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Die 11 besten Aquarien in Japan - Walhaie & Tiefseewelten

Wir stellen Ihnen in diesem Artikel die 11 besten Aquarien in Japan vor. Dabei gehen wir zuerst allgemein darauf ein, was die Aquarien in Japan oft so besonders und besuchenswert macht. Danach folgen die in unseren Augen 11 besten Aquarien in Japan, die jeweils im Detail und mit ihrem ganz besonderen Alleinstellungsmerkmal vorgestellt werden.

Außerdem finden Sie hier unsere Einschätzung für besonders Familien- und Kinderfreundliche Aquarien und wie lange man für den Besuch von Aquarien in verschiedener Größe in Japan einplanen sollte. Am Ende stehen eine ganze Reihe von Japanwelt-Expertentipps rund um den Besuch japanischer Aquarien von den besten Besuchszeiten bis hin zu Tipps für Fotografen.

 

Was macht Japans Aquarien so besonders?

Als Inselnation ist Japan eng mit dem Meer und dem Wasser verbunden, weshalb es dort auch besonders viele und große Aquarien gibt. Dabei zeichnen sich diese in vielen Fällen dadurch aus, das sie moderne und modernste Technik mit naturnahen Darstellungen von Ökosystemen in Japan bzw. vor der japanischen Küste wie der Kuroshio-Strömung, der Sagami-Bucht, dem Japanisches Meer und den naheliegenden Tiefseegräben verbinden.

Dabei finden sich viele der größten Tanks Asiens und sogar weltweit in Japan, darunter der Kuroshio-Tank und der Pazifik-Tank. Zudem bieten viele Aquarien in Japan einen vertieften Einblick in lokale Tierarten wie z.B. Süßwasserfauna und den emblematischen japanischen Riesensalamander im Kyoto Aquarium oder Tiefseelebewesen aus den Japan-Gräben im Aquamarine Fukushima.

Viele der japanischen Aquarien zeichnen sich zudem durch ihre nicht selten aufwendige Architektur aus. In vielen Fällen verfügen diese über mehrstöckige Rundgänge, Glasröhren, mit denen man unter bzw. durch einen großen Tank gehen kann, ausgiebige Freiluftbereiche mit Außenbecken und in Tokio sogar Rooftop-Gehege und einem Pinguin-Skywalk im Sunshine Aquarium.

Aufgrund der spektakulären Technik und Architektur, die insbesondere die großen Aquarien mit Delfinshows und anderem bieten, gehören diese (z.B. Kaiyukan & Churaumi) auch zu den meistbesuchten Aquarien in ganz Asien.

Neben den schon genannten Besonderheiten japanischer Aquarien stechen diese in vielen Fällen auch in der Tierpflege heraus. Dabei werden in spezialisierten Aquarien besonders hohe Erfolgsraten bei der Nachzucht von Quallen, Mantarochen und Seesternen erreicht. Vielen Aquarien in Japan sind auch Forschungsabteilungen angeschlossen oder diese beteiligen sich aktiv an Forschungsprojekten, oft zu lokalen Arten und zu bedrohten marinen Spezies.       

 

Die 11 besten Aquarien in Japan – Überblick & Besonderheiten

 

Okinawa Churaumi Aquarium (Okinawa) – Das bekannteste Aquarium Japans mit Walhaien

Das Okinawa Churaumi Aquarium ist das zweitgrößte Aquarium der Welt und Teil des Ocean Expo Parks mit weiteren Einrichtungen wie einer Delfinlagune und einem Schildkrötenzentrum.

 

Besucher vor der riesigen Panoramascheibe des Okinawa Churaumi Aquariums, ein Walhai schwimmt durch den Kuroshio-Meer-Tank
Ein Walhai gleitet durch den berühmten Kuroshio-Meer-Tank im Okinawa Churaumi Aquarium – eine der eindrucksvollsten Ozeanszenen Japans. Vor der Panoramascheibe wird spürbar, warum dieses Aquarium weltweit so fasziniert.

