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Liebesgeschichte: Mann aus Westjapan erfindet für seine Frau eine Stinkwanzenfalle

Ein Mann aus Izumo in der westjapanischen Präfektur Shimane hat eine Fangvorrichtung für Stinkwanzen erfunden. Die Käfer sondern bei der Berührung einen üblen Geruch ab. Er wollte damit seiner Frau den Alltag in den Bergen erleichtern. Aus Liebe habe er die Falle für seine Frau erfunden.

Wer ist der Erfinder? Was zeichnet die Stinkwanzenfangvorrichtung aus?

Takuyuki Hamamura ist 46 Jahre alt und Geschäftsführer des Holzunternehmens Hamamura Mokuzai in Izumo in der Präfektur Shimane. Er hat rund acht Jahre lang das Produkt „Pacrin“ entwickelt und dafür sogar ein Patent erhalten. Hinter der Entwicklung steht seine Liebe zu seiner Frau Satomi, welche 34 Jahre alt ist.

Pacrin, was sich auf Reichweitenverlängerer bezieht, hat eine Klebefolie an einem Greifarm, an dem die Stinkwanzen haften. Wenn Sie den Griff halten, faltet sich die Folie nach innen. Indem Sie mit dem Fuß auf die Blattkante treten, können Sie diese entfernen und die Stinkwanze entsorgen, ohne sie zu berühren. Das Produkt kann auch für Kakerlaken und Tausendfüßler verwendet werden.

Takuyuki heiratete Satomi vor mehr als 10 Jahren und sie begannen zusammen im Haus seiner Eltern in der Stadt Sadacho in den Bergen zu leben. Als er eines Tages von der Arbeit nach Hause kam, war er überrascht, einen seltsamen Anblick von vielen Pappbechern zu sehen, die verkehrt herum am Eingang aufgereiht waren. In der Gegend kommen Stinkwanzen häufig in die Häuser.

Als Stadtfrau mochte Satomi keine Stinkwanzen, und sie konnte sie nur mit Pappbechern davon abhalten, dass sie sich bewegen. Mehrere Jahre lang warf Takuyuki die Pappbecher und die darin enthaltenen Stinkwanzen weg, aber er beschloss, etwas dagegen zu unternehmen und begann um 2013 herum mit der Herstellung von Stinkwanzenfallen.

Wie kam er auf die Idee für den Stinkwanzenfänger?

Da Leute, die Stinkwanzen gewohnt sind, oft zu Klebeband und anderen Werkzeugen greifen, um sie zu fangen, kam Takuyuki zuerst auf die Idee eines Stocks mit einer Klebefolie am Ende. Dann kaufte er in einem 100-Yen-Laden eine große Menge von Reichweitenverlängerungen, mit denen die Spitze des Griffs von Hand bewegt werden kann. Satomi und sein 72-jähriger Vater Masao, Präsident von Hamamura Mokuzai, schlossen sich ihm nach der Arbeit und in den Ferien in einem Trial-and-Error-Prozess an. Damit die Klebefolie selbst beim Einfangen von Insekten nicht an der Wand oder Decke klebt, wurde darauf geachtet, dass die Folie wenig Platz schafft.

Nach vielen Bemühungen stellte Takuyuki das Produkt im März 2021 fertig. Im Oktober begann er mit dem Verkauf im Internet, und Bestellungen kamen aus Japans nördlichster Präfektur Hokkaido und der südwestlichen Region Kyushu, wobei einige Pensionsbetreiber mehr als 10 Pacrin auf einmal kauften. Er war überrascht zu erfahren, dass viele Menschen von Stinkwanzen geplagt werden.

Satomi sollte von der mühevollen Erfindung ihres Mannes beeindruckt sein, aber im Laufe von acht Jahren gewöhnte sie sich an das Leben in den Bergen und kam alleine mit den Stinkwanzen zurecht. Takuyuki kommentierte die Erfindung wie folgt:

"Ich bin froh, dass ich ein nützliches Produkt für die Öffentlichkeit schaffen konnte. Ich möchte auch, dass die Menschen in ganz Japan über das naturreiche Sadacho-Gebiet informiert werden."

Das Pacrin-Gerät wird mit zwei Spezialblättern für 3.300 Yen (etwa 25 Euro) geliefert. Ein zusätzlicher Satz von acht Blättern kostet 440 Yen (etwa 3,50 Euro).

Bildquelle: Stu's Images, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

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