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Anime inspiriert zu Gesundheitschip oder "Powder-Computer"

Osamu Tezuka ist ein berühmter Manga- und Anime-Autor der Nachkriegszeit. In den 80er-Jahren hat der Autor „Wonder Beat Scramble“ geschaffen. Bei der Anime-Sendung wird einer der Helden geschrumpft, damit er im Körper anderer Menschen nach Krankheiten suchen kann.

Noriyuki Miura wurde in seiner Kindheit von der Sendung inspiriert. Er hat einen kleinen Computer geplant, der so klein ist, dass ein Mensch ihn schlucken kann. Er bezeichnet seine Erfindung als „Pulver-Computer“. Mit dem Mini-Computer soll die Gesundheit von Menschen überprüft werden.

Idee der Anime-Serie neu durchdacht – ein Mini-Computer muss her

Miura ist jetzt Professor für integrierte Schaltkreise an der Graduiertenschule für Informationswissenschaft und Technologie an der Universität Osaka in Suita in der Präfektur Osaka.

Anders als bei „Wonder Beat Scramble“ möchte Miura nicht kleiner werden und in den menschlichen Körper eindringen. Aber er möchte einen Computer mit einer Größe von nur 0,1 Millimetern entwickeln, der etwa dreimal so groß ist wie ein Zedernpollen.

Ein Mini-Computer enthält normalerweise eine CPU, einen Speicher und Sensoren. Dies ist in diesem hier aber nicht der Fall. Für Miuras „Pulver-Computer“ werden diese Funktionseinheiten getrennt und minimiert.

Die Chips sind so klein, dass es durch den Mund eingeführt werden kann, um den Zustand des Magens und des Darms der Person zu überprüfen. Laut Miura könnte der Mini-Rechner auch von Kindern und älteren Menschen geschluckt werden, um auf ihre Sicherheit zu achten. Der Erfinder ist von der neuen Technik überzeugt:

"Wenn es so klein ist, dass die Menschen seine Existenz nicht leicht bemerken, kann es verwendet werden, ohne eine psychische Belastung zu verursachen."

Computer-Chips verbessern sich alle 18-Monate

Die Leistung von Chips hat durch einen größeren Integrationsgrad zugenommen. Gordon Moore ist Mitbegründer der Intel Corporation. Er hat prognostiziert, dass sich der Integrationsgrad nach dem sogenannten Moore'schen Gesetz alle 18 Monate verdoppeln wird. Die Minimierung und Reduzierung der Kosten für Chips hat er ebenfalls vorhergesehen.

Miura hat seit ungefähr 10 Jahren dreidimensionale integrierte Schaltkreise studiert. Er hat damit angefangen, als er an der Universität mit dem Studium begann. Sein Fokus lag auf der Steigerung der Leistung durch das Stapeln von Chips. Er dabei jedoch festgestellt, dass er nicht darauf geachtet habe, wie man solche Hochleistungscomputer nutzt.

Was ändert sich durch die neuen „Pulver-Computer“

Miura glaubt, dass die Distanz zwischen dem realen Raum, in dem Menschen leben, und dem Cyberspace weiter verkürzt wird und Computer schließlich mehr Funktionen und Entscheidungsprozesse von Menschen übernehmen werden.

Der Professor ist auf die Idee gekommen, den Computer-Chip zu zerlegen und in einen Pulverzustand zu verwandeln, während er darüber nachdachte, welche Arten von Technologie in der zukünftigen Gesellschaft am nützlichsten sein werden. Sein Ziel ist es daher ein Computer zu entwickeln, der sich in die Gesellschaft einfügt, ohne dass Menschen ihn bemerken und sie sich durch ihn belastet fühlen.

Das moderne Japan ist gegenüber technologischen Innovationen sehr aufgeschlossen. In Europa und vor allem Deutschland gibt es relativ große Bedenken in Sachen Datenschutz und Missbrauch von Daten. Daher erschrecken solche Technologien eher. Man bedenke, was Krankenkassen alles mit den Daten machen und von den Versicherten verlangen könnten. Es zeigt aber einmal mehr, dass die Zukunft immer technischer werden könnte.

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