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Shichi Fukujin - die sieben Glücksgötter Japans

Die Shichi Fukujin, die sieben Glücksgötter Japans, haben ihren Ursprung in Japan, Indien und China. Jeder der sieben Götter existierte unabhängig voneinander, bevor die Kami im Japan des 16. Jahrhunderts als Shichifukujin populär wurden. Die sieben Glücksgötter sind daher ein hervorragendes Beispiel dafür, wie hinduistische, buddhistische und shintoistische Traditionen in Japan Seite an Seite existieren und sich gegenseitig beeinflussen.

In der japanischen Mythologie sind die Shichi Fukujin die sieben Glücksgötter - Kami, die auch als die „Sieben Götter des Glücks“ oder als „Seven Lucky Gods“ bekannt sind. Die Götter stammen ursprünglich teils aus dem Buddhismus, einige aus dem Shinto und wieder andere aus der chinesischen Mythologie. In Japan besteht die Gruppe je nach Region aus verschiedenen Göttern. Diese Sieben sind die wohl bekanntesten: Ebisu, Daikoku, Benten, Bishamon, Fukurokuju, Jurojin und Hotei. Obwohl jeder der sieben im Allgemeinen Glück darstellt, hat jeder Gott spezielle Eigenschaften und Assoziationen.

 

Shichi Fukujin - Die sieben Glücksgötter Japans

Darstellung der sieben Glücksgötter von 1878, Tusche auf Papier.
Foto © By Japanese fine prints, pre-1915 - Library of CongressCatalog, David Murray Collection, Wikimedia

 

Wie heißen die 7 Glücksgötter Japans?

Es heißt, wenn man alle sieben Gottheiten anbetet und ehrt, wird man sieben Mal mit Glück gesegnet und vor sieben Unglücksfällen bewahrt. Von den sieben Göttern ist nur der Kami Ebisu in Japan beheimatet.

Das Bild von sieben Göttern auf einem mit Schätzen beladenen Schiff findet man oft in japanischen Restaurants als Symbol für Glück. Jede Gottheit hat eine eigene Bedeutung und Symbolik.

 

Ebisu – Wohlstand und Kami der Fischer

Der Gott des Wohlstands, des Handels und der Fischerei, entstammt Japans indigener Shinto-Tradition.

 Ebisu Japan Glücksgott Fischer

Ebisu gilt auch als Hüter der Gesundheit kleiner Kinder. Illustration von 1902
Foto ©
De native japanese artist (uncredited) - wikipedia

 

Ebisu ist damit die einzige Gottheit der sieben Glücksgötter japanischen Ursprungs.  Er soll der Sohn des Götterpaares Izanami und Izanagi sein, die Kami der Schöpfung und des Todes in der Japanischen Mythologie.

Ebisu ist hauptsächlich als Gott der Fischer bekannt und wird oft mit einer roten Seebrasse und einer Angelrute dargestellt. Ebisu schenkt Glück für einen großen Fang und sorgt so für geschäftlichen Wohlstand.

 

Jurojin - Langlebigkeit und Gesundheit

Der Gott Juroljin stammt ursprünglich aus der chinesischen taoistisch-buddhistischen Tradition. Jurojin ist eine Inkarnation eines Polarsterns, der Langlebigkeit und Gesundheit bringen soll. Die Gottheit wird traditionell mit großem Kopf und langem, weißen Bart dargestellt - ein einzigartiges Merkmal dieser Gottheit. Oft wird er auch mit einem Pfirsich in der Hand dargestellt.

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Der Hirsch , ein Symbol für Langlebigkeit, begleitet Jurojin normalerweise (aber nicht immer) als Bote, ebenso wie andere langlebige Tiere wie der Kranich und die Schildkröte.
Foto © By native japanese - Mythological Japan  (1902), Public Domain,

 

Hotei – Gott der Zufriedenheit und des Genusses

Dieser Kami stammt ursprünglich aus der chinesischen taoistisch-buddhistischen Mythologie.
Hotei ist die einzige Gottheit, die tatsächlich existiert hat und soll einem chinesischen Mönch nachempfunden sein.

