Sapporo: Japans Schneemetropole im Norden – Steckbrief
Sapporo, da denkt man gleich an Bier, die olympischen Winterspiele und hervorragendes Seafood. Tatsächlich ist die Hauptstadt von Hokkaidō mit ihren rund 2 Millionen Einwohnern die unangefochtene Metropole dieser nördlichsten japanischen Hauptinsel. Aber auch abseits von Miso-Ramen, Bier, Ski und Königskrabben gibt es in Sapporo jede Menge zu entdecken.
Wir stellen Ihnen in diesem Beitrag Japans Schneemetropole im Norden mit ihren Sehenswürdigkeiten und möglichen Aktivitäten von Tagesausflügen über Onsen-Besuche bis hin zum Kanu-Fahren in einem Bergfluss zu allen Jahreszeiten im Detail vor. Dabei dürfen natürlich auch die lokalen Spezialitäten nicht zu kurz kommen. Am Ende geben wir darüber hinaus mehr als nur eine handvoll echter Japanwelt Expertentipps für eine Reise nach Sapporo.
Steckbrief – Sapporo auf einen Blick

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Spektakulärer Blick vom Skisprungstadion Ōkurayama aus 307 m Höhe auf Sapporo, die Metropole mit 1,9 Millionen Einwohnern.
Foto von Nao Takabayashi auf Unsplash
Sapporo ist die Hauptstadt der Präfektur Hokkaidō, die die ganze nördlichste Hauptinsel Japans umfasst. Auf dieser liegt Sapporo westlich der Ishikari-Ebene am japanischen Meer. Die Stadt ist sowohl über den nahegelegen Flughafen New Chitose (ca. 35 bis 40 Minuten Zugfahrt, einer der verkehrsreichsten Inlandsflughäfen in Japan) zu erreichen, als auch an das japanische Eisenbahnnetz angeschlossen.
Die Schnellzüge oder Shinkansenverkehren allerdings nur bis zum südlicher und gegenüber Honshū gelegenen Hakodate, wo man für eine Weiterfahrt nach Sapporo in den Limited Express umsteigen muss.
Sapporo hat eine Einwohnerzahl von rund 2 Millionen bei einer Bevölkerungsdichte von ca. 1.700 Einwohnern pro km². Dies ist deutlich niedriger, als die Bevölkerungsdichte in Tokio oder Osaka, was mit daran liegt, das Sapporo eine der wenigen Städte in Japan ist, die erst im 19. Jahrhundert als Planstadt errichtet wurden. Die Stadtplanung folgte dabei dem US-Amerikanischen Vorbild mit einem rechtwinkligen Straßennetz und wurde so schon in der Planungsphase sehr großzügig angelegt.
Daher ist Sapporo auch trotz seiner im Vergleich zu den anderen japanischen Metropolen eher niedrigen Einwohnerzahl trotzdem eine der flächenmäßig größten Städte Japans mit breiten Straßen, einer klaren Rasterstruktur und viel Natur innerhalb des Stadtgebietes.
Heute ist Sapporo eine moderne und entspannte Großstadt mit für japanische Verhältnisse außergewöhnlich viel Platz und hohem Lebenskomfort sowie einer lebendigen Kultur. Als Hauptstadt der Präfektur Hokkaidō ist Sapporo das wichtigste Zentrum für Verwaltung in dieser und zudem ein wichtiges Zentrum für Bildung und Logistik.
Die in Sapporo angesiedelte Hokkaidō University sorgt zudem für eine hohe Dichte an Studierenden, die zum lebendigen Stadtbild beitragen. Die Lebenshaltungskosten liegen dabei etwa 20% bis 30% unter denen in Tokio, was sich besonders bei den Mieten zeigt.
Internationale Bekanntheit erlangte Sapporo vor allem als Austragungsort der olympischen Winterspiele von 1972 und ist seitdem auch ein beliebter Wintersportort mit sehr hoher Schneesicherheit – die Jahresschneemenge liegt im Durchschnitt immerhin bei 5 Meter pro Winter.
Für was ist Sapporo bekannt?
