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Souvenir aus Japan – es muss nicht immer die Winkekatze sein!

(Klick auf das Bild unten öffnet die Infografik in einem neuen Tab)

Die Regionen in Japan unterscheiden sich nicht nur geografisch und klimatisch, sondern auch kulturell. Welche Japan Souvenirs in den einzelnen Präfekturen besonders beliebt sind, zeigt diese Infografik.

"Bring mir was mit!" – das hören viele, die nach Japan fliegen, von ihren Freunden und Familienmitgliedern. Auch Japaner lieben Mitbringsel. Egal, ob die Kollegen auf Geschäftsreise gehen oder Freunde Urlaub in anderen japanischen Präfekturen machen: Es wird sogar oft erwartet, dass sie eine Kleinigkeit für die Daheimgebliebenen mitbringen. Meist handelt es sich dabei um essbare Spezialitäten der Region, doch für Besucher aus dem Ausland ist das nicht immer praktikabel. Dabei gibt es eine riesige Auswahl an Japan Souvenirs, die weit mehr umfasst als das typische Japan Mitbringsel. Neben traditionellen Kulturgegenständen wie Kimono, Tenugui, Omamori und Fächern oder den oft gekauften Winkekatzen, die in ganz Japan erhältlich sind, besitzt jede Region Spezialitäten, für die sie berühmt ist. In diesem Artikel und der damit verbundenen Infografik haben wir die schönsten Japan Mitbringsel nach Präfekturen geordnet zusammengestellt. Dies kann natürlich nur ein Ausschnitt der riesigen Vielfalt sein, da wir nur etwa die Hälfte der japanischen Präfekturen sowie ihre beliebten Mitbringsel beleuchten.

Süßigkeiten, Reis und Sake aus dem Norden

Shiroi Koibito (übersetzt »Weißer Geliebter«) besteht aus zwei dünnen quadratischen Keksen und einer Schicht weiße Schokolade dazwischen. Sehr lecker und das Nummer 1 Mitbringsel aus Hokkaido!

Die nördlichen Präfekturen Japans – unter anderem Hokkaido, Aomori, Iwate, Yamagata, Niigata und Fukushima – zählen nicht zu den touristischen Hochburgen Japans. Doch die nördlichen Regionen bieten eine reiche Kultur und eine breitgefächerte Auswahl an Spezialitäten.

Spezialitäten aus Hokkaido und Sapporo

Hokkaido ist berühmt für die große Vielfalt und hohe Qualität seiner Meeresfrüchte – allen voran kani, Krabben – und seiner landwirtschaftlichen Erzeugnisse wie Milch und Gemüse. Die beliebtesten Mitbringsel von Japans nördlichster Insel sind demzufolge Krabbenprodukte und Süßigkeiten, die mit Hokkaido-Milch hergestellt wurden. Berühmte Souvenirs speziell aus Sapporo sind zudem Shiroi Koibito von Ishiya (zu Deutsch "Weißer Geliebter" – dünne quadratische Biskuit-Kekse mit einer Schicht weißer Schokolade dazwischen), Ryugetsu Sanporoku (ein Baumkuchen, dessen Schokoladenhülle dem Rindenmuster einer Birke nachempfunden ist) und ROYCE Nama Chocolate (hochwertige Schokolade mit und ohne Alkohol). Alle Firmen sind direkt in Sapporo oder in der näheren Umgebung ansässig. Wer ein exklusives Japan Mitbringsel sucht, sollte den Yubari Melon Pure Jelly in Erwägung ziehen: Ein Fruchtgelée aus der teuersten Melone der Welt, der Yubari-Melone, die ausschließlich in Yubari auf Hokkaido angebaut wird.

Spezialitäten aus Aomori

Die nördlichste Präfektur der Hauptinsel Honshu – Aomori – ist berühmt für ihre Äpfel. Was ist also naheliegender, als ein Souvenir mit nach Hause zu nehmen, das aus einem dieser Äpfel gemacht ist? Kininaru Ringo, übersetzt etwa "Apfel, an den man immer denkt", ist ein Apfelküchlein aus einem frischen Apfel, der in Blätterteig gebacken wurde. Liebhaber kalorienbewusster Snacks sollten sich allerdings für die Aomori Apple Chips entschieden. Wer sich eher für traditionelle Souvenirs interessiert, sollte einen Abstecher nach Hirosaki machen, wo neben Tsugaru-nuri Lackwaren (hergestellt aus Holz, das mit einem Muster versehen und mit 40 dünnen Schichten Lack überzogen wird) auch sehr guter Sake erworben werden kann.

