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Unterwasserfotografie in Japan von einheimischen Künstlern

Kawanishi ist eine Stadt in der Präfektur Hyōgo. Sie liegt etwas 15 Kilometer nördlich von Osaka. An drei Standorten in der Stadt wurden riesige Versionen der Unterwasseraufnahmen eines vor Ort geborenen Fotografen installiert.

Der 49-jährige Fotograf ist Yasuaki Kagii. Er macht seit dem Anfang der neunziger Jahre Bilder von Unterwasserwelten. Nach dem großen Erdbeben in Ostjapan 2011 hat er regelmäßig die Meere vor der Präfektur Iwate (im Nordosten von Japan) fotografiert.

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Er stammt zwar aus dem westjapanischen Kawanishi in der Präfektur Hyogo, lebt aber derzeit in Kamakura in der Präfektur Kanagawa südlich von Tokio. Seine Heimatstadt hat einige Werke von ihm aufgestellt. Sie können an der Seite der Rolltreppe im ersten Stock des Kawanishi-Rathauses, an der Glaswand des Sozialgebäudes am Kisela Kawanishi Plaza und am öffentlichen Platz Fujinoki Sankaku gefunden werden.

Fotos zeigen reiche Tier- und Unterwasserwelten

Kagiis Fotos zeigen Walhaie, Mantas, Meeresschildkröten und verschiedene tropische Fische. Seine Werke wurden in spezielle Aufkleber umgewandelt und an den Wänden befestigt. Das Fotolayout wurde ebenfalls vom Fotografen entworfen.

Yasuaki Kagii ist in dem Bereich der Unterwasserfotografie in Japan eine feste Größe. Es hat Bildbände mit seinen Fotos der Unterwasserwelten veröffentlicht. „Deep Blue: The Extraordinary Underwater Photography“ wurde in englischer Sprache veröffentlicht und zeigt einige sehr bedeutende Aufnahmen der japanischen Meereswelt.

Der Autor ist auch in den sozialen Medien recht aktiv. So hat er über Facebook, YouTube und Instagram einige seiner Aufnahmen veröffentlicht. Die Werke zeigen seine Liebe zur Natur, zu gefährlichen Unterwassertieren, aber auch zur Formenvielfalt und den Farben der Meereslebewesen. Da Bilder meist mehr sagen, als Tausend Worte ist hier eine Filmcollage einiger seiner Werke von dem offiziellen YouTube-Kanal:

Yasuaki Kagii bezeichnet sich selbst als Unterwasserfotograf. Er hat 1993 angefangen Meereswelten zu fotografieren. Es zig ihn nach Australien, Izu und auf die Malediven. Erst 1998 ist er nach Japan zurückgekehrt und begann als freiberuflicher Unterwasserfotograf zu arbeiten.

Er legt viel Wert auf einem Foto-Stil, der dem Rhythmus der Natur nahekommt. Die Meeresbewohner sollen so wenig wie möglich belastet werden. Er fotografiert seit mehr als 10 Jahren. Dabei begegnet, berührt, verliebt und verbindet er sich mit den Welten, die ablichtet. Manchmal wird er ignoriert, manchmal braucht es Mut für seine Arbeit.

Begeisterung bei den Besuchern der Ausstellung

Hitomi Hashimoto ist 62 Jahre alt. Sie ist eine Einheimische, die mit ihrer 1-jährigen Enkelin das Rathaus besuchte. Sie sagte mit einem Lächeln:

"Es lässt den Ort wunderschön aussehen."

Andere Besucher verglichen die Besuche der drei Ausstellungsorte mit den Besuchen eines Aquariums. Die Bilder sind demnach sehr detailgetreu und beeindruckend.

Die Ausstellung von Kagii läuft bis zum 1. März 2021 und ist Teil des Plans der Stadt, 15 mit Kawanishi verbundene Künstler zu unterstützen, deren Aktivitäten durch die Coronavirus-Pandemie eingeschränkt wurden. Die Werke der Künstler werden bis Anfang März in verschiedenen Einrichtungen der Innenstadt ausgestellt. Es bleibt also nur wenig Zeit für einen Besuch.

In Japan spielen das Wasser und Meer eine große Rolle. Das erkennt man unter anderem auch an den Kimonos beziehungsweise Geschirr-Set, die Wellenmuster (Asanoha Seigaiha) oder gepunktete Ornamente (Samekomon), die an Haifischhaut erinnern sollen. Die Liebe zur Natur und zum Meer gehört damit zu Japan.

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