Sapporo hat viele Seiten und ist gleich für eine ganze Reihe von verschiedenen Aktivitäten und Dinge bekannt, die wir hier in keiner besonderen Ordnung aufzählen wollen:
- Schneekultur und -festival: Sapporo ist als Austragungsort des jedes Jahr im Februar stattfindenden Sapporo-Schneefestivals das Zentrum der modernen Schneefestivalkultur in Japan. Die ausgestellten monumentalen Schnee- und Eisskulpturen internationaler Künstler ziehen jedes Jahr mehr als 2 Millionen Besucher an und sind damit nicht nur das größte Winterevent in Japan, sondern sogar eines der größten weltweit.
- Bierkultur: Sapporo ist die Heimat der 1867 gegründeten Sapporo Breweries, die eine der ältesten und bekanntesten Brauereien in Japan ist und von der einige der bekanntesten in Japan produzierten Biermarken stammen (z.B. Sapporo Premium, Yebisu und Sleeman Cream Ale). Aufgrund der langen Tradition der Brauerei gibt es in Sapporo auch ein eigenes Biermuseum. Mehr über japanisches Bier.
- Ikonische Gerichte: Natürlich hat Sapporo auch eine eigene Küche. Zu den ikonischen Gerichten gehören vor allem das eng mit der Stadt verbundene Miso-Ramen und das hier erfundene Soup-Curry (eine Suppenvariante des typischen japanischen Curry). Daneben haben auch einige regionale Lammgerichte hier ihren Ursprung.

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Im Rahmen der „Sapporo White Illumination“ verwandelt sich der zentrale Odori-Park jährlich in eine großflächige Lichtlandschaft. Im Hintergrund markiert der Sapporo TV Tower den räumlichen Orientierungspunkt der Stadtachse.
Foto von Dominic Kurniawan Suryaputra auf Unsplash
- Wintersport: Sapporo ist nicht erst seit den olympischen Spielen 1972 als Wintersportort bekannt, diese haben Sapporo aber auch zu internationalem Ruf verholfen und den Wintersporttourismus deutlich angekurbelt. Von Sapporo aus hat man einen direkten Zugang zu verschiedenen Skigebieten wie z.B. Teine und Kokusai, die sich beide in direkter Stadtnähe befinden.
- Ōkurayama-Skisprungschanze: Die Ōkurayama-Skisprungschanze ist die bekannteste Skisprungschanze Japans und war nicht nur im Jahr 1972 Ort des olympischen Skisprungwettbewerbs, sondern ist inzwischen auch feste Skisprung Weltcup-Station.
- Meeresfrüchte: Sapporo und Hokkaidō im Ganzen sind bekannt für ihre hervorragenden Meeresfrüchte aus den kalten Gewässern vor Japans nördlichster Hauptinsel. Zu den berühmten Seafood-Spezialitäten gehören unter anderem Königskrabben, Jakobsmuscheln und Seeigel (Uni)
- Junge Großstadt: Sapporo ist nicht zuletzt wegen der Hokkaidō University und der lebendigen Studentenszene eine junge Großstadt mit viel kreativer Kultur und einem ausgeprägten Nachtleben, das sich vor allem im Stadtviertel Susukino konzentriert.
- Stadtcharakter: Durch seine besondere Entstehungsgeschichte unterscheidet sich das Stadtbild von Sapporo von den meisten anderen japanischen Großstädten deutlich und ist bekannt für die Kombination von breiten Straßen und viel Natur innerhalb des Stadtgebietes. Zusammen lässt dies in Sapporo eine besonders entspannte Großstadtatmosphäre entstehen, die sich so in Japan sonst kaum finden lässt.
Die besten Sehenswürdigkeiten in Sapporo – Was du nicht verpassen darfst
Odori-Park & Sapporo Fernsehturm
Der über 7,8 Hektar umfassende Odori-Park ist die zentrale Grünachse der Stadt und teilt diese sichtbar in eine Nord- und eine Südseite. Der Park ist auch der Austragungsort des Sapporo-Schneefestival und wird zudem jeden Winter ab Dezember mit stimmungsvollem Licht illuminiert.
Direkt neben dem Odori-Park befindet sich auch der ikonische Sapporo-Fernsehturm, der eines der Wahrzeichen der Stadt ist und von dessen Aussichtsplattform man einen tollen Panoramablick über die Stadt genießen kann.