Foto © Erik auf Unsplash

 

Besonders berühmt ist das Aquarium für den Kuroshio-Meer-Tank, der mit einem Fassungsvermögen von 7.500 m³ zu den größten Meerwassertanks der Welt gehört. Dieser Tank erlaubt es dem Churaumi Aquarium eine große Anzahl von großen und sehr großen Meeresbewohnern zu zeigen, darunter sogar Walhaie und Mantarochen, was in dieser Kombination einzigartig in Japan ist.

Der Besuch des Aquariums lohnt sich besonders für Besucher, die große, offene Ozeanszenen suchen und schätzen. In wissenschaftlicher Hinsicht beschäftigt man sich im Aquarium und dem Ocean Expo Park intensiv mit der Forschung zur Kuroshio-Meeresströmung sowie mit der Korallenforschung und der Reproduktion seltener tropischer Arten.

 

Osaka Aquarium Kaiyukan (Osaka) – Eines der größten Aquarien der Welt mit Pazifik-Tank

Bei seiner Eröffnung im Jahr 1990 galt das Oasaka Aquarium Kaiyukan als das damals größte Aquarium der Welt und ist auch heute noch immerhin unter den größten.

 

Außenansicht des Osaka Aquarium Kaiyukan am Abend mit markanter Glasarchitektur und farbig beleuchteter Fassade
Schon von außen wirkt das Osaka Aquarium Kaiyukan wie ein Erlebnis: Die markante Hafen-Architektur macht neugierig auf den spiralförmigen Rundgang und den gewaltigen Pazifik-Tank im Inneren. Besonders abends entsteht hier eine stimmungsvolle „Night-Aquarium“-Atmosphäre. 

Foto © Andy Luo auf Unsplash

 

Zentrum des Aquariums ist der über mehrere Ebenen spiralförmig zu umlaufende 9 Meter tiefe Pazifik-Haupttank. Dieser bietet mit weiteren kleineren Tanks eine detaillierte Darstellung von unterschiedlichen Pazifikregion wie Galapagos, Antarktis, Great Barrier Reef und dem japanischen Meer mit einer entsprechenden Artenvielfalt aus allen Pazifikregionen.

Zu den Stars im Aquarium zählen neben Walhaien auch Mondfische, Seelöwen und Riesenkrebse. Das stark frequentierte und familienfreundliche Aquarium bietet zudem die Möglichkeit für abendliche Besuche, was die durch die besondere Abendbeleuchtung entstehende „Night-Aquarium“-Atmosphäre zu einem echten Extraerlebnis werden lässt.

Der Besuch des Osaka Aquarium Kaiyukan empfiehlt sich insbesondere für Besucher, die strukturierte und thematische Rundgänge lieben, bei denen man ähnlich wie in einem Museum viel über die Meereswelt des Pazifiks lernen kann.

 

Port of Nagoya Public Aquarium (Nagoya) – Japans Top-Adresse für Orcas & Belugas

Das Port of Nagoya Public Aquarium spezialisiert sich besonders auf Meeressäuger und ist für diese auch eine nicht nur in Japan bedeutsame Forschungseinrichtung.

 

Orca springt im Port of Nagoya Public Aquarium während einer Trainings- oder Showpräsentation aus dem Wasser, Trainer steht am Beckenrand
Ein Orca während einer Trainings- oder Showpräsentation im Port of Nagoya Public Aquarium – hier liegt der Fokus besonders auf Meeressäugern wie Orcas und Belugas. Wer zur richtigen Uhrzeit kommt, erlebt beeindruckende Einblicke in Pflege, Training und Forschung.

Foto © Huu Huynh

 

So beheimatet das Museum neben Beluga-Walen auch Orcas, auch wenn beide nicht ständig in den großen Indoor-Becken des Aquariums leben, sondern dort abhängig von den Trainings- und Pflegeplänen nur regelmäßig präsentiert werden.

