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Eine tolle Geschenkidee: Authentisches japanisches Spielzeug

Auch wenn man in Deutschland häufig den Eindruck bekommt, dass Kinder in Asien und speziell in Japan nur mit elektronischen Spielzeugen und Videospielen aufwachsen, gibt es natürlich auch japanisches Spielzeug, das ganz klassisch hergestellt und genutzt wird. Häufig gibt es auch kulturelle Traditionen, die mit den Artikeln verbunden sind. Für Japanfans sicher ein tolles Geschenk zu Ostern, das auch bei Kindern hierzulande gut ankommt.

Kendama – wenn japanisches Spielzeug zum Trendsetter wird

Das Kendama Kugelspiel ist ein Geschicklichkeitsspiel aus Japan, das bei Kindern und Erwachsenen gleichermaßen beliebt ist.
Das Kendama Kugelspiel ist ein Geschicklichkeitsspiel aus Japan, das bei Kindern und Erwachsenen gleichermaßen beliebt ist. - Bild: © Paylessimages - fotolia.com

Manche Spielzeuge erobern die Schulhöfe im Sturm und kommen bisweilen in regelmäßigen Modewellen wieder zurück. Das Jojo ist eines dieser Produkte, das jeder kennt. Tatsächlich handelt es sich um ein Geschicklichkeitsspiel, das auf den zweiten Blick faszinierende Möglichkeiten bietet, die man nur durch viel Übung meistern kann. Ähnlich verhält es sich mit dem Kendama, einem traditionellen Holzspielzeug aus Japan. Wer ein Kendama kaufen möchte, sollte wissen, dass es viel Übung braucht, um das Spiel wirklich zu beherrschen. Dann macht es aber umso mehr Freude. Der Begriff Kendama setzt sich aus den Worten „ken“ und „tama“ zusammen, was soviel wie "Schwert" und "Kugel" bedeutet. Ein Kendama besteht aus einer Kugel, in deren Zentrum ein Loch ist. Mit einem Faden ist die Kugel durch dieses Loch mit dem Schwert, also dem Griff des Kendama, verbunden. Schwert heißt es deshalb, weil dieser Griff eine hölzerne „Schwertspitze“ besitzt, mit der die Kugel „aufgespießt“ werden kann. Außerdem gibt es noch die sogenannte Tellertrommel sara-do, die aus einem großen und und einem kleinen Teller zum Auffangen besteht.

Welches Kendama kaufen wir am besten?

Ein Kendama besteht aus einem Schwert (ken) und einer Kugel (tama). An dem Schwert sind zusätzlich zwei Pfannen befestigt, mit denen man die Kugel auffangen kann.
Ein Kendama besteht aus einem Schwert (ken) und einer Kugel (tama). An dem Schwert sind zusätzlich zwei Pfannen befestigt, mit denen man die Kugel auffangen kann.

Es gibt Kendamas in unterschiedlichen Größen und Maßen, die im Prinzip für das Spiel an sich keinen großen Unterschied machen. Lediglich im ernsthaften Wettkampf muss man sich an die von den japanischen und internationalen Kendama Verbänden festgelegten Maße halten. Einfach gesagt, muss man die Kugel aus einer hängenden Position nach oben ziehen und auf einem der Teller auffangen. Alternativ kann man die Kugel mit der Schwertspitze „aufspießen“ und somit fangen. In einer Variante des Spiels hält man hingegen die Kugel fest und versucht das Ken auf oder in der Kugel zu fixieren. Man erkennt schnell, dass mit dem Kendama viele Tricks möglich sind. Entsprechend vielfältig sind die Regeln für das Spiel, gerade was den Wettbewerb angeht.

Ein Kendama ist jedenfalls ein tolles Geschenk für alle, die gerne Geschicklichkeitsspiele ausprobieren. Für die ersten Gehversuche gibt es natürlich auch hilfreiche Videos und Webseiten wie etwa diese hier, wo man entsprechende Anleitungen findet. In Japan treten sogar Künstler mit ihren Kendama-Tricks vor Publikum auf und in vielen Ländern (neben Japan etwa Singapur oder die USA) gibt es ernsthafte Kendama Wettbewerbe.