Souvenirs aus Iwate, Yamagata, Niigata und Fukushima

Akabeko ist der Name eines Glücksbringers aus der Präfektur Fukushima. Die kleine rote Kuh steht für Stärke und Durchhaltevermögen und soll das Böse abhalten.

Ist man in Iwate im äußersten Nordosten Japans unterwegs, bieten sich Kamome no tamago, Möweneier, als Mitbringsel an. Diese kleinen Snacks, repräsentativ für die Tohoku-Gegend, sind in drei Schichten unterteilt: Außen weiße Schokolade, darunter eine Schicht Castella-Kuchen und innen eine Füllung aus roter Bohnenpaste.

Wer Kinder hat oder selbst Kind geblieben ist und Urlaub in der Präfektur Yamagata macht, sollte unbedingt Karakara Senbei aus Akita als Japan Souvenir mit nach Hause nehmen. Die dreieckigen Cracker haben eine 300jährige Tradition und verstecken in ihrer Mitte ein kleines Spielzeug – so erinnern sie ein bisschen an die japanische Variante eines Überraschungseis.

Das bergige Niigata kann dagegen als eines der Zentren japanischer Sake-Braukunst angesehen werden. Der ergiebige Reisanbau der Region liefert aber nicht nur die Grundzutat für klassischen Sake, sondern hat auch einige Reissorten hervorgebracht, die in ganz Japan als besonders hochwertig gelten. Der Koshihikari Reis gehört zu diesen und stellt ein praktisches Geschenk für einen Kochbegeisterten in der Heimat dar. Doch auch Niigata hält eine Spezialität für Naschkatzen bereit: Koshinoyuki, eine der drei beliebtesten Süßigkeiten des heutigen Japans, blickt auf eine über 200jährige Tradition zurück. Die kleinen quaderförmigen Konfekte bestehen hauptsächlich aus Reismehl der Region, sind mit Puderzucker bestäubt und sehen fest aus, schmelzen aber sofort auf der Zunge. Ein toller Begleiter für Grüntee.

Das Souvenir aus Fukushima ist dagegen ganz anders: Bei Akabeko handelt es sich um eine kleine rote Kuh-Figur aus Pappmaché mit eingehaktem, freischwingendem Kopf. Kühe gelten in Japan als stark und hart-arbeitend, Rot ist zudem die Farbe, die Böses und Unglück abhalten soll. Akabeko ist also ein kleiner Glücksbringer, der dem Besitzer Gesundheit und Stärke bescheren soll.

Bananen, Tee und Marderhunde aus Zentraljapan

Zentraljapan – vor allem Tokyo – ist sicherlich die Region, die die meisten Touristen während eines Japanaufenthalts besuchen. Die Spezialitäten der Präfekturen sind dabei so unterschiedlich wie interessant. Wie wäre es beispielsweise mit einem selbstgefärbten Aizome-Tuch oder einem der besten Grüntees ganz Japans?

Tokyo Banana, Anime-Figuren und traditionelle Wohnaccessoires – Souvenirs aus Tokyo

Tokyo ist eine Stadt der Gegensätze – das weiß jeder, der einmal durch die Hochhausschluchten von Shinjuku lief und sich plötzlich vor einem kleinen Tempel wiederfand. So unterschiedlich wie die einzelnen Stadtteile, sind auch die Japan Mitbringsel für Freunde und Familie zu Hause.

Nichts steht für Tokyo im Ganzen wie die Tokyo Banana. Das weiche Biskuit-Küchlein in Form einer Banane wird mit Bananenpüree zubereitet und in verschiedenen Designs und Füllungen angeboten. Klassisch, Leo-Look oder als Giraffe, mit Bananen-, Schoko- oder Milchcreme-Füllung – das Angebot ist vielfältig und wird immer wieder erweitert. Wer es nicht ganz so süß mag, dem sei Gomatamago als Souvenir empfohlen. Die kleinen Küchlein, die übersetzt Sesam-Ei heißen, sind ähnlich wie die Kamome no Tamago aus Iwate, nur haben sie unter ihren zwei Schichten aus weißer Schokolade und Biskuit eine Füllung aus schwarzem Sesam gemischt mit Bohnenpaste.

