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Die ältesten Bonsai-Bäume Japans bestaunen

Die „Nagahama Plum Tree Bonsai Exhibition“ findet jedes Jahr im Gästehaus Keiunkan in dem Ort Nagahama in der Präfektur Shiga statt. Die Region liegt im Westteil der Hauptinsel Honshū.

Sie können dort die beste Sammlung von Bonsai-Bäumen Japans sehen. Der Veranstalter wirbt mit den ältesten Bonsais des Landes. Der Besuch lohnt sich vor allem am Anfang des Jahres, da dort die 300 Bonsais in vollen Blüte und Pracht gesehen werden können.

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Seit 1952 gibt es große Feierlichkeiten zur „Nagahama Pflaumenbaum Bonsai Ausstellung“. In diesem Jahr feiert die Veranstalter das 70-jährige Bestehen der Tradition. Es handelt sich um die größte und älteste Ausstellung von Pflaumen-Bonsai-Bäumen – je nach Blütezeit sind 90 bis 300 Bäume gleichzeitig zu sehen.

Die Besonderheiten der Bonsai-Ausstellung in Keiunkan

Die Besucher strömen nicht nur aufgrund der Masse an Bonsais zur Ausstellung. Es gibt ebenfalls Bäume, die ein Alter von 400 Jahren erreicht haben. Zudem kann man Exemplare bestaunen, die eine beachtliche Größe von 3 Metern besitzen.

Highlight bildet dabei ein Tatami-Raum, der in der Meiji-Ära (1868 bis 1912) erbaut wurde. Er wird mit einem roten Laufteppich ausgestattet, damit die Reisstrohmatten geschont werden. An den Seiten stehen dann verschiedene Pflaumen-Bonsai-Bäume nebeneinander aufgereiht. Dieser Raum ist bei den Besuchern besonders beliebt.

Der Duft der blühenden Bäume verbreitet sich im gesamten Gästehaus und soll die Herzen der Besucher im besonderen Maße beruhigen.

Feier des 70-jährigen Bestehen mit Kunstausstellung

Durch das Jubiläum in diesem Jahr soll die Ausstellung größer ausfallen. Mit der Präfektur Tottori möchte man unter dem Schlagwort „Daisen-to-Wakasa“ ein Kunstprojekt in die Bonsai-Ausstellung integrieren. Daisen ist eine Stadt am Fuße des Berges Mt. Daisen. Der Berg ist in Japan als ältester Berg der Götter bekannt.

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2018 hatte der Daisen Tempel das 1300-jährige Bestehen gefeiert. Neben dem Shinto-Glauben hat sich dort auch eine buddhistische Sekte mit dem Namen Shugendo etabliert, welche die Natur im besonderen Maße verehrt. Die Stadt ist aber ebenfalls für das Kunsthandwerk der Sonnenschirmherstellung bekannt.

Projektteam der Universität für Kunst und Design Kyoto hat unter der Leitung des Papierschneidekünstlers Tetsuhei Hayakawa anlässlich der 70 Jahres Feier eine besondere Installation aufgebaut. Die Sonnenschirme werden durch Lichtinstallationen in den schönsten Farben zum Leuchten gebracht. Gleichzeitig sieht man die Farbenpracht der Bonsais. Es entsteht ein beeindruckendes Zusammenspiel von Natur und Kunsthandwerk.

Bis zum 10. März 2021 dauert die Ausstellung an. Normale Öffnungszeiten sind von 9 bis 17 Uhr. Es gibt aber spezielle Beleuchtungsabende für die Kunstinstallation. Dann ist bis 20:30 Uhr geöffnet. Das Über die Webseite des Veranstalters kann man die aktuellen Bonsais finden, die ausgestellt sind und wann die Beleuchtungsabende sind.

Bedeutung der Bonsai-Bäume in der japanischen Kultur

Der Begriff „Bon-Sai“ ist japanischer Herkunft. Übersetzt werden kann es mit „Baum in der Schale“. Die Praxis stammt eigentlich aus der chinesischen Gartenkunst, wurde aber durch den Einfluss des japanischen Zen-Buddhismus weiterentwickelt. Neben den Miniatur Zen-Gärten gehören Bonsais fest zur japanischen Kultur.

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Die Kunst der Bonsai-Baum-Gestaltung ist seit mehr als tausend Jahren bekannt. Ziel der Bonsai-Kunst ist es ein miniaturisiertes, aber realistisches Abbild der Natur in Form eines Baums zu schaffen. Damit stehen die Bonsais ganz in der Tradition der japanischen Gärten. Das Wachstum der Pflanzen wird durch intensive Pflege beeinflusst, damit es der japanischen Ästhetik entspricht. Es ist eine Kunst, die viel Zeit und handwerkliches Geschickt erfordert, damit die Bäume in die richtige Richtung wachsen.

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