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Wagasa, japanischer Schirm & Geisha Schirm

Klassisch japanischer Sonnenschirm Wagasa direkt hier im Shop kaufen! Eignet sich auch perfekt als Dekoelement in Ihrem eigenen Japan-Zuhause.
Schirme - Wagasa

Wagasa, japanischer Schirm & Geisha Schirm

Kaum ein Teil der japanischen Kultur verkörpert stilisierte Schönheit eindrucksvoller als die Eleganz einer traditionellen Geisha und kaum ein Accessoire hat das Bild der japanischen Geisha so sehr geprägt wie ihr Papierschirm - der kunstvoll gestaltete Wagasa (Japan Schirm).

Wagasa – mehr als nur ein Papierschirm aus Japan

Ein japanischer Schirm ist mit seinen harmonischen Designvarianten auf unzähligen Darstellungen der schmückende Begleiter der „Person der Künste“, weshalb er im Westen oftmals auch als Geisha-Schirm bezeichnet wird.
Allerdings war die Verwendung dieses Papierschirm in Japan nie generell auf eine Personengruppe beschränkt, sondern je nach Ausführung und Farbe ein, bei Männern und Frauen unterschiedlicher Schichten, beliebter Alltagsgegenstand.
Da das traditionelle japanische Schönheitsideal bei Frauen einen blassen Teint favorisiert, war jede vornehme Dame während der Sommermonate bemüht möglichst wenig mit direktem Sonnenlicht in Kontakt zu kommen. Ein spezieller japanischer Sonnenschirm, der so genannte Higasa erfüllte diesen Zweck und dienten seiner Trägerin zugleich als zusätzliches Schmuckstück.
Dank einer besonderen Fertigungstechnik kann manch ein japanischer Schirm aber nicht nur bei Sonne, sondern sogar bei Regen eingesetzt werden. Hierzu wird speziell behandeltes Japanpapier (Washi) zur Bespannung verwendet, das auch stärkeren Regengüssen standhalten kann.

Geschichte des Japan Schirms (Wagasa)

Eingeführt wurde der erste Schirm nach Japan spätestens während der Heian-Zeit (794-1185) aus China. Allerdings unterschied er sich in Form und Herstellung noch wesentlich von den kunstvoll gefertigten Wagasa Schirmen der späteren Jahrhunderte. Vollendet wurde sein Erscheinungsbild vermutlich erst im 14. Jahrhundert, aus dem Abbildungen überliefert sind, die Adelige mit Papierschirmen zeigen, die sich nicht sonderlich von den heute bekannten Wagasa unterscheiden.
Während der Edo-Zeit avancierte der Schirm auch in den bürgerlichen Schichten zu einem wichtigen Accessoire und die Produktion des Japan Schirm stieg stark an.
Auch zu Beginn der Showa-Zeit (1926-1989) lag die Produktion noch bei mehreren zehn Millionen Stück pro Jahr, von denen allein in der Präfektur Gifu, bis zu 15 Millionen gefertigt wurden. Die während dieser Zeit ebenfalls einsetzende Herstellung von, schneller und günstiger produzierbaren, westlichem Schirmen, führte jedoch zu einem starken Einbruch der Produktionszahlen, so dass heute pro Jahr nur noch einige zehntausend Japan Schirme produziert werden.
Der Anblick eines echten Wagasa ist somit heute auch in Japan ein äußerst seltenes Erlebnis, der bei vielen Menschen nostalgische Gefühle und weiterhin große Bewunderung für die Schönheit der traditionellen japanischen Handwerkskunst aufkommen lässt.

Japanische Papierschirme – Herstellung durch Spezialisten

Diese Bewunderung für traditionelle japanische Schirme ist durchaus gerechtfertigt, denn die Herstellung eines originalen Wagasa oder Japan Schirms erfordert nicht nur handwerkliches Geschick und Sinn für Formen und Farben, sondern auch jahrelange Übung und eine gründliche Ausbildung.
Viele der zur Produktion notwendigen Arbeitsschritte verlangen so stark spezialisiertes Wissen, dass an der Fertigung eines einzigen Schirms aus Papier vier oder mehr Spezialisten beteiligt seien können.
Von der Auswahl und dem Zuschneiden des Bambus für den Stil und die 30-70 einzelnen Speichen des Schirms, über die Herstellung des später mit Papier zu bespannenden Gerüstes, zum Zuschneiden, Bekleben, Bemalen und Lackieren des Papiers, bis hin zum Anbringen der letzten dekorativen Elemente, kann die gesamte Produktion eines Schirms bis zu einen Monat in Anspruch nehmen. Speziell für den Einsatz im Regen gefertigte Papierschirme (Bangasa) werden zusätzlich noch mit Leinensamenöl behandelt und über mehrere Tage getrocknet.
Für japanische Schirme werden traditionell nur Materialen mit natürlichem Ursprung verwendet. Neben Bambus und Leinsamenöl zählen hierzu hauptsächlich: Holz, Washi (Japanpapier), natürlich hergestellte Lacke, Gerbsaft der Persimone (eine Art Kaki), und Klebstoff aus Tapioka.

Der Japan Schirm in der japanischen Kultur

Obwohl Japaner heute hauptsächlich westliche Schirme benutzen, stellt ein japanischer Schirm in einigen kulturellen Bereichen weiterhin ein wichtiges Zubehör dar.
Bestimmte Tänze benötigen ihn ebenso wie das traditionelle Kabuki Theater, wo Japan Schirme Teil der Darstellung bestimmter Rollen sind. Auch in der japanischen Teezeremonie werden große rote Wagasa, so genante Nodate-Gasa, für die Ausrichtung im Freien verwendet. Traditionelle japanische Hochzeiten sind zudem ein weiterer Anlass bei dem ein japanischer Papierschirm zum Einsatz kommt. Hierbei wird der Schirm über die Braut gehalten um diese symbolisch vor dem Einfluss böser Geister zu schützen.
Wer sich heute für den Kauf eines japanischen Schirms entscheidet, erwirbt bewusst auch ein Stück japanischer Kultur, die leider nur noch selten im modernen Japan anzutreffen ist. Dies ist bedauerlich, denn spätestens wenn man in Kyotos Stadtteil Gion einer echten Geisha mit Wagasa über den Weg läuft, wird deutlich, dass einem solchen, von geübten Händen hergestellten Kunstwerk, kein Regenschirm der Welt das Wasser reichen kann.

Bewahren Sie sich also ein Stück dieses wunderbaren Teils der japanischen Kultur und genießen Sie ein schattiges Plätzchen unter einem der vielen Wagasa (Geisha Schirme) von Japanwelt!
Nebenbei bemerkt eignen sich kleine Japan Schirme auch hervorragend als besondere Asia Deko für Ihre Möbel oder in großer Ausführung als ansprechender Sonnenschirm im Garten.

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