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Japanische Süßigkeiten – die TOP 10 der Süßspeisen mit Rezept

Die japanische Küche ist bekannt für ihre Ramensuppen, Reisgerichte und verschiedene Tofu-Kreationen. Über süße Köstlichkeiten aus Nippon wird meist eher wenig berichtet. Dennoch gibt es japanische Süßigkeiten, Nachspeisen und Desserts. Eine TOP 10 der der traditionellen Süßspeisen aus Japan stellt der heutige Blog vor, wobei sich dabei auf Klassiker der japanischen Kultur beschränkt wird.

Japanische Süßigkeiten (和菓子 wagashi) werden als Okashi traditionell zu Teezeremonien gereicht, da der Matcha-Tee meist etwas bitter schmeckt. Aber Süßspeisen sind in Japan auch fernab der Tradition sehr beliebt. Senbei sind beispielsweise süße Reiscracker und Daifuku bestehen traditionell aus Mochi (Klebreis) und Anko (roter Bohnenpaste). Die meisten Süßspeisen und Desserts aus Japan sind für den westlichen Gaumen etwas ungewöhnlich, dennoch sind sie lecker. Im Folgenden erhalten Sie einen Überblick der beliebtesten japanischen Süßigkeiten und im Anschluss gibt es auch ein kleines Rezept für eine süße Köstlichkeit.

Die 10 beliebtesten Süßspeisen, Desserts und Süßigkeiten in Japan

Zunächst sollten Sie sich bewusstmachen, dass Sie in einer japanische Süßigkeiten Box ähnliche Marken wir in Europa finden. Es gibt beispielsweise von Nestle KitKat mit Matcha-Geschmack. Hi-Chew ist als japanische Antwort auf den MAOAM-Kaugummi bekannt, allerdings weniger süß. Umaibo ist ebenfalls populär, die Süßigkeit aus Maisstärke entspricht geschmacklich einem großen Erdnussflip.

Aus dem Anime „Die letzten Glühwürmchen“ sind ebenfalls die Sakuma Drops bekannt. Seit 1908 werden die Bonbons aus Fruchtsaft und Zucker in Ikeburo im Norden Tokios hergestellt. Ein ebenfalls moderner Trend sind sogenannte Tokyo Banana Süßigkeiten, die seit 1991 von der Firma MASDAC Corp. in Saitama (Nord-Tokio) hergestellt werden. In einem weichen Teig sind Sahne und Bananenpüree eingearbeitet. Eine moderne japanische Süßigkeit mit Suchtfaktor.

Um solche einfachen Süßigkeiten und Süßspeisen soll es an der Stelle aber nicht primär gehen. Viel interessanter sind die traditionellen Desserts und Süßspeisen, welche im Folgenden kurz vorgestellt werden.

Manjū – asiatische Süßspeisen aus dem 14. Jahrhundert

Manju in Ahorn-Form
Manjū gibt es in Japan in vielen Formen und Varianten. Das Ahornblatt wird vor allem in Hiroshima geformt. Foto: von umehanayuuki, via Pixabay.

Manjū () sind kleine Süßspeisen, die wie Dampfnudeln zubereitet werden. Mitte des 14. Jahrhunderts ist die Süßigkeit über China nach Japan gekommen. Mehl, Reis und Buchweizen-Pulver dient als Grundlage für den Teig. Darin befindet sich eine Füllung aus roter Bohnenpaste. In Japan wurde die Süßspeise sehr schnell beliebt, da die Zubereitung sehr einfach war.

Senbei Reiscracker aus Japan
Reiscracker sind in Japan überaus beliebt und werden auf traditionelle Weise regional hergestellt. Senbei gibt es in allen Formen, manchmal mit Symbolen der Region. Foto: von DryPot, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons.

Die Süßigkeit wird im ganzen Land verkauft. Lokal gibt es einige Unterschiede, was die Rezepte angeht. In Hiroshima gibt es Manjū traditionell in Form eines Ahornblattes. In Fukushima sind es meist kleine ovale Kugeln.

Senbei – der beliebte Reiscraker als Mitbringsel

Senbei oder Sembei (煎餅) wird ein hellbrauner gerösteter Reiscracker genannt. Seit der Edo-Zeit (1603-1868) sind die Cracker ein beliebtes Mitbringsel (Omiyage) von Reisen. Sie werden auch heute noch lokal in den Touristenregionen gefertigt. Meist sind auf den Crackern berühmte Sehenswürdigkeiten der Region dargestellt. Die Kekse sind am ehesten mit knusprigen Waffeln vergleichbar.

