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Hokkaido-Kürbis: Rezepte zum japanischen Klassiker für den Herbst

Der kleine Hokkaido-Kürbis gehört zu den Klassikern der japanischen Küche. In Deutschland werden die Kürbisse vor allem im Herbst geerntet. Dann stellt sich auch die Frage für den Hobby-Gärtner, was man aus den Kürbissen machen kann. Der Klassiker ist die Hokkaido-Kürbissuppe, die manchmal durch Kartoffeln oder Kokosmilch erweitert wird. Einige klassische und traditionelle Kürbisrezepte aus Japan stellen wir Ihnen heute im Blog vor!

Kürbisse wurden von den Portugiesen im 16. Jahrhundert in Japan eingeführt. Im 19. Jahrhundert kamen neue Kürbissorten aus Amerika hinzu. In dem Zuge wurde in Japan mit der Züchtung neuer Sorten begonnen. Der Gemüsezüchter Saichirō Matsumoto (松本佐一郎) aus Utsugi-machi versuchte die Sorten weiter zu veredeln. Das gelang ihm 1933 schließlich. Seitdem gibt es die Sorte Uchiki kuri (Hokkaido-Kürbis). 1945 wurde die Sorte aus Japan exportiert. Der erste gepflanzte Samen stammte aus Hokkaido, was dem Kürbis den deutschen Namen brachte. Seit den 1990er-Jahren wird er in ganz Europa angebaut.

Zubereitungstipps für den Hokkaido-Kürbis

Der Hokkaido-Kürbis ist klein und einfach zu verarbeiten. Die Schale muss beispielsweise nicht abgenommen werden, sondern wird einfach mitgekocht. Die Schale des Hokkaidos wird beim Kochen weich und genießbar. Das spart eine Menge Zeit bei der Verarbeitung.

Kürbis mit Kartoffeln und Karotten
Die klassische Kürbissuppe besteht aus Zwiebeln, Mohrrüben, Kartoffeln und dem Kürbis. Es gibt aber weitaus mehr Varianten. Foto: von RitaE, via Pixabay.

Besonders bei gesundheitsbewussten Menschen ist der Kürbis aus Japan sehr beliebt, da er nur wenige Kohlenhydrate und Fette hat, dafür aber viele Nährwerte und Vitamine bietet. Das zeigt sich auch an dem Energiegehalt. Pro 100 Gramm sind es nur 25kcal. Vitamin B, C, E, Kalium, Eisen, Magnesium, Eiweiß, Beta-Carotin (Vorstufe von Vitamin A) und Folsäure.

Neben den bereits genannten Vorzügen spielt der Geschmack aber eine besondere Rolle. Der Hokkaido-Kürbis bietet eine sehr nussige Note. Botanisch gesehen ist der Kürbis (oder japanisch Kabocha) eigentlich kein Gemüse, sondern eine Beere. Trotzdem wird er wie Gemüse zubereitet.

In Japan gibt es verschiedene Arten, um Kürbisse zuzubereiten. Er ist als Beilage oder Snack in gedünsteter Form sehr beliebt. Selbst beim Tempura kann er frittiert werden. Kürbisfans schätzen auch ein gutes Curry oder Ramengericht.

Ob ein Hokkaido-Kürbis wirklich reif ist, erkennen Sie am besten an der Klopfprobe. Sie klopfen einfach leicht mit dem Finger auf den Kürbis. Wenn Sie ein hohles Geräusch hören, ist er reif.

Hokkaido-Kürbissuppe – veganes Rezept

Einfache Kürbissuppe
Einfache Kürbissuppen können ebenfalls durch ein paar Accessoires verziert und verschönert werden. Foto: von RitaE, via Pixabay.

In Deutschland denkt man wohl beim Kürbis immer zuerst an die Kürbissuppe. Vor allem an kalten Herbsttagen kann sie zu einem Hochgenuss werden und wird dabei auch mit ein paar Brot Croûtons serviert. Es handelt sich um einen Klassiker der internationalen Küche, der in unserem Blog nicht fehlen darf. Da die klassische Variante mit Karotten und Zwiebeln sicherlich bekannt ist, haben wir eine spezielle vegane Suppe aus Japan gewählt.

