Fukuoka Reisetipps: Sehenswürdigkeiten, Planung und die entspannte Seite Japans
Fukuoka ist eine Stadt, die ihren Reiz erst nach und nach entfaltet. Sie drängt sich nicht auf wie Tokyo, sie lebt nicht vom Postkartenbild wie Kyoto, und sie wirkt weniger monumental als Osaka. Doch genau darin liegt ihr Reiz. Fukuoka ist nah am Meer, schnell erreichbar, kulinarisch stark und für viele Reisende der angenehmste Einstieg in Kyushu.
Fukuoka liegt im Norden der japanischen Insel Kyushu und zählt zu den angenehmsten Großstädten des Landes. Sie liegt an der Hakata-Bucht und war über Jahrhunderte ein Tor nach Asien. China und Korea waren hier nie nur Nachbarn, sondern Teil der Handels- und Kulturgeschichte. Heute zeigt sich diese Lage besonders praktisch: Der Flughafen liegt fast mitten in der Stadt, der Shinkansen hält in der Altstadt Hakata, und selbst Busan in Südkorea ist per Fähre erreichbar.

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Auf dieser Karte sieht man deutlich den maritimen Charakter der Stadt und die geographische Nähe zu Südkorea. Foto © depositphotos.com
Fukuoka hat rund 1,6 Millionen Einwohner und wächst weiter. Trotzdem wirkt die Stadt oft entspannter als andere japanische Großstädte. Die Wege sind kurz, das Meer ist nah und abends sorgen die Yatai für eine besondere Atmosphäre. In diesem Beitrag finden Sie die wichtigsten Fukuoka Sehenswürdigkeiten, Reisetipps für Fukuoka und kulinarischen Highlights.
Für was ist Fukuoka bekannt?
Fukuoka ist vor allem für drei Dinge bekannt: gutes Essen, kurze Wege und seine Lage zwischen Japan und dem asiatischen Festland. Besonders berühmt sind die Yatai in Fukuoka, kleine mobile Straßenküchen, die abends in Vierteln wie Tenjin, Nakasu und Nagahama öffnen. Dort sitzen Einheimische und Besucher dicht beieinander, essen Ramen, Gyoza, Oden oder Yakitori und erleben eine Form von Stadtleben, die in Japan selten geworden ist.

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Abends wird Fukuoka besonders lebendig: An den Yatai-Straßenküchen tummeln sich Einheimische und Touristen zu Ramen und leckeren Yakitari. Foto © mx9uk, depositphotos.com
Kulinarisch steht Fukuoka für Hakata Ramen mit kräftiger Tonkotsu-Brühe. Doch die Stadt nur auf Ramen zu reduzieren, wäre zu wenig. Probieren Sie auch Motsunabe, Mizutaki, Mentaiko, Goma Saba oder die weicheren Hakata Udon. Fukuoka isst nicht spektakulär für die Kamera. Fukuoka isst gut, direkt und mit erstaunlich viel Alltag.
Bekannt ist die Stadt auch für ihre Festivals. Das Hakata Dontaku Festival Anfang Mai füllt die Straßen während der Golden Week. Das Hakata Gion Yamakasa im Juli gehört zu den eindrucksvollsten Sommerfesten Japans. Wenn Männer schwere Festwagen durch die Straßen von Hakata tragen, spürt man, dass diese Stadt ihre Tradition nicht ins Museum gestellt hat.
Orientierung in Fukuoka: Hakata, Tenjin, Nakasu und das Meer
Für die Reiseplanung lohnt es sich, Fukuoka wie eine Stadt mit mehreren Zentren zu betrachten. Hakata bildet dabei das Tor zur Stadt und den wichtigsten Verkehrsknoten. Hier liegen der Hauptbahnhof, viele Hotels, Tempel und Schreine. Wer mit dem Shinkansen ankommt oder Tagesausflüge plant, ist in Hakata gut aufgehoben.
Tenjin ist das lebendige Zentrum für Shopping, Restaurants, Cafés und Abende. Wer Fukuoka moderner erleben möchte, findet hier die bessere Basis.
