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Luxuriöser Sightseeing-Zug: Verbindung Osaka, Nara und Kyoto ab April 2022

Kintetsu Railway Co. wird im April 2022 einen luxuriösen Sightseeing-Limited Express starten, der die westjapanischen Städte Osaka, Nara und Kyoto verbindet. Der Eisenbahnbetreiber hat die Hoffnung, hauptsächlich nach der Pandemie ankommende Touristen anzuziehen.

Das Unternehmen mit Sitz in der Stadt Osaka gab den Plan am 8. Oktober 2021 bekannt. Der vierteilige Zug mit 84 Sitzplätzen soll "Awoniyoshi" heißen. Der poetische Name stellt dabei eine Hommage an Japans alte Hauptstadt Nara bezieht. Es werden Fahrpreise von bis zu 2.000 Yen (etwa 15 Euro) einschließlich Sondergebühren ins Auge gefasst.

Luxus der alten Zeit in dem neuen Zug

Nach einem Bild der "alten Stadt Nara" ist das Äußere des Zugs lila gestrichen - eine Farbe, die den Adel symbolisiert. Das Innere ist mit geometrischen Mustern aus Pflanzen und Blumen geschmückt. Alle Sitze ähneln bequemen Möbeln und erfordern Reservierungen. Die im Vergleich zu gewöhnlichen Waggons reduzierte Sitzplatzzahl sorgt für ein großzügiges Raumgefühl. An einer Theke werden Snacks und andere Artikel verkauft.

Die in den 1960er Jahren debütierten Waggons der Baureihe 12200 wurden für den neuen Dienst umgebaut. Die Serie beförderte einst die britische Königin Elizabeth und wurde als Sonderzug für Japans kaiserliche Familie eingesetzt. Etwa 330 Millionen Yen (ca. 2,5 Millionen Euro) wurden für den Umbau ausgegeben.

Wann soll der neue Awoniyoshi-Zug fahren?

Kintetsu Railway Co. plant, den Awoniyoshi-Zug sechsmal täglich, sechs Tage die Woche zu betreiben. Der Service verbindet die Bahnhöfe Osaka-Namba und Kyoto über den Bahnhof Kintetsu-Nara in etwa einer Stunde und 20 Minuten und die Bahnhöfe Kyoto sowie Kintetsu-Nara in etwa 35 Minuten.

Die Zahl der regulären Kintetsu-Limited-Express-Passagiere am 2. und 3. Oktober – dem ersten Wochenende nach der Aufhebung des Coronavirus-Ausnahmezustands Ende September 2021 – sei im Vergleich zum Vorwochenende um rund 30 % gestiegen. Mit dem neuen Luxuszug soll 2022 der Zugtourismus auf der Linie wiederbelebt werden. Ein Vertreter von Kintetsu sagte über den neuen Service:

„Dies wird der erste beschränkte Sightseeing-Express sein, der diese drei Städte verbindet. Wir haben Gegenmaßnahmen gegen das Coronavirus ergriffen, wie z. B. eine antibakterielle Ausrüstung der Waggons, und hoffen, dass die Menschen gemütliche Fahrten genießen.“

2022 wird sich zeigen, ob touristische Reisen nach Japan wieder problemlos möglich sind. Derzeit leidet die Tourismus-Branche stark unter den Einschränkungen durch die Corona-Maßnahmen. In Japan waren auch zur Olympiade keine Besucher erlaubt – zumindest die erhofften Einnahmen durch Tourismus blieben in der Zeit aus. Es bleibt abzuwarten, wie lange die Normalisierung des Alltags wieder braucht. Erste Anzeichen machen sich bereits in Japan erkennbar, wie diverse Feste und Feierlichkeiten unter Hygiene-Maßnahmen zeigen.

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