Während die meisten bei Akihabara an unzählige Games-Shops und eine riesige Auswahl an Anime-Figuren denken – ein El Dorado für eingefleischte Fans –, gibt es in dem Stadtteil noch mehr zu entdecken als Electric Town. Unterhalb der Gleise der Yamanote-Linie – zwischen den JR-Bahnhöfen Akihabara und Okachimachi – befindet sich das 2k540 AKI-OKA ARTISAN, eine Einkaufsstraße mit etwa 50 Läden, in denen man handgemachte japanische Gegenstände kaufen kann. Neben bedruckten Textilien, Bambus-Utensilien, Schirmen, Teegeschirr und Kissen findet man auch handgemachte Ledertaschen und Portemonnaies – einzigartige hochwertige Japan Souvenirs.

Fans des Animationsstudios Studio Ghibli werden sie kennen: Sakuma Drops aus Ikebukuro. Im Anime-Drama "Hotaru no haka" (Die letzten Glühwürmchen) bekommt die kleine Setsuko von ihrem Bruder eine Dose Fruchtbonbons geschenkt – seit dieser Szene sind die Sakuma Drops, die es seit der Meiji-Zeit in Japan gibt, auch in der westlichen Welt als Souvenir aus Japan begehrt.

Kintsuba sind traditionelle Süßigkeiten, die aus roter Bohnenpaste bestehen, die in Butter gedippt und dann gekocht wird. Sie werden täglich frisch in Asakusa hergestellt.

Wer das alte Edo spüren möchte, den zieht es meist nach Asakusa. Die Nakamise-dori – die Straße, die vom Kaminari-mon, dem Donnertor mit der riesigen Laterne, zum Sensôji-Schrein führt – gilt als ältestes Geschäftsviertel Japans. Dort finden sich neben vielen traditionellen japanischen Produkten wie Noren, Tenugui, Furoshiki, Sake-Bechern und Kimonos auch viele kulinarische Genüsse. Ein beliebtes Produkt sind die "Nicht so süßen Süßigkeiten" Kintsuba, bei deren Herstellung man auf der Nakamise-dori zuschauen und sie frisch genießen kann. Kintsuba sind kleine Quadrate aus roter Bohnenpaste, deren Seiten leicht in Butter getaucht und dann nacheinander auf einer Platte gekocht werden. Mit ihrem nur leicht süßen Geschmack passen sie hervorragend zu grünem Tee.

Von Asakusa ist es nur ein Katzensprung zum Skytree und somit zu Solamachi. In diesem Einkaufszentrum direkt am Skytree kann man die verschiedensten Süßigkeiten im Skytree-Design kaufen und für die Lieben zu Hause als Souvenir aus Japan mitbringen.

Für diejenigen, die das Außergewöhnliche suchen und das alte Japan lieben, bietet der Oedo Antik-Markt die unterschiedlichsten Antiquitäten an, darunter traditionelle japanische Kleidung und Schuhe, antike japanische Rüstungen, Kunst, Spielzeuge, Schmuck und Sammlerstücke. Der Markt findet üblicherweise jeden ersten und dritten Sonntag im Freien beim Tokyo International Forum (nahe des Hauptbahnhof Tokyo) statt.

Vielfältige Geschenke aus Saitama, Shizuoka, Aichi, Gifu und Shiga

In Saitama kann man eine einzigartige Erfahrung mit einem individuellen Souvenir aus Japan verbinden: In speziellen Workshops kann man Stoffe (z.B. ein Tuch, Taschentuch oder T-Shirt) im traditionellen japanischen Aizome-Verfahren selbst färben. Die hellen Muster, die auf dem Indigo-gefärbten Stoff zurückbleiben, sehen jedes Mal anders aus, je nachdem, welche Teile man mit Gummibändern abteilt. So entsteht eine schöne Erinnerung an den Japan-Besuch oder ein wunderbares Mitbringsel aus Japan.

Shizuoka ist längst über die japanischen Grenzen hinaus als Anbaugebiet von bestem japanischen Grüntee bekannt. Wer in diese Präfektur reist, sollte unbedingt einen Sencha, Machiko, Honyamacha (jeweils Sencha-Grüntees) oder Mariko koucha (Schwarztee) kaufen. Die passende Teedose nicht vergessen (oder ganz einfach später im Japanwelt Online Shop kaufen)!

