Trusted Shops zertifiziert + 49 (0)30 - 31 80 81 51
 

Nordjapan: Fotografen erfreuen sich an gefrorenen Eisblasen im Lake Nukabira

Japan setzen derzeit die Wintermonate stark zu. Über das Schneechaos in Zentraljapan wurde bereits berichtet. Es zeigen sich aber auch immer mehr die schönen Seiten der kalten Jahreszeit.

Fotografen erfreuen sich derzeit über Eisblasen auf der Oberfläche eines zugefrorenen Sees. In Japans nördlichster Präfektur, Hokkaido, ziehen die wunderschönen scheibenförmigen Strukturen viele Besucher in ihren Bann.

Die Blasen können im Nukabira-See in der Stadt Kamishihoro gefunden werden. Es handelt sich um einen kleinen Ort der eine Fläche von 700 km2 einnimmt. Die Kleinstadt hat ungefähr 5.000 Einwohner.

lake-nukabira-sommer
So sieht der Nukabira See im Sommer aus. Foto: von Satoshi Sawada via CC BY 2.0

Wie entstehen die Eisblasen auf dem Nukabira See?

Das spektakuläre Naturphänomen ereignet sich, wenn Gase und andere Substanzen vom Boden aufsteigen und in der Eisschicht gefrieren. Besonders beeindruckende Bilder entstehen, wenn die Gase in mehrere Schichten eingeschlossen werden. Dieses Phänomen tritt normalerweise nur für kurze Zeit auf, nachdem die Oberfläche des Sees gefroren ist und bevor der Schnee eine dicke Verdeckung bildet.

Am 6. Januar sammelte sich leicht Schnee an, sodass die Eisblasen nach dem Wegfegen beobachtet werden konnten. Je mehr Schnee sich ansammelt, desto schwieriger wird es, diese wunderschöne Naturkunst zu sehen. Auf Twitter wurde ein paar der beeindruckenden Bilder geteilt:

Japan fasziniert Menschen und Künstler besonders im Winter. Daher gibt es auch viele Bilder von Brücken, Flüssen oder Seen in den Wintermonaten. Auf Japanwelt können Sie beispielsweise Nihonbashi im Winter als Kunstdruck finden. Das Zusammenspiel von Schnee, Kälte und Eis löst Faszinationen beim Betrachter aus.

Vorsicht beim Betreten von gefrorenen Seen in Japan

Die Schönheit der Seen mag zwar beeindrucken, dennoch muss auch in Japan Vorsicht beim Betreten von Eisflächen geboten werden. Im Polizeibezirk der Stadt Hannō in der Präfektur Saitama (nördlich von Tokyo) gibt es Berichte über Jugendliche die beim Betreten eines Sees eingebrochen sind.

Am 12. Januar 2021 hat sich der Vorfall ereignet. Ein Schüler der Jiyunomori Gakuen Senior High-School starb. Sein Freund, der den Notruf gewählt hatte, beschrieb das Geschehen wie folgt: „Das Eis spaltete sich und mein Freund ertrank.“

In der Stadt Chichibu, welche an die Stadt Hannō grenzt, haben knapp 10 Schüler auf einem Teich gespielt. Der kleine Teich gehört zu einem Golfplatz, der sich direkt neben der Schule befindet. Der Teich ist 22 Meter lang, 20 Meter breit und das Wasser hat eine Tiefe von 2 bis 3 Metern. Zum Zeitpunkt des Ereignisses lag die Wassertemperatur bei 2 Grad Celsius und die Lufttemperatur bei 3 Grad Celsius. Die Dicke des Eises kann maximal 4,5 Zentimeter betragen haben.

5 oder 6 der Schüler betraten den See, um Fotos zu machen. Als sie dabei waren, brach das Eis und sie fielen in das Wasser. Mit Ausnahme das verstorbenen konnten die anderen Schüler sich aus dem Wasser befreien. Sie haben keine Verletzungen davongetragen. Der verstorbene Junge war 15 Jahre alt und wurde nach 90 Minuten von den Rettungskräften geborgen. Im Krankenhaus wurde der Tod des Jungen bestätigt.

Zugefrorene Seen und Wasserblasen in den Eisschichten können ein sehr interessantes Phänomen sein, dennoch sollte man beim Betreten von Eisflächen Vorsicht walten lassen und nicht leichtsinnig werden.

Hauptbild: "Frozen Methane Bubbles" by U.S. Geological Survey is marked with CC0 1.0

Passende Artikel

Kommentar schreiben

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.