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Leichte und schnelle Sommergerichte für warme Tage aus Japan

Japan ist bekannt für die typische schwüle Sommerhitze, welche die Müdigkeit verstärkt und ganz schön auf das Gemüt schlagen kann. Im Zuge der japanischen Sommerküche wurden daher leichte und erfrischende Gerichte kreiert. Falls Sie also leckere Sommergerichte aus Japan suchen, werden Sie in diesem Blogbeitrag einige neue Rezepte kennenlernen.

Bei strahlender Sonne und mehr als 35°C sowie einer hohen Luftfeuchtigkeit sind nicht nur Japaner nicht unbedingt hungrig. Durch das Klima kann es zur berühmten Sommermüdigkeit (auf Japanisch: natsubate) kommen. Ein gutes Mittel dagegen sind erfrischende Snacks und Drinks, wie sie die japanische Sommerküche entwickelt hat. Bei den Sommergerichten setzt Japan dabei vor allem auf Edamame (grüne, unreif geerntete Sojabohnen), Gurke (kyūri), Okra (okura), Aubergine (nasu) sowie Unagi (den Süßwasseraal). Es gibt aber natürlich auch kalte Nudelgerichte für warme Tage. Eine kleine Auswahl von beliebten Sommerrezepten werden im Folgenden vorgestellt.

Kalte Nudelgerichte für heiße Tage im Sommer - Hiyashi Chūka

Japanischer Nudelsalat für den Sommer
Das Bild zeigt den Nudelsalat Hiyashi Chuka in einer der vielen Varianten. Foto: von nonrev, CC BY-SA 2.0, via flickr.

Eine japanische Alternative zum deutschen Nudelsalat sind Hiyashi Chūka – kalte Rahmennudeln. Die japanischen Nudeln werden dabei mit anderen Zutaten wie Schinken, Eierkuchen-Streifen, Mungobohnen und Gurken gemischt. Soyasauce- oder Sesamdressing dienen zur Würzung. Japanische Restaurants haben im Sommer das Gericht auf der Speisekarte, aber auch Supermärkte in Japan bieten den Sommer-Ramen-Klassiker zum Mitnehmen an. Die Zubereitung und das Rezept sind dabei relativ simpel:

Für den Nudelsalat (für 2 Portionen)

Für die Sauce

200g Ramen

3 EL Sojasauce

2 Eier

3 EL Essig

10cm Salatgurke

2 EL Zucker

1 Tomate

1 EL Sesamöl

90g Schinken

3 EL heißes Wasser

Prise Salz und Zucker

0,5 TL Basis für Hühnerbrühe

Zunächst beginnen sie mit der Sauce, indem Sie die Basis für die Hühnerbrühe auflösen. Dann werden alle Zutaten der Sauce hinzugegeben und gut miteinander vermengt. Es folgt die Zubereitung des Salats. Schälen und entkernen Sie die Gurke zunächst. Sie muss in wie der Schinken in dünne Streifen geschnitten werden. Die Tomate wird geviertelt.

Die Eier werden mit Salz und Zucker verrührt. Sie müssen in der Pfanne als ein dünner Eierkuchen gebraten und anschließend in Streifen geschnitten werden. Dann sollten Sie das Wasser in einem Topf zum Kochen bringen und die Nudeln kochen. Falls Sie keine Ramen zur Hand haben, können Sie auch Spaghetti nutzen – sie sollten die Nudeln aber eine Minute länger als angegeben kochen und einen Teelöffel Backpulver dem Wasser hinzugeben. Mit dem Backpulver werden die Spaghetti-Nudeln elastisch wie Ramen. Sie schrecken die Ramennudeln ab und lassen sie gut abtropfen – danach müssen Sie die restlichen Zutaten mit den Nudeln und der Sauce vermengen, sodass ein Sommersalat entsteht.

Unagi – Süßwasseraal als japanischer Sommertrend

Gebratener japanischer Süßwasseraal
Der Unagi-Süßwasseraal ist im Sommer in Japan sehr beliebt. Er wird gerne auf einem Holzkohlegrill gegrillt. Foto: von avlxyz, CC BY-SA 2.0, via flickr.

Süßwasseraal ist der japanische Klassiker gegen Sommermüdigkeit. Seit der Edo-Zeit wird in Japan mitten im Hochsommer am „Tag des Ochsen und Jahreszeitenwechsels“ Unagi verspeist. Der Süßwasseraaltag richtet sich nach dem Mondkalender und wird immer 18 Tage vor dem Jahrzeitenwechsel begangen. Die Tradition soll auf einer Werbeaktion eines Restaurants basieren, welches sich auf die Zubereitung von Unagi spezialisiert hat. Er litt unter dem schlechten Sommergeschäft und nutze den Volksglauben. Der Verzehr von Speisen, die wie ushi beginnen, sollten den Menschen genug Energie gegen die Sommermüdigkeit verleihen.

Aus dem Grund hat sich gegrillter Aal in Japan als Sommergericht etabliert, wobei Unadon – ein Donburi mit gegrilltem Aal – als besonders populär gilt.