Taiyaki – Fischgebäck aus Japan

Gebäck in Fischform mit Anko gefüllt
Taiyaki ist ein japanisches Gebäck in Fischform. Klassisch wird die Süßigkeit mit Anko gefüllt. Foto: von PublicDomainPictures, via Pixabay.

Taiyaki (鯛焼き, übersetzt „Meerbrassengebäck“) ist eine japanische Süßspeise in Form eines Fisches. Sie wird auf einer Bratplatte in einer Fischform gebacken. Traditionell ist die Köstlichkeit mit Anko gefüllt. Die süße rote Bohnenpaste wird für viele Süßspeisen verwendet. In modernen Varianten werden Sie aber ebenfalls Vanille- oder Custardcreme finden. Neue Trends wurden mit Matcha-Creme oder auch Schokoladencreme gesetzt. Teilweise gibt es auch Süßkartoffelfüllungen. Neuen Varianten sind daher keine Grenzen gesetzt.

Bei dem Teig handelt es sich um einfachen Pfannkuchenteig. Die japanische Süßspeise ist seit dem Meiji-Zeitalter (1868-1912) bekannt. Auf einer Japanreise wird die Form des Gebäcks schnell in die Augen springen, daher sollte es bei keiner Auflistung der besten japanischen Süßigkeiten fehlen.

Dango – die älteste Süßigkeit Japans

Dango auf dem Spieß mit Soße
Taiyaki ist ein japanisches Gebäck in Fischform. Klassisch wird die Süßigkeit mit Anko gefüllt. Foto: von ID 12019, via Pixabay.

Dango () ist das japanische Wort für Kloß. Als Süßspeise sind vor allem die Dango aus Reismehl (mochiko) bekannt. Traditionell werden sie über heißen Kohlen gegrillt und mit Soya-Soße bestrichen. Sie werden teilweise zu grünem Tee serviert.

Das Wort Dango kann sich jedoch auf alle möglichen kugelförmigen Speisen beziehen. Manchmal werden auch Fleischbällchen so bezeichnet. Je nach Jahreszeiten gibt es unterschiedliche Varianten. Auf einem Holzspieß aufgestochen werden sie manchmal als kushidango serviert. Trotzdem gilt Dango als älteste japanische Süßigkeit. Sie soll es seit Beginn der japanischen Geschichtsschreibung geben.

Yatsuhashi – eine süße Spezialität aus Kyoto

Dreieckiges Gebäck mit Anko
Yatsuhashi wird in der Region Kyōto als bekanntes Mitbringsel geführt. Auf einer Reise werden Sie es dort sicher sehen. Foto: von Flickr user WordRidden (Jessica Spengler), CC BY 2.0 , via Wikimedia Commons.

Yatsuhashi (八ツ橋) ist eine Süßspeise, die vor allem aus Kyoto stammt. Reispulver, Zucker und Zimt werden für den Teig verwendet. Im Inneren befindet sich dann die traditionelle rote Bohnenpaste aus Japan. Mittlerweile gibt es aber viele andere Füllungen, die je nach Geschmack des Bäckers variieren können.

Bereits in der Meiji-Zeit (1868-1912) waren Yatsuhashi berühmte Mitbringsel aus Kyoto. Sie werden getrocknet oder auch frisch verkauft. Der Name leitet sich durch das erste Kanji von den Winkelbrücken ab, die es in der Region in vielen Parks über den Flüssen und Teichen gibt.

Yōkan – ein Desert der Edo-Zeit

Yokan Dessert mit Kastanien
Hausgemachtes Yōkan als Wagashi aus der Edo-Zeit. Agar-Agar, Zucker und in diesem Fall Kastanien. Foto: von JUNGJIHYE,via Pixabay.

Yōkan ist als Wagashi in der Edo-Periode (1603-1868) entstanden. Damals hatte sicher Zucker im ganzen Land verbreitet und wurde zunehmend für die Süßspeisen eingesetzt. Hergestellt werden die süßen Köstlichkeiten aus Agar-Agar, Zucker und Adzukibohnen. Die Zutaten werden mit Wasser vermischt, erhitzt und in eine Form gegossen. Die Masse erkaltet danach.

