Trusted Shops zertifiziert + 49 (0)30 - 31 80 81 51
 

Die hängenden Glyzinien Gärten von Tochigi

Zur traditionellen Flora Japans zählen unter anderem Glyzinien. Es handelt sich dabei gemäß Fachbegriff um die Japanische Wisteria, eine Kletterpflanze, deren bläulich-fliederfarbenen Blüten in Traubenform wachsen. Glyzinien sind also optisch einmalige Pflanzen, die unglaublich schön anzusehen und als Zierpflanze äußerst dekorativ sind. Die Ranken der Pflanze können mit bis zu 30 Metern Länge riesig werden. Entsprechend verwundert es nicht, dass es in Tochigi die sogenannten hängenden Glyzinien Gärten gibt. Als Besucher des Ashikaga Flower Parks kann man eine große Fläche bewundern, auf der die Glyzinien ein eigenes Idyll haben.

Glyzinien auf acht verschiedenen Flächen

Glyzinien im Ashikaga Flower Park
Der Ashikaga Flower Park in Tochigi bietet im Frühling wunderschöne blühende Glyzinien in verschiedenen Farben. Besonders abends - erleuchtet - ein Erlebnis! - Bild: © Tozawa - Fotolia.com

So schön Glyzinien sind, so sensibel sind sie auch. Vor allem haben sie nur eine kurze Hauptblütezeit, die etwa von Anfang bis zur Mitte des Frühlings reicht. Besonders in gemäßigten Klimazonen kann das für ihr Wachstum problematisch sein. Spätfrost im Frühling kann dazu führen, dass die Blüten zerstört werden. Entsprechend respektabel ist die Arbeit, die im Ashikaga Flower Park geleistet wird.

Die vorhandenen acht Blumengärten sind individuell gestaltet, sodass es für Besucher sehr unterschiedliche Bereiche zu entdecken gibt. Die hier wachsenden Glyzinien erstrahlen in unterschiedlichen Farben, beispielsweise pink, lila, weiß und gelb. Allerdings muss man für diesen Anblick auch das richtige Zeitfenster nutzen. Die Betrachtung der blühenden Glyzinien des Parks und die Teilnahme an zugehörigen Events ist im Regelfall nur für wenige Wochen im April und Mai möglich. In diesem Zeitraum, der sich im Jahr 2017 vom 15. April bis zum 21. Mai erstreckt hat, können die Glyziniengärten in voller Pracht im Ashikaga Flower Park bewundert werden. Ein besonderes Highlight ist der Anblick der im Dunkeln speziell beleuchteten Glyzinien. Das ist allerdings nur in einem noch kleineren Zeitraum möglich (2017 vom 22. April bis 14. Mai).

Die Präfektur Tochigi: Nikko und andere Besonderheiten

Wasserfall mit Herbstlaub in Tochigi
Die Präfektur Tochigi ist ein natürliches Idyll nördlich von Tokyo. Besonders im Herbst ist Tochigi bei Wanderern beliebt. - Bild: © tenjou - Fotolia.com

Allerdings ist nicht nur der Ashikaga Flower Park einen Besuch wert. Generell handelt es sich bei der Präfektur Tochigi um ein beliebtes Ziel für Touristen. Sie befindet sich 100 Kilometer nördlich von Tokyo. Besonders die Winter sind dort relativ kühl, sodass auch mit starken Schneefällen zu rechnen ist. Das bedeutet allerdings auch, dass entsprechende Onsen – Bäder mit heißen Quellen – völlig von Schnee umgeben sein können, was das Entspannen im warmen Wasser zu einem ganz besonderen Erlebnis macht. Es gibt in der ganzen Präfektur rund 630 Onsen. Von diesen besitzt nahezu jeder seine eigene Quelle.

Die attraktiven Berglandschaften machen Tochigi jedoch auch zu einem beliebten Resort für den Sommer. Jeder, der sich in der Natur wohlfühlt, findet hier eine passende Aktivität. Vor allem die Vielseitigkeit der Natur ist beeindruckend. Von Wiesen, über Moraste und eher sumpfiges Gebiet, bis hin zu Wasserfällen und Gewässern mit und ohne Stromschnellen gibt es nichts, das man hier nicht finden kann. Entsprechend malerisch und geradezu idyllisch wirkt die Landschaft, die man hier vorfindet. Wer gern einmal das Wandern in Japan ausprobieren will, sollte die Präfektur Tochigi unbedingt auf seine Liste der möglichen Wanderziele setzen.

Toshogu Schrein Anlage in Nikko
Der Toshogu Schrein in Nikko gehört zum UNESCO Welterbe und ist dem Tokugawa-Clan gewidmet. Ieyasu Tokugawas sterbliche Überreste sind hier beigesetzt. - Bild: © oben901 - Fotolia.com

Die bekannteste Stadt von Tochigi ist Nikko. Diese liegt etwa 140 Kilometer nördlich von Tokyo und ist UNESCO Weltkulturerbe. Das kommt nicht von ungefähr, denn zahlreiche Denkmäler und historische Gebäude, die zum Teil vor vielen Jahrhunderten errichtet wurden, ziehen jährlich viele Touristen an. Einer der ältesten ist beispielsweise der Nikko Futarasan-Schrein, der im Jahr 767 errichtet wurde. Er ist der Verehrung dreier Kami (Götter oder Geister) gewidmet: Dem Erschaffer des Landes, einer seiner Frauen und einem Kami der Landwirtschaft. Der wohl bekannteste Schrein in Nikko und ebenfalls UNESCO Welterbe ist der Nikko Tosho-gu Schrein. Dieser Schrein ist Ieyasu Tokugawa, dem Begründer der Tokugawa-Dynastie gewidmet, dessen sterbliche Überreste hier beigesetzt sind, außerdem werden zwei Schwerter in diesem Schrein aufbewahrt. Hier kann man die berühmte Fassadenschnitzerei der drei Affen, die nichts Böses sehen, nichts Böses hören und nichts Böses sagen, bewundern. Eine weitere bekannte Schnitzerei ist die der Nemuri-neko, der schlafenden Katze. An diesem Schrein findet außerdem jährlich das große Frühlingsfestival von Nikko statt. Es handelt sich um die Prozession der Tausend Krieger, bei der 1.000 Männer wie Samurai gekleidet sind und die Verlagerung des Grabes von Shogun Ieyasu nachstellen. Rund um diese Prozession gibt es Events wie das Bogenschießen vom Pferd und einige Zeremonien. Das aktuelle Familienoberhaupt der Tokugawas ist dabei jedes Jahr präsent.

Schnitzerei der Drei Affen am Toshogu Schrein in Nikko
Die drei Affen am Toshogu Schrein in Nikko sind weltberühmt. Sie hören nichts Böses, sagen nichts Böses und Sehen nichts Böses. - Bild: © omune - Fotolia.com

Zusätzlich zu den beiden Shinto Schreinen ist der Rinno-ji ein buddhistischer Tempel in Nikko, dessen Erbauung ebenfalls in das 8. Jahrhundert zurückreicht und der ebenfalls zum Welterbe gehört. Abgesehen von diesen historischen Orten bieten Nikko und die Präfektur Tochigi eine Vielzahl an Freizeitgestaltungen und eine natürlichen Idylle, in der man sich vom hektischen Alltag in der nahegelegenen Metropole Tokyo entspannen kann. Im Winter und Frühling gibt es für alle Erdbeer-Liebhaber übrigens noch einen weiteren Anreiz, Tochigi zu besuchen, denn hier wird der Großteil der japanischen Erdbeeren angebaut. Die süßen Früchte können in diesem Zeitraum selbst gepflückt und direkt genossen werden.

Passende Artikel

Kommentar schreiben

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.