Maruyama-Park & Hokkaido-Schrein
Der Maruyama-Park ist mit seiner großen Parkfläche von 43,9 Hektar ideal für Spaziergänge in Sapporo geeignet und wird offiziell als Naturdenkmal eingestuft. Der Park ist die Heimat von über 100 Vogelarten und beherbergt mit dem Hokkaido-Schrein einen bedeutenden Shinto-Schrein, der den Schutzgottheiten von Hokkaidō geweiht ist.
Der Maruyama-Park gilt zudem als der beste Ort in Sapporo, um die Kirschblüte zu betrachten und ist im Herbst für seine prächtige Herbstlaubfärbung bekannt. In der Nähe des Maruyama-Parks, in dem sich auch das Baseball-Stadion von Sapporo befindet, liegt zudem der beliebte Maruyama-Zoo.
Berg Moiwa
Der sich im Stadtgebiet befindende Berg Moiwa mit einer Höhe von 513 Metern kann erwandert oder mit einer Seilbahn bis zu der sich am Gipfel befindenden Aussichtsplattform erreicht werden. Die Seilbahn verkehrt dabei in 2 Etappen. Die 2. Etappe erfolgt in Form einer Pendelbahn. Vom Berg aus hat man einen tollen Ausblick über die Stadt und diese Aussicht zählt zu den „Top 3“ Nachtansichten von Sapporo.

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Der Moiwa Kannon Okunoin ist die „innere Gebetshalle“ eines buddhistischen Tempels der Jōdo-Sekte. Er befindet sich auf dem 531 Meter hohen Gipfel des Berges Moiwa (Moiwa-yama), der als einer der wichtigsten Aussichtspunkte der Präfektur Hokkaidō gilt. Foto von elyca auf Unsplash
Moerenuma-Park
Der Moerenuma-Park ist ein Kunst- und Designpark mit einer Fläche von rund 1,9 km², der vom japanisch-amerikanischen Bildhauer und LandArt Vertreter Isamu Noguchi im Jahr 1988 gestaltet wurde.
Im Park vermischen sich Natur und geometrische Formen zu einer eigenwilligen Architektur, die immer wieder tolle, ja ideale Fotospots bietet. Zu den sich im Park befindenden Hauptwerken zählen die Glaspyramide „Hidamari“, der Mount Moere sowie der Spiralhügel.
Sapporo Art Park
Der Sapporo Art Park ist ein Skulpturenpark mit eigenem Museum in einer waldreichen Umgebung. Auf dem Areal des Freiluftgeländes finden sich über 40 Skulpturen. Der Fokus liegt auf zeitgenössischer und japanischer Bildhauerei.
Sapporo Pirka Kotan – Ainu-Kulturzentrum
Hokkaidō ist die Heimat der Ainu, einer indigenen Volksgruppe, die schon lange vor den Yamato-Japanern die Insel besiedelten. Mit der Einverleibung der Insel in den japanischen Staat während der Meiji-Restoration im 19. Jahrhundert, als auch die Stadt Sapporo geplant und gegründet wurde, ging die erzwungene Assimilation dieser Volksgruppe einher. Das Ainu-Kulturzentrum Sapporo Pirka Kotan informiert über die Sprache, Kultur, Traditionen und Handwerkskunst der Ainu und ist eines der wichtigen Zentren zur Wiederbelebung der Ainu-Kultur.
Der Hügel des Buddha (Hill of the Buddha)
Der Hügel des Buddha in Sapporo ist ein von Lavendelfeldern mit über 150.00 Pflanzen umgebene Tempelhalle in Form eines Hügels, in der eine monumentale Buddha-Statue steht. Der Hill of the Buddha wurde vom Pritzker-Preisträger (einer der wichtigsten Architektur Preise) Tadao Ando entworfen und gilt als architektonisches Meisterwerk.
Nijo-Fischmarkt
Der traditionsreiche und seit über 100 Jahren bestehende Nijo-Fischmarkt ist ein Mekka für alle, die Meeresfrüchte lieben. Hier finden sich frische Fische und Meeresfrüchte in Hülle und Fülle, darunter natürlich auch die Königskrabben, für die Hokkaidō besonders bekannt ist und die hier besonders groß werden, sowie Uni, der als Delikatesse geltende Seeigel.
