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Trauriger Rekord: Mehr als 400 Suizide unter Schulkindern in Japan

Japan hat eine der ältesten Gesellschaften, ist sehr leistungsorientiert und hat ein großes Problem mit den Selbstmordraten unter jungen Menschen. Das musste nun auch das japanische Bildungsministerium in einer der neuesten jährlichen Umfragen eingestehen. Dort ist zu sehen, dass die Zahl der Schulkinder, die sich selbst getötet haben, zum ersten Mal über 400 pro Jahr lang. Gleichzeitig gibt es einen Rekord bei Grund- und Mittelschülern, welche den Besuch der Schule verweigerten – 190.000 Schüler waren in Japan davon betroffen.

Das Ministerium führt eine jährliche Umfrage unter Grund-, Mittel- und Oberschulen sowie Schulen für sonderpädagogische Förderung im ganzen Land durch. Es umfasst Mobbing, Schulschwänzen und Selbstmorde unter Schülern. Am Mittwoch veröffentlichte das Ministerium die Ergebnisse seiner Umfrage für das Schuljahr 2020.

Was zeigen die neuen Ergebnisse des japanischen Bildungsministeriums zum Thema Selbstmord

Die Ergebnisse zeigen, dass sich im Laufe des Jahres bis März 415 Kinder umgebracht haben – ein neuer trauriger Rekord. Das sind fast 100 mehr als im Vorjahr. Sieben der Schüler waren in der Grundschule, 103 in der Mittelstufe und 305 in der Oberstufe.

Die Zahl der Grund- und Mittelschüler, die 30 Tage oder länger abwesend waren, betrug 196.127. Das sind fast 15.000 mehr als im Vorjahr und ein Rekordhoch.

Auch die Zahl der abwesenden Kinder ist gestiegen. Die Quote für Grundschulkinder hat sich in den letzten zehn Jahren auf eins von 100 verdreifacht. Die Quote für die Junior High School war eins von 24, ein Plus von 50 Prozent.

Corona als Ursache für Abbruch des Schulbesuchs?

Die Umfrage erfragte auch die Anzahl der Kinder, die aufgrund von Bedenken hinsichtlich einer Coronavirus-Infektion den Schulbesuch abgebrochen haben. Es zeigt, dass insgesamt 30.287 Grund-, Mittel- und Oberstufenschüler aufgrund solcher Bedenken 30 Tage oder länger abwesend waren.

Eguchi Arichika ist Abteilungsleiter für Studentenangelegenheiten im Ministerium. Laut seiner Meinung zeigten die Ergebnisse, dass die Veränderungen im Schul- und Haushaltsumfeld aufgrund der Pandemie einen großen Einfluss auf das Verhalten der Kinder hatten. Die Zunahme der Selbstmorde ist aus seiner Sicht sehr bedauerlich. Das Ministerium möchte die Kinder in Zukunft ermutigen, Hilfe zu suchen. Zudem möchte man für Kinder, welche dennoch aus Angst vor der Pandemie nicht die Schule besuchen, die Lernmöglichkeiten verbessern.

Die Umfrage zeigt auf jeden Fall, dass die Corona-Pandemie mit den Lockdowns und Kontaktbeschränkungen große Probleme bei Kindern und Jugendlichen offenbart hat. Sie leider relativ deutlich unter der Reduzierung der sozialen Interaktionen. Daher sollten schnell Lösungsansätze gefunden werden, da das Corona-Virus das Leben noch längere Zeit begleiten wird.

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