Das Aquarium selbst besteht dabei aus zwei Gebäudeteilen, von denen sich eines auf nördliche und das andere auf südliche Meeresökosysteme konzentriert. Neben den besonders beliebten Belugas und Orcas ist das Aquarium auch Heim von Pinguinen und Meeresschildkröten.

Ein Besuch des Port of Nagoya Public Aquarium lohnt sich natürlich besonders für seine Indoor-Becken mit viel Sichtfläche für die Besucher, wenn dort Meeressäuger-Präsentationen (z.B. Der Orcas) oder Trainingspräsentationen (z.B. von Delphinen) durchgeführt werden. Der Ablaufplan und wann welche Präsentationen stattfinden, kann man der Website des Aquariums entnehmen, die auch in englischer Sprache vorliegt.

 

Yokohama Hakkeijima Sea Paradise (Kanagawa) – Großes Familien-Aquarium mit Freizeitpark

 

Das Yokohama Hakkeijima Sea Paradise ist eine Mischung aus Aqua-Resort und Freizeitpark mit Meeresaquarien, Delphin-, Walross- und Robbenpräsentationen und Shows sowie Fahrgeschäften.

 

Mitarbeiterin im Yokohama Hakkeijima Sea Paradise steht am Beckenrand und ist einem Walhai an der Wasseroberfläche ganz nah
Im Yokohama Hakkeijima Sea Paradise kommen Sie der Meereswelt ganz nah – hier zeigt sich ein Walhai an der Wasseroberfläche bei einer Pflegesituation. Genau diese Mischung aus Aquarium-Erlebnis und familienfreundlicher Atmosphäre macht den Ausflug so beliebt. 

Foto © Duke Yuin from Yamanashi, Japan, CC BY 2.0

 

Das Sea Paradise ist so als ganztägiges Ausflugsziel angelegt, in der neben Action und Spaß im dazugehörigen Aqua Museum auch eine große Anzahl von Meerestieren (ca. 70.000) bestaunt werden können. Die großen Outdoorbecken bieten zudem eine direkte Sicht auf die umliegenden Küstenlandschaften.

Der Besuch des Yokohama Hakkeijima Sea Paradise lohnt sich ganz besonders für Familien, da die Aquarien mit Action und Abwechslung für die Kinder kombiniert werden können.

 

Tokyo Sea Life Park (Tokyo) – Berühmt für seinen riesigen Thunfisch-Ringtank

Durch seine Lage im Kasai Rinkai Park bietet der Tokyo Sea Life Park bei einem Besuch auch naturnahe Außenbereiche.

 

Glaskuppel des Tokyo Sea Life Park im Kasai Rinkai Park an der Bucht von Tokio, Wasserfläche im Vordergrund
Die ikonische Glaskuppel des Tokyo Sea Life Park liegt im Kasai Rinkai Park direkt an der Tokio Bay und verbindet Aquarium-Besuch mit viel Luft und Außenbereichen. Drinnen wartet als Highlight der berühmte Thunfisch-Ringtank mit 360°-Blick auf wandernde Schwärme.

Foto © Kakidai - Own work, CC BY-SA 4.0

 

Berühmt ist dieses Aquarium dabei vor allem für seinen kreisförmigen Thunfisch-Ringtank, der eine 360°-Sicht auf die in diesem wandernden Thunfischschwärme erlaubt.  Auch die anderen Tanks und Becken fokussieren sich vor allem auf pelagische Arten (Bonito, Makrelen, Haie) sowie auf das Ozeanökosystem direkt vor Tokio in der Tokio Bay. Das Aquarium ist außerdem für seine hervorragenden Bildungsprogramme bekannt.

Der Besuch des Tokyo Sea Life Park ist ideal geeignet für Besucher mit Interesse an Ozeanbiologie und großen Fischschwärmen. 

