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Der Reiskocher ist die Basis jeder Küche in Japan

Japanische Küche oder asiatische Gerichte sind ohne Reis kaum denkbar. So selbstverständlich, wie hierzulande Kartoffeln oder in Italien Nudeln gegessen werden, ist der Reis die Grundlage für einen Großteil der japanischen Rezepte. Da Reis folglich sehr oft (wenn nicht sogar täglich) zubereitet werden muss, greift ein japanischer Haushalt heutzutage fast immer auf einen speziellen Reiskocher zurück. Er ist in japanischen Küchen so selbstverständlich wie bei uns eine Mikrowelle oder ein Wasserkocher.

In deutschen Küchen ist die Verwendung eines solchen Gerätes aber eher die Ausnahme, denn selbst wer relativ oft Reis kocht, hält einen speziellen Reiskocher in der Regel für verzichtbar. Und tatsächlich lassen sich sämtliche Reisgerichte natürlich auch in herkömmlichen Töpfen oder Dampfkochtöpfen zubereiten – schließlich ist ein elektrischer japanischer Reiskocher jahrhundertelang nicht verfügbar gewesen. Der Unterschied liegt darin, dass man mit einem Reiskocher den Routinevorgang dem Gerät überlassen und sich anderen Arbeiten beim Kochen widmen kann, ohne dass etwas anbrennt oder verkocht. Ein perfektes, reproduzierbares Ergebnis ist es, das viele Reiskocher Rezepte so bestechend simpel und gleichzeitig köstlich macht. Ein solches Gerät erspart also Zeit, Arbeit und Ärger, da man stets den richtig zubereiteten Reis erhält.

Welche Vorteile hat ein japanischer Reiskocher?

Mit einem Reiskocher gelingt der Reis immer perfekt, ohne viel Mühe. Dank der eingebauten Automatik schaltet der Reiskocher in den Warmhaltemodus, sobald der Reis fertig ist.
Mit einem Reiskocher gelingt der Reis immer perfekt, ohne viel Mühe. Dank der eingebauten Automatik schaltet der Reiskocher in den Warmhaltemodus, sobald der Reis fertig ist. - Bild: © kikisora - fotolia.com

Wer problemlos Reis im normalen Kochtopf zubereitet, der sieht normalerweise keinen Grund für die Anschaffung japanischer Reiskocher. Doch er entlastet den Koch und sorgt für ein gleichbleibend gutes Ergebnis beim Kochen. So muss man in einem normalen Kochtopf den Reis stets beobachten und rechtzeitig die korrekte Hitze einstellen, damit nichts anbrennt und der Reis perfekt gelingt. Auch ein Überkochen oder der berüchtigte „Matsch“ bei zu langer Garzeit sind sicherlich vielen Köchen ein Begriff. Diese Faktoren lassen sich durch Aufmerksamkeit und Erfahrung zwar kompensieren, aber ein japanischer Reiskocher macht das eben alles automatisch.

Moderne elektronische Reiskocher verfügen nämlich über eine automatische Hitzeregulierung und schalten nach der richtigen Garzeit in einen Warmhaltemodus. Angebrannter Reis gehört damit der Vergangenheit an. Der Koch muss sich lediglich um das richtige Verhältnis zwischen Reis und Wasser kümmern, was aber durch die Angaben der Reiskocher Rezepte und die meist vorhandenen Markierungen im Topf sehr einfach ist. Allerdings gibt es je nach Reisart und Rezept auch unterschiedliche Zubereitungsweisen, die man erlernen sollte.

Seit wann gibt es Reiskocher?

Elektrische und elektronische Reiskocher sind natürlich eine Erfindung der Neuzeit. Das Prinzip eines speziellen Topfes zum Kochen von Reis ist jedoch schon sehr alt. So gibt es Museumsfunde, die eine Verwendung von Keramik-Reiskochern bereits im Mittelalter nachweisen. Ein moderner und zuverlässiger japanischer Reiskocher mit elektrischem Anschluss kam erstmals 1956 auf den Markt und wurde von Toshiba hergestellt. Es gab zwar vorher schon elektrische Reiskocher, die aber aufgrund von technischen Unzulänglichkeiten noch nicht ausgereift waren. Der Unterschied lag in der automatischen Hitzeregulierung, wodurch erstmals perfekte Ergebnisse für Reiskocher Rezepte möglich wurden. Schon vier Jahre später dominierte Toshiba mit seiner Erfindung den Markt und konnte in 50 Prozent aller Haushalte einen Reiskocher verkaufen. Schließlich erkannten auch andere Hersteller wie Mitsubishi oder Panasonic das Potenzial und produzierten eigene Geräte. Diese Konkurrenz belebte nicht nur das Geschäft, sondern sorgte auch für eine stetige Weiterentwicklung japanischer Reiskocher zur Perfektion von heute.

Welche Arten von Geräten gibt es?

Es gibt drei verschiedene Arten von Reiskochern. Vom günstigen Modell bis zum Luxus-Schnell-Reiskocher gibt es alle Varianten. Auch Multifunktionsgeräte erfreuen sich großer Beliebtheit.
Es gibt drei verschiedene Arten von Reiskochern. Vom günstigen Modell bis zum Luxus-Schnell-Reiskocher gibt es alle Varianten. Auch Multifunktionsgeräte erfreuen sich großer Beliebtheit. - Bild: © dreamnikon - fotolia.com

Vom Prinzip her gleichen sich die meisten Reiskocher, doch im Detail gibt es erhebliche Unterschiede. Am verbreitetsten sind die Standardmodelle mit einer leicht zu reinigenden Metallschale, die entweder aus Aluminium gefertigt ist oder eine Antihaft-Teflonbeschichtung besitzt. Sie wird von unten beheizt und liefert befriedigende Ergebnisse beim Kochen von Reis. Sehr viel präziser und ausgefeilter sind hingegen moderne, durch Mikroprozessoren gesteuerte Induktions-Reiskocher. Sie nutzen und verteilen die Wärme auf ideale Weise und sind programmierbar. Somit können Start- und Zubereitungszeiten variiert und die unterschiedlichsten Reiskocher Rezepte umgesetzt werden. Reiskocher der Oberliga sind Kombinationen des klassischen Reiskochers mit einem Schnellkochtopf. Diese auch als Druck-Reiskocher oder elektronische Multikocher bezeichneten Geräte weisen eine deutlich verkürzte Garzeit auf und sind besonders bei Leuten beliebt, die nur wenig Zeit zum Kochen und Essen haben.

Japanischer Dampfgarer: Eine sinnvolle Ergänzung

Ein japanischer Dampfgarer aus Bambus ist ein nützlicher Küchenhelfer. Gemüse, Fisch, Teigtaschen und weitere Speisen werden langsam gedämpft, ihre Nährstoffe bleiben erhalten.
Ein japanischer Dampfgarer aus Bambus ist ein nützlicher Küchenhelfer. Gemüse, Fisch, Teigtaschen und weitere Speisen werden langsam gedämpft, ihre Nährstoffe bleiben erhalten. - Bild: © HLPhoto - fotolia.com

Ein japanischer Reiskocher kann mehr als nur Reis erhitzen. Viele Hersteller rüsten ihre Modelle inzwischen mit Zusatzfunktionen aus, so dass beispielsweise wie in einem Dampfgarer auch Gemüse oder Fisch mitgegart werden können. Sogar Brot kann mit manchen Geräten gebacken werden – das ist aber die Ausnahme. Für spezielle Reiskocher Rezepte gibt es eine Unzahl an eigens geschriebenen Kochbüchern, die eine große Vielfalt an Gerichten enthalten. Es sind jedoch nicht alle Reiskocher für alle Gerichte geeignet; man sollte daher Angaben und Informationen in den Rezepten beachten, um beispielsweise Schäden an der Teflonbeschichtung zu vermeiden.

Einfacher ist es, einen speziellen japanischen Dampfgarerzu benutzen. Dieser bestehen meistens aus einem runden Bambus-Körbchen, das auf einen Topf mit Wasser gesetzt wird. Manche Köche setzen die Dampfgarer auch in eine mit Wasser gefüllte Pfanne. Ob Topf oder Pfanne – die Funktionsweise ist die gleiche. Durch die Löcher im Bambusgeflecht dringt dann der Wasserdampf und gart das Gemüse, den Fisch, die Teigtaschen oder andere Gerichte auf langsame Art und Weise. So werden alle Nährstoffe und Aromen der Speisen bewahrt Oft sind die Bambusdämpfer aus Japan mehrstöckig, sodass verschiedene Zutaten parallel gedämpft werden können. Legt man den Bambusdämpfer mit Salatblättern aus, kann man das Essen darin sogar direkt stilvoll servieren. Theoretisch eignet sich ein japanischer Dampfgarer auch für die Zubereitung von Reis – allerdings ist das recht umständlich und für diesen Zweck bietet sich ohnehin eher die Verwendung eines Reiskochers an.

Generell kann ein japanischer Reiskocher die westliche Küche ebenso sehr bereichern wie die asiatische, denn Reis wird schließlich nicht nur in Asien gerne gegessen. Die Zeitersparnis und die Vorteile insbesondere beim Warmhalten von gegartem Reis sind für sich genommen schon gute Argumente, sich einen solchen modernen Reiskocher zuzulegen. Wer gerne und häufig Reis isst, wird dies nicht bereuen. Zu beachten ist jedoch, dass Direktimporte aus Japan meist nur für 110 Volt geeignet sind. Einfacher ist es, ein für den deutschen und europäischen Markt konzipiertes Gerät zu kaufen.

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