Nakasu liegt zwischen beiden Bereichen auf einer Flussinsel. Abends leuchten dort die Yatai am Wasser, allerdings ist es touristischer als in Tenjin.
Richtung Westen öffnet sich die Stadt zum Meer. Momochi Seaside Park, Fukuoka Tower, Ohori Park und Maizuru Park zeigen eine andere Seite der Stadt: weiter, heller, ruhiger. Genau diese Mischung macht Fukuoka besonders. Sie können vormittags durch Tempelgassen gehen, nachmittags am Wasser stehen und abends an einem Yatai sitzen.
Planen Sie Fukuoka nach Stadtvierteln und Route: beginnen Sie morgens in Hakata, planen eine kurze Erholungsphase am Ohori Park ein und lassen Sie den Tag in Tenjin oder Nakasu ausklingen.
Anreise nach Fukuoka: Flughafen, Shinkansen und Fähre
Der Flughafen Fukuoka ist einer der praktischsten Flughäfen Japans. Vom Domestic Terminal erreichen Sie Hakata mit der Subway in etwa fünf Minuten, Tenjin in etwa zehn Minuten.
Tipp: Wer international ankommt, sollte beachten: Die Subway ist nicht direkt mit dem International Terminal verbunden. Dafür gibt es einen kostenlosen Shuttle zum Domestic Terminal.
Auch mit dem Shinkansen ist Fukuoka sehr gut erreichbar. Von Osaka beziehungsweise Shin-Osaka nach Hakata dauert die Fahrt mit schnellen Verbindungen etwa zweieinhalb Stunden.
Das macht Fukuoka zu einer sinnvollen Erweiterung der klassischen Japanroute. Die Strecke Tokyo–Fukuoka ist ebenfalls möglich, dauert aber fast fünf Stunden. Wer von Tokyo kommt, sollte überlegen, ob ein Flug oder ein Zwischenstopp in Osaka, Hiroshima oder Okayama angenehmer ist.
Auch die Verbindung Fukuoka–Busan in Südkorea ist für die Reiseplanung spannend. Die frühere Schnellfähre Queen Beetle sollte jedoch nicht mehr als Standard eingeplant werden. Aktuell ist vor allem die Camellia Line relevant. Sie eignet sich eher für Reisende, die Japan und Südkorea kombinieren und die Überfahrt als Teil der Reise verstehen.

- Tor zum asiatischen Festland: Von Fukuoka aus verbindet eine schnelle Fährverbindung Japan in nur wenigen Stunden direkt mit der südkoreanischen Hafenstadt Busan. Foto © PantherMediaSeller, depositphotos.com
Wie lange sollte man in Fukuoka bleiben?
Ein Tag in Fukuoka reicht nur für einen ersten, sehr kurzen Eindruck. Sie können durch die Gassen von Hakata Old Town schlendern, eine Runde am Wasser des Ohori Parks drehen und am Abend vielleicht an einem Yatai zwischen Einheimischen und Reisenden sitzen. So bekommen Sie zwar ein erstes Gefühl für die Stadt – mehr als ein erster Vorgeschmack ist es jedoch nicht.
Zwei bis drei Tage sind für die meisten Reisenden, die das erste Mal in der Gegend sind, ideal. So bleibt genug Zeit für die wichtigsten Sehenswürdigkeiten, mehrere kulinarische Entdeckungen, einen entspannten Abend in der Stadt und vielleicht sogar einen Ausflug nach Dazaifu oder an die Küste.
Vier bis fünf Tage lohnen sich, wenn Sie Fukuoka als Basis für Kyushu nutzen möchten. Dann kommen Nagasaki, Yanagawa, Itoshima oder eine Insel in der Hakata-Bucht dazu.
Wir empfehlen zwei Nächte in Fukuoka als Minimum. Drei Nächte sind optimal, wenn Sie Fukuoka wirklich kennenlernen und geniessen möchten.