 

Sumida Aquarium (Tokyo Skytree) – Modernstes Stadt-Aquarium mit Quallenwelten

Das Sumida Aquarium im Tokyo Skytree ist eines der modernsten Stadt-Aquarien Japans und überzeugt insbesondere durch seine herausragende, geradezu künstlerische Quallenpräsentation in rahmenlosen Becken mit theatraler Bedeutung und das minimalistische Design.

 

Taucher im Becken des Sumida Aquariums im Tokyo Skytree, umgeben von vielen Fischen in blauem Wasser
Im Sumida Aquarium im Tokyo Skytree tauchen Sie mitten in eine moderne, ruhige Unterwasserwelt ein – hier sogar mit Taucher im Becken zwischen den Fischschwärmen. Gerade für einen entspannten Kurzbesuch in der Stadt wirkt das Aquarium fast wie eine kleine Auszeit. 

Foto © Souka Kinmei - Own work, CC BY 4.0

 

Das Aquarium bietet außerdem eine große Indoor-Pinguinfläche. Der Fokus dieses Premium-Indoor-Aquariums liegt klar auf dem Design, der Ästhetik und einer entspannten Atmosphäre, denn auf Masse und ist zudem perfekt fußläufig vom Skytree-Komplex aus erreichbar.

Der Besuch des Sumida Aquariums eignet sich ideal für Quallenfans sowie für Kurzbesuche und Fotografen, die hier wirklich tolle Motive vor die Kamera bekommen. Durch die zentrale Lage und entspannte Atmosphäre ist dieses Aquarium auch sehr gut für Familien geeignet.

 

Enoshima Aquarium (Kanagawa) – Sagami-Bucht, Delfine & Fuji-Panorama

Das Enoshima Aquarium hat sich der Darstellung der Sagami-Bucht verschrieben, einem der Meeresgebiete Japans mit der größten Biodiversität.

 

Delfinshow im Enoshima Aquarium in Fujisawa, Zuschauertribüne und Außenbecken mit Meerblick auf die Sagami-Bucht
Das Enoshima Aquarium kombiniert Meeresaquarium und Show-Erlebnis: Im Außenbecken sorgen Delfinpräsentationen für echte Familienmomente. Dazu kommt das besondere Küstenpanorama – die Sagami-Bucht liegt hier sprichwörtlich direkt vor der Tür.

Foto © By baggio4ever, CC BY 3.0

 

Zu den Attraktionen zählt das detaillierte Darstellen des Bucht-Ölkosystems, in dem unter anderem auch viele Meeressäuger wie Delphine, Robben und Pinguine leben, sowie die in einem großen Becken durchgeführten Delphinshows. Bei gutem Wetter hat man vom Gelände des Aquariums zudem einen guten Blick auf den Mt. Fuji.

Der Besuch des Enoshima Aquarium ist gerade als Tagesausflug von Tokio aus gut zu machen und sehr beliebt und eignet sich auch hervorragend für Familien. Auch in diesem Aquarium wird übrigens geforscht, der Fokus liegt dabei auf Quallen. Das hausinterne Jellyfish-Forschungslabor kann besucht werden und präsentiert sich in wechselnden Installationen.

 

Kyoto Aquarium (Kyoto) – Süßwasserwelt & Japans berühmter Riesensalamander

Das Kyoto Aquarium spezialisiert sich auf die Präsentation der Flussökosysteme der Kansai-Region sowie insbesondere von Tierarten, die im durch Kyoto fließenden Kamo-Fluss leben.

 

Felsige Seebären-Anlage im Kyoto Aquarium mit Wasserbecken und Besuchern im Hintergrund
Das Kyoto Aquarium setzt auf kompakte Wege und naturnahe Anlagen – hier ein Blick in die Seebären-Anlage mit felsigem Landschaftsdesign. Genau diese moderne Stadtnähe macht den Besuch unkompliziert, wenn Sie Kyoto einmal anders erleben möchten.

