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Ibaraki in Japan - Anglerfisch, Blumenpark und Surf-Strand

Die Präfektur Ibaraki in Japan ist eine Region, die viele, ganz besondere Eigenschaften besitzt. Wir zeigen Ihnen, was Ibaraki in Japan zu bieten hat und warum die Präfektur allemal eine Reise wert ist.

Die Präfektur Ibaraki liegt an der Pazifikküste – rund 150 km nordöstlich von Tokyo. Ibaraki stellt sich mit einer bunt gemischten Landwirtschaft dar und besitzt ausgeprägte Industriezweige vor allem im Bereich High-Tech. Zu den beliebtesten Ibaraki Sehenswürdigkeiten gehört der Garten Kairaku-en – er ist einer der Drei berühmten Gärten Japans (Nihon san meien) und weithin bekannt für seine Pflaumenblüte. Auch die Bildung nimmt in der Präfektur Ibaraki einen wichtigen Stellenplatz ein: Hier befindet sich die Tsukuba Universität – Japans beste Hochschule im Bereich der Robotik. Bei Einheimischen und Touristen gleichsam beliebt ist der 60 km lange Strand, der vorrangig für Surfer aus Tokyo der Place-to-be ist.

Die Präfektur Ibaraki und Ibaraki Sehenswürdigkeiten im Detail

Küste von Ibaraki mit Surfstrand und Meer
Ibarakis Küste bietet auf einer Länge von etwa 60km traumhafte Strände zum Entspannen. Vor allem für Surfer aus dem Raum Tokyo ist Ibaraki ein Hot Spot. - Bild: © Σ64 - commons.wikimedia.org

Das ist jedoch längst nicht alles – wer sich für einen Tagesausflug oder eine längere Reise nach Ibaraki entscheidet, bekommt noch mehr geboten. Eine weitere der Ibaraki Sehenswürdigkeiten steht in der Stadt Mito, der Hauptstadt der Präfektur Ibaraki: Der Art Tower Mito. Der hochmoderne Kulturbau wurde im Jahre 1999 in Mito gebaut. Ihn krönt ein 100 Meter hoher, gewundener Titanturm. In seinem Innern befindet sich eine Kunstgallerie, eine wie eine Kathedrale anmutende Eingangshalle mit einer massiven Orgel sowie eine Konzerthalle der akustischen Upperclass für klassische Musik. Dies und weitere Highlights im Art Tower Mito machen ihn zu einer der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Präfektur Ibaraki in Japan.

Wer sich für japanische Traditionen interessiert, kommt nicht am Ibaraki Keramikmuseum vorbei. Das große und moderne Museum öffnete im Jahr 2000 seine Pforten und zeigt seitdem sowohl traditionelle Handwerkskunst als auch die Avantgarde der kreativen Kunst.

Kairaku-en: Ein unvergesslicher Park in der Präfektur Ibaraki

Japanischer Garten Keiraku-en mit vielen blühenden Pflaumenbäumen
Aufgrund der großen Anzahl der Pflaumenbäume im Kairaku-en, ist die Zeit der Pflaumenblüte eine ganz besondere in diesem Japangarten. - Bild: © yoshitora777 - Stocks.Adobe.com

Der für seine Pflaumenblüten bekannte Park liegt in Mito, der Hauptstadt von Ibaraki. Kairaku-en zählt zu Japans Top-Drei der Landschaftsgärten – auf Augenhöhe mit den Gärten Kenroku-en in Kanazawa (Präfektur Ishizaki) und Koraku-en in Okayama (Präfektur Okayama).

Der Garten Kairaku-en fand seinen Ursprung im Jahre 1842. Der mehr als sieben Hektar große Garten ist ohne Frage die größte Attraktion von Mito Stadt – dank der Pflaumenblüte, die von Ende Februar bis Anfang März zu bewundern ist. In diese Zeit fällt auch das Mito Pflaumen Festival – jeder, der die Präfektur Ibaraki zu dieser Zeit besucht, sollte dort zu Gast sein.

Kairaku-en blickt – wie die meisten der japanischen Sehenswürdigkeiten – auf eine interessante Entstehungsgeschichte zurück. Der Garten wurde vom neunten Lehnsherrn von Mito, Tokugawa Nariaki, angelegt. Er diente, im Gegensatz zu den Gärten Kenraku-en und Koraku-en, als Naherholungsgebiet für die breite Masse und sollten nicht allein dem Lehnsherrn und seiner Familie vorbehalten sein. Aus diesem Grund kann Kairaku-en mit Fug und Recht als Japans erster öffentlicher Garten bezeichnet werden. Kairaku-en bedeutet inhaltlich demnach „ein Park, der gemeinsam besucht werden kann“ oder „ein Garten zu jedermanns Freude“.

Japanischer Garten Kairaku-en mit Fluss, Steinlaterne und Teehaus
Der Kairaku-en in Ibaraki zählt zu den Drei schönsten Gärten Japans und war wahrscheinlich der erste öffentlich zugängliche Garten in Japan. - Bild: © faula - Stocks.Adobe.com

Der Garten Kairaku-en befindet sich auf einem kleinen Hügel und beherbergt rund 3.000 Pflaumenbäume aus mehr als hundert verschiedenen Arten, deren Blumen pink, weiß und rot sind. Die große Anzahl der Pflaumenbäume erklärt sich durch Tokugawa Nariakis Leidenschaft für diese Pflanzen – in keinem anderen Landschaftsgarten gibt es so viele Pflaumenbäume. Allerdings entdecken Besucher dieser Ibaraki Sehenswürdigkeit noch weitere Naturschönheiten in diesem Park. Zu ihnen gehören im Frühling Kirschblüten, im Sommer Azaleen und Glyzinien, während im Herbst riesige Bambushaine, Zedern, schöne hölzerne Brücken sowie der Kobuntei Pavillon den Park verzaubern. Letzterer wurde der Villa eines einstigen Lehnsherrn nachempfunden und ist daher besonders sehenswert, wenn man sich für japanische Geschichte interessiert.