 Hotei Glücksgott Japan Genuss und Zufriedenheit

Darstellung des Glücksgottes Hotei mit Kindern, die Laternen tragen, Künstler Utagawa Kuniyoshi, 19. Jahrhundert.
Foto © Freer/Sackler Gallery, Hotei and children carrying lanternsCC BY-SA 4.0

 

Mit rundem Bauch und freundlichem Lächeln wird er als Gottheit der Zufriedenheit und des Wohlbefindens dargestellt. Er trägt einen sogenannten „Geduldssack“ der bekundet, wie viel der Gott ertragen kann. Oft streicht er sich genüsslich über seinen Bauch. Diese Gottheit findet man daher auch in unzähligen japanischen Restaurants.

 

Benzaiten – Göttin der der Beredsamkeit

Die Göttin der Sprache, der Künste und des Lernens entstammt der hinduistisch-buddhistische Tradition Indiens.

 benzaiten Glücksgöttin in Japan

Darstellung der Glücksgöttin Benzaiten mit einer Laute ( biwa ) auf einem weißen Drachen sitzend.
Foto © Creator:Aoigaoka Keisei騎龍弁財天-Benzaiten (Goddess of Music and Good Fortune) Seated on a White Dragon MET DP135895CC0 1.0

 

Benzaiten (kurz „Benten“) ist die einzige Göttin der sieben Glücksgötter. Ihr Aussehen ähnelt einer himmlischen Nymphe, die das traditionelle Instrument Biwa hält. Sie wird oft in Begleitung einer Schlange oder einem Drachen dargestellt.

Da Benzaiten wird mit dem Element Wasser in Beziehung steht, wird sie oft am Schrein in der Nähe von Wasser platziert.

 

Bishamonten – Schutzgott der Krieger

Der Kriegsgott Bishamonten verteidigt die Menschen gegen böse Geister und entstammt der hinduistisch-buddhistische Mythologie Indiens

 tamonten – Japanischer Kriegsgott

Die beeindruckende Bishamonten-Statue im Todai-ji-Tempel in Nara, Japan
Foto © Gilles DesjardinsTamonten-Bishamonten - temple Todai-ji - NaraCC BY-SA 4.0

 

Dieser Kami wird immer als Krieger in voller Rüstung dargestellt. In den Händen hält er eine japanische Hellebarde und eine Pagode. Der Wächtergott wird oft angerufen, um böse Geister, Krankheiten und Dämonen loszuwerden.

 

Daikokuten – Gott des Reichtums und der Bauern

Der Gott der Landwirtschaft, des Wohlstands und des Handels ist bis heute auch Teil der hinduistisch-buddhistische Mythologie Indiens.

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Die Statue von Ōkuninushi als Daikokuten im Kanda-Schrein (Kanda Myōjin) in Tokio
Foto © Ethan Doyle WhiteDaikokuten Statue at Kanda MyojinCC BY-SA 4.0

 

Daikokuten, ursprünglich ein hinduistischer Gott, ist eine Inkarnation von Shiba, der Gottheit der Schöpfung und Zerstörung. Seit Daikokuten in Japan populär wurde, wird er stets mit einem freundlichen Gesicht dargestellt. Er hält einen Hammer in der Hand und sitzt oft auf einem oder mehreren Reissäcken. In Japan ist er auch als Gott der reichen Ernte bekannt. 

 

Fukurokuju – Gott der Weisheit und des langen Lebens

Der Gott der Weisheit, des Glücks und der Langlebigkeit entstammt chinesischen taoistisch-buddhistischen Traditionen.

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Das an seinen Stab gebundene heilige Buch/Schriftrolle soll die Lebensspanne eines jeden Menschen auf der Erde enthalten.
Foto © native japanese, Fukurokuju - color, als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf Wikimedia Commons

 

Ähnlich wie Juroin ist er auch eine Inkarnation des Polarsterns und eine Gottheit der taoistisch-buddhistischen Mythologie in China. Auch seine Erscheinung mit langem Gesicht und langem weißen Bart ähnelt Juroin, allerdings hält er eine Schriftrolle und einen Stock in den Händen. Der Name Fukurokuji bedeutet Glück, hohen Status und Langlebigkeit.  

 

Tipp für Ihre Japanreise: Pilgerfahrt zu den Sieben Glücksgöttern

 

Jedes Jahr im Januar brechen unzählige Japaner zur Pilgerfahrt der Sieben Glücksgötter Shichifukujin-Meguri auf. Diese Tradition, die angeblich auf das 18. oder 19. Jahrhundert zurückgeht, beinhaltet den Besuch von Tempeln und Schreinen, um zu den sieben Glücksgöttern zu beten.

