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5 Dinge, die das Leben in Japan äußerst bequem machen

Matcha Eis, Onsen, Manga-Cafés? Die Entzugserscheinungen nach einem längeren Japanaufenthalt können äußerst vielfältig sein. Es sind aber nicht nur besondere Leckereien oder schöne Ort, die viele Menschen nostalgisch werden lassen, sondern gerade die alltäglichen Annehmlichkeiten, die das Leben in Japan so wunderbar komfortabel machen. Wir haben eine Liste mit fünf Dingen zusammengestellt, die Sie garantiert nach einem Japan-Aufenthalt vermissen werden.

Konbini - Convenience Stores コンビニ

Japanische Convenience Stores - Konbini

7-Eleven, Family Mart, Lawson oder AMPM - Convenience Stores, in der japanischen Umschrift kurz Konbini oder Kombini („Convenie“) genannt, sind die Rettung bei allen Alltagsproblemen. Sie hatten mal wieder keine Zeit nach der Arbeit im Supermarkt (Sūpā - スーパー ) einzukaufen? Kein Problem – ihr lokaler Konbini, hält alle wichtigen Lebensmittel, von Fertiggerichten und Instant-Nudeln bis hin zu frischem Obst und Gemüse, für Sie bereit. Sie müssen wichtige Unterlagen für die morgige Präsentation ausdrucken und ihr Drucker weigert sich um 11 Uhr Abends seinen Dienst zu leisten? Bleiben Sie entspannt, jeder Konbini verfügt über einen Kopierer an dem sie bequem per USB-Stick drucken können. Ach, und wenn Sie schon mal da sind: Warum bezahlen sie nicht einfach gleich ihre letzten Strom- und Telefonrechnungen, oder verschicken das große Geburtstagsgeschenk an Ihren alten Schulfreund in Hokkaidō?
Was auf den ersten Blick wie ein kleiner Supermarkt aussieht, ist die perfekte Einrichtung um Ihnen den Alltag in jeglicher Hinsicht so angenehm wie möglich zu gestallten. Über 42.000 (Stand 2006), der ursprünglich in Amerika erfundenen, Konbini-Läden stehen in ganz Japan rund um die Uhr ihren Kunden zur Verfügung, der nächste meist nur wenige Meter von der eigenen Haustür entfernt. Und: Im Gegensatz zu deutschen Spätis, Kiosken oder Tankstellen-Shops fallen in Japan auch die Preisunterschiede zwischen Konbini und einem gewöhnlichen japanischen Supermarkt weit weniger drastisch aus.

Jidōhanbaiki - Verkaufsautomaten 自動販売機

Japanische Automaten findet man überall

Nichts Besonders? Haben wir auch in Deutschland? Nicht ganz. Allein die bloße Anzahl an Verkaufsautomaten ist in Japan schlicht unglaublich. Mehr als 5.6 Millionen Stück warten Tag und Nacht darauf ihre Kunden zuverlässig zudiensten zu stehen. Statistisch bedeutet dies: Ein Automat pro 23 Japaner und damit die höchste pro Kopfverteilung weltweit. Egal ob in der Stadt, oder einsam zwischen endlosen Reisfeldern, solange man ein paar Yen in der Tasche hat, läuft man in Japan nie Gefahr an Durst zu leiden. Selbst in 3,776 Metern Höhe, auf dem Gipfel des Fuji, müssen Sie nicht auf ein erfrischendes Getränk aus einem japanischen Getränkeautomat verzichten.
Auch in Sachen Auswahl kann sich Deutschland nicht mit dem Angebot japanischer Verkaufsautomaten messen. Neben den Automaten großer Getränkehersteller wie Coca-Cola, finden sich unzählige andere, welche die verschiedensten gekühlten Tees und Softdrinks anbieten. Darunter auch Geschmacksrichtungen, die hierzulande vermutlich niemals über den Status einer „interessanten“ Idee hinauskommen würden. Oder haben Sie schon einmal eine Pepsi-Cola „salzige Wassermelone“ in einem deutschen Geschäft, geschweige denn in einem Getränkeautomaten, entdeckt? Viele japanische Getränkeautomaten bieten zudem nicht nur gekühlte sondern gleichzeitig auch warme Getränke, wie Kaffee oder gar Suppen in Dosenform an.

Japanische Getränke-Automaten

Wie in Deutschland handelt es sich auch in Japan bei den meisten Verkaufsautomaten um Getränkeautomaten. Dies bedeutet jedoch nicht, dass Sie nicht auch unzählige andere Produkte, von Reis, über Obst, aufgewärmte Tiefkühlgerichte, Regenschirme bis hin zu T-Shirts, in Automaten kaufen können.
Ein weiterer Vorteil: Sie sind nicht immer auf Bargeld angewiesen. Viele japanische Getränkeautomaten bieten die Möglichkeit per Smartphone oder mit dem Guthaben eines aufladbaren Zugtickets zu bezahlen.
Aber ist das alles nicht eine unglaubliche Energieverschwendung?
Als Japan 2011, infolge der Erbeben- und Tsunami-Katastrophe, seine Atomkraftwerke vorübergehend vom Netz nahm, waren Getränkeautomaten, aufgrund ihres hohen Stromverbrauchs, stark vom staatlich verordneten Energiesparen betroffen. Als Konsequenz haben es sich einige Hersteller zur Aufgabe gemacht den Energieverbrauch ihrer Geräte deutlich zu senken. So hat Coca-Cola Japan einen neuen Verkaufsautomaten entwickelt, in dem Getränke nur noch während der Nacht gekühlt werden. Dank verbesserter Isolierung, kann die so herabgesetzt Temperatur, ohne Strom, den ganzen Tag hindurch gehalten werden.

Jikan Genshu - Pünktlichkeit 時間厳守

Sie dachten Deutschland sei ausgesprochen pünktlich und zuverlässig? Nun, in Japan haben wir unseren Meister gefunden.
Egal ob Paketservice oder Essenslieferant: Wenn eine bestimmte Zeit vereinbart wurde wird sie auch eingehalten. Eher müssen Sie sich darauf einstellen, dass Sie ihre bestellte Pizza 10 Minuten vor der vereinbarten Zeit erhalten, als dass sie kaltes Fastfood auf den Teller bekommen. Kann eine Vereinbarung aufgrund widriger Umstände dennoch einmal nicht eingehalten werden, wartet vor ihrer Tür ein sich tief verbeugender Lieferant, der Ihnen sagen wird, dass sein Zuspätkommen nicht zu entschuldigen ist und ihnen als Wiedergutmachung einen großzügigen Rabatt anbietet.
Müssen wir die notorischen Verspätungen der deutschen Bahn erwähnen? Die Chancen, dass Sie dies einmal in Japan erleben sind verschwindend gering. Nicht nur können Sie praktisch Ihre Uhr nach dem fahrplanmäßigen (jikan doori ni - 時間通りに ) Eintreffen der Züge stellen, auch das Einfahren derselben ist so präzise, dass Sie auf Höhe der Einstiegs-Markierungen garantiert immer eine Tür vorfinden werden. Von der grandiosen Sauberkeit innerhalb der Züge wollen wir erst gar nicht anfangen. Sollte sich ein Zug entgegen aller Wahrscheinlichkeit dennoch einmal um wenige Minuten verspäten, stehen am Ausgang des Bahnhofs bereits zerknirschte Bahnmitarbeiter bereit, die ihnen ungefragt Verspätungsbescheinigungen (Tien Shōmeisho - 遅延証明書) aushändigen, die Sie Ihrem Arbeitgeber vorlegen können. Was uns gleich zum nächsten Bereich führt indem Deutschland von Japan lernen kann:

Sābisu - Service サービス

Vielleicht gehören Sie zu den wenigen Menschen die glauben in Deutschland sei der Kunde König. Dann waren Sie vermutlich noch nicht in Japan. Wo sonst auf der Welt werden Sie sogar bei McDonalds mit größtmöglicher Höflichkeit bedient und verlassen das Lokal mit dem Gefühl, der Bedienung, durch das Bestellen eines ca. ein Euro teuren Cheesburgers, die größte Freude auf Erden gemacht zu haben?
Auch in einem richtigen Restaurant werden Sie schnell Unterschiede feststellen. Neben einer zuvorkommenden Bedienung erhalten Sie gleich zu Beginn ein O-Shibori (御絞) genanntes Tuch, mit dem Sie ihre Hände reinigen können. Eine nette Aufmerksamkeit, die je nach Jahreszeit erfrischend gekühlt oder angenehm vorgewärmt gereicht wird.
In der Regel wird ihnen auch gleich ein Tee oder Wasser angeboten werden, das Sie selbstverständlich später nicht auf der Rechnung finden werden. Es muss allerdings nicht bei Tee und Wasser bleiben. Gerade wenn Sie ein All-You-Can-Eat Menü bestellt haben, kann es durchaus sein, dass Sie sich auch nach Belieben an der vielfältigen (nicht alkoholischen) Getränkeauswahl bedienen können. Ein japanischer Service, der übrigens auch in jedem Manga-Café und vielen Karaoke-Bars im Preis inbegriffen ist.
„Soviel Service hat doch sicherlich seinen Preis?“ könnte man sich nun fragen. Nicht wirklich, denn in Japan ist es selbst bei perfektem Service absolut unüblich ein Trinkgeld zu geben.

Tisshu Kubari - Das Taschentücher-Verteilen ティッシュ配り

Zisshu Kubari - Verteilen von Gratis-Taschentüchern

Haben Sie schon einmal versucht ein Taschentuch in Japan zu kaufen? Es ist gar nicht so einfach. Während man in Deutschland in jedem Supermarkt zwischen verscheiden Marken und Arten wählen kann, ist die Auswahl in Japan deutlich geringer. Eigentlich sehr unpraktisch, oder? Der Grund hierfür ist jedoch, dass es die meisten Japaner gar nicht nötig haben sich ein Taschentuch zu kaufen. Es wird ihnen einfach so auf der Straße geschenkt. Tisshu Kubari (ティッシュ配り), das „Taschentücher-Verteilen“, ist nicht nur die Bezeichnung für einen Studentenjob, sondern fester Bestandteil japanischer Werbekampagnen. Neben den praktischen Taschentüchern befindet sich innerhalb der Plastikverpackung ein kleiner Werbezettel, mit dem die Firma auf sich oder ihr neues Produkt aufmerksam macht. Dies ist jedoch nicht weiter störend und auch über die Tatsache, dass die Qualität eines solchen Taschentuchs nicht ganz dem hierzulande gewohnten Standart entspricht kann leicht hinwegsehen werden. Wenn Sie nur oft genug zu Fuß in der Stadt unterwegs sind können Sie ohne weiteres auch einen erkältungsreichen japanischen Winter überstehen, ohne je ein einziges Taschentuch gekauft zu haben.
Taschentücher sind übrigens nicht das einzige nützliche Geschenk, das japanische Firmen regelmäßig zu Werbezwecken auf der Straße verteilen. Während des heißen Sommers stehen die Chancen äußerst gut, dass Ihnen ein praktischer Plastikfächer gereicht wird, mit dem Sie sich unterwegs ein wenig Abkühlung verschaffen können.

Japanische Gratis-Produkte

Anders als in Deutschland, machen sich japanische Unternehmen offenbar wirklich Gedanken darüber, welche Werbemittel nicht gleich wieder in der nächsten Mülltonne verschwinden. Und so kann es ebenfalls vorkommen, dass man Ihnen während eines plötzlichen Regenschauers einen einfachen Plastikregenschirm, mit dem Logo eines japanischen Telefonanbieters, anbietet.

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