Von Shizuoka ist es nicht mehr weit zur Präfektur Aichi, in der man neben Nagoya auch die Region Chita besuchen sollte. In diesem Gebiet gibt es die besten Garnelen-Cracker ganz Japans, die jeweils aus fünf bis sieben frischen Garnelen oder sogar komplett aus Garnelen zubereitet und auch gern von Japanern als Souvenir für Freunde und Kollegen mitgebracht werden. Daneben ist vor allem auch Nagoya berühmt für seine Uiro (oder Uiro-mochi) – kleine gedämpfte Süßigkeiten aus Reismehl und Zucker, die es in verschiedenen Geschmacksrichtungen gibt. Ein traditionelles Japan Mitbringsel, das gut zu grünem Tee passt.

Nördlich von Aichi befindet sich die Präfektur Gifu, in der man neben wundervollen Wagasa, japanischen Sonnenschirmen aus Papier, auch den kleinen Glücksbringer Sarubobo finden kann. Die "Babyaffenpuppe" selbst ist meistens rot, trägt ein Kopftuch sowie einen Happi und war ursprünglich ein Kinderspielzeug für den langen Winter in Gifu.

Shigaraki-yaki no Tanuki sind dicke Marderhunde mit Strohhut, die oft vor Keramik-Manufakturen in Shiga stehen. Aber man kann sie auch vor anderen Läden in ganz Japan finden, wo sie gute Geschäfte fördern sollen.

Auch in Shiga, zwischen Gifu und Kyoto, gibt es einen japanischen Glücksbringer, den die meisten Japaninteressierten schon einmal gesehen haben: Shigaraki-yaki no Tanuki. Tanuki-Figuren, kleine dicke Marderhunde mit Strohhut, finden sich in ganz Japan vor einigen Geschäften, doch ihre berühmtesten Vertreter haben ihren Ursprung in Shiga. Tanukis sollen gute Geschäfte und eine positive wirtschaftliche Zukunft unterstützen. Vor einigen Keramik-Werkstätten der Region wird man übrigens auch von einer Reihe Tanuki begrüßt: Shigaraki-Keramik ist eine der sechs ältesten und höchstangesehenen Keramiken in ganz Japan mit einer Tradition von bereits 1300 Jahren. Das Geheimnis liegt in seiner Herstellung und dem unverwechselbaren Aussehen des Geschirrs. Also das perfekte Mitbringsel aus Japan für Liebhaber japanischer Tradition, Gerichte und Tee. Kunstbegeisterte kommen übrigens mit Otsu-E-Malereien voll auf ihre Kosten. Wurden diese Malereien früher nur auf Papier aufgebracht, gibt es heute eine Vielzahl an Produkten – bspw. Servierplatten, Teebecher oder Wandbilder –, bei denen die Auswahl des Souvenirs sicher nicht leicht fällt.

Die Qual der Wahl bei Japan Souvenirs aus Kyoto, Osaka, Hyogo und Hiroshima

Ein Japanaufenthalt führt die meisten Touristen auch nach Kyoto, Osaka, Hiroshima und manchmal auch nach Kobe. Obwohl diese vier Städte grundverschieden sind, haben sie doch eines gemeinsam: Ihre Besucher gehen mit vielen Erfahrungen und Eindrücken des alten und neuen Japans nach Hause. Welche Andenken sollte man darüber hinaus auch unbedingt mit nach Hause nehmen?