Für die Sauce: (für 2 Portionen)

Für den Aal:

60 ml Mirin (Sake-ähnlicher Reiswein)

2 lange grätenfreie Aalfilets (unagi)

1 Esslöffel Sake

6-8 stabile Metallspieße

2 Esslöffel Zucker

Gedämpfter weißer Reis, zum Servieren

60 ml Tamari-Sauce (besondere Soya-Sauce)

Japanischer Sansho-Pfeffer, zum Servieren

1 Prise Salz

 

Mirin und Sake werden für die Sauce 15 Sekunden lang kochen gelassen. Zucker und Tamari-Sauce sowie das Salz sollten danach hinzugefügt werden, wobei die Sauce auf mittlerer Hitze gehalten wird, bis sich der Zucker restlos aufgelöst hat. Danach lässt man die Sauce wenigstens 10 Minuten köcheln, bis die gewünschte Sämigkeit erreicht ist.

Die Aalfilets werden mit der Hautseite nach unten auf einem großen Schneidebrett platziert. Die Spieße werden anschließend in den Aal gesteckt, damit er sich nicht zusammenrollt und das Wenden beim Grillen oder Braten leichter fällt. Der Aal wird dann 10 Minuten auf der Hautseite gegrillt, bis die Haut goldbraun ist. Sie werden von der anderen Seite ebenfalls gegrillt, bis sie fast gar sind.

Im Anschluss werden die Filets in die Sauce getunkt oder von beiden Seiten großzügig mit der Sauce bestrichen. Es folgt das Gargrillen, was 1-2 Minuten dauert. Die Filets müssen dabei mehrere Male gewendet werden, damit sich die Sauce gut verteilt. Anschließend wird der Fisch wieder in die Sauce getunkt und kommt zurück auf den Grill. Die Sauce soll nun ein paar Sekunden von beiden Seiten antrocknen. Danach wird der Fisch vom Grill genommen und die Spieße werden entfernt.

Sie schneiden die Filets anschließend in Mundgerechten Stücken und Servieren sie in einer Reisschüssel auf gedämpften weißen Reis. Manchmal wird der Aal noch mit Sansho-Pfeffer bestreut. Unagi gilt in Japan seit dem 12. Jahrhundert als Delikatesse. Bereits die Samurai haben den Süßwasseraal gerne zu sich genommen und Gästen zu besonderen Anlässen serviert.

Veganer Sommersalat mit Spitzkohl und Gemüse

Gurken für einen Sommersalat
Gurken sind im Sommer in Salaten sehr beliebt – das gilt nicht nur für Japan. Foto: von Alexei_other, via Pixabay.

Leckere und vegane Sommergerichte aus Japan dürfen ebenfalls nicht fehlen. In diesem Fall handelt es sich um einen Spitzkohl-Gurken-Salat aus Japan, der ohne Fleisch, Fisch oder andere tierische Produkte zubereitet wird. Das Rezept ist relativ einfach und der Salat ist in 30 Minuten zubereitet:

Zutaten für den Salat:

Zutaten für das Dressing:

¼ Kleiner Spitzkohl

1 EL Mirin

¼ Salatgurke

2 EL Reisessig

 

3 EL Sojasauce

 

2 EL Zitronensaft

 

1 EL Shio-Kombu (in Sojasauce gekochte Seealgen)

Spitzkohl und Gurke müssen in feine Streifen gehobelt werden. Danach kommen Zucker und Salz hinzu. Es wird vermischt und 20 Minuten stehen gelassen. In der Zeit können die Zutaten für das Salatdressing vermengt werden. Anschließend wird das ausgetretene Wasser aus den Salatzutaten ausgedrückt. Sie müssen vor dem Servieren nur noch das Salatdressing mit dem Salat vermengen.

Die Menge sollte für 2 Personen reichen. Der Salat wird gerne als Beilage für Fisch- oder Fleischgerichte genommen und kann auch zu Ramen serviert werden.

Gerstentee als japanische Erfrischung für den Sommer

Gersteneistee mit Eiswürfeln
Im Sommer wird Gersteneistee gerne getrunken – Eiswürfel dürfen natürlich nicht fehlen. Foto: von Ben Mason, CC BY 2.0, via flickr.

Getränke sind im Sommer meist wichtiger als die Sommergerichte selbst. Der Gerstentee wird dabei im Winter heiß und im Sommer eiskalt getrunken. Die Hauptzutat ist geröstete Gerste, welche vom intensiven Duft an Kaffee erinnert. Das Rezept ist relativ einfach, da 25g Mugicha, gerösteter Gerstentee, mit 1 Liter Wasser aufgekocht werden.

Sie geben einen Liter Wasser in einen Kochtopf und lassen es auf höchster Stufe aufkochen. Nachdem aufkochen wird die Gerste hinzugefügt und der Topf mit einem Deckel geschlossen. Sobald der Tee im Wasser ist, wird die Hitze komplett abgestellt und der Sud wird 20 Minuten ziehen gelassen. Anschließend wird der Sud durch ein Sieb in eine Kanne gegossen. Im Sommer wird Mugicha Gerstentee komplett kalt mit Eiswürfeln zu sich genommen.  

Das sind 3 leichte Sommergerichte für abends und ein japanisches Getränk für den Tag. Neben vegetarischen Sommergerichten ist vor allem Süßwasseraal im Sommer in Japan sehr beliebt. Allerdings geht die Tradition auf eine listige Marketing-Strategie zurück, sodass Nudel- und Gurkensalate vielleicht leckerer erscheinen. Die schnellen Gerichte für den Sommer sollten auf jeden einfach nachgekocht werden können. Fühlen Sie sich zum japanischen Kochen inspiriert und probieren Sie die einfachen Sommergerichte Japans einmal aus.

Titelfoto: von djedj, via Pixabay.

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