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Die Japan Railway Company hat einen vielseitigen Greifarm entwickelt

Die Japan Railway Company entwickelt einen vielseitigen Greifarm, um Gegenstände schnell von den Gleisen zu holen. Der von Japan Railroad West entwickelte Mehrzweck-Greifarmgerät war am 2. Juni 2021 am Bahnhof JR Osaka zu sehen.

Das japanische Bahnunternehmen hat das neueste Modell eines Mehrzweck-Greifarmgeräts entwickelt und eingeführt, um Gegenstände, die auf Bahngleisen von Bahnsteigen fallengelassen wurden, schnell hochzuheben. Mit Klebepads und einem Magneten, der an einem Ende des Sticks befestigt ist, erleichtert das Gerät das Aufnehmen von Gegenständen. Selbst winzige Gegenstände wie drahtlose Ohrhörer, die bisher schwer aufzuheben waren, werden erfasst. Eine Vorstellung mit Video des Greifarms bietet eine japanische Zeitung.

Greifarm mit Multi-Tool-Potenzial

Ein Vertreter von JR West drückte seine Zuversicht aus, einen Artikel „innerhalb einer Minute“ wiederzubekommen. Ziel ist es dabei, die vollen japanischen Zugfahrpläne nicht zu stören. In Japan gelten Schnellzüge bereits ab einer Unregelmäßigkeit von einer Minute als verspätet. Aus dem Grund wurden in der Vergangenheit Untersuchungen eingeleitet, auf Japanwelt hatte wir von einem Vorfall berichtet, bei dem der Fahrer des Zuges auf Toilette musste.

Die neueste Version des Geräts besteht aus Glasfaser und ist im gestreckten Zustand etwa 2,4 Meter lang und circa 860 Gramm schwer. Zusätzlich zu herkömmlichen mechanischen Krallen wurden zwei Klebepads zum Aufnehmen dünner Gegenstände wie Kreditkarten oder Smartphones hinzugefügt. Ein Magnet dient zum Aufnehmen von drahtlosen Ohrhörern. Ein Haken ist zum Aufnehmen von Taschen und hochhackigen Schuhen gedacht. Außerdem ist eine Lampe integriert, damit bei einem Nachteinsatz genügend Licht vorhanden ist.

Gründe für die Entwicklung des neuen japanischen Bahnhof-Greifers

Hinter seiner Entwicklung steht die wachsende Palette von Gegenständen, die Menschen versehentlich auf Schienen fallen lassen. Kabellose Ohrstöpsel fallen leicht im Gedränge aus den Ohren und können dann ins Gleisbett fallen. Es ist schwierig, sie aufzuheben, wenn sie zwischen den Schotter auf den Gleisen liegen.

Da sie teuer sind und einige Zehntausende Yen (Hunderten Euro) kosten, haben Passagiere mehr Anfragen gestellt, sie aufzuheben. Im April 2021 wurden 1.323 solcher Fälle registriert, was ein neuer Rekord bei der japanischen Bahn war.

Ein Vertreter der Eisenbahnzentrale von JR West meinte zwar, dass der Zeitpunkt der Bergungsarbeiten mit der Einsatzleitzentrale abgestimmt wird und es kaum Auswirkungen auf die Zugfahrpläne habe. Trotzdem hatte es vor Ort starke Forderungen nach Maßnahmen gegeben, um das Problem der fallengelassenen Gegenstände auf den Gleisen anzugehen.

Die Stationsbetriebsabteilung von JR West und andere begannen gemeinsam mit einem Hersteller zusammenzuarbeiten, um die neueste Version des Geräts zu entwickeln. Im November 2019 stellten sie einen Prototyp her. Vor allem die Magnetkraft des Magnets musste richtig bestimmt werden, damit es keine Probleme mit Gleisen oder Waggons gibt.

Im Mai 2021 startete das Bahnunternehmen den vollständigen Einsatz des Geräts an insgesamt 109 Stationen. Darunter waren Osaka und Tennoji. Das Bahnunternehmen zeigt sich hocherfreut, da man ein Gerät entwickelt hat, was es so noch nie gegeben hat. Japaner sollen sich einfach sofort an das Personal an den Gleisen richten, wenn etwas verloren wurde. Man könne die Gegenstände schnell bergen. Teilweise innerhalb einer Minute.

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