Foto © Mti - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0

 

Eines der Highlights dieser Fluss- und Süßwasserfauna ist der japanische Riesensalamander, der zu den größten Amphibien der Welt zählt. Das Aquarium befindet sich dabei in einem modernen, kompakten Bau direkt in der Stadt und kann so leicht und ohne lange Anfahrtswege besucht werden.

Der Fokus auf Süßwasserfauna wird auch bei den hervorragenden pädagogischen Angeboten des Aquariums beibehalten und bieten so mal etwas anderes, als einen Meeresfokus, wie dies in den meisten anderen Aquarien in Japan der Fall ist.

Der Besuch des Kyoto Aquarium eignet sich perfekt für alle, die Kyoto einmal von einer neuen Seite kennenlernen wollen oder die sich für Süßwasserfauna und die Flussökosysteme der Kansai-Region interessieren.   

 

Sunshine Aquarium (Tokio, Ikebukuro) – Rooftop-Pinguine über der Skyline

Das im lebendigen Stadtteil Ikebukuro in Tokio gelegene Sunshine Aquarium ist Teil des in den 1970er Jahren entstandenen Sunshine City, in dem sich u.a. auch eine Sternwarte, Büroräume und ein Einkaufszentrum befinden.

 

Nahaufnahme eines Pinguins, der im Wasser des Sunshine Aquariums in Tokio schwimmt
Ein Pinguin gleitet durchs Wasser – genau diese Nähe macht das Sunshine Aquarium in Ikebukuro so besonders. Hoch über der Stadt erleben Sie hier urbane Aquarium-Magie, die sich auch für einen kurzen Besuch wunderbar eignet.

Foto © Dariusz Robert Drewnicki auf Pixabay

 

Das Aquarium ist berühmt für sein Pinguingehege auf dem Dach mit einem „Skywalk“-Design. Insgesamt bietet das Sunshine Aquarium die Möglichkeit, in sehr urbaner Atmosphäre in die (Unter)Wasserwelt abzutauchen.

Das Sunshine Aquarium eignet sich sehr gut auch für kurze Besuche. Ideal geeignet ist es damit sowohl für Paare, als auch für City-Reisende.

 

Aquamarine Fukushima (Fukushima) – Architektur-Highlight mit Tiefsee-Fokus

Das Aquamarine Fukushima ist ein auf das Leben in der Tiefsee und das Küstenökosystem vor Fukushima spezialisiertes Aquarium.

 

Nachtaufnahme des Aquamarine Fukushima mit moderner Glasarchitektur und blau beleuchtetem Vorplatz
Das Aquamarine Fukushima beeindruckt schon vor dem Eingang: Die gläserne Architektur wirkt bei Nacht fast futuristisch und macht neugierig auf den Tiefsee-Fokus im Inneren. Hier erleben Sie Arten und Beckenformen, die in Aquarien nur selten zu sehen sind.

Foto © takacchi, CC BY-SA 3.0

 

Besonders interessant sind die sonst selten in Aquarien präsenten Tiefseearten, die hier in oft experimentellen Beckenformen gezeigt werden. Dazu ist auch die spezielle Architektur des Aquariumsgebäudes mit seiner gebogenen gläsernen Seitenverkleidung, durch die Tageslicht in so gut wie alle Bereiche vordringen kann.

Das Gebäude des Aquariums wurde durch den Taifun im Jahr 2011, durch den auch der nahegelegene Reaktor von Fukushima in Mitleidenschaft gezogen wurde, stark beschädigt und viele der Tiere in den Aquarien starben, nur wenige konnten gerettet und umgesiedelt werden. Der Wiederaufbau des Aquariums begann umgehend und dieses eröffnete in Teilen schon im Juni 2011 wieder. Heute ist das Aquarium wieder in vollem Umfang geöffnet und sicher für einen Besuch.