Kyoto – Sake, Süßes, Tradition

Auch die Präfektur Kyoto beherbergt namhafte Sake-Brauereien und ist bekannt als eines der drei Zentren der Sake-Braukunst Japans. Die großen Sake-Hersteller Gekkeikan, Kizakura und Takarashuzo haben hier ihren Firmensitz und obwohl man ihren Sake in ganz Japan kaufen kann, gibt es hier spezielle Kyoto-Editionen, die ausschließlich in dieser Region verkauft werden. Für Freunde und Bekannte, die keinen Alkohol trinken, bieten sich Yatsuhashi, Cha no ka oder Konpeito als Japan Souvenirs an. Yatsuhashi sind gebackene Senbei-Cracker mit Zimtgeschmack, die ihren Namen dem Koto-Spieler Kengyo Yatsuhashi verdanken und deshalb wie eine Koto, eine japanische Zither, aussehen. Es gibt sie auch in der Variante Nama-Yatsuhashi, also ungebacken, die ein bisschen die Konsistenz von Mochi hat. Cha no ka hingegen ist ein Gebäck mit einer Schicht weißer Schokolade zwischen zwei Biskuit-Keksen. Die Biskuits wurden dabei mit ausgewählten Grünteeblättern aus der Region zubereitet, die leicht herbe Grüntee-Note verleiht diesem süßen Japan Mitbringsel eine besondere Note. Konpeito, auf Deutsch oft "Zuckersternchen", gibt es in Kyoto in Japans einzigem Konpeito-Spezialladen zu kaufen. Angeboten mit vielen unterschiedlichen Geschmacksrichtungen sind die kleinen bunten Zuckersterne für jede Naschkatze zu Hause das richtige Souvenir aus Japan.

Hervorzuheben ist auch die Region Uji im Südosten der Präfektur, in der der hochwertigste Grüntee Japans angebaut wird. Uji-cha ist also das perfekte Mitbringsel für Teeliebhaber.

Natürlich hat Kyoto neben Gaumenfreuden eine reiche Vielfalt an Kulturgütern zu bieten. Zu erwähnen sind dabei die Kyoto-Doll – zur Edo-Zeit teures Spielzeug der Kinder reicher Aristokraten, heute hochgeschätztes Souvenir aus Kyoto – oder Holzkämme aus Gion. Diese werden seit der Edo-Zeit aus dem Holz des Buchsbaumes hergestellt und sind von so hoher Qualität und Weichheit, dass sie auch bei strapaziertem Haar bedenkenlos benutzt werden können.

Oktopus-Bällchen aus Osaka und Pudding aus Kobe

Takoyaki - nichts anderes wird so sehr mit Osaka assoziiert wie die Oktopusbällchen. Als Souvenir bietet sich daher ein Takoyaki-Maker an. width=

Wer Osaka besucht, kommt an Takoyaki nicht vorbei. Die kleinen Oktopusbällchen werden an vielen Ständen verkauft und an einem Haus nahe der Dotonbori – Osakas berühmter Hauptstraße – prangt sogar ein riesiger Krake. Da Takoyaki sich schlecht transportieren lassen, aber gar nicht so schwierig selbst herzustellen sind, ist ein Takoyaki-Maker das ideale Souvenir für kochbegeisterte Freunde und Familienmitglieder. Neben Takoyaki hat Osaka noch einige Leckerbissen zu bieten: Zum Beispiel Kuidaore Taro Purin – kleine Puddings mit dem Ebenbild von Cuidaro Taro, der als Sinnbild für den Genuss lokaler Gerichte, vor allem auf der Dotobori, steht. Auch zu empfehlen sind Dojima Roll – ein gerollter Biskuitkuchen mit Cremefüllung, erhältlich in verschiedenen Geschmacksrichtungen – oder Keshimochi – Reisküchlein gefüllt mit roter Bohnenpaste und mit Mohnsamen überzogen. Übrigens: Produzenten in Osaka haben bewiesen, dass sie Humor haben – oder einfach eine gute Marketingstrategie –, denn es gibt hier eine Antwort auf die beliebten Shiroi Koibito Kekse ("Weißer Geliebter") aus Sapporo: Omoshiroi Koibito ("Lustiger Geliebter") haben ein sehr ähnliches Verpackungsdesign und imitieren auch ein bisschen den Geschmack des Originals aus Hokkaido. Allerdings zeigt die Box mit den Keksen das Schloss von Osaka, die Kekse selbst sind größer und rund und anstelle der Biskuits werden Oblaten benutzt. Es lohnt sich, beide Koibitos zu probieren und seinen Favoriten zu finden!

Von Osaka ist es nur ein Katzensprung in die Präfektur Hyogo und vor allem in deren Hauptstadt Kobe. Auch aus dieser Region sollte man Pudding mitbringen, denn Kobe Pudding ist längst über die Präfekturgrenzen hinaus berühmt. Neben der Standardvariante gibt es auch Schoko-, Mango-, Erdbeer- und andere Pudding-Sorten in großen und kleinen Packs. Wer Süßem nicht so viel abgewinnen kann, wird sich vielleicht für Ikanago no Kugini begeistern können: Kleine leckere Sand-Aale gekocht in Sojasoße und Mirin mit einem Hauch Süße und Ingwer. Ikanago no Kugini gibt es in kleinen Päckchen in vielen Souvenirshops, auch an Bahnhöfen oder am Flughafen.