Wetter und beste Reisezeit für Fukuoka
Die beste Reisezeit für Fukuoka sind Frühling und Herbst. Im Frühling blühen Pflaumen und Kirschbäume, die Temperaturen sind angenehm, und Parks wie Ohori und Maizuru werden zu ruhigen Pausenorten. Besonders Dazaifu ist zur Pflaumenblüte reizvoll.
Der Sommer ist in Fukuoka heiß und feucht, dazu kommt die Regenzeit von Anfang Juni bis Mitte Juli. Gleichzeitig ist der Juli aber auch die Zeit des Hakata Gion Yamakasa - eines der spektakulärsten Matsuri in Japan. Wer Festivals liebt, erlebt Fukuoka dann von seiner atemberaubenden Seite. Sie sollten aber früh starten, Pausen einplanen und nicht jeden Tag überladen.

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Jedes Jahr ziehen beim traditionsreichen Hakata Gion Yamakasa Festival Männer mit tonnenschweren Festwagen im Sprinttempo durch die Straßen von Hakata. Das Matsuri zählt zu den spektakulärsten und bekanntesten Festivals Japans. Foto © Nichika Sakurai auf Unsplash
Der Herbst ist für viele Reisende ideal. Die Luft wird klarer, Spaziergänge sind angenehmer, und Ausflüge ans Meer oder nach Itoshima machen besonders viel Freude.
Der Winter in Fukuoka ist mit 9-12 Grad Durchschnittstemperatur gemäßigt und sehr viel milder als in vielen anderen Regionen Japans. Für Food-Reisen ist er sogar sehr attraktiv: Motsunabe, Mizutaki und Ramen passen dann besonders gut.
Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Fukuoka
Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Fukuoka lassen sich bequem in ein bis zwei Tagen erkunden. Diese Highlights sollten Sie nicht verpassen:
- Kushida-Schrein: Einer der bedeutendsten Schreine der Stadt im historischen Hakata. Besonders bekannt durch seine Verbindung zum Hakata Gion Yamakasa Festival.
- Tochoji-Tempel: Heimat des Großen Buddha von Fukuoka. Zusammen mit Jotenji, Shofukuji und den Gassen rund um Hakata Old Town bildet er den historischen Kern des Viertels.
- Ohori Park: Die grüne Oase der Stadt mit großem Teich, Spazierwegen und schöner Aussicht. Ideal für eine entspannte Pause.
- Maizuru Park: Direkt neben dem Ohori Park gelegen und besonders während der Kirschblüte in Fukuoka Hier befinden sich auch die Ruinen der Burg Fukuoka.
- Fukuoka Tower: Der höchste Küstenturm Japans bietet einen weiten Blick über Stadt, Bucht und Meer. Besonders empfehlenswert zum Sonnenuntergang.
- Momochi Seaside Park: Moderne Uferpromenade mit Strandabschnitten und Meerblick, perfekt für einen Spaziergang nach dem Besuch des Fukuoka Towers.
- Canal City Hakata: Großes Einkaufs- und Unterhaltungszentrum mit Restaurants, Geschäften, Wassershows und zahlreichen Ramen-Restaurants. Eine gute Option bei schlechtem Wetter.

- Historisches Herz der Stadt: Der geschichtsträchtige Kushida-Schrein liegt mitten im Altstadtviertel Hakata und gilt als einer der bedeutendsten Shinto-Schreine Fukuokas. Foto © Mny-Jhee, depositphotos.com
Hakata Old Town: Geschichte ohne Museumsgefühl
Hakata Old Town lässt sich besonders gut bei einem längeren Spaziergang erleben. Beginnen Sie an der Gion Station, gehen Sie zum Tochoji-Tempel, weiter zu Jotenji, dann zum Kushida-Schrein und schließlich durch die Kawabata Shopping Arcade Richtung Nakasu.
Diese Route führt durch das historische Fukuoka. Hakata war über Jahrhunderte Handelsstadt, Hafen und wichtiger Knotenpunkt für Reisende und Händler. Zwischen Tempeln, kleinen Läden und schmalen Straßen spürt man noch heute etwas von dieser Vergangenheit.