Traditionell werden rechteckige Blöcke aus der Rohmasse geschnitten. Als Mitbringsel gibt es die Süßspeisen aber auch als Zylinder, Halbkugel oder in Puddingform. Man unterscheidet dennoch zwischen Mizu Yōkan mit Wasser für den Sommer und Neri Yōkan als trockenere Süßspeise für den Winter.

Sakuraan-Yōkan sind zur Kirschblütenzeit besonders beliebt und werden mit einer weißen Bohnenpaste und eingelegten Kirschblättern hergestellt. Es gibt ebenfalls moderne Varianten mit einer Füllung aus grünem Tee oder Süßkartoffeln.

Kompeito und Rakugan – japanische Bonbons

Klassisches Konfekt in Sternchenform
Kompeito sind Zuckerkügelchen, die vor allem zu grünem Tee gereicht werden. Sie sind in Japan weit verbreitet. Foto: von Midori, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons.

Zuckerbonbons gibt es auch in Japan. Kompeitō (金平糖) bzw. Konpeitō ist dabei Konfekt, was aus Zuckersirup besteht. Die Herstellungsart wurde im 16. Jahrhundert durch portugiesische Händlerübernommen. 1569 machte Luís Fróis dem Feldherr Oda Nobunaga Kompeito zum Geschenk. Danach wurde die Herstellung in Japan immer populärer. Es fehlte jedoch an der nötigen Infrastruktur, wodurch es bis zur Meji-Zeit eine kostbare Süßigkeit bliebt. Die bunten Kügelchen sind vor allem als Süßspeise zum grünen Tee sehr beliebt.

Rakugan besteht als Bonbon aus Zucker, Reismehl und Reissirup. Die Bonbons werden in unterschiedlichen Farben und regionalen sowie saisonalen Themen hergestellt. Rakugan ist sehr beliebt in Japan, daher kann man die Süßigkeit fast überall kaufen. Durch den süßen Charakter werden auch diese Bonbons gerne zu Tee gereicht.

Daifuku & Mochi – Reissüßigkeiten aus Japan

Mochi mit Erdbeeren
Mochi ist ein traditionelles Gebäck aus Klebereiskügelchen. Normalerweise wird Anko als Füllung eingearbeitet, im Frühling sind jedoch Erdbeeren ebenso beliebt. Foto: von crissequeira89, via Pixabay.

Daifuku (大福) sind japanische Reiskuchen aus Klebereis. Sie sind als Nachspeise der Klassiker und sehr bekannt. Der Teig kann je nach Variante verschiedene Geschmacksrichtungen wie Erdbeere oder grünem Tee annehmen. Das Wälzen in schwarzem oder hellem Sesam ist ebenfalls möglich. Als Füllung wird dagegen eher traditionell wieder Anko eingesetzt.

Mochi (餅) ist ebenfalls ein Reiskuchen aus Klebereis, der vor allem zu Neujahr gegessen wird. Die traditionelle Herstellung sieht das Dämpfen des Klebreis (mochigome) vor. Zudem muss er in Holzbottich-Mörsern (臼, usu) mit Holzstößeln (杵, kine) geschlagen werden. Auf Volksfesten und bei Vorführungen von Sumoringern wird die Herstellungsart immer wieder gezeigt. Mittlerweile werden bei der Produktion aber Maschinen eingesetzt.

Mochi werden frisch oder getrocknet verspeist. Teilweise werden sie geröstet und mit Zucker, Sojasauce und Nori serviert. Zu Neujahr sind sie fester Bestandteil der traditionellen Zōni-Suppe.

Chimaki und Kashiwa Mochi sind Varianten für den Kindertag am 5. Mai. Optisch sind sie ansprechender, da die Chimaki in ein Bambus-, Bananen- oder Schilfblatt gewickelt werden. Dadurch kann man sie wie ein Eis am Stiel verzehren. Die Kashiwa Mochi werden in ein Eichenblatt eingewickelt. Ansonsten unterscheidet sich die Herstellungsart nicht sonderlich.