Hiroshima, Miyajima und Hatsukaichi – Eintauchen in den Geschmack und die Kunst Westjapans

Jeder Japaner weiß: Wer Hiroshima besucht, muss Okonomiyaki essen gehen. Genau genommen gibt es drei verschiedene Arten von Okonomiyaki: Die Variante aus Hiroshima, das Kansai-Okonomiyaki (aus Osaka und Umgebung, in Japan am weitesten verbreitet) und das Monjayaki aus Tokyo, das sich in der Zubereitung und Art etwas vom klassischen Okonomiyaki unterscheidet. Während beim Okonomiyaki aus Osaka die Zutaten alle miteinander vermischt und dann gebraten werden, besitzt das Hiroshima-Okonomiyaki klar definierte Schichten und einen ganz eigenen Geschmack. Was natürlich nicht fehlen darf, ist die spezielle Okonomiyaki-Soße, die das Gericht erst abrundet. Diese ist ein tolles Mitbringsel für Freunde, die gern kochen, denn Okonomiyaki kann man auch selbst zu Hause machen. Und wenn man gerade am Kochen japanischer Gerichte ist, passt die lokale Spezialität Hiroshima-nazuke ebenfalls wunderbar dazu. Nazuke bezeichnet eingelegtes Blattgemüse, das sich durch seine Schärfe und knackige Frische auszeichnet und vor allem mit gekochtem Reis serviert wird.

Neben Gaumenfreuden gibt es in der Präfektur Hiroshima jedoch noch mehr zu entdecken: Im sogenannten Glas-Dorf wird aus dem Sand des Otagawa, der durch Hiroshima fließt, das Otagawa-Glas hergestellt. Da der Sand Eisen enthält, ist das Glas sanft-grün, wobei die Farbe je nach Zusammensetzung des Rohmaterials variiert. Im Glas-Dorf werden auch Workshops angeboten, in denen man selbst Glas blasen und dann das Ergebnis als selbstgemachtes Japan Souvenir mit nach Hause nehmen kann.

Handgemachte Kumano Fude, Pinsel aus Kumano, machen etwa 80 Prozent der Pinselproduktion Japans aus. Sie besitzen eine hohe Qualität und werden seit Alters her als Mal- und Schreibpinsel, aber auch als sanft-weiche Kosmetikpinsel eingesetzt. Wer Kumano besucht, kann eventuell sogar an einem Workshop teilnehmen und sich selbst in der Pinselherstellung versuchen.

Momiji Manju - das leckerste Souvenir von der Insel Miyajima in der Präfektur Hiroshima. Die kleinen weichen Küchlein gibt es mit verschiedenen Füllungen.

Wer schon einmal in Hiroshima ist, wird sich einen Besuch auf der Insel Miyajima nicht entgehen lassen. Das rote Torii des Itsukushima-Schreins, das bei Flut im Wasser steht, ist weltberühmt. Die lokale Spezialität sind Momiji Manju – kleine Küchlein in Form von Ahornblättern, die mit Azuki-Bohnenpaste, Schokolade, Mandarinencreme, Matcha oder anderen süßen Cremes gefüllt sind. Anders als der Name vermuten lässt, werden Momiji Manju nicht nur im Herbst zur Blätterschau verkauft, sondern das ganze Jahr über. Auch Miyajima bietet neben essbaren Mitbringseln eine breite Auswahl an Kunsthandwerk. Die Herstellung von Holzprodukten wie Tischutensilien (Essstäbchen, Tabletts, Reislöffel und mehr) oder Ziergegenständen – etwa Nachbildungen von Torii oder Holzpagoden – hat auf der Insel eine lange Tradition. Gerade der Holzlöffel zum Austeilen von Reis aus dem Kochtopf ist bei Japanern – vor allem aufgrund eines Wortspiels – ein beliebtes Andenken. Das Austeilen von Reis aus dem Topf heißt "Meshitoru", das mit anderen Zeichen geschrieben auch "Feinde besiegen" bedeuten kann.