Im Gegensatz zu den touristenüberfluteten Altstädten in Kyoto oder Kanazawa wirken die historischen Gebäude und Tempel hier nicht inszeniert – und genau das macht den besonderen Reiz aus.
Lassen Sie die Kopfhörer für diesen Spaziergang am besten weg. Die Altstadt von Hakata muss man einfach mit allen Sinnen erleben: das Surren der Fahrräder, das Klappern der Läden, das leise Tuscheln an den Schreinen und der leckere Duft aus den Udon-Küchen an jeder Ecke.
Yatai in Fukuoka: Street Food mit Nähe und Regeln
Yatai – die typisch japanischen Streetfoodstände, sind wohl das bekannteste Wahrzeichen des Fukuokaer Nachtlebens. Die kleinen mobilen Essensstände werden erst am frühen Abend aufgebaut und haben in der Regel nur eine Handvoll Sitzplätze.
Viele Einheimische schauen nach der Arbeit hier vorbei, um noch etwas zu essen und den Abend entspannt ausklingen zu lassen. Gerade die kleinen Stände und die lockere Atmosphäre machen den besonderen Reiz aus. Man sitzt nah beieinander, kommt schnell mit anderen Gästen ins Gespräch, beobachtet die Köche bei der Zubereitung und erlebt ganz nebenbei ein Stück japanischen Alltags, das heute nur noch selten zu finden ist.
Typische Fukuoka-Gerichte sind Hakata Ramen, Yaki-Ramen, Gyoza, Oden, Yakitori und Tempura. Manche Yatai kochen klassisch, andere modern und überraschend kreativ.
Die Streetfood-Szene in Fukuoka im Stadtteil Tenjin ist oft etwas lokaler und vielseitiger. In Nakasu bieten die vielen Stände am Fluss ein herrliches Fotomotiv, das Viertel ist aber allgemein etwas touristischer. Nagahama wiederum ist landesweit für seine Ramen-Gerichte bekannt.
Damit das Streetfood-Erlebnis für Sie perfekt wird, gibt es ein paar ungeschriebene Regeln:
- Reisen Sie mit leichtem Gepäck: In den engen Gassen und Ständen ist für große Rucksäcke oder Koffer einfach kein Platz.
- Kein Dauersitzen: Machen Sie Ihren Platz frei, wenn Sie fertig sind. Die nächsten Gäste warten meist schon geduldig – japanische Rücksichtnahme ist angesagt.
- Kein Englisch-Garant: Gerade abseits der Touristenpfade wird oft nur Japanisch gesprochen. Ein Lächeln und Zeigen helfen immer.
- Echt statt Show: Yatais sind keine künstliche Erlebnisgastronomie. Sie sind authentische, kleine Begegnungsorte mit ganz eigenem Charme – typisch japanisch eben.
Fukuoka kulinarisch: Mehr als Hakata Ramen
Hakata Ramen gehört natürlich zu einem kulinarischen Besuch in Fukuoka dazu – an der Spezialität kommt man kaum vorbei. Die dünnen Nudeln, die cremige Tonkotsu-Brühe und das typische Kaedama – also eine zusätzliche Portion Nudeln direkt in die Suppe – gehören für viele einfach zum Stadterlebnis. Trotzdem wäre es schade, sich nur auf Ramen zu beschränken.
Motsunabe, ein deftiger Eintopf mit Innereien, Kohl und viel Knoblauch, ist bei den Einheimischen besonders an kühleren Tagen beliebt. Für westliche Besucher ist er vielleicht zunächst etwas gewöhnungsbedürftig, geschmacklich aber ein echtes Highlight.

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Motsunabe: Der kräftige Eintopf wird mit zarten Innereien, Kohl und Nira – japanischem Knoblauch-Schnittlauch – serviert. Oben sorgen Chili und Sesam für Würze, während das Gemüse langsam in der heißen Brühe gart. Foto © depositphoto
Ganz anders präsentiert sich Mizutaki: ein klarer Hühner-Hotpot, der deutlich leichter und feiner schmeckt.