Sapporo Biermuseum & Biergarten
Sapporo ist die Heimat einer der ältesten Brauereien Japans und einiger der beliebtesten und bekanntesten japanischen Biermarken wie Sapporo-Premium. Neben der historischen Brauerei finden sich in Sapporo so heute auch ein eigenes Biermuseum in einem historischen Industriebau aus rotem Klinker, welches früher allerdings keine Brauerei, sondern eine Zuckerfabrik beherbergte. Zum Museum gehört auch ein natürlich besonders im Sommer populärer Biergarten, wo man auch traditionelles BBQ genießen kann. In der Vorweihnachtszeit wird der Biergarten aufgrund seiner weihnachtlichen Beleuchtung zur Attraction und einem beliebten Ausflugsziel.
Die besten Aktivitäten in Sapporo – Erlebnisse für jede Jahreszeit
Wandern am Maruyama-Berg & in den Stadtparks
Sapporo bietet mit seinen Stadtparks und kleineren Bergen im Stadtgebiet wie dem Maruyama-Berg und dem oben schon genannten Berg Moiwa tolle Möglichkeiten für einfache Wanderungen und Naturerlebnisse direkt in der Stadt. Die Strecken wie die am Maruyama-Berg, die etwa 2,4 km lang ist, werden alle als leichte Routen eingestuft und können ganzjährig erwandert werden, allerdings sollte man im Winter eine Schneeausrüstung nutzen.
Kanu fahren im Jozankei-Tal
Ein echtes Sommerhighlight ist das Kanu fahren im südlich der Stadt gelegenen Jozankei-Tal. Der zum Toyohira-Fluss-System gehörende klare Bergfluss, der durch das Naturtal fließt, ist von Mai bis Oktober befahrbar.
Skifahren in Teine oder Kokusai
Im Winter bietet sich in Sapporo der Besuch der nahegelegenen Skigebiete in Teine oder Kokusai an. Die beiden Skigebiete zeichnen sich durch trockenen Powder-Schnee aus, der durch die kalten sibirischen Winde entsteht. Kokusai ist dabei bekannt für seine breiten Pisten und die lange Saison, während Teine Skifahrern die Möglichkeit bietet, einmal selber die historischen Olympiastrecken zu fahren.
Onsen-Besuch in Jozankei
Das südlich von Sapporo gelegene Jozankei ist eines der bekanntesten Onsen-Gebiete Hokkaidōs mit über 50 natürlichen heißen Quellen, die zur Entspannung einladen. Besonders bekannt ist Jozankei für den hohen Anteil an Natriumchlorid im Wasser, was besonders gut für die Muskelentspannung ist.

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Einkehr im Schnee: Ein traditionelles Fußbad (Ashiyu) in Jozankei Onsen bietet Reisenden Entspannung inmitten der winterlichen Berglandschaft Hokkaidōs.
Foto von hiding ninja auf Unsplash
Sapporo Snow Festival – Das berühmteste Winterevent Japans
Das Sapporo Snow Festival, das im Februar im Odori Park und teils auch im Stadtteil Susukino abgehalten wird, ist das berühmteste Winterevent in Japan und für Besucher von Sapporo natürlich ein Muss, wenn dieses gerade stattfindet. Bei dem Festival werden riesige Eis- und Schneeskulpturen von bis zu 15 Metern Höhe errichtet und gezeigt, was jährlich über 2 Millionen Besucher anzieht. Die beste Zeit für den Besuch des Festivals ist am Abend, wenn die Skulpturen kunstvoll beleuchtet werden. Neben den Skulpturen und der besonderen Winteratmosphäre gibt es auf dem Festival auch Kunst und natürlich Food-Stände, an denen man japanisches Streetfood probieren kann.
Streetfood & Ramen essen
Wer Sapporo besucht, muss natürlich auch die lokale Gastro-Szene auschecken. Dazu gehören die lokalen Spezialitäten wie Miso-Ramen und Soup-Curry genauso wie Seafood aller Art, für das Hokkaidō insgesamt berühmt ist. Für alle, die Süßspeisen lieben ist zudem das Shime-Parfait ein Muss, das aus Sapporo stammt und auch ästhetisch meist ein echtes Kunstwerk ist.