Auf dem Weg nach Miyajima durchquert man auch die kleine Stadt Hatsukaichi, in der es einen Laden gibt, der sich ganz dem Kendama verschrieben hat. Kendama ist ein japanisches Kugelspiel, das mittlerweile in der ganzen Welt Popularität erlangt und längst den Status eines einfachen Kinderspiels hinter sich gelassen hat. Das macht das Holzspielzeug gleichzeitig zu einem traditionellen und modernen Souvenir aus Japan.

Traditionelle Mitbringsel von Shikoku und Kyushu

Natürlich bietet Honshu, Japans größte Hauptinsel, die meisten Touristenziele und natürlich auch die größte Vielfalt an Souvenirs. Dennoch – oder gerade deswegen – sind die beiden kleinen Inseln Shikoku und Kyushu unbedingt einen Besuch wert.

In Kagawa und Tokushima auf Shikoku Aizome-Kunst erleben

Shikoku ist die kleinste der vier japanischen Hauptinseln und beherbergt nur vier Präfekturen. In Kagawa und Tokushima ist seit Jahrhunderten das traditionelle Indigo-Färbehandwerk (Aizome) zu Hause. Besonders Tokushima ist bekannt für den Anbau japanischer Indigo-Pflanzen, deren Blätter getrocknet, fermentiert und anschließend als Grundlage für die typisch japanische Indigo-Färbung Aizome verwendet werden. Ab dem 17. Jahrhundert waren die tiefblau gefärbten Stoffe nicht mehr nur den Samurai und den anderen privilegierten Bevölkerungsschichten zugänglich, sondern wurden auch in der normalen Bevölkerung immer populärer. So sehr, dass man im 19. Jahrhundert – nach der Öffnung Japans – von "Japan Blue" sprach. In Tokushima können vor allem Aizome-Kleidung und -Stoffe erworben werden – nicht nur Kimono oder Noren, sondern auch alltägliche Kleidungsstücke wie Krawatten oder Jeans. Kagawa hält noch eine Besonderheit bereit: Hier gibt es Aizome-Seife, die dank der Indigo-Farbe nicht nur schön anzusehen ist, sondern auch eine antibakterielle Wirkung besitzt. All diese Aizome-Produkte sind ein großer Teil der japanischen Geschichte und Kultur, sie gelten sogar als Nationalschatz und eignen sich somit wunderbar als traditionelle Japan Souvenirs für Freunde, Familie und Kollegen.

Keramik, Leckereien und ein Maskottchen aus Fukuoka, Saga und Kumamoto auf Kyushu

Nichts ist niedlicher als ein kleines Küken aus Kuchenteig. Hiyoko ist ein im wahrsten Sinne des Wortes süßes Souvenir aus Fukuoka.

Auf Kyushu, ganz im Südwesten Japans, wird für jeden etwas geboten. Nicht nur in der Großstadt Fukuoka oder der geschichtsträchtigen Stadt Nagasaki gibt es viel zu entdecken; die regionalen Künste und Spezialitäten bieten sich vielerorts als einzigartige Japan Mitbringsel an. Wer beispielsweise in Fukuoka auf Shoppingtour geht, wird an den niedlichen Hiyoko nicht vorbeikommen. Hiyoko sind kleine Kuchen in Form eines Baby-Kükens, das seinen kleinen Schnabel nach oben streckt. Die Füllung wird aus weicher Bohnenpaste und frischen Eiern zubereitet, der Teig des Überzugs besteht aus speziellem Hiyoko-Mehl, Honig und anderen Zutaten. Hiyoko Honpo Yoshinodo vertreibt diese lokale Süßigkeit seit vielen Jahren, wobei der Geschmack seither gleich geblieben ist. Weitere süße Souvenirs aus dieser Präfektur sind beispielsweise Hakata Torimon, exquisite hellgelbe, runde Teigteilchen, die gefüllt sind mit weißer Bohnenmilch-Creme, oder Tsukushi Mochi, ein traditionelles Souvenir, das aus einem Reisküchlein besteht und mit dem mitgelieferten braunen Zuckersirup übergossen wird. Natürlich bietet auch Fukuoka neben süßen Mitbringseln traditionelle Kunsthandwerk-Souvenirs. Weithin bekannt sind zum Beispiel die Yanagawa-Mari aus der Stadt Yanagawa: Mari sind kleine Baumwoll-Bälle, die mit bunten Fäden umspannt sind – ein traditionelles Kunstgewerbe-Produkt der Präfektur Fukuoka. Wenn ein Mädchen zum ersten Mal das Mädchenfest (Hina Matsuri) am 3. März feiert, bekommt es oft ein Mobile (Yanagata-Sagemon) aus mehreren zusammengeknotenen Yanagata-Mari und anderen traditionellen Glücksbringern wie Papierkraniche und Püppchen. Die bunten Baumwollbälle werden aber auch gern an Neujahr als Dekoration genutzt. Darüber hinaus bieten sich Hakata Dolls als Japan Mitbringsel an. Die kleinen Puppen werden aus Ton aus der Umgebung der Stadt Hakata gefertigt, dann gebrannt und anschließend liebevoll bemalt. Es gibt drei Arten von Hakata Dolls: Jene, die die Schönheit von Frauen darstellen, dann Männer- und Kinder-Figuren und – als älteste Art – Puppen, die Charaktere aus Noh- und Kabuki-Theater bzw. Ukiyo-E darstellen.

