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Gewinner des 34. Salaryman Senryū-Gedichtwettbewerb stehen fest

Die Versicherungsgesellschaft Dai-ichi Life Insurance Co. hat am 27. Januar 100 Gewinnerbeiträge für den 34. Salaryman Senryu-Gedichtwettbewerb bekanntgegeben. Humor und Härte zeichneten viele der Gedichte aus. Passend zu dem jetzigen Lebensgefühl während der Corona-Pandemie.

Was sind Senryū-Gedichte?

Senryū ist dem Haiku sehr ähnlich. Während sich das Haiku jedoch eher Naturphänomenen widmet, zielt das Senryū auf Emotionen und persönliche Gefühle des Verfassers. Der Name der Kurzpoesie-Form geht dabei auf den japanischen Dichter Karai Senryū zurück. Er hat im 18. Jahrhundert in Japan gelebt.

Die Gedichte bestehen aus 17 Silben. Die Verse werden wie beim Haiku untereinander aufgeschrieben. Zynische und humorvolle Aspekte des menschlichen Lebens werden thematisiert. Die Autoren konzentrierten sich auf die Coronavirus-Pandemie. Die Verwirrungen der Geschäftsleute waren ein Thema, als sie im Home-Office arbeiten mussten.

Der Mangel an Bewegung wird angesprochen. Außerdem fehlt das abendliche Event zum Ausgehen. Die langweiligen Wochenenden wurden ebenfalls ins Visier genommen.

Beispiele einiger Senryū

Im September und Oktober 2020 wurden insgesamt 62.542 Gedichte eingereicht.  Es wurden viele verschiedene Themen behandelt. Einige Beispiele werden in Übersetzungen hier dargelegt.

Corona-Gedichte aus Japan

Corona hat auch in Japan den Alltag verändert. Home-Office, fehlende Parties und Masken werden immer wieder thematisiert.

„Ins Büro gehen

von meinem Chef verboten

von meiner Frau verlangt.“

 

"Zur Arbeit gehen

war eigentlich eine Übung

mein Bauch wurde verwirklicht."

 

"Telearbeit

eine andere Seite

meines Vaters, von der ich erfahre."

 

"Masken

Stoppen nicht

die Beschwerden meiner Frau."

 

"Während ich aus der Ferne arbeite

Sagt mir mein Chef

schau dir die eigentliche Baustelle an!'"

 

"'Ich gehe zur Arbeit'

nur eine Schiebetür weg

Telearbeit"

 

"Es endet nicht

weil es keine letzten Züge gibt

Trinkpartys auf Zoom.“

Abschaffung des japanischen „Hanko“-Stempels

Die Arbeiten wurden durch die Abschaffung der japanischen "Hanko"-Stempel beeinflusst. Der Hanko ist ein Namensstempel in Japan, der die gleiche Bedeutung wie eine Unterschrift hat. Die Regierung hat die Abschaffung gefördert, da die Briefe zu einem Hindernis für die umfassende digitale Vernetzung geworden sind. Unter den Gedichten im Zusammenhang mit Hanko heißt es:

"Keine Notwendigkeit für Hanko

keine Notwendigkeit, ins Büro zu gehen

bin ich der nächste?"

 

"Abschaffung von Hanko

um damit fortzufahren

Hanko ist erforderlich."

Gedichte zu Fernsehserien, Mangas und Animes

Die Gedichte thematisierten ebenfalls beliebte Fernsehserien. Die Serie "Hanzawa Naoki" kam in einem der Siegergedichte vor. Die Signatur "bai gaeshi", was "doppelte Rückzahlung" bedeutet, wurde aus der Serie übernommen:

„Bai gaeshi

kann ich dem Chef nicht sagen, sondern antworte

'hai' kaeshi (antworte 'ja'). "

Ein anderes Gedicht bezog sich auf die beliebte Anime- und Manga-Serie "Demon Slayer: Kimetsu no Yaiba".

"Das Atmen

Fühlen meiner Frau mit allen fünf Sinnen!

Totale Konzentration !!!"

Die Gewinner sind bis zum 19. März auf der Webseite zu sehen. Die besten 10 Gedichte werden bis Ende Mai 2021 ausgewählt. In Japan ist Kurzpoesie sehr beliebt, daher ist die rege Beteiligung nicht verwunderlich.

Für die Darstellung eines aufwendigen Gedichts sollten Sie die passende Form wählen. Im Japanwelt-Shop finden Sie hochwertiges Kalligraphiepapier oder auch Briefpapier zu diesem Zweck. Falls Sie Gedichte verschenken wollen, sollte die Erscheinung ebenfalls eine Rolle spielen.

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