Nachtleben in Susukino
Susukino ist das Ausgehviertel von Sapporo und zählt mit zu den größten Entertainment-Vierteln Japans. Hier finden sich neben Clubs auch viele Izakaya, Bars und bis tief in die Nacht hinein geöffnete Ramen-Läden, in denen man ein spätes Mahl einnehmen kann.

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Urbanes Nachtleben in Sapporo: Eine hell erleuchtete Tsutaya-Filiale an einer zentralen Kreuzung mit geschäftigen 24-Stunden-Betrieb im Herzen der hokkaidoischen Metropole.
Sapporo Essen & Spezialitäten der Region
Sapporo und Hokkaidō haben ihre eigenen Spezialitäten und Zubereitungsweisen bei bestimmten Gerichten. Berühmt ist Sapporo dabei vor allem für seinen Miso-Ramen mit kräftiger Brühe und typischerweise dickerem Nudelprofil sowie für das Soup-Curry, eine pikante Curry-Spezialität mit einer aber eher suppenförmigen Sauce in die dann zusätzlich Fleisch und Gemüse hineinkommt.
Nicht nur Sapporo sondern ganz Hokkaidō ist für seine exzellenten und frischen Meeresfrüchte bekannt, die im kalten Wasser vor der Insel gefangen werden. Neben den besonders berühmten Königskrabben gehören dazu auch Lachs, Jakobsmuscheln und Seeigel. Ein typisches fleischlastiges Gericht aus Sapporo ist das so genannte Jingisukan (Genghis Khan BBQ), bei dem Lamm auf einer heißen Platte gegrillt wird.
Von den aus Sapporo stammenden Süßspeisen hat sich vor allem das Shime-Parfait zu einem echten Trend-Dessert entwickelt, für das es in Sapporo inzwischen sogar eigene Shime-Parfait Bars gibt. Bei den Getränken sticht natürlich vor allem Bier heraus, für das Sapporo schon seit seiner Gründung im 19. Jahrhundert bekannt ist.
Beliebte Tagesausflüge von Sapporo
Von Sapporo aus kann man tolle Tagesausflüge nach:
- Otaru, einer nahegelegenen, historischen Hafenstadt mit alten Speicherhäusern und Kanälen machen, die zudem für ihre Glaskunst bekannt ist. Im Winter ist der Besuch auch wegen der Winterbeleuchtung besonders zu empfehlen.
- Jozankei, einem der bekanntesten Onsen-Orte auf Hokkaidō, machen. Neben den Onsen findet man hier auch beeindruckende Flusslandschaften und Täler, die im Herbst für ihre Herbstlaubfärbung berühmt sind.
- Niseko, eines der internationalen Zentren für Backcountry-Skiing (Skifahren Abseits der Pisten mit spezialisierter Ausrüstung) und ein beliebtes Skiresort, machen, das nur etwa 2 Stunden Fahrtzeit von Sapporo entfernt liegt.
- Asahiyama-Zoo, einem besonders für seine Pinguine bekanntem Zoo, machen, der sich in der gleichnamigen Stadt rund 115 km nördlich von Sapporo befindet. Dank einer direkten Zugverbindung ist ein Tagesausflug problemlos möglich.
Klima & beste Reisezeit für Sapporo
Das Klima in Sapporo ist deutlich kälter, als in vielen anderen Regionen Japans, und vor allem für seine strengen Winter (häufig -5 bis -10 Grad) mit sehr viel Schneefall (in Sapporo ca. 5 m pro Winter) bekannt. Aufgrund der nördlichen Lage beginnt hier auch der Frühling – und mit diesem die Kirschblüte – später als in anderen Landesteilen.
Im Sommer wiederum wird es selten heißer als 28 Grad und im Herbst herrschen meist stabile Wetterlagen mit guten Sichtweiten.
Die beste Reisezeit für Sapporo hängt mit von den gewünschten Aktivitäten ab, da diese als Großstadt zu allen Jahreszeiten etwas zu bieten hat. Der schneesichere und -reiche Winter (Dez. bis Feb.) eignet sich naturgemäß besonders gut fürs Skifahren und den Besuch von Winterevents wie dem Sapporo Snow Festival.