Japanische Eiscreme – Klassiker der Neuzeit

Grüntee aus Japan – elegant angerichtet
Eiscreme ist in Japan natürlich ein Klassiker unter den Süßspeisen. Matcha-Eis ist für Europäer vielleicht exotisch, in Asien gibt es aber weitaus interessantere Kreationen. Foto: von keikei186123, via Pixabay.

In Europa ist im Sommer Eiscreme die wichtigste Süßigkeit. In Japan wurde die Süßspeise 1869 zum ersten Mal hergestellt. Ein Mitglied der US-Delegation, Machida Fusazō, hatte das Rezept aus Amerika mitgebracht. Mit damals 8.000 Yen (circa 68 Euro) war die Portion aber nicht massentauglich.

Ab 1899 wurde Eis im Viertel Ginza in Tōkyō angeboten und zu einem echten Verkaufsschlager. 1920 begann die industrielle Produktion von Eis in Japan und 1951 gelangte Softeis nach Nippon.

Wenn Sie heute in Japan ein Eis essen gehen, müssen Sie sich auf viele unterschiedliche Geschmacksrichtungen vorbereiten. Matcha-Eis ist da noch relativ normal. Ungewöhnlicher ist eher Süßkartoffel- oder Lavendeleis. Es ist demnach auch in Japan eine wichtige Süßspeise geworden.

Shiruko – eine japanische Süßigkeit als Suppe

Eine süße Suppe aus Anko mit Mochi
Shiruko – ein japanisches Süßspeisengericht in Suppenform. Es gibt zwei Formen: mit pürierter Bohnenpaste oder mit ganzen roten Bohnen. Foto: von Amy Nakazawa, via flickr.

Japan ist vor allem für die Suppen bekannt. Mit Shiruko (汁粉), Oshiruko (お汁粉) oder Zenzai (善哉) wird eine süße Suppe aus roter Bohnenpaste (Anko) bezeichnet. Sie wird warm gegessen und ist vor allem in den Wintermonaten als Süßspeise beliebt. Als Einlage wird meist eine Mochi verwendet.

Shiruko – eine japanische Süßspeise selber machen

Da die Herstellung der Süßspeise recht einfach ist, wollen wir an dieser Stelle ebenfalls ein Rezept für Shiruko veröffentlichen. So können Sie die Süßigkeit in Suppenform einmal selber kochen.

Zutaten für die Suppe

  • 150 ml Wasser
  • 3 EL Koshian (besondere Form von Anko)

Für die Einlage

  • 15 g Shiratamako (Klebereismehl) oder Kirimochi (getrockneter Reiskuchen)
  • 25 ml Wasser
  • Stärke

Zunächst muss das Shiratamako schrittweise mit Wasser verrührt werden. Ein glatter, aber sehr flüssiger Teig wird entstehen. In der Mikrowelle wird er dann für 1 bis 1,5 Minuten bei 500 Watt erhitzt. Die klebrige Masse muss danach auf eine mit Stärke bepuderte Platte gegeben werden und abkühlen.

In der Zwischenzeit können Sie das Wasser und Koshian in einen Topf geben. Rühren Sie, bis sich das Koshian aufgelöst hat und bringen Sie dann das Wasser zum Kochen. 

Das abgekühlte Mochi wird dann geteilt und in eine Suppenschale gegeben. Die Heiße Koshian-Suppe wird darüber gegeben. Die Süßspeise wird anschließend heiß serviert.

Ein breites Spektrum an japanischen Nachspeisen und Süßigkeiten

Japan bietet eine reichhaltige Auswahl an Süßspeisen. Ein wichtiger Bestandteil ist immer wieder die rote Bohnenpaste Anko. Genauso wichtig wie das Zubereiten der Mahlzeiten ist aber auch das Servieren der unterschiedlichen Süßigkeiten. Die Schalen und Schüsseln zum Servieren müssen zum jeweiligen Gericht passen.

Im Japanwelt-Shop finden Sie aus dem Grund eine große Palette an Dessertschalen, Deckelschalen, Servierplatten und viele weitere Accessoires zum richtigen Servieren der verschiedenen Speisen. Den passenden Matcha für Ihre Teezeremonie werden Sie ebenfalls finden. Schauen Sie daher auch im Shop vorbei. Am Ende müssen die japanischen Köstlichkeiten auch im richtigen Glanz erstrahlen können.

Titelfoto: Sakuramochi von sayama , via Pixabay.

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