Dort werden im Januar die begehrten Stempel (Goshuin oder einfach Shuin) und Schriftrollen nach einem Besuch ausgegeben. Das Sammeln dieser Stempel ist in Japan ebenso Kult wie beispielsweise die Pokemon-Go Rallyes. Das Sammeln der Stempel soll für das ganze Jahr Glück, Gesundheit und Wohlstand bringen.

Je nach Region können Sie die sieben Schreine und Tempel an einem einzigen Tag besuchen. Wir stellen Ihnen hier die bekannteste Pilgerroute durch Tokio vor, hier finden Sie eine Karte mit der Route sowie weitere Informationen.

 

Die Yamanote Shichifukujin Meguri Pilgerroute in Meguro

Die Yamanote Shichifukujin Meguri gilt als eine der ältesten Shichifukujin-Wallfahrten Tokios, die seit Ende des 18. Jahrhunderts populär ist. Die Route dauert etwa 2-3 Stunden und führt nur an sechs Tempeln und Schreinen vorbei, da im Myoenji-Tempel zwei Götter besucht werden können.

Wenn Sie die Tempel in der gleichen Reihenfolge besuchen, wie wir sie hier vorstellen, wird Ihnen gute Gesundheit und Langlebigkeit zuteil, in der umgekehrten Reihenfolge geschäftlicher Wohlstand

 

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Der wunderschön gelegene Kakuriniji Tempel in Tokio
Foto © David Klein, Unsplash

 

1. Kakurinji-Tempel (Bishamonten)

Der Kakurinji-Tempel wurde 1631 gegründet, das heutige Hauptgebäude des Tempels wurde aber erst 1865 erbaut. Hier wird Bishamonten, der Gott des Krieges verehrt. Der Tempel liegt 15 Minuten vom Bahnhof Shirokanedai der U-Bahn-Linie Nanboku entfernt.

 

2. Zuishoji-Tempel (Hotei)

Nach einem 10-minütigen Spaziergang vom Kakurinji-Tempel komm Sie zum Zuishoji-Tempel, gegründet 1670. Das derzeitige riesige Tempelgebäude stammt aus dem frühen 19. Jahrhundert und ist als national wichtiges Kulturgut ausgewiesen. Der Tempel ist dem Glücksgott Hotei gewidmet.

 

3. Myoenji-Tempel (Fukurokuju & Jurojin)

Weitere 7 Gehminuten weiter gelangen Sie zum Myoenji-Tempel, der 1620 gegründet wurde. Die ursprünglichen Gebäude wurden 1954 wieder aufgebaut, nachdem sie 1945 durch Bombenangriffe zerstört wurden. Dieser Tempel ist den beiden Glücksgöttern Fukurokuju und Jurojin geweiht.

 

4. Daienji-Tempel (Daikokuten)

Der im frühen 17. Jahrhundert gegründete Daienji-Tempel zeigt mehrere Statuen von Gottheiten und Buddhas auf dem Tempelgelände. Hier finden Sie auch die Statuen aller Sieben Glücksgötter. Der Daienji-Tempel ist aber hauptsächlich Daikokuten gewidmet, dem Gott der Bauern, des Wohlstands und des Handels. Den Daienji-Tempel erreichen Sie vom Myoenji-Tempel aus in 12 Gehminuten.

 

5. Banryuji-Tempel (Benzaiten)

Den Banryuji-Tempel erreichen Sie vom Daienji-Tempel aus in 8 Gehminuten. Der Banryuji-Tempel ist ein relativ kleiner Tempel, der 1648 gegründet wurde, er verehrt die Göttin der Schönheit und Kunst, Benzaiten.

 

6. Ryusenji-Tempel (Ebisu)

Nach nur 5 Gehminuten vom Banryuji-Tempel erreichen Sie den größten und ältesten Tempel der Pilgerreise, den Ryusenji-Tempel. Dieser Tempel ist auch als Meguro Fudoson bekannt. Obwohl der Tempel bereits im Jahre 808 gegründet wurde, ist das Tempelgebäude von 1981 ziemlich neu. In diesem Tempel finden Sie den Glücksgott Ebisu, der Gott des Wohlstands, des Handels und der Fischer.

 

 

 

 

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Titelfoto © Steve from Nagoya, Japan - 7 Lucky Gods of japan, CC BY-SA 2.0, wikimedia

 

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