Der in Sapporo erst im April beginnende Frühling ist oft eher kühl und führt zu einer besonders späten Kirschblüte. Im Sommer (Jun. bis Sep.) ist es anders als in anderen Teilen Japans oft angenehm mild, so dass sich diese Jahreszeit perfekt für Outdoor-Aktivitäten eignet.
Der Herbst (vor allem Okt.) wiederum ist für sein meist stabiles Wetter mit guter Sicht und die beeindruckende Herbstlaubfärbung bekannt. Obwohl Sapporo an sich zu jeder Jahreszeit besucht werden kann, empfehlen wir vor allem den Sommer für die Verbindung von Stadt und Natur sowie den Winter, insbesondere den Februar, mit seiner Mischung aus Wintersport und dem Besuch von Winterevents.
Wie viele Tage sollte man für Sapporo einplanen?
Wer Sapporo besuchen und wirklich erkunden will, der sollte einen Aufenthalt von mindestens drei bis vier Tagen einplanen. In dieser Zeit kann man alle der wichtigsten Sehenswürdigkeiten wie den Odori-Park, Maruyama und den Berg Moiwa erkunden. Wer sich 5 bis 7 Tage Zeit nimmt, hat zudem die Möglichkeit Ski zu fahren, einen Tagesausflug nach Otaru oder Niseko zu machen und die Onsen in Jozankei zu besuchen.
Ein Aufenthalt von mehr als einer Woche ist ideal, um ausgiebig Outdoor-Aktivitäten wie Ski oder Wandern nachzugehen sowie den Besuch von Nationalparks mit einzuplanen. Natürlich ist auch ein Kurztrip mit vielleicht 2 Übernachtungen möglich, allerdings wird man dann ein sehr verdichtetes Programm haben, um die wichtigsten Sehenswürdigkeiten anzuschauen.
Lohnt sich Sapporo? – Für wen die Stadt ideal ist
Der Besuch von Sapporo als Reiseziel eignet sich perfekt für eine ganze Bandbreite an Personen mit unterschiedlichen Interessen. Im Winter ist Sapporo so z.B. ein ideales Reiseziel für Wintersportler und Schneefans.
Zu anderen Jahreszeiten bietet sich der Besuch von Sapporo für Menschen an, die gerne Stadt und Natur auf ihrer Reise miteinander verbinden sowie für Outdoor-Fans, Wanderer und Onsen-Liebhaber. Ideal als Reiseziel ist Sapporo zudem für Menschen, die eine ruhige japanische Großstadt der Hektik von Tokio vorziehen. Zuletzt ist Sapporo auch ein ideales Reiseziel für Foodies, die Ramen, Bier und vor allem auch Seafood in höchster Qualität zu schätzen wissen.
Japanwelt-Reisetipps für Sapporo
- Die unserer Ansicht nach beste Aussicht auf die Stadt hat man vom Berg Moiwa aus, gerade wenn man diesen zu Sonnenuntergang besucht.
- Für den Genuss von dem für Sapporo so typischem Miso-Ramen empfehlen wir kleine, lokale Ramen-Shops, die oft ihre eigene Miso-Rezeptur haben und in den meisten Fällen besser sind, als die großen Ketten.
- Wer zum Schneefestival in Sapporo ist, sollte dieses möglichst unter der Woche besuchen, wenn das Festival weniger überlaufen ist.
- Im Winter muss man wegen der Kälte, dem Schnee und der Glätte unbedingt auf passende Kleidung achten. Dazu gehören auch Schuhspikes oder Anti-Rutsch-Pads, die bei Eis Pflicht sein sollten.
- Tagesausflüge nach Otaru oder nach Jozankei Onsen sollte man am besten unter der Woche machen, beide Orte können am Wochenende sehr stark frequentiert sein.
- Für tolle Photos findet man ideale Lichtstimmungen im Moerenuma-Park oder am Hill of the Buddha. Für das Schneefestival empfehlen wir zudem ein Teleobjektiv, um die riesigen Eisskulpturen gut einfangen zu können.
- Der ÖPNV in Sapporo ist sehr gut ausgebaut und zuverlässig. Wir empfehlen die IC-Karte Kitaca für die Nahverkehrsmöglichkeiten gleich am Flughafen zu holen. Im Winter sind die Busse zu Parks und zum Buddha-Hügel oft sogar zuverlässiger als ein Taxi.
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Titelfoto © Aaron Wang
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