 

Toba Aquarium (Mie) – Heimat der einzigen Dugongs in Japan

Das Toba Aquarium ist nicht nur eines der flächenmäßig größten Aquarien in Japan, sondern auch das einzige, in dem man Dugongs – Meereskühe – anschauen kann.

 

Dugong schwimmt im großen Aquariumbecken des Toba Aquariums, Besucher schaut von vorne durch die Scheibe
Ein Dugong gleitet ruhig durch das Wasser – im Toba Aquarium ist das eine echte Besonderheit, denn hier sehen Sie Japans einzige Dugongs. Für viele Besucher ist genau dieser seltene Moment das Highlight, das man so schnell nicht vergisst.

Foto © pelican from Tokyo CC BY-SA 2.0

 

Diese extrem seltenen Tiere, von denen allein vor der australischen Küste noch wesentliche Bestände existieren, sind die einzigen heute noch lebenden Vertreter der Gabelschwanzseekühe. Das große Indoor-System macht den Besuch des Aquariums zudem wetterunabhängig möglich.

Wir empfehlen den Besuch vor allem für die Dugongs, eine Tierart, die man sonst in seinem Leben mit hoher Wahrscheinlichkeit nie lebendig sehen wird. Natürlich ist ein Ausflug in das Aquarium auch für Familien sehr gut geeignet, wenn man sich in Toba oder der Nähe aufhält.

 

Welche Aquarien eignen sich besonders für Familien mit Kindern?

Einige der oben vorgestellten Aquarien eignen besonders für Familien mit Kindern. Das gilt vor allem für solche mit Shows (z.B. Delfinshows wie sie u.a. in Enoshima, Nagoya und dem Sea Paradise angeboten werden), interaktiven Räumen und Angeboten oder Streichelzonen, die in manchen japanischen Aquarien in Form von Touch-Pools oder Streichelbecken angeboten werden.

Andere Faktoren, die für die Familien- und Kinderfreundlichkeit der Aquarien wichtig sind, sind der barrierefreie Zugang, kurze Wege und ausreichende Sitzgelegenheiten. Besonders Familien- und Kinderfreundlich sind zudem Aquarien mit Kombi-Angeboten wie einem angeschlossenen Freizeitpark (Hakkeijima), Outdoorbereichen oder den in Japan so beliebten Puinguinwalks.

Für einen eher kurzen Aufenthalt empfehlen wir für Familien mit Kindern in Tokyo das in einen größeren Entertainment und Einkaufskomplex eingebundene Sunshine Aquarium.

Für ältere Kinder eignen sich die Aquarien mit Shows sowie Hakkejima mit dem angeschlossenen Freizeitpark besonders gut. Mit kleineren Kindern bietet sich hingegen eher der Besuch von kleineren Aquarien wie dem Sunshine Aquarium mit seinem Pinguinwalk an.

 

Welche Tiere sieht man nur in Japan? – Seltene & einzigartige Arten

Zu den seltenen und einzigartigen Arten, die man in japanischen Aquarien bestaunen kann, gehören der im Kyoto Aquarium zu bestaunende, endemische japanische Riesensalamender, der zu den größten Amphibienarten der Welt gehört und zudem das Symboltier der westlichen japanischen Flüsse ist.

Andere endemische Süßwasserfische und Flusslebewesen, die man außerhalb Japans fast nie zu Gesicht bekommen kann, finden sich ebenso im Kyoto Aquarium sowie im Aquamarine in Fukushima. In Fukushima kann man zudem seltene und weltweit nur an wenigen Orten zu sehende Tiefseearten bestaunen, die in diesem Fall vor allem aus den Japan-Gräben stammen.