Zutaten für 4 Portionen der Hokkaido-Kürbissuppe:

  • 5 Hokkaidokürbis
  • 400 ml ungesüßte Sojamilch
  • 3 groβe Esslöffel Shiro Miso, hell
  • 1 Kartoffel
  • 1 Zwiebel
  • 0,5 Becher Sojasahne
  • 2 Esslöffel Butter
  • 2 groβe Stücke Kombu (Seetang)
  • 0,6 L Wasser
  • 1 Teelöffel Paprikapulver
  • 3 Mischpilze, getrocknet
  • 1 Teelöffel Reisessig
  • 1 Teelöffel Gemüsebrühe
  • 6-8 Esslöffel dunkle Sojasoße
  • 2 Esslöffel Hefeflocken
  • 0,5 Teelöffel Himalaya Salz
  • 1 Teelöffel Zucker
  • Frisch gemahlener schwarzer Pfeffer 

Die Schale des Hokkaido muss zunächst gut gewaschen werden. Danach halbieren Sie den Kürbis und lösen mit einem Löffel die Samen heraus. Das Schälen ist beim Hokkaido nicht notwendig. Die Zwiebeln und Kartoffeln müssen geschält und anschließend in kleine Stücke geschnitten werden.

In einem zweiten Schritt wird das Gemüse in der Butter angebraten. Das erfolgt zuerst mit den Zwiebeln und Kartoffeln bei mittlerer Hitze für etwa 5 Minuten. Wenn die Zwiebeln glasig sind, kommen die Kürbisstücke hinzu. Anschließend wird mit Wasser abgelöscht. Kombu und Pilze werden ebenfalls hinzugegeben.

Gemüsebrühe und Salz werden hinzugegeben. Anschließend lassen Sie den Inhalt 20 Minuten kochen. Wenn das Gemüse weich ist, wird es mit einem Stabmixer püriert. Sojasahne- oder Sojamilch wird anschließend hinzugegeben. Gleiches geschieht mit den restlichen Zutaten – Essig, Zucker, Salz, Paprikapulver, Sojasoße, Pfeffer und Hefeflocken. Das Miso sollte erst in einer kleinen Schüssel mit ein wenig Suppe vermischt werden, bevor es am Schluss der Suppe hinzugefügt wird. Anschließend können Sie die Suppe servieren, manchmal wir gehakte Petersilie verwendet.

Kabocha no nimono – Geschmorter Kürbis

Kürbis als Snack geschmort
Kürbis wird in Japan manchmal einfach als Snack zum Bier oder Sake in geschmorrter Variante gereicht. Foto: von Einladung_zum_Essen, via Pixabay.

Kürbis auf richtig japanische Art gibt es als Snack oder Beilage. Der nussige Geschmack des Kürbisses passt zu vielen Gerichten, daher ist es in Japan sehr beliebt. Der Kürbis wird ebenfalls langsam geschmort. Durch die schonendere Zubereitung bleiben mehr Vitamine erhalten.

Zutaten für 4 Portionen:

  • 1 Hokkaidokürbis (etwa 900 g)
  • 400 ml Dashi (japanische Fischbrühe, alternativ können Sie auch Gemüsebrühe nehmen)
  • 2 EL Sake
  • 2 EL Mirin
  • 2 EL Zucker
  • 1 1/2 EL Sojasauce
  • 1 TL Salz

Der Kürbis wird auch hier gründlich gewaschen und halbiert. Die Kerne müssen mit einem Löffel entfernt werden. Danach schneiden Sie den Kürbis einfach in 3 bis 4cm große Stücke. Die Stücke werden mit der Schale nach unten in einen Topf gegeben. Brühe, Sake, Mirin und Zucker kommen hinzu. Der Kürbis muss zu etwa ¾ bedeckt sein. Anschließend wird das ganze bei mittlerer Hitze gekocht und mit Sojasauce und Salz verfeinert. Die Hitze wird anschließend verringert, der Topf mit einem Deckel zugedeckt, aber eine kleine Lücke muss bleiben, damit der Dampf entweichen kann.