Fast überall wird Ihnen außerdem die Fukuokaer Spezialität Mentaiko begegnen – würzig marinierter Kabeljaurogen. Er wird als Füllung in Onigiri angeboten, zu Pasta serviert oder landet als Beilage auf dem Frühstückstisch.
Wer Fisch mag, sollte auch Goma Saba probieren – frische Makrele mit Sesam und einer würzigen Sauce, eine echte Spezialität der Region.
Zur kulinarischen Identität Fukuokas gehören aber nicht nur Restaurants und Straßenküchen. Die Präfektur ist auch für ihre Amaou-Erdbeeren bekannt. Die großen, süßen Früchte tauchen vom Winter bis in den Frühling hinein in Desserts, Parfaits, Kuchen und Souvenirs auf.
Im Umland bieten viele Farmen sogar Erdbeerpflücken in Fukuoka an. Das ist kein Programmpunkt, der in jedem Reiseführer ganz oben steht, aber gerade deshalb eine schöne Möglichkeit, Fukuoka einmal von einer anderen Seite kennenzulernen.
Inseln und Meer: Nokonoshima, Shikanoshima und Uminonakamichi
Die Region Fukuoka ist nicht nur Stadt. Die Insel Nokonoshima liegt in der Hakata-Bucht und ist mit einer kurzen Fähre ab Meinohama erreichbar. Sie ist bekannt für ihre weitläufigen Blumenfelder, schöne Ausblicke aufs Meer und entspannte Spazierwege. Besonders an klaren Tagen lohnt sich ein halbtägiger Ausflug.
Shikanoshima hat vor allem geschichtlich Bedeutung. Hier wurde das berühmte Goldsiegel des Königs von Na entdeckt, das heute als Nationalschatz gilt. Gleichzeitig bietet die Insel reizvolle Küstenlandschaften und eignet sich hervorragend für eine Radtour.
Der Uminonakamichi Seaside Park erstreckt sich auf einer schmalen Landzunge zwischen der Hakata-Bucht und dem Genkai-Meer. Mit seinen Blumenanlagen, Radwegen und großzügigen Grünflächen ist er ideal für Familien und alle, die ein paar ruhige Stunden im Freien verbringen möchten. Direkt in der Nähe befindet sich außerdem das Aquarium Marine World.
Tagesausflüge ab Fukuoka
Das kleine Dazaifu ist der bekannteste Tagesausflug ab Fukuoka und liegt nur etwa 30 Minuten entfernt. Die Stadt war einst das politische und kulturelle Zentrum Kyushus und wirkt heute aber deutlich ruhiger als Fukuoka.
Hauptziel ist der Dazaifu Tenmangu, einer der wichtigsten Schreine Japans, der dem Gelehrten Sugawara no Michizane gewidmet ist. Der Weg dorthin führt durch eine lebendige Einkaufsstraße mit traditionellen Süßigkeiten, Souvenirs und kleinen Restaurants. Besonders reizvoll ist Dazaifu im späten Winter und frühen Frühling, wenn tausende Pflaumenbäume rund um den Schrein blühen.
Mit dem Zug bietet sich von Fukuoka auch ein Tagesausflug nach Nagasaki an. Die Verbindung läuft heute über Relay Kamome und den Nishi Kyushu Shinkansen mit Umstieg in Takeo-Onsen.
Für einen ersten Eindruck reicht für Nagasaki ein Tag. Die Stadt unterscheidet sich deutlich von Fukuoka: Europäische Einflüsse, Hafenviertel und eine bewegte Geschichte prägen das Stadtbild.
Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten gehören der Friedenspark, das Atombombenmuseum, die historische Handelsstation Dejima und der Glover Garden mit Blick über den Hafen. Wer Nagasaki entspannt erleben möchte, sollte eine Übernachtung einplanen und den berühmten Abendblick vom Berg Inasa (Inasa-yama), einem der bekanntesten Aussichtspunkte der Stadt, genießen.
Auch das deutlich kleinere Yanagawa bietet sich mit seinen Kanälen, Booten und ganz eigenem Rhythmus als Tagesausflug an. Die Stadt wird oft als „Venedig Kyushus“ bezeichnet. Besucher gleiten in flachen Booten durch das historische Kanalsystem, vorbei an alten Häusern und Gärten. Besonders bekannt ist Yanagawa außerdem für Unagi, gegrillten Aal.

- Die „Gondoliere“ von Yanagawa auf einem der historischen Kanäle, die sich wunderbar bei einer traditionellen Bootsfahrt ("Kawakudari") erkunden lassen. Foto © Nichika Sakurai auf Unsplash
Das maritime Itoshima wiederum zeigt die entspannte Küstenseite der Region. Hier finden Sie Strände, kleine Cafés mit Meerblick, Surfer, lokale Märkte und beliebte Fotospots wie die weißen Torii-Tore am Meer. Viele Einheimische kommen am Wochenende hierher, um dem Stadtleben zu entfliehen. Für Itoshima sollten Sie einen Mietwagen oder eine gut recherchierte Verbindung einplanen.
Unterkunft: Wo sollte man in Fukuoka übernachten?
Die Wahl des Stadtteils hängt ganz von Ihren Reiseplänen ab:
- Hakata (für Entdecker): Ideal für kurze Aufenthalte und Tagesausflüge. Sie wohnen direkt am Hauptbahnhof, sind blitzschnell am Flughafen und perfekt an ganz Kyushu angebunden.
- Tenjin (für Nachtschwärmer): Die beste Wahl für zwei bis drei Nächte, wenn Sie gern shoppen, abends ausgehen und das pulsierende Stadtleben spüren wollen.
- Ohori & Momochi (für Genießer): Hier geht es ruhiger zu. Diese Viertel punkten mit Parknähe, Meerblick und Entspannung bei längeren Aufenthalten. Für einen straffen Zeitplan liegen sie allerdings etwas zu abseits.
Fukuoka in 1, 2 oder 3 Tagen
Wenn Sie nur einen Tag für Fukuoka einplanen, konzentrieren Sie sich am besten auf die Highlights: Starten Sie in Hakata Old Town, genießen Sie mittags eine Schüssel Hakata Ramen oder Udon, entspannen Sie am Nachmittag im Ohori Park und lassen Sie den Abend an einem Yatai in Tenjin oder Nakasu ausklingen.
Mit zwei Tagen haben Sie genug Zeit, um zusätzlich den Fukuoka Tower, den Momochi Seaside Park und einen Ausflug nach Dazaifu oder auf die Insel Nokonoshima einzuplanen. So erleben Sie die wichtigsten Seiten Fukuokas – von Geschichte und Kultur bis hin zu Meer und Kulinarik.
Drei Tage in Fukuoka sind ideal, um die Stadt wirklich kennenzulernen. Einen Tag verbringen Sie in Hakata und bei den Yatai, einen weiteren in Dazaifu oder auf Nokonoshima. Am dritten Tag bietet sich ein Ausflug nach Shikanoshima, Itoshima oder – wenn Sie etwas mehr unterwegs sein möchten – sogar nach Nagasaki an.
Was Fukuoka wirklich ausmacht
Fukuoka begeistert nicht durch ein einzelnes weltberühmtes Wahrzeichen, sondern durch das Gesamtgefühl der Stadt. Hier liegen historische Tempel, moderne Viertel, Parks und das Meer nur wenige Minuten voneinander entfernt.
Statt langer Wege und überfüllter Sehenswürdigkeiten erleben Sie einen entspannten Rhythmus, der in japanischen Großstädten selten geworden ist. Die Stadt verbindet Urbanität mit Gelassenheit, Tradition mit Alltag und Großstadtleben mit Nähe zur Natur.
Wer Japan bereits kennt, entdeckt hier eine angenehm andere, gelassenere Seite des Landes. Und wer zum ersten Mal nach Japan reist, findet in Fukuoka einen unkomplizierten, freundlichen und kulinarisch starken Einstieg in die japanische Lebensweise.
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Titelfoto © Eikichi Shutou auf Unsplash
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