Sie möchten den Kairaku-en Garten besichtigen? Sie finden den Park unter folgender Adresse:

Kairaku-en Garden
1-3-3 Tokiwa-cho
Mito-shi, Präfektur Ibaraki

Sie gelangen am einfachsten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln dorthin: Fahren Sie mit dem Zug bis zum Bahnhof Mito und nehmen Sie von dort den Bus (Plattform 4 und 6 am Südausgang) bis zur Haltestelle Kairakuen iriguchi (Kairakuen Eingang). Im Frühling und Sommer ist der Garten von 6 Uhr morgens bis 7 Uhr abends geöffnet. Der Eintritt ist frei, das Betreten des Parks ist kostenlos, während der Eintritt für den Kobun-tei Pavillon 190 Yen beträgt – das entspricht etwa 1,50 Euro. Mito ist etwa zwei Stunden mit dem Regionalzug von Tokyo (Ueno) entfernt.

Bildung in der Präfektur Ibaraki: Die Tsukuba Universität

Campus der Tsukuba Universität in Ibaraki
Die Tsukuba Universität ist bekannt für ihre Forschung im Bereich der Robotik und eine rennomierte Universität in Japan. - Bild: © Kanrika - commons.wikimedia.org

Der Hauptcampus dieser staatlichen japanischen Uni liegt in der Präfektur Ibaraki. Die Uni wurde 1973 gegründet – als ein Modell der „Hochschulen mit neuem Konzept“. Dieses Projekt wurde vom japanischen Bildungsministerium (MEXT) unterstützt. Heute ist die Universität in Ibaraki Japan vor allem für ihre Forschung in der Robotik bekannt. In ihrem Labor für intelligente Robotik lautet das Forschungsziel, neue Technologien für autonome und automatische Roboter zu entwickeln, die das menschliche Leben maßgeblich erleichtern sollen.

Ein aktuelles Projektbeispiel ist die Entwicklung eines mobilen Roboters, der ein vorgegebenes Ziel selbstständig erreichen kann, um dort anfallende Arbeiten zu erledigen – sowohl draußen als auch drinnen. Auf dem Erreichen dieses Zieles liegt der derzeitige Forschungsschwerpunkt in Sachen Robotik an der Tsukuba Universität.

Kulinarische Spezialitäten in der Präfektur Ibaraki

Anglerfisch mit offenem Maul auf dem Tisch eines Fischhändlers
Der wenig attraktive Anglerfisch ist in der Präfektur Ibaraki eine Spezialität. Es gibt viele Rezepte für den weißfleischigen Fisch. - Bild: © Stephen - Stocks.Adobe.com

Um ein ganz anderes Thema geht es, wenn wir uns den kulinarischen Genüssen der Präfektur Ibaraki zuwenden. Was nun folgt, wird so einige Leser in Staunen versetzen: In Ibaraki Japan isst man bevorzugt Anglerfisch (Monk fish). Hierbei handelt es sich um plumpe Knochenfische, die in flachen tropischen Gewässern leben. Mit den gruselig aussehenden Tiefsee-Anglerfischen sind sie tatsächlich verwandt! Die Angel der essbaren Anglerfische aus Ibaraki besteht jedoch nicht aus einer Laterne, sondern aus dem ersten „Hartstrahl“ der Rückenflosse. Der Anglerfisch wird in der Präfektur Ibaraki in vielen Varianten in Gerichten verwendet.

Natto-Bohnen im Stroh und vorbereitet in einer Speiseschale
Natto ist ein beliebtes Gericht in Ibaraki, wo Sojabohnen angebaut werden. Durch die spezielle Konsistenz und den Geruch ist das Gericht nur etwas für Liebhaber. - Bild: © Stephen - Stocks.Adobe.com

Zu den kulinarischen Spezialitäten der Präfektur Ibaraki zählen ebenfalls Gerichte mit Natto. Bei Natto handelt es sich um eine traditionelle japanische Speise, die aus Sojabohnen hergestellt wird. Die Bohnen werden für die Zubereitung zunächst gekocht und im Anschluss mithilfe des Bakteriums „Bacillus subtilis ssp. natto" fermentiert. Das Ergebnis mag den europäischen Gaumen viel Überwindung kosten, ist aber in der japanischen Küche eine beliebte Beilage: Durch die Fermentation legt sich ein fädenziehender Schleim um die Bohnen und das Natto strömt einen starken Geruch aus.

Daneben gibt es noch viele andere kulinarische Spezialitäten der Präfektur Ibaraki, die womöglich auch einem konservativen europäischen Gaumen munden. Wer diese nicht nur kennenlernen, sondern auch probieren möchte, kann dies auf dem Ramen Festival am Kenkyugakuen, einem Park in Tsukuba, Anfang Oktober tun. Hier tummeln sich exotisch klingende Gerichte wie „Dragon Noodles x Mendou Inaba“ oder „Ise shrimp-infused toripaitan“. Das Festival dauert nur drei Tage und bietet Besuchern die einzigartige Möglichkeit, exklusive Gerichte zu kosten, die es nirgends sonst gibt.

Alles in allem ist die Präfektur Ibaraki für Ruhe liebende Blumenfreunde ebenso eine Reise wert, wie für mutige Wellenreiter oder Freunde der exotischen Küche.

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