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Verringerter Gebrauch von Plastiktüten in Japan – der Umwelt zuliebe

Der übermäßige Gebrauch von Plastiktüten ist schon seit ein paar Jahren ein großes Thema. Insbesondere das Nicht-Wiederverwerten der Tüten führt zu einer hohen ökologischen Belastung. Deshalb werden weltweit Maßnahmen ergriffen, um den Verbrauch von Plastiktüten zu verringern. In einigen Ländern gibt es bereits Verbote – teilweise landesweit, teilweise regional beschränkt.

Plastikmüll ist ein großes weltweites Problem. Um die Umwelt zu schützen, muss der Verbrauch von Plastikverpackungen und -tüten unbedingt eingeschränkt werden.
Plastikmüll ist ein großes weltweites Problem. Um die Umwelt zu schützen, muss der Verbrauch von Plastikverpackungen und -tüten unbedingt eingeschränkt werden. - Bild: © Richard Carey - Fotolia.com

Warum sind die billigen Tüten eine so hohe Belastung für die Umwelt? Die meisten dieser Tüten bestehen aus fossilem Rohöl. Bei der Herstellung werden also endliche Ressourcen erschöpft. Darüber hinaus führt der Verbrauch der Plastiktüten zu CO2-Emissionen. Noch greifbarer ist die Problematik, betrachtete man, wie viele Tiere an Plastikmüll sterben. Sie fressen das giftige Material oder verheddern sich darin, was in der Regel zu ihrem Tod führt. 80 % des im Meer treibenden Plastikmülls stammt vom Festland. Bis zu 500 Jahre kann es dauern, bis Plastik sich zersetzt. Besonders in Ländern, in denen die Müllverarbeitung noch nicht hoch entwickelt ist, landet viel Plastikmüll in der Umwelt. In einigen Bereichen gibt es auf den Ozeanen ganze schwimmende Müllinseln. Auch der Gebrauch von Plastiktüten in Japan ist sehr hoch, denn Kundenzufriedenheit geht dort über alles. Das bedeutet eben auch, dass die Mitarbeiter der Supermärkte und Konbini jedem Kunden eine Plastiktüte für den Transport der Einkäufe dazu geben. Doch an den ersten Stellen beginnt man in Japan umzudenken.

Konbini in Japan: praktisch aber wenig umweltfreundlich

So sieht es meist nach einem Einkauf im Konbini oder im Supermarkt aus: Viele Tüten aus Plastik, die man automatisch zu jedem Einkauf dazubekommt.
So sieht es meist nach einem Einkauf im Konbini oder im Supermarkt aus: Viele Tüten aus Plastik, die man automatisch zu jedem Einkauf dazubekommt. - Bild: © natalielb - Fotolia.com

Die in Japan fast überall gegenwärtigen Konbini erfreuen sich großer Beliebtheit. Die kleinen Shops haben in der Regel an 7 Tagen die Woche und 24 Stunden geöffnet. Damit sind Konbini die perfekte Einkaufsmöglichkeit, wenn man spät abends noch eine Kleinigkeit zu essen besorgen will, etwas vergessen hat oder der Kaffee bzw. Tee für den nächsten Morgen ausgegangen sind. Außerdem stellen Konbini auch Kopiergeräte und Drucker für digitale Fotos bereit. Die beschaulichen Läden versorgen einen also rund um die Uhr mit dem Notwendigen.
Hier bekommt man standardmäßig immer eine Plastiktüte zum Einkauf dazu. Das liegt gewissermaßen in der Natur der Sache – denn wer hat schon einen Rucksack oder einen Leinenbeutel dabei, wenn er spontan noch etwas einkaufen muss. Zum Teil werden aber auch Plastiktüten herausgegeben, wo sie gar nicht notwendig sind, zum Beispiel bei dem Kauf einer Briefmarke.

Der Verbrauch von Plastiktüten ist folglich in den Konbini besonders hoch. Wer keine Tüte möchte, muss beim Einkauf den Erhalt einer Plastiktüte explizit ablehnen. Wenn man also ökologisch einkaufen gehen will, sollte man einen Rucksack oder einen Beutel dabei haben und nicht vergessen, den Erhalt der Einweg-Tüte zu verneinen. Ein ähnliches Problem stellt das Einkaufen in japanischen Supermärkten dar.

