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Präfektur Kanagawa - ein Ausflug nach Kamakura und Yokohama

Die Präfektur Kanagawa (神奈川県) liegt in der Region Kantō auf Honshū, der größten der japanischen Hauptinseln, und schließt sich gleich westlich der Küste folgend an die Präfektur Tokio an. Mit über 9 Millionen Einwohnern ist Kanagawa nach Tokio die bevölkerungsstärkste Präfektur Japans.

Dabei ist insbesondere der nach Osten (und damit nahe Tokio) liegende Teil der Präfektur sehr dicht bevölkert, während der sich nach Westen am Meer entlang über die Kantō-Ebene und schließlich in bergiges Gebiet erstreckende Teil sehr viel spärlicher besiedelt ist.

Mit Yokohama und Kawasaki befinden sich in der Präfektur gleich zwei Städte mit mehr als einer Millionen Einwohner. Der Yokohama Landmark Tower war mit 296 Metern sogar für einige Jahre der höchste Wolkenkratzer Japans.

Historisch bedeutend ist die Präfektur insbesondere als Hafen- und Handelspunkt, finden sich doch gleich mehrere gute Naturhäfen in der Region. Nach über 220 Jahren Isolation wurde Yokohama im Jahre 1854 der erste für fremde Schiffe geöffnete Hafen in ganz Japan.

Damit bietet die Präfektur Kanagawa neben viel Meer und vibrierenden Städten auch Rückzugsmöglichkeiten und stille Natur. Ganz besonders schön sind Ausflüge in das Hinterland im Spätherbst, wenn sich die Natur in prächtige Farben hüllt.

 

Yokohama – Großstadt und Verwaltungszentrum

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Die Kantō-Ebene im Westen der Präfektur Kanagawa - Bild: © phurinee - Stocks.Adobe.com

 

Yokohama mit seinen rund 3,5 Millionen Einwohnern bezeichnet man auch als den Brückenkopf nach Japan. In dem damals noch kleinen Fischerort erzwangen amerikanische Kriegsschiffe die Öffnung Japans. Nach der beinahe totalen Isolation begann nach 200 Jahren wieder ein internationaler Austausch und Handel. 

Mit einem auch für größere Schiffe geeigneten Naturhafen und in unmittelbarer Nähe zum damaligen japanischen Verwaltungshauptsitz Edo (heute Tokio) war Yokohama ideal gelegen. Heute ist Yokohama daher auch bekannt für die Durchmischung von japanischer und westlicher Tradition und Baustile.

Eines der Wahrzeichen der Stadt das Red Brick Warehouse, ein typisches, frühindustrielles Backstein-Lagerhaus, könnte man auch in Hamburg, Liverpool oder New York vermuten.

Ein ganz besonderes Erlebnis ist ein Besuch des Shin-Yokohama Ramen Museums. In dem beliebten Themenpark haben sich berühmte Ramen-Läden aus ganz Japan in nachempfundenen Straßen aus der Shōwa-Zeit niedergelassen.

Wirklich einzigartig in Japan dürfte der Stadtbezirk Yamate sein, der im 19. Jahrhundert durch Ausländer bewohnt und besiedelt wurde. Hier findet man europäische und US-amerikanische Häuser, samt einer historisierenden Kirche im englischen Stil, europäischen Parks und Gärten.

Heute ist Yamate immer noch ein Wohnbezirk. Durch die architektonischen Besonderheiten (und Absurditäten) wurde Yamate immer mehr ein beliebtes Ausflugsziel. Weitere Highlights in Yokohama sind der 296 Meter hohe Landmark Tower, der Yamashita Park, Yokohamas Chinatown und der Zoo. Daneben gibt es aber natürlich noch tausend weitere kleine Perlen zu entdecken – und zu genießen. 

 

Kamakura – Tempel, Tradition, Geschichte

Der große Buddha in Kamakura
Der große Buddha in Kamakura - Bild: © SeanPavonePhoto - Stocks.Adobe.com

 

Problemlos als Tagesausflug von Tokio oder Yokohama zu erreichen, präsentiert sich die alte Stadt Kamakura (172.000 Einwohner) mit ihren Tempeln und Badestränden als perfekter Erholungs- und Ausflugsort.

Die malerische Lage am Meer und zum Land hin von fünf Hügeln abgeschirmt haben Kamakura heute in einen echten Touristen-Hotspot verwandelt. Viele alte Gebäude und Tempel sind hier noch erhalten. Besonders berühmt ist der Tempel Kōtoku-in mit dem „großen Buddha“ (daibutsu), einer überlebensgroßen Statue des Buddha Amitabha.

Das ursprüngliche Tempelgebäude aus Holz wurde 1489 durch einen Tsunami zerstört, seitdem steht die Statue im Freien. Besonders sehenswert sind auch das Nonnenkloster Tōkei-ji, der wichtige Shintō Schrein Tsurugaoka Hachiman-gū in einem Parkgelände samt einer mit Kirschbäumen gesäumten Allee. Malerisch an einem der Hügel über der Stadt liegt der buddhistische Tempel Hase-dera mit der größten hölzernen Kannnon Statue Japans, der Göttin der Barmherzigkeit.

 

Weitere sehenswerte Orte in der Präfektur Kanagawa

Hakone Fuji Ashinoko See
Die Kleinstadt Hakone an den Ufern des großen Ashinoko See mit Blick auf den heiligen Berg Fuji - Bild: © sataojp - Stocks.Adobe.com

 

In den Bergen im Westen Kanagawas, im Vorland des Fujisan, des heiligsten Berges Japans, liegt die für ihre heißen Quellen berühmte Kleinstadt Hakone. Inmitten spektakulärer Natur und an den Ufern des großen Ashinoko See ist Hakone genau der richtige Ort, um sich für ein Wochenende von den Strapazen der Großstadt zu erholen. Nach Tokio sind es knapp 100 Kilometer, die sich aber durch guten Verkehrsanschluss problemlos bewältigen lassen.

In unmittelbarer Nähe zu Hakone gibt es 20 heiße Quellen, die so genannten Onsen, und dazugehörige, häufig traditionelle Badehäuser und Herbergen. Auch die Hafenstadt Yokosuka ist durchaus sehenswert. Diese gilt als Heimat des Navy-Currys und des kare raisu (Curry und Reis), die zu den beliebtesten Gerichten in Japan überhaupt gehören. 

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