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20-jähriger Japaner stoppt Bahn mit „Ich habe COVID!“

Scherze von Jugendlichen oder jungen Erwachsenen können nach Hinten losgehen. Ein 20-jähriger Japaner wurde verhaftet, weil er angeblich einen Zug angehalten hat, indem er "Ich habe COVID!" in dem Zug schrie.

Panik in Nagoya wegen COVID-Infizieren

Ein 20-jähriger Mann, der später positiv auf das Coronavirus getestet wurde, wurde am 8. Januar in Zentraljapan festgenommen. Er hatte laut vermutet, dass er Träger des Coronavirus ist und dies am 8. Januar in einem Zug geschrien. Damit hatte er den ganzen Bahnverkehr zumindest lokal zum Erliegen gebracht.

Dem Verdächtigen Haruki K. wird gewaltsame Geschäftsbehinderung vorgeworfen. Kurz nach 10 Uhr soll er angeblich "Ich habe COVID!" geschrien haben. Er äußerte auch andere Sätze an die anderen Passagiere, die in seiner Nähe in einem Schnellzug vom JR-Bahnhof Toyohashi zum Bahnhof Okazaki gesessen haben. Durch seine Panik hat der Zug etwa 15 Minuten lang am Bahnhof Okazaki gehalten.

Polizeibeamte und Sanitäter eilten zum Bahnhof Okazaki

Beamte der Polizeiwache Okazaki der Präfektur Aichi eilten in Schutzkleidung zum Tatort, nachdem sie einen Notruf erhalten hatten. Ein nach seiner Festnahme durchgeführter PCR-Test bestätigte, dass Haruki das Coronavirus hatte.

Der Festgenommene hat Berichten zufolge jede Anschuldigung zurückgewiesen. Zudem soll er den Ermittlern erklärt haben, dass er es nur geschrien hat, damit sich keine weiteren Gäste während der Pandemiezeit neben ihn setzen.

Die japanischen Bahnbetreiber sind für ihre Pünktlichkeit bekannt und stolz auf die Einhaltung der richtigen Fahrzeiten. In der Vergangenheit gab es schon Fälle von Verspätungen, bei denen Lokführer schuld waren, weil sie die Toilette aufsuchen mussten. In einem konkreten Fall gab es eine Verspätung von 3 Minuten bei einem Shinkansen-Schnellzug, welche eine Untersuchung des Vorgangs nach sich gezogen hatte. Der Lokführer musste sich verantworten und für den Fehler entschuldigen. Pünktlichkeit ist aber auch durch den umfangreichen Fahrplan der Bahn notwendig, da die Fahrten zeitlich sehr dicht getacktet sind.

Trotz der recht strikten Abschottung des Landes hat Japan durch Omikron ebenfalls wieder mit dem Coronavirus zu kämpfen. Inzwischen wurden in Japan Fälle rund 1,76 Millionen Fälle identifiziert und 18.399 Menschen sind in Japan seit beginn der Pandemie gestorben. Gemessen an den 123 Millionen Einwohnern sind die Zahlen jedoch relativ gering. Trotz der späten anlaufenden Impfkampagne hatte es Japan geschafft, dass innerhalb eines Jahres mehr als 99 Millionen Japaner sich impfen ließen. Japan ist dennoch in Alarmbereitschaft, da das Land derzeit pro Tag wieder mehr als 8000 neue Corona-Infizierte registriert. Die Grenzen wurden beispielsweise für ausländische Studenten wieder geschlossen.

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