Japanische Supermärkte beginnen umzudenken

Oft ist frisches Gemüse in Plastik eingepackt und wird nach dem Bezahlen noch einmal in eine Plastiktüte gesteckt. Aber einige Supermärkte beginnen umzudenken.
Oft ist frisches Gemüse in Plastik eingepackt und wird nach dem Bezahlen noch einmal in eine Plastiktüte gesteckt. Aber einige Supermärkte beginnen umzudenken. - Bild: © aquar - Fotolia.com

Ähnlich wie in den Konbini werden auch in japanischen Supermärkten fast immer Plastiktüten zum Einkauf dazu gegeben. Produkte, die bereits in Plastik eingeschweißt sind, werden häufig trotzdem noch einmal in eine Plastiktüte gepackt. Kunden bekommen teilweise Extratüten dazu, viele tüten die bereits eingetüteten Einkäufe nochmals ein. Während es in anderen Ländern Verbote für Plastiktüten gibt oder man zumindest extra dafür zahlen muss, gibt es solche Regelungen in Japan noch nicht. Und die Japaner lieben ihre Plastiktüten, könnte man sagen. Allerdings ändert sich das in einigen Läden und japanische Supermärkte haben sich ein paar Dinge einfallen lassen, um den Verbrauch von Plastiktüten in Japan zu senken.

So gibt es zum Beispiel Bonusstempel-Systeme, die den Gebrauch von wiederverwendbaren Tüten steigern sollen. An der Kasse hängen Zettel, von denen man sich einen nimmt und ihn auf den Einkauf legt. So signalisiert man, dass man keine Plastiktüte will, sondern seinen eigenen Beutel oder Rucksack dabei hat. Es wird ein Stempel pro Einkauf vergeben und nach einer gewissen Anzahl an Stempeln bekommt man 100 Yen erstattet oder ein Mini-Geschenk.

So soll der Verbrauch von Plastiktüten in Japan gesenkt werden

Eco-Bags sind eine gute Alternative zu Plastiktüten. Die Einkaufstaschen sind stabil, lassen sich mehrmals verwenden und platzsparend verstauen. Auch Japanwelt bietet Einkaufstaschen aus Stoff sowie original japanische Eco-Bags an.
Eco-Bags sind eine gute Alternative zu Plastiktüten. Die Einkaufstaschen sind stabil, lassen sich mehrmals verwenden und platzsparend verstauen. Auch Japanwelt bietet Einkaufstaschen aus Stoff sowie original japanische Eco-Bags an. - Bild: © akira - Fotolia.com

Ein wichtiger und vermutlich auch der leichteste Schritt, den Verbrauch von Plastiktüten in Japan zu verringern, ist es, ökonomische Einkaufbeutel populärer zu machen. Die sogenannten Eco-Bags sind eine umweltfreundliche Alternative zu den Einweg-Tüten und erfreuen sich in vielen Ländern immer größerer Beliebtheit. Seit 2005 gibt es beispielsweise das Bring Your Own Bag Programm, welches sich mit umweltfreundlichen Produkten aller Art – darunter und vornehmlich auch Eco-Bags – auseinandersetzt. Das Motto „bring your own bag“ ist dabei ein klares Leitmotiv, von dem man sich inspirieren lassen sollte.

Die Taschen werden auch in Japan immer populärer. Es gibt sie in vielen Designs, zu günstigen Preisen und sie sind mehrfach verwendbar. So kann man sich leicht für die Umwelt einsetzen – der Aufwand, einen Eco-Bag dabei zu haben, ist schließlich denkbar gering, da sie sich ganz klein zusammenfalten lassen, wenn sie nicht benötigt werden. Die Taschen sind zudem auch reißfester als jede Plastiktüte, sodass man bei größeren und schwereren Einkäufen keine Sorge haben muss, dass die Tasche kaputt geht und sich ihr Inhalt auf die Straße verstreut.

Auch bei Japanwelt gibt es jetzt Eco-Bags sowie unsere originalen Japanwelt Einkaufstaschen aus Stoff. Unter der Kategorie „Anziehen“ und folgend „Handtaschen“ sind die Einkaufstaschen und Eco-Bags aufgeführt. Es gibt sie in unterschiedlichen Designs, zum Beispiel mit schönen, farbenfrohen Blumenmustern oder mit traditionellen japanischen Mustern. Bei den Einkaufstaschen können Sie zudem zwischen kurzen oder langen Tragegriffen wählen und so die perfekte japanische Einkaufstasche für sich finden.

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