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Die Polizei von Fukuoka mobilisiert gegen Kudo-kai-Yakuza-Gang

Die Polizei in der Präfektur Fukuoka hat die Sicherheit für Zivilisten erhöht, die vom Kudo-kai – Japans einzigem ausgewiesenen Syndikat für gefährliche Verbrecher – ins Visier genommen werden könnten. Hintergrund ist, dass ein örtliches Gericht den Chef der Yakuza-Bande im August zum Tode verurteilt hat.

Die verschärften Maßnahmen wurden eingeführt, nachdem der 75-jährige Kudo-kai-Chef Satoru Nomura den Vorsitzenden Richter nach der Verurteilung bedroht hatte. Sie sind Teil eines allgemeinen Vorstoßes, der das in Kitakyushu in der Präfektur Fukuoka ansässige Verbrechersyndikat auslöschen soll.

Wer steht unter besonderem Schutz der japanischen Polizei

Das Amt für Schutzmaßnahmen der Abteilung für organisierte Kriminalität der Polizei der Präfektur besteht aus etwa 100 Beamten mit Kampfkunstexperten. Die Polizei hat keine Einzelheiten zu ihren Aufgaben bekannt gegeben, aber sie überwacht rund um die Uhr geschützte Personen. Informanten, Opfer und ehemalige Kudo-kai-Mitglieder sollen geschützt werden. Sie geben ihnen auch GPS-ausgestattete Geräte mit Meldesystem, damit sie jederzeit Hilfe rufen können.

Das erste Büro für Schutzmaßnahmen wurde im März 2013 nach einer Reihe mutmaßlicher Angriffe auf Zivilisten im Zusammenhang mit Kudo-kai eingerichtet. Zwischen August und September 2012 erhielten mehrere Personen Angriffe und trugen Schnittwunden oder zerschlagene Gesichter davon. Die Polizei hatte Schwierigkeiten, die Angriffe zu untersuchen, da Zeugen sich weigerten, zu kooperieren. Die Notwendigkeit einer spezialisierten Schutzeinheit war erforderlich, um den Menschen die Angst zu nehmen.

Die Bemühungen der Polizei hatten jedoch einen holprigen Start. Da die Yakuza-Bande die Menschen unter Polizeischutz nicht erreichen konnte, zielte sie stattdessen auf ihre Familie und Freunde.

Im Mai 2014 wurde ein 29-jähriger Zahnarzt auf einem Parkplatz der Gemeinde Kokurakita mehrfach angestochen und schwer verletzt – einer von vier Angriffen auf Zivilisten, bei denen Nomuras Beteiligung vermutet wurde. Der Zahnarzt war ein Verwandter des im Dezember 2013 erschossenen Leiters der städtischen Fischereigenossenschaft. Der Vater des Zahnarztes, ein leitender Beamter der Genossenschaft, stand unter Polizeischutz, der Zahnarzt jedoch nicht. Ein Polizeibeamter reflektierte über den Vorfall:

„Der Vorfall ereignete sich, weil (die Bande) die Polizei überlistet hat, bevor wir genügend Know-how aufgebaut hatten. Uns wurde schmerzlich bewusst, dass Schutzmaßnahmen nicht ohne Berücksichtigung verschiedener Möglichkeiten umgesetzt werden können."

Die Polizei der Präfektur Fukuoka hat sich verpflichtet, vertrauensvolle Beziehungen zu Menschen aufzubauen, die sich aus Angst, verweigert haben. Die Truppe hat auch mit ihren verschiedenen Stationen zusammengearbeitet, um die Patrouillen rund um die Häuser von geschützten Personen zu verstärken. Bei ihren Familien und Bekannten soll die Polizeipräsenz ebenfalls verstärkt worden sein.

Hintergründe zum Yakuza-Vorfall

Seit September 2014, als Nomura und andere zu Beginn einer umfassenden Razzia gegen das Verbrechersyndikat festgenommen wurden, bemüht sich das Amt für Schutzmaßnahmen, Zeugen in Kudo-kai-bezogenen Prozessen zu schützen. Zwischen Oktober 2019 und März 2021 fanden insgesamt 62 Gerichtsverhandlungen gegen Nomura und andere Gangsterfiguren statt. Ehemalige Mitglieder, Ermittler und andere sagten insgesamt 91 Mal aus. Der Leiter einer mit Kudo-kai verbundenen Gruppe wurde im August 2020 wegen des Verdachts festgenommen, ein ehemaliges Mitglied bedroht zu haben, damit er keine nachteilige Aussage machen würde.

Nachdem Nomura im August dieses Jahres zum Tode verurteilt worden war, sagte er dem Vorsitzenden Richter:

"Sie werden dies für den Rest Ihres Lebens bereuen."

Am nächsten Tag ordnete die Polizei der Präfektur Fukuoka die entsprechenden Abteilungen an, den Schutz für Personen zu stärken, die mit der Justiz in Verbindung stehen. Die Abteilung teilte weiterhin Informationen mit dem Polizeipräsidium im ganzen Land, um Richter und Staatsanwälte zu schützen, die in verschiedene Gebiete des Landes versetzt wurden.

Im Geschäftsjahr 2021 führte die Polizei außerdem 70 batteriebetriebene Überwachungskameras ein, um die geschützten Personen noch genauer im Auge zu behalten. Sie wurden in einer Vielzahl von Bereichen eingerichtet und sollen dazu beitragen, Yakuza-Gruppen in Schach zu halten.

Blidquelle: "Mafias del Mundo: Yakuza" von Eneas, CC BY 2.0, via flickr. 

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