Trusted Shops zertifiziert + 49 (0)30 - 31 80 81 51
 

Traditionelle Chochin-Papierlaternen als Ausstellung in Gifu

Papierlaternen mit aufwendigen Designs, die ein beruhigendes Leuchten bieten, werden in einem alten Stadthaus in dieser zentraljapanischen Stadt Gifu als Teil einer Ausstellung präsentiert. Die Ausstellung soll den Charme der traditioneller Chochin-Laternen verbreiten.

Was zeigt die Papierlaternen-Ausstellung in Gifu?

Die Ausstellung "Akari no Ie" oder "Haus des Lichts" begann am 11. November 2021 in der Residenz Matsui-tei in Gifus Stadtteil Kawaramachi. Das über 100 Jahre alte Stadthaus beherbergte einen 1817 gegründeten Papiergroßhandel. Neun Firmen der Gifu Chochin Cooperative haben verschiedene Arten von Papierlaternen geliefert, darunter auch traditionelle Modelle. Ein Teil der traditionellen Papierlaternen soll während der Sommerferien beim buddhistischen Fest Obon (Errettung der Seelen von Verstorbenen) ausgestellt werden – darunter werden Führungslampen für Ahnengeister sowie moderne Laternen für die Inneneinrichtung zu sehen sein.

Es ist das erste Mal, dass eine solche Ausstellung in einem traditionellen Stadthaus stattfindet, und die Gifu-Papierlaternen fügen sich gut in die Atmosphäre des alten Stadthauses ein.

Was sind japanische „Chōchins“?

Chōchin (提灯) sind traditionelle japanische Lampions, welche aus einem Grundgerüst aus einer Bambusspirale bestehen. Sie werden danach Japanpapier und PVC-Folie bespannt. Besonderheiten ist, dass man die Papierlampen zusammenfalten kann. In der Vergangenheit sorgten Öllampen und Kerzen für die Beleuchtung, heute werden elektrische Lampen genutzt.

Die ersten Papierlampions wurden im Chōya-gunzai (朝野群載) im Jahre 1085 schriftlich dokumentiert. Seit der Edo-Zeit (1603 bis 1868) wurden Lampions für Feste (matsuri) und religiösen Shinto-Schreinen sowie buddhistischen Tempeln eingesetzt. Durch den recht einfachen Aufbau waren sie aber auch für die Beleuchtung von Wohnhäusern geeignet.

Die Herstellung von traditionellen Papierlampions

Am Veranstaltungsort sind neben den Papierlaternenausstellungen traditionelle Handwerker, die sich mit der Herstellung von Laternen beschäftigen. Die Besucher sollen zusehen können, wie die Lampions konstruiert werden, die aus der Edo-Zeit (1603-1867) überliefert wurden.

Die Handwerker, die an den Aufführungen teilnehmen, wechseln täglich. Am 11. November war beispielsweise ein 86-jähriger Handwerker, der mit einem Pinsel und einer traditionellen Schablone Designs auf japanischem Washi-Papier aufgebracht hat. Ein 60-jähriger Handwerker hat das Papier danach um den Bambusrahmen gewickelt.

Morihiro Ozeki ist Direktor der Gifu Chochin Cooperative. Er kommentierte die Ausstellung wie folgt:

"Ich möchte, dass die Besucher die Eleganz der Stadthäuser und das beruhigende Licht der Chochin-Laternen genießen."

Die Ausstellung ist bis zum 17. November von 15:30 Uhr bis 19 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. Online-Reservierungen werden erwartet, wenn man Glück hat, kann man aber auch so hereinkommen, wenn wenig Andrang herrscht. Leider kommen Touristen immer noch nicht nach Japan, daher muss man sich mit den japanischen Papierlampen begnügen, welche es in Deutschland gibt.

Bildquelle: Opqr, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Passende Artikel

Kommentar schreiben

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.

  1. Paravent, Futon und Tatami in Berlin bei Japanwelt online günstig kaufen
  2. News