Wer Japan Souvenirs aus Keramik oder Porzellan ins Auge fasst, sollte gezielt in die Präfektur Saga fahren. Keramik aus Arita und Karatsu sowie Porzellan aus Imari besitzen nicht nur eine hohe Qualität und spezielle Farbigkeit, sie gelten auch als eines der ältesten und hochwertigsten japanischen Porzellan-Arten. Interessierte Besucher können in Arita in den zwei Keramik-Museen detaillierte Eindrücke der Geschichte dieser Handwerkskunst gewinnen. Imari-Porzellan gilt sogar als Inspiration für das berühmte MEISSEN Porzellan aus Deutschland.

Ganz anders ist das Souvenir aus der Präfektur Kumamoto. Fans der japanischen Popkultur kennen ihn wahrscheinlich, den schwarzen Bären Kumamon, der mittlerweile als niedlicher Charakter seinen Siegeszug durch ganz Japan angetreten hat. Tatsächlich ist Kumamon das Maskotten der Präfektur Kumamoto. Es gibt unzählige Snacks, Süßigkeiten, Alltagsgegenstände oder sogar Badebomben mit dem Konterfei des Schwarzbären mit den roten Wangen. So lässt sich sicherlich ganz einfach das richtige Japan Souvenir für die Freunde in der Heimat finden. Und wer eine Schwäche für Süßigkeiten hat, findet in Senba Kodanuki ebenfalls ein tolles Mitbringsel aus Japan. Die kleinen Küchlein haben eine ähnliche Form wie der Kopf eines Marderhundes, deshalb der Name Kodanuki ("kleiner Marderhund") – Senba ist ein Berg, an dem laut einem Kinderlied Marderhunde leben. Die Kuchen sind mit verschiedenen Füllungen wie lila Süßkartoffel oder weiße Bohnenpaste erhältlich.

Unendliche kulturelle und kulinarische Vielfalt Japans

Die in diesem Beitrag dargestellten Präfekturen und Japan Mitbringsel sind nur ein kleiner Ausschnitt der großen kulturellen und kulinarischen Vielfalt, die Japan als Land bietet. Bedingt durch die unterschiedlichen Klima-Zonen und Naturräume, die historischen Entwicklungen, die Ansiedlung verschiedener Gewerke und Kulturen in einzelnen Gebieten und allem voran die große geografische Ausdehnung Japans, besitzt beinahe jede der 47 Präfekturen eine ganz eigene Kultur und individuelle Spezialitäten. Natürlich gibt es viele Produkte, die mittlerweile im ganzen Land erhältlich sind – beispielsweise an Bahnstationen, in Souvenirshops oder in Spezialgeschäften – und allgemeine Souvenirs aus Japan, die wie kaum etwas anderes für das Land in seiner Gesamtheit stehen. Aber ist es nicht schöner, eine Spezialität der Region mitzubringen, in die man gereist ist? Deshalb interessiert uns natürlich: Welche Japan Souvenirs dürfen in Ihrem Koffer nicht fehlen, wenn Sie aus dem Land der aufgehenden Sonne in die Heimat zurückkommen?

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