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Japan Urlaub im Januar – warum der Winter eine tolle Reisezeit ist

Die wenigsten Europäer denken bei Japan an Winter und Schnee. Und tatsächlich hängt es sehr von der jeweiligen Region ab, ob man welchen zu Gesicht bekommt. Während der Norden und der Westen des Landes klimatisch durchaus einen bisweilen recht harten Winter zu bewältigen haben, sind der Süden und Osten des Landes (die Pazifikregion) in der Regel weitgehend schneefrei. Das dortige Klima wird schon im Frühjahr wieder subtropisch und ist dementsprechend weniger mitteleuropäisch als der Norden und die Westküste.

Zum einen liegt das an der relativ großen Ausdehnung der japanischen Inseln in der Fläche, zum anderen an den sehr kalten Luftmassen, die den Norden und Westen direkt aus Sibirien treffen. Entsprechend unterschiedlich sind in Japan Temperaturen zwischen den verschiedenen Regionen: Von T-Shirt-Wetter im Süden bis zur bittersten Kälte im Norden ist alles vertreten. Für den Japan Urlaub sollte man das also berücksichtigen. Gerade in Asien gilt der Januar für Wintersportler inzwischen als die beste Reisezeit für Japan; der Begriff „japanische Alpen“ kommt nicht von ungefähr. Und tatsächlich können die Skigebiete auf den japanischen Inseln mittlerweile durchaus mit anderen Orten in der Welt konkurrieren.

Die beste Reisezeit für Japan – kann man das so pauschal sagen?

In einem Land, in dem man derart vielfältige Klimazonen antrifft, gibt es eigentlich keine pauschal richtigen Aussagen zur Reisezeit. Die beste Reisezeit Japans ist immer die, die dem Reisenden die Umsetzung seiner Vorstellungen ermöglicht. Wer zum Beispiel die Kirschblüte sehen möchte, sollte natürlich nicht unbedingt im tiefsten Winter nach Japan reisen. Allerdings unterscheiden sich in Japan Temperaturen im Januar zum Teil erheblich voneinander, denn im Süden fällt das Thermometer in der Regel kaum oder gar nicht unter den Gefrierpunkt. Schnee in diesen Regionen anzutreffen, gilt als Sensation, während im Norden "Japan im Winter" tatsächlich Eis und Schnee bedeutet und die dortigen Bewohner das Schneechaos in den südlichen Landesteilen nur milde belächeln können. Für den ambitionierten Wintersportler ist Japan im Januar in jedem Fall eine Reise wert. Aber was ist mit Menschen, die nicht zum Skifahren nach Japan kommen möchten, sondern die anderen typischen Aspekte des Landes kennenlernen wollen?

Im Japan Urlaub etwas Besonderes erleben

Viele Teile Japans – vor allem der Norden und der Westen – verwandeln sich jeden Winter in ein Wunderland. Vielerorts wird sogar Wintersport betrieben.

Ein Japan Urlaub ist für die meisten Menschen etwas Besonderes. Das liegt nicht nur an der Besonderheit der japanischen Kultur und allen anderen begleitenden Faktoren, sondern natürlich zu einem guten Teil auch an der großen Entfernung. Entsprechend kostspielig sind Flugreisen nach Asien heute immer noch.

Aber gerade ein Besuch von Japan im Januar kann sich lohnen, denn außerhalb der großen Sommer-Reisezeit lässt sich so manches günstige Flugticket ergattern. Das gilt im Prinzip auch für den Aufenthalt in Japan selbst, denn die beste Reisezeit in Japan ist nicht unbedingt die, in der sich die meisten Touristen an den unterschiedlichen Orten einfinden. Allerdings gibt es einige Einschränkungen. Gerade um den Jahreswechsel herum verbringen viele Japaner ihre freien Tage selbst im Urlaub, was die Hotelzimmer in den jeweiligen Gebieten verknappt und verteuert. Abseits dieses Trubels ist der Januar aber eine ideale Reisezeit zum Erkunden des Landes. Viele verschiedene Events und Veranstaltungen lassen sich auch wetterunabhängig planen und genießen.

Tradition und moderne Technik

Wie überall in Japan stellen Tradition und moderne Technik keinen Widerspruch dar. Sehr traditionell wird das Jahr bereits am 2. Januar durch die üblichen Neujahrsgrüße des Kaisers eingeläutet. Rund um den Jahreswechsel stehen für die meisten Japaner Besuche in Tempeln und Schreinen an, um das neue Jahr mit den traditionellen Ritualen zu begrüßen. Dies gilt sogar für nicht-religiöse Japaner, denn es gehört einfach dazu, wenn das alte Jahr verabschiedet wurde und der Lebenszyklus der Natur sich im Januar erneuert. Etwas profaner geht es dann schon auf dem bekannten professionellen Sumo-Ringer-Turnier zu, das 2016 vom 10. Januar bis zum 24. Januar in Tokyo stattfindet.

Im berühmten Ryogoku Kokugikan Sumo Stadion messen sich die besten Sumokämpfer im ersten von insgesamt sechs Profi-Turnieren des Jahres. Wem das alles ein wenig zu viel Tradition ist, für den ist der Tokyo Auto Salon vielleicht eine Alternative. Japan im Winter muss also nicht unbedingt im Freien stattfinden. Vom 15. bis zum 17. Januar kann man auf dieser Automesse alle Neuheiten bewundern, die anderswo erst im Verlauf des Jahres zu bestaunen sein werden. Nicht selten werden Innovationen und technische Neuerungen hier zuerst präsentiert. Vor allem Fans von Filmen wie „Fast & Furious“ werden auf ihre Kosten kommen, zumal es auch Vorführungen von Drift-Künstlern und Präsentationen getunter Fahrzeuge gibt.

Erwachsenwerden in Japan

Seijin no Hi, das ist der Tag, an dem alle 20-jährigen ihre Volljährigkeit feiern. Die jungen Frauen tragen zu diesem Anlass teure Kimono, während die jungen Männer meist im Anzug auftreten.

In Japan gilt man ab dem Alter von 20 als erwachsen. Dieses Datum ist natürlich für jeden ein anderes. Dennoch ist es üblich, dass im Januar überall in Japan Zeremonien in den Rathäusern und Versammlungshallen zu Ehren derer abgehalten werden, die im vergangenen Jahr das 20. Lebensjahr vollendet haben. Dies bezeichnet man als „Seijin no Hi“ (Coming of Age Day). Während die Männer heutzutage normalerweise einen eleganten Anzug zu diesem Anlass tragen, kleiden sich die Frauen in traditionelle Kimonos. Diese sind nicht billig und können schon mal eine Million Yen verschlingen. Nach der großen Zeremonie gehen die Familien dann zu ihrem örtlichen Schrein, um ihre Vorfahren zu ehren und die Geister um Beistand zu bitten. Der Coming of Age Day am zweiten Montag im Januar (dieses Jahr am 11. Januar) ist einer der gesetzlichen Feiertage in Japan.

Winter-Wunderland Japan

Wie schon erwähnt, ist der Winter in manchen Gegenden Japans gar nicht so abstrakt, wie man es von einem Land mit teilweise subtropischem Klima erwarten würde. Dies äußerst sich nicht nur in den Aktivitäten in den Skigebieten, sondern auch in vielen Indoor-Veranstaltungen. In der Region um den ehemaligen Winter-Olympia-Austragungsort Sapporo hält man sogar einen ganzen Monat lang ein Eisfestival im Freien ab. Das Lake Shikotsu Ice Festival ist jedoch nicht mit einem Eiskunstlauf-Event auf dem See zu verwechseln. Vielmehr präsentieren hier versierte Künstler ihre Eisskulpturen und Kunstwerke, die in ihrer Vergänglichkeit faszinierend und berührend zugleich sind. Dabei handelt es sich bei den Formationen nicht unbedingt um Eis-Statuen oder dergleichen. Vielmehr wird das Wasser des Sees Shikotsu versprüht. Nach dem Gefrieren werden immer weitere Schichten hinzugefügt. Der Zufall spielt dabei eine große Rolle. Am Ende steht ein ganzer Park imposanter Eisformationen, die vor allem in der Dunkelheit toll zur Geltung kommen, da sie von farbigen Lichtern angestrahlt werden und manchmal auch von innen heraus beleuchtet sind.

Glücksbringer brennen gut

Nach dem ersten Schreinbesuch in den ersten Januar-Tagen, werden Mitte Januar viele Omamori in speziellen Zeremonien verbrannt.

Nach dem traditionellen ersten Schreinbesuch Anfang Januar brennen Mitte Januar in Japan die Glücksbringer. Das ist kein schlechtes Omen, im Gegenteil. Zur Monatsmitte werden üblicherweise in vielen der zahllosen Schreine in Japan Zeremonien durchgeführt, bei denen Glücksbringer in großen Feuern verbrannt werden. Dieses Event wird auch als Dondo Yaki bezeichnet. Es ist auch eine Gelegenheit, sich von Gegenständen zu trennen, die man nicht einfach so wegwerfen darf, ohne das Pech zu provozieren. Dies ist beispielsweise bei Gegenständen der Fall, die Symbole der japanischen Tierkreiszeichen abbilden. Um diese zu „entsorgen“, ist das Dondo Yaki die ideale Lösung. Man befreit sich von den Altlasten des vergangenen Jahres und stimmt die Götter und Geister gnädig für das kommende Jahr. Für viele Japaner ist diese symbolische Handlung sehr wichtig und hat vielerorts einen beeindruckenden zeremoniellen Rahmen. Auch um Feuer geht es beim Wakakusa Yamayaki, das am 23. Januar in Nara stattfindet. Dieses Festival ist dem Andenken an einen jahrhundertealten Streit zwischen den Kofukuji und Todaiji Tempeln gewidmet, die beide in Nara beheimatet sind. Damals stritt man sich um den Besitz bestimmter Ländereien. Dieser Streit eskalierte damals derart, dass am Ende der Berg Wakakusa in Flammen stand. An dieses Ereignis wird mit einem gigantischen Feuer erinnert, das auf dem Wakakusa Yamayaki Festival entfacht wird.

Für den Japan Urlaub ist der Januar also mit die beste Reisezeit, Japan Kenner wissen das. Günstige Reisen sind außerhalb der Feiertage durchaus zu bekommen, ausgenommen vielleicht die in dieser Jahreszeit stark frequentierten Wintersportorte. Doch auch diese Regionen lohnen einen Besuch in jedem Fall. Viele interessante Bräuche und Rituale haben im Januar ihren Höhepunkt und werden von vielen Japanern als sehr wichtig für ein erfolgreiches neues Jahr angesehen. Und je nachdem, wie man die Reisezeit legt, kann man dann in Richtung Februar vielleicht sogar schon die ersten Blüten im Süden des Landes sehen – was aber natürlich sehr von der Kooperation des Wettergottes abhängt.  

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