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Ryugado-Höhle in Westjapan mit neuem Entdeckungskurs und Abenteuern

Die Ryugado-Höhle sind ein nationales Naturdenkmal in der Stadt Kami in der Präfektur Kochi. Die Region befindet sich auf der japanischen Insel Shikoku. Am 29. April 2021 eröffnete im Rahmen der Feierlichkeiten zum 90-jährigen Jubiläum des Nationaldenkmals ein neuer Sightseeing-Höhlenkurs.

Der neue Weg durch die Höhlen soll ein neuer Publikumsmagnet werden und das Nationaldenkmal attraktiver machen. Er gilt jedoch als recht anspruchsvoller Höhlenweg, daher sollte man sich der Gefahren bewusst sein.

Was ist die Ryugado-Höhle?

Die Ryugado-Tropfsteinhöhle (龍河洞) befindet sich im Berg Sampo und gehört zu den drei größten Höhlen der Art in Japan. Das Alter der Kalksteinhöhle wird mit 150.000.000 Jahren beziffert. Die Stalaktiten-Formationen und die darin lebenden Tierarten (Fledermäuse, Krabben und Krebse) geben Aufschluss über das eigentlich Alter.

Bereits 1934 wurde die Höhle in Japan zum Naturdenkmal erklärt. Knapp ein Viertel aller Höhlengänge sind über die 1 Kilometer lange Hauptroute für Besucher zugänglich. Es gibt verschiedene Touren durch die Höhlen, einige reichen sehr tief und eine Voranmeldung ist bei manchen Entdeckungstouren notwendig.

Die Höhle wurde 1934 zur national historischen Stätte erklärt. Bereits 3 Jahre zuvor hatte man bei der Entdeckung viele Steingefäße, Schalen sowie mit Asche und Tierknochen gefüllte Feuerstellen aufgefunden. Die Funde wurden in die Yayoi-Zeit (ca. 300 v. Chr. bis 300 n. Chr.) datiert.

Highlight stellt aber eine symbolträchtige und durch Stalaktiten erschaffene Gesteinsformation dar, welche einer Gefäßform entspricht. In Japan ist es als „Gefäß Gottes“ (Kami no tsubo) bekannt. Das folgende Video gibt ein paar Einblicke in die japanische Höhle:

Was verspricht die neue Höhlentour in Japan?

Bei einem Probelauf Mitte April 2021 wurde berichtet, das teilweise Wasser in den Höhlen floss. Die Besucher mussten sich vorsichtig den Weg durch die Anlagen bahnen. Im Inneren der neuen Tour ist es völlig dunkel, daher braucht man ordentliches Licht im neuen „West Main Cave Course“.

Die Menge an Wasser, die zu beiden Seiten über die Felswände fließt, kann die Besucher überraschen. Der stetige Tropfen, der bekanntlich den stärksten Stein höhlt, ist eher ein Schwall, der sich mit großer Kraft nach unten bewegt.

Die Besucher hatten an diesem Tag mit Wasser bis zu den Knien zu kämpfen, die Guides wissen aber, dass es an Regentagen noch höher sein kann. Auf halbem Weg gabelt sich der Weg. Auf einem Schild steht "West Main Cave Course" und "Central Cave Course". Dies sind die Namen, welche die Einheimischen den Pfaden gegeben haben. Die neue Tour ist der "West Main Cave Course". Besucher können aber beide Routen genießen. Ersteres hat anscheinend einen stärkeren Wasserfluss, während letzteres ein besseres Gefühl für die Variationen der Höhle selbst vermittelt.

Anstrengender Kurs mit eindrucksvollen Naturdenkmälern

Das Klettern in der Höhle kann anstrengend und schweißtreibend sein, aber man wird mit den schönsten Formen und Mustern belohnt. Beim genaueren Hinsehen wird man an den Felsen scharfe Kanten oder auch glatte Oberflächen sehen.

An Orten, an denen sich Wasser sammelte, wurden in den Höhlen zahlreiche Löcher gefunden. Die Guides klären die Besucher über die sogenannten Schlaglöcher auf. Sie werden anscheinend aus kleinen Steinen und anderen Gegenständen erzeugt, die vom Wasser mitgezogen werden.

Es ist allgemein bekannt, dass Lösungs- oder Karsthöhlen durch Erosion von Regen und Grundwasser auf Kalkstein entstehen. Durch die Nähe zum aufsteigenden Wasser beim Durchschreiten erhält der Besucher jedoch einen Eindruck, wie natürliche Formationen über einen langen Zeitraum entstehen.

Trotzdem bleibt die Freude über das Licht am Ende des Tunnels und das Verlassen der Dunkelheit beim Ausstieg. 30 Minuten Abenteuer in den Höhlen können sich wie Stunden anfühlen. Anscheinend leben Fledermäuse und japanische Süßwasserkrabben in der Höhle, aber nicht immer werden sie auf den Touren gesichtet.

Für neugierige Kinder und Erwachsene, die das Außergewöhnliche genießen möchten, ist es zweifellos eine angenehme Erfahrung. Eine Führung kostet für Erwachsene 2.400 Yen (ca. 18,25 Euro). Wasserstiefel und Helme werden kostenlos zur Verfügung gestellt. Sie müssen jedoch Kleidung zum Wechseln und ein Handtuch mitbringen. Umkleidekabinen können kostenlos genutzt werden. In der Regel dauert der Kurs eine halbe Stunde. Einzelne Gruppen sind auf fünf Personen begrenzt. Reservierungen müssen mindestens einen Tag im Voraus erfolgen.

Bildquelle: 京浜にけ, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

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