Trusted Shops zertifiziert + 49 (0)30 - 31 80 81 51
 

US-Jet verliert Treibstofftanks – Untersuchungen sollen folgen

Japan hat das US-Militär aufgefordert, das Abwerfen von zwei Treibstofftanks durch einen F-16-Kampfjet zu untersuchen. Der Jet musste anschließend auf einem Flughafen im Nordosten Japans notlanden.

Der US-Kampfjet landete am 30. November 2021 gegen 18.10 Uhr auf dem Flughafen Aomori. Obwohl es keine Berichte über Verletzte gab, landete offenbar mindestens einer der beiden Kraftstofftanks in einem Wohngebiet in der Präfektur Aomori. Als die japanische Polizei etwa 20 bis 30 Meter von einigen Häusern entfernt Metallstücke und Flüssigkeit entdeckte, nahm sie an, dass es sich um Kraftstoff von einem Flugzeug handeln müsse.

US-Militär räumt Probleme beim Flug ein

Das 35. Jagdgeschwader der Basis Misawa teilte in einer Erklärung mit, dass ein F-16-Kampfflugzeug während eines Fluges ein Problem hatte. Sein Pilot musste die Treibstofftanks in ein unbewohntes Gebiet in der Nähe des Berges Iwaki in der Präfektur Aomori abwerfen.

Der Unfall ist der jüngste in einer Reihe von Vorfällen, in denen US-Kampfflugzeuge in der nordöstlichen Präfektur in den letzten Jahren Treibstoff abgeworfen haben. Bei den Anwohnern weckt das einmal mehr Sicherheitsbedenken.

Ministerpräsident Hirokazu Matsuno erklärte am Mittwoch auf einer Pressekonferenz, die japanische Regierung habe den US-Streitkräften in Japan mitgeteilt, dass das Abladen der Kraftstofftanks bedauerlich sei. Das Verteidigungsministerium forderte die US-Streitkräfte am Dienstag auf, eine Untersuchung durchzuführen, um dem Unfall auf den Grund zu gehen.

Keine weiteren Missionen bis Ende der Untersuchung?

Der Verteidigungsminister Nobuo Kishi forderte, das US-Militär auf, die F-16-Kämpfer im Land zu stationieren, bis ihre Betriebssicherheit bestätigt ist. Die lokalen Regierungen sollen zudem rund um die Misawa-Basis über die Angelegenheit auf dem Laufenden gehalten werden.

Der Gouverneur von Aomori, Shingo Mimura, erklärte gegenüber japanischen Medien, dass die lokale Regierung beim US-Militär und dem Verteidigungsministerium "einen ernsthaften Protest" wegen des Unfalls erheben werde. Die Metallgegenstände waren in Fukaura, einer Stadt mit etwa 7.900 Einwohnern, gefunden worden.

Der Flughafen Aomori nahm am Mittwochmorgen den Betrieb wieder auf, nachdem die Notlandung zur Schließung der einzigen Start- und Landebahn des Flughafens geführt hatte. Von der Schließung waren mehrere Inlandsflüge betroffen.

Das Verteidigungsbüro von Tohoku hat bestätigt, dass die Metallgegenstände in der Nähe des Büros der Stadtverwaltung in Fukaura gefunden wurden. Die Teile stammten von einem Tank, der vom Jet abgeworfen wurde. Ein zweiter Tank muss noch entdeckt werden. Eine japanische Frau in den 80er-Jahren beschrieb den Vorfall so:

"Ich hörte ein lautes Geräusch und dachte, es sei Donner. Ich war überrascht, dass ein US-Jet etwas abgeworfen hat. Ich hatte Angst, dass es jemanden getroffen haben könnte."

Im Jahr 2015 warf ein F-16-Kampfflugzeug seine Treibstofftanks in das Japanische Meer vor der Präfektur Aomori. Ein weiteres F-16-Kampfflugzeug versenkte seine Treibstofftanks 2018 in einem See in der Nähe der Basis von Misawa.

Der Stützpunkt Misawa beherbergt sowohl das US-Militär als auch die japanischen Selbstverteidigungskräfte. Die Untersuchung des Vorfalls wird noch weiter andauern.

Bildquelle: U.S. Air Force photo, Public domain, via Wikimedia Commons

Passende Artikel

Kommentar schreiben

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.