Das Ganze sollte knapp 20 Minuten köcheln. Dann ist der Kürbis zart genug und sie nehmen den Topf vom Herd. Lassen Sie ihn abkühlen, damit der Hokkaido-Kürbis noch mehr Brühe annimmt und einen besseren Geschmack entfaltet. Danach kann es wieder aufgewärmt werden.

Das Gemüse ist ein beliebter Snack für Sake oder Bier. Sie können den geschmorten Kürbis aber auch mit einer Schale Reis, Miso-Suppe, gedünstetem Fisch, Gomae-Spinat, weißem Tofu oder Rindfleisch als Beilage genießen. Dem Ideenreichtum sind hier keine Grenzen gesetzt.

Japanisches Curry mit Hokkaido-Kürbis

Curry aus Hokkaido-Kürbis
Ein Kürbis-Curry ist ebenfalls sehr beliebt in Japan. Reis und Udon-Nudeln passen dazu. Foto: von starpause kid, CC BY 2.0, via flickr.

Japan ist zwar eigentlich nicht für Curry bekannt, dennoch ist der Curry-Kult auch dort relativ weit verbreitet. Das Kürbis-Curry dient dabei als Grundlage und kann am besten zusammen mit Reis oder Udon-Nudeln genossen werden. Für 4 Personen ergeben sich folgende Zutaten:

Currypaste:

  • 2 Zwiebeln
  • 3 EL Rapsöl
  • 2 Zehen Knoblauch gerieben
  • 1 TL Ingwer gerieben
  • 2 EL Dinkelmehl Type 630
  • 2 EL Currypulver

Curry:

  • 2 Karotten 150 g
  • 2 Kartoffeln 250 g
  • 300 g Hokkaido-Kürbis
  • 750 ml Wasser
  • 1 TL Salz
  • 1/2 Apfel säuerliche Sorte
  • 2 EL Sojasauce
  • 1 TL vegane Worcestershiresauce
  • 75 g Erbsen tiefgekühlt oder frisch

Zunächst sollten die Zwiebeln in feine Streifen und mit 2 EL Öl bei niedriger bis mittlerer Hitze 5 bis 8 goldbraun gebraten werden. Anschließend werden sie 5 Minuten mit Deckel gedämpft bis sie durchsichtig und weich sind.

Knoblauch, Ingwer, Mehl und Currypulver kommen der Zwiebel hinzu. Es wird 3 Minuten unter ständigem Rühren gebraten. Die Würzpaste können sie dann abkühlen lassen.

Hokkaido-Kürbis, Karotten und Kartoffeln werden gewaschen, geschält (nicht den Kürbis) und in 2cm kleine Stücke geschnitten. Das Gemüse wird mit dem restlichen Öl wenigstens 3 Minuten unter ständigem Wenden angebraten. Danach erfolgt das Ablöschen mit Wasser. Geben sie dabei auch Salz hinzu. Bei niedriger bis mittlerer Hitze muss es wenigstens 10 Minuten mit Deckel kochen,

Anschließend reiben Sie den Apfel und rühren ihn unter das Curry im Topf. Mit Sojasauce und Worcestershiresauce wird alles abgeschmeckt. Anschließend kommen die Currypaste und Erbsen hinzu. Das Ganze kurz andicken lassen und dann mit Reis oder Udonnudeln servieren.

Es gibt mehr als nur Kürbissuppe, die sicherlich manchmal mit Ingwer und Kokosmilch einen exotischen Touch hat, aber ein Curry ist auch nicht zu verachten. Vielleicht überlegen Sie sich demnächst, was Sie mit dem Hokkaido noch machen können. Eine kleine Auswahl gibt es im Blog, lassen sie sich davon inspirieren.

Titelfoto: von RitaE, via Pixabay.

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