanwelt Tipps für deinen Besuch beim Sōunkyō-Eisfestival

 

Aktivitäten und Ablauf eines Besuchs

  • Am besten geht man nach dem Feuerwerk oder einem Besuch des Festivals in ein Onsen und nicht vorher. Das heiße Wasser entspannt noch einmal besser, wenn man vorher so richtig durchgefroren war.
    • Geh vor Sonnenuntergang zum Festival, so erlebst du, wie sich das goldene Licht auf die Eisskulpturen und Schneelandschaft senkt und erlebst ab den ersten Moment die dann einsetzenden Illuminationen.
    • Bleib bis zum Ende auf dem Festivalgelände, wenn es durchhaltbar ist. Gegen Ende ist das Gelände fast menschenleer und man kann die Atmosphäre besonders gut aufnehmen – und stimmungsvolle Fotos mit Langzeitbelichtung schießen.
    • Ein Spaziergang abseits des Festivals durch die den Ort umgebende Natur sollte man sich nicht entgehen lassen. Die Landschaft hat schon fast etwas Mystisches, gerade spät abends, wenn kaum noch jemand unterwegs ist.
    • Man sollte unbedingt das Essen vor Ort probieren, Mochi mit Sojasauce, heiße Süßkartoffeln und Yakitori-Spieße schmecken in der Kälte gleich noch mal so gut. Dazu passt ein warmer Sake.

 

Kleidungstipps

  • Am besten Extra-Handschuhe einpacken, die sind im wahrsten Sinne Gold wert, wenn ein Paar durchweicht.
    • Es ist wirklich sinnvoll, mehrere Schichten Kleidung zu tragen, da die Temperaturen sehr tief fallen können. Der Hintergrund: mehrere, auch dünne, Lagen Kleidung wärmen mehr, als ein dicker Mantel, gerade wenn man mal länger stehen bleibt.

 

Praktisches

  • Wochentags ist das Festival und der Ort ruhiger und deutlich weniger besucht als an den Wochenenden. Für eine ruhige Zeit empfiehlt sich daher der Besuch zwischen Montag und Donnerstag.
    • Für Fotos unbedingt an ein Stativ denken, wenn man Langzeitbelichtungen machen will. Auch Ersatzakkus sind ein Muss. Ein Akku entleert sich bei Temperaturen von −15 Grad und weniger sehr viel schneller als sonst. Es macht zudem Sinn, eine Kamera vor dem Fotografieren kurz im Wärmezelt zu akklimatisieren, um Beschlag zu vermeiden.
    • Verlasse dich nicht allein auf dein Handylicht, sondern nimm besser eine Stirnlampe oder Taschenlampe zusätzlich mit. Die Wege auf dem Festivalgelände sind zum Teil nicht beleuchtet und etwas mehr Licht kann so echt einen Unterschied ausmachen.
    • Denke daran, am besten immer Cash dabei zu haben. In Japan wird nicht überall Kartenzahlung akzeptiert, was besonders für kleine Stände auf Festivals zutrifft.
    • Wenn du einen Besuch in Sōunkyō-Onsen während des Eiswasserfall-Festivals planst, ist es sinnvoll, das Ryokan möglichst frühzeitig zu buchen. Das gilt besonders für Feuerwerktage, an denen diese oft schon weit im Voraus ausgebucht sind.

 

Über die Redaktion von Japanwelt

Unser Redaktionsteam teilt seine Leidenschaft für japanische Kultur, Design und Lebensart. Viele unserer Mitarbeiter reisen regelmäßig nach Japan, um neue Inspirationen, Produkte und kulturelle Eindrücke zu sammeln. In unseren Artikeln verbinden wir fundiertes Wissen mit authentischen Einblicken – für alle, die Japan entdecken oder ein Stück davon nach Hause holen möchten.

E-E-A-T · Quellenbasiert · Zuletzt aktualisiert: 19.01.2026

 

 

Das könnte Sie auch interessieren:

Die wichtigsten Geheim- und Insidertipps für Ihre Japanreise

Die schönsten Orte in Japan, die Sie unbedingt gesehen haben müssen

So planen Sie Ihre Reise nach Japan: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Japan Reisen – Verbote, wichtige Regeln und Gesetze, die man kennen sollte

 

 

Titelfoto © By Outside147, CC BY-SA 3.0

 

Passende Artikel

Kommentar schreiben

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.

  1. Paravent, Futon und Tatami in Berlin bei Japanwelt online günstig kaufen
  2. Blog