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Japanische Alpen entdecken – Skifahren, Wandern & mehr in den Nihon Apusuu

Die japanischen Alpen, die Nihon Apusuu, zählen zu den beliebtesten Erholungsgebieten Japans und sind ein wahres Outdoorparadies für Wanderer und Skifahrer. Die faszinierende Naturlandschaft hat nicht nur hervorragende Wanderrouten und Skipisten zu bieten, hier befinden sich auch viele historische Burgen, traditionelle Onsen und Festivals.

Die Bergkette liegt zum größten Teil in der Präfektur Nagano auf der japanischen Hauptinsel Honshū und ist von Tokio, Osaka und Kyoto aus mit Nachtbus problemlos zu erreichen. Auch die Anreise mit einem Auto oder dem Schnellzug ist möglich. Teile der naturbelassenen Wildnis der japanischen Alpen dürfen allerdings mit dem Auto nicht befahren werden, sondern können nur mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreicht werden.

 

Wandern in den japanischen Alpen - historisches Dorf Magome
Der Wanderweg Nakasendo führt auch durch das Magome Dorf mit vielen klassischen ja-panischen Gebäuden aus der Edo-Zeit. - Bild: © Rei, Wikimedia

Die Alpen von Nagano teilen sich in drei Gebiete: Die hoch aufragenden Nordalpen mit ihren atemberaubenden Landschaften und Skigebieten. Die Zentralalpen mit seinen naturbelassenen Hochtälern sowie spektakulären Aussichtspunkten. Und die Südalpen mit vielen anspruchsvollen Wanderwegen im Akaishi-Gebirge.

Die japanischen Alpen beeindrucken mit Gipfelhöhen von bis über 3000 Metern in den Nord- und Südalpen. Der höchste Berg der Gipfelkette und zweithöchste Berg ganz Japans ist der 3193 Meter hohe Kita-dake (北岳).

Bei klarem Wetter reicht der spektakuläre Blick vom Gipfel weit über das Land bis hin zum Fuji-san. Der Gipfel des Kita-dake ist daher bei den Japanern sehr beliebtes Wanderziel.

Kulturell bedeutende Orte wie die Burg Matsumoto, die als eine der schönsten in ganz Japan gilt, heiße Quellen und traditionelle Onsen laden Besucher ein, Japan abseits der großen Metropolen und Neonreklamen zu entdecken.

 

Wandern in den japanischen Alpen: die besten Tipps

Die japanischen Alpen sind ein echtes Paradies für Wanderer und Bergsteiger. Die zumeist gut ausgeschilderten Wanderwege bieten verschiedenste Schwierigkeitsgrade: Tagestouren durch Hochtäler und an Flussläufen entlang bis hin zu anspruchsvollen, mehrtägigen Aufstiegen auf die spektakulären Gipfel.

Wie in Europa gibt es auch in den japanischen Alpen viele Schutzhütten und verschiedene Unterkünfte für Wanderer. Erlebnisreiche Wanderrouten finden sich in allen drei Teilen der japanischen Alpen.

 

Unser Wandertipp für die japanischen Nordalpen: das Kamikochi Hochtal

Tenryukyo-Tal am Rand der südlichen japanischen Alpen
Das Tenryukyo-Tal am Rand der südlichen Alpen ist besonders bei Wassersportlern beliebt. - Bild: © Tomio344456, wikimedia

 

Das auf rund 1500 Meter Höhe gelegen Kamikochi Hochtal bildet das Herz der japanischen Nordalpen. Von April bis November kommen ganze Busladungen von eifrigen Wanderern in das abgelegene Hochtal, das für Privatautos gesperrt ist.

Eine einfach zu wandernde Route führt entlang des Azusa Flusses mit der berühmten Kappa-Hängebrücke. Anspruchsvollere Wanderwege führen auf den rund 3190 Meter hohen Gipfel des Hotaka-dake (Dauer: etwa zwei Tage) und den 2455 Meter hohen Yake-dake (Dauer: rund acht Stunden).

Weltberühmt ist das Kamikochi Hochtal für die hier heimischen Schneeaffen. Die rotgesichtigen Kerlchen sind die Maskottchen der Region und ihr Auftauchen kann in der Hochsaison schon mal zu regelrechten Staus auf den Wanderwegen durch das Tal führen.

 

Wanderrouten für die japanischen Zentralalpen: das Senjojiki Tal                                                      

Das Senjojiki Tal entstand vor rund 20.000 Jahren durch einen Gletscher und bietet eine einzigartige Vielfalt an alpinen Pflanzen. Als Ausgangspunkt für Wanderungen in das Tal und auf die umliegenden Gipfel eignet sich das Städtchen Komagane (übersetzt: „auf Wolken wandern“).

Von hier aus führen einfachere Wanderrouten durch das Tal und anspruchsvollere auf den 2956 Meter hohen Gipfel des Kisokoma-dake. In der unmittelbaren Nähe von Komagane kann man zudem die Gipfel des Komagatake-dake mit der Seilbahn der „Central Alps Komagatake Ropeway“ erreichen. Die Seilbahn bringt die Gäste auf etwa 2600 Meter Höhe zu einem großartigen Aussichtspunkt, von dem der Blick weit über das Tal und die umliegenden Gipfel reicht. 

 

Wanderhighlights in den japanischen Südalpen: Aufstieg zum Kita-dake

Aufstieg zum Kita-dake - Wandern in den japanischen Alpen
Bei Touren in entlegene Gebiete empfiehlt es sich, ein wenig japanisch lesen zu können – ein Wanderschild auf dem Kita-Dake. - Bild: © Kumaapr9 - wikimedia

 

Die japanischen Südalpen sind ein wahres Paradies für ambitionierte Alpinisten. Natürlich gibt es auch hier einfachere, familienfreudliche Wanderwege, aber die meisten Touren des UNESCO Biosphärenreservats sind und teils wirklich herausfordernd.

Besonders beliebt ist der oben schon angesprochen Aufstieg zum Kita-dake, dem mit 3193 Meter Höhe zweithöchstem Gipfel Japans. Der Aufstieg ist zwar an einem Tag zu schaffen, jedoch ziehen es viele Besucher vor, eine Nacht in einer der Wanderhütten zu verbringen und den Gipfel dann zum Sonnenaufgang zu erklimmen. Vom Gipfel hat man einen weiten, atemberaubenden Blick bis hin zum Fuji-san, dem heiligen Berg Japans an der Bucht von Tokio.

 

Der Nakasendo Weg und die Dörfer Tsumago und Magome

Der Wanderweg Nakasendo durch das historische Dorf Tsumago
Der Wanderweg Nakasendo durch das historische Dorf Tsumago. - Bild: ©  663highland - wikimedia

 

Der Nakasendo Weg ist eine der ältesten bis heute bestehende Straßen, die von Menschen geschaffen wurden. Der Weg führt von Kyoto bis Tokio, viele Teile sind heute aber wegen der dichten Besiedelung und modernen Verkehrswegen nicht sonderlich attraktiv.

Ein Teil des Nakasendo Weges, der durch die japanischen Alpen führt, ist aber sehr sehenswert und führt durch die beiden kleinen Dörfer Tsumago und Magome. Die beiden japanweit bekannten Dörfer wirken wie aus der Zeit gefallen und bestehen fast ausschließlich aus klassischen japanischen Gebäuden aus der Edo-Zeit (江戸時代, Edo jidai, 1603 bis 1868).

 

Skifahren in den japanischen Alpen

Komagatake-Seilbah - Japanische Alpen
Spektakuläre Ausblicke aus der Komagatake-Seilbahn - Bild: kunmark © pixabay.com

Die japanischen Alpen sind natürlich nicht nur ein Paradies für Wanderer, sondern bieten auch Skifahrern eine große Auswahl an Pisten.

Besonders gut ausgebaut sind die Skigebiete um den berühmten Wintersportort Hakuba (白馬村, wörtlich: weißes Pferd) in den japanischen Nordalpen. Hakuba gilt als Geburtsstätte des japanischen Wintersports und ist von dutzenden Pisten in den Skigebieten HappoOne, Gooryu 47 und Iwatake umgeben.

Während der olympischen Winterspiele in Nagano im Jahr 1998 war Hakuba Austragungsort für verschiedene Wettbewerbe, unter anderem das Skispringen. Auch in den Zentral- und Südalpen gibt es kleinere Skigebiete mit teils sehr sehenswerten Pisten, diese bieten aber nicht dieselbe Infrastruktur und Abwechslung wie das Wintersportzentrum Hakuba.

 

Sehenswürdigkeiten und heiße Quellen in den japanischen Alpen

Burg Matsumoto
Die schwarze Burg Matsumoto mit Ihren ausgebreiteten „Flügeln“ ist in Japan auch als Krähenburg bekannt. - Bild: © Claire Chang - Unsplash

 

Die Burg Matsumoto wurde eingehend ja schon als Sehenswürdigkeit in den japanischen Nordalpen genannt. Der Park der Burg Takato in der Kleinstadt Ida ist besonders während des Kirschblütenfestes beliebt.

Weitere kulturelle Highlights sind das Marionettenfestival in der Stadt Lida, mit seinem bekannten Marionetten-Museum, und die im Frühling und Herbst stattfindenden Kabuki-Theaterfestivals in der Stadt Oshika.

 

 

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Titelfoto: Tiplada Mekvisan, unsplash.com

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