Im Sumida Aquarium (Tokyo Skytree) wiederum sind seltene Quallenarten eine der Hauptattraktion, die sonst nur selten in Aquarien in dieser Fülle gezeigt werden. Im Toba Aquarium wiederum hat man die Möglichkeit, die extrem seltenen und nur in wenigen Aquarien weltweit gezeigten Dugongs zu sehen. In Japan ist das Toba Aquarium der einzige Ort, an dem man diese niedlichen Meeresbewohner anschauen kann.

Zuletzt bietet das Enoshima Aquarium einen Einblick in die Fauna der lokalen Sagami-Bucht, die eines der Meeresgebiete Japans mit der höchsten Biodiversität ist, und auch seltene und nur selten gezeigte Arten umfasst.

 

Wie viel Zeit sollte man einplanen? – Besuchsdauer & praktische Hinweise

Die für den Besuch von Aquarien in Japan einzuplanende Zeit variiert stark durch die unterschiedlichen Größen. So empfehlen wir für den Besuch von großen Aquarien wie Churaumi, Kaiyukan und Nagoya eine Besuchszeit zwischen 2,5 und 4 Stunden.

Für mittelgroße Aquarien wie Enoshima, Toba und Sea Life Park sollte man hingegen etwa 2 Stunden einplanen. Für einen Besuch der Stadtaquarien Sumida und Sunshine Aquarium in Tokio muss man hingegen nur etwa 60 bis 90 Minuten veranschlagen.

Die beste Besuchszeit für die Aquarien ist dabei in aller Regel unter der Woche. An Wochenenden und Feiertagen ist das Besucheraufkommen oft deutlich höher und kann auch zu längeren Wartezeiten am Einlass führen.

Fotografen empfehlen wir den Besuch der Aquarien vor allem am Morgen, weil dann die Spieglungen in den Indoor-Becken meist deutlich weniger ausgeprägt sind.

 

Japanwelt-Tipps für Aquarium-Besucher in Japan

  • Beste Tageszeiten für einen Besuch: Vormittags oder Nachmittags, wobei gerade vor der Schließzeit viele Bereich deutlich leerer sind, als sonst.
  • Tipps zu Jahreszeiten: In der Sommerhitze sind Indoor-Aquarien wie z.B.in Tokio oder Osaka ein idealer Ausweichpunkt vor der Hitze oder Starkregen. Im Winter wiederum sind aufgrund des Wetters gerade die Outdoor-Bereiche in Aquarien wie bspw. dem Sea Paradise oder Enoshima deutlich weniger besucht.
  • Ablauf: In großen Aquarien sollte man zuerst die großen Haupttanks besuchen, bevor diese überfüllt sind, insofern man früh kommt. Dasselbe gilt auch für Familien mit Kindern für den Besuch von Shows. Wenn man diese relativ früh am Morgen besucht, bekommt man leichter einen der begrenzten Sitzplätze, die später deutlich umkämpfter sind.
  • Besondere Attraktionen: Vor dem Besuch insbesondere der großen Aquarien kann es lohnenswert sein, sich im Vorfeld über das Programm und Uhrzeiten z.B. für die Walhai-Fütterung und andere spezielle Programmpunkte zu informieren.
  • Sparpässe und Kombi-Tickets: Manche Aquarien können mit Sparpässen oder Kombi-Tickets besucht werden, die dann Ermäßigung, den Einlass zu einer anderen Attraktion oder auch eine Zugfahrt zum Aquarium mit beinhalten können. Zu den verschiedenen Möglichkeiten und Angeboten informiert man sich am Besten auf den Webseiten der Aquarien oder auch bei den lokalen Touristen-Informationen (meist sowohl digital als auch vor Ort möglich).
  • Unser Tipp für Fotografen: Fotos gelingen durch die seitlichen Sichtfenster der Tanks oft besser, als wenn man durch die Frontscheibe fotografiert.

 

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E-E-A-T · Quellenbasiert · Zuletzt aktualisiert: 20.03.2026 

 

Titelfoto © Susann Schuster auf Unsplash

 

 

 

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