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2021 hat Japan den besten Reisepass auf der ganzen Welt

Internationale Reisen sind 2021 aufgrund der Corona-Pandemie nur sehr eingeschränkt möglich. Trotzdem erstellt der Henley Passport Index seit 2006 die Liste der leistungsstärksten und am wenigsten leistungsfähigen Pässe. Es wird dabei regelmäßig überprüft, wer die reisefreundlichsten Pässe der Welt hat. Der Index berücksichtigt keine vorübergehenden Einschränkungen, so dass die Rangliste derzeit für Touristen nicht von Vorteil ist, da ein Drittel aller Länder internationale Besucher verboten hat.

 

Die Bedeutung eines Passes hatte der deutsche Schriftsteller Berthold Brecht einmal in seinen Flüchtlingsgesprächen relativ ironisch beschrieben. Die Dialoge handeln von den 40er-Jahren des 20. Jahrhunderts und wurden 1956 zu ersten Mal veröffentlicht. Dort liest man über den Pass:

 

"Der Paß ist der edelste Teil von einem Menschen. Er kommt auch nicht auf so einfache Weise zustand wie ein Mensch. Ein Mensch kann überall zustande kommen, auf die leichtsinnigste Art und ohne gescheiten Grund, aber der Paß niemals. Dafür wird er auch anerkannt, wenn er gut ist, während ein Mensch noch so gut sein kann und doch nicht anerkannt wird."

 

Die besten Pässe bieten Zugang zu möglichst vielen Ländern

Japan führt die Rangliste mit seinem Pass an. Der visumfreie oder visumgerechte Zugang zu 193 Länder auf der ganzen Welt ist damit möglich. Von den Vereinten Nationen werden 195 Staaten im vollen Umfang völkerrechtlich anerkannt. Auf Platz 2 kamen die Pässe aus Singapur und Südkorea, mit denene man 192 Länder der Welt bereisen kann. Den 3. Platz bildet Deutschland mit 191 Länder die problemlos mit dem Pass bereist werden können. Allerdings entstammen die meisten Länder der TOP 10 dem Bereich der EU. Finnland, Italien, Luxemburg, Spanien, Frankreich, Irland, Niederlande, Portugal, Schweden, die Tschechische Republik, Griechenland, Malta und Norwegen sind allesamt und den besten 10 Pässen zu finden.

China und die Vereinigten Arabischen Emirate haben große Fortschritte im Bereich Reisefreiheit gemacht. China gelang der Sprung vom 90. Rang auf den 68. Bei den Vereinigten Arabischen Emiraten ging es vom 65. Platz auf den 15. Platz.

Großbritannien und die USA sind neben der Schweiz, Belgien und Neuseeland auf den 7. Platz zurückgefallen. Australien belegte neben Kanada den 9. Platz und bietet Zugang zu 185 Ländern ohne Visum.

Welche Pässen machen die meisten Probleme bei Einreisen

Im Vergleich zu Japan können die Bürger Afghanistans nur 26 Länder besuchen, ohne vorher ein Visum zu benötigen. Aus dem Grund ist es das letzte Land in der Rangliste. Die Differenz des möglichen Zugangs zu unterschiedlichen Ländern durch den Pass beträgt zwischen Japan und Afghanistans 167. Das ist die größte Differenz, die seit Beginn des Index beobachtet wurde. Neben Afghanistan haben der Irak, Syrien, Pakistan, Jemen, Somalia und Nordkorea ähnlich schwache Pässe.

Dr. Christian H. Kaelin ist Vorsitzender von Henley & Partners und Ersteller des Passindex. Er kommentierte die neue Studie wie folgt:

„Das neueste Ranking erinnert daran, dass die wirtschaftliche Erholung und Entwicklung von der globalen Mobilität, einschließlich der persönlichen Reisefreiheit, abhängt und dass die Passmacht niemals für selbstverständlich gehalten werden sollte.“

Das Reisen ist in den großen Industrienationen deutlich einfacher als in den meisten Entwicklungsländern. Corona führt zu Beschränkungen beim Reiseverkehr. Die Studie zeigt einmal mehr, welche Probleme diese Pandemie im internationalen Zusammenleben nach sich zieht und wie zerbrechlich die private Reisefreiheit sein kann.

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