Weitere beliebte Spielzeuge aus Japan

Federball ist in Japan ebenso beliebt wie im Westen. Hier verwendet man jedoch keine mit Netzen bespannten Schläger, sondern traditionelle Holzschläger, die Hagoita genannt werden. Das Federballspiel heißt in Japan Hanetsuki und wurde traditionell vor allem von Mädchen an Neujahr gespielt. Mit der Edo-Zeit kam die Tradition auf, dekorative und mit großem Aufwand hergestellte Hagoita zur Geburt eines Mädchens zu verschenken. Es war üblich, an Neujahr diesen Glücksbringer an Familien zu übergeben, die im vergangenen Jahr ein Mädchen bekommen haben. In Japan wird mit den Hagoita heute eher selten wirklich Federball gespielt, da sie eher zu Deko-Objekten und Kunstgegenständen gezählt werden. Entsprechend aufwändig fallen die Gestaltungsmöglichkeiten aus.

Japanische Bambuspfeifen aus Bambus sind nicht nur hübsch anzusehen, sondern eignen sich auch wunderbar als Spielzeug für kleinere Kinder.
Japanische Bambuspfeifen aus Bambus sind nicht nur hübsch anzusehen, sondern eignen sich auch wunderbar als Spielzeug für kleinere Kinder.

Am gängigsten sind gemalte Abbilder von Personen wie Schauspielern oder Sportlern, aber auch Glückssymbole und fiktive Charakter aus unterschiedlichen Manga Genres sind auf den Hagoita zu finden. Trotzdem eignen sich die Federballschläger auch zum echten Spielen und sind daher gerade an Ostern ein schönes Geschenk für Spiele im Freien. Eher für kleinere Kinder geeignet sind die dekorativen Bambuspfeifen, die sehr schön anzusehen sind und authentisch in japanischen Werkstätten produziert werden. Ebenfalls zum Spielen, aber eher zur Deko geeignet sind außerdem die hübschen Kamifusen, eine Art Luftballon der besonderen Art. Kamifusen sind spezielle Bälle aus japanischem Papier, die sich ähnlich wie normale Luftballons aufblasen lassen, aber keinerlei Ventil benötigen. Das liegt an der Steifheit des speziellen Papiers, das ein Entweichen der Luft effektiv verhindert.

Die Drehtrommel ist ein beliebtes japanisches Kinderspielzeug, wird aber auch von Erwachsenen zum Anfeuern verwendet.
Die Drehtrommel ist ein beliebtes japanisches Kinderspielzeug, wird aber auch von Erwachsenen zum Anfeuern verwendet.

Zu guter Letzt möchten wir noch die klassische Drehtrommel erwähnen, die vielen Zuschauern im Westen durch den zweiten „Karate Kid“-Film aus den 1980er Jahren ein Begriff sein dürfte. Dabei handelt es sich um handliche Trommeln, die mit Hilfe eines Haltegriffs zwischen den Händen hin und her gedreht werden können. Durch diese Bewegung werden zwei kleine Kugeln, die mit Fäden an den Trommelseiten befestigt sind, auf das Trommelfell geschlagen. Natürlich zählen Drehtrommeln als japanisches Spielzeug, wenngleich ihnen auch eine zeremonielle Bedeutung zukommt. Sie werden nicht nur von Kindern, sondern auch von Erwachsenen benutzt und sind auf Festivals ein sehr beliebtes Accessoire. Auf den Trommeln sind oft aufwändige Symbole oder Kanji (Schriftzeichen) aufgebracht, die ihre eigene Bedeutung haben. Als Geschenk für Kinder eine originelle Idee, die sich auch optisch wohltuend von den hierzulande üblichen „Krachmacher“-Spielzeugen abhebt.

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