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Japanisches Feuerwerk – ein echtes Meisterstück

Feuerwerk übt in der ganzen Welt eine ungebrochene Faszination auf die Zuschauer aus. Unabhängig vom Anlass ist das Farbenspiel am Himmel ein fesselndes Ereignis. Während man allgemein die chinesischen Feuerwerke als Ursprung aller Pyrotechnik betrachtet, ist japanisches Feuerwerk oft weniger bekannt. Wer jedoch schon einmal ein japanisches Fest besucht hat, auf dem ein Hanabi gezeigt wird, bemerkt sofort die feinen Unterschiede zwischen einem einfachen Abbrennen von Pyrotechnik und einem echten Kunstwerk am Himmel.

Ein japanisches Fest ohne Hanabi ist kaum vorstellbar

Hanabi ist der allgemein verwendete japanische Begriff für Feuerwerk, wobei die wörtliche Übersetzung am ehesten „Blumen aus Feuer“ lautet. Und wer ein japanisches Feuerwerk schon einmal gesehen hat, versteht diese Metapher sofort. Denn im Gegensatz zu vielen anderen Feuerwerksarten sind die Brandsätze der Hanabishi (also der Feuerwerksmeister) tatsächlich mit Blüten am Himmel zu vergleichen. Die Vielfalt an Farben und die Perfektion der angestrebten Formen unterscheidet dabei ein echtes Hanabi von den meisten anderen Feuerwerksarten auf der Welt. Auch in China werden ähnliche Feuerwerke konzipiert, doch im direkten Vergleich gibt es dennoch erhebliche Unterschiede.

Die Kugelbombe ist der Herzstück für japanisches Feuerwerk

Das Geheimnis der Hanabishi ist die Verwendung von Kugelbomben, die in den Himmel geschossen werden. Anders als die traditionellen Raketen, entfalten sie ein sehr viel gleichmäßigeres Explosionsbild. Gleichzeitig erhalten sie durch ihre kompakte Kugelform eine nahezu perfekte Stabilität, die eine ideale Flugbahn selbst bei sehr hohen Beschleunigungskräften gewährleistet. Angefangen hat alles im 16. Jahrhundert. Schon damals brannte man Schwarzpulver auf Festen ab. Bald darauf entwarf man die ersten einfachen Feuerwerksbomben, die so manches japanisches Fest am Hofe der Kaiser und Fürsten abgerundet haben. Doch damals gab es die Kugelbomben, die hoch in den Himmel geschossen werden, noch nicht. Erst im Laufe der Zeit entwickelten die Hanabishi ihre Kunstfertigkeit, indem sie mit unterschiedlichen Formen und Möglichkeiten experimentierten. Nicht zuletzt variierten sie auch die Inhaltsstoffe, die sich auf die Farbgebung auswirken und ein japanisches Feuerwerk zu dem farbenfrohen Blumenspiel machen, das wir heute kennen.

Raketen sind für japanisches Feuerwerk die Ausnahme

Ein echtes Hanabi kann nicht jeder planen und ausführen. Ein Feuerwerksmeister für ein japanisches Feuerwerk muss sagenhafte zehn Jahre Ausbildungszeit durchlaufen, bis er sich in allen Aspekten der Feuerwerkskunst bewiesen hat. Dazu gehören nicht nur die Planung, Gestaltung und Zündung von Feuerwerkskörpern, sondern auch deren Herstellung in Eigenregie. Diese hohe Kunst wird in Japan besonders geschätzt und ein Hanabishi ist stets von den besten Wünschen für seine Gesundheit begleitet. Auch in Europa und in Deutschland gibt es kaum noch ein japanisches Fest, auf dem kein japanisches Feuerwerk abgebrannt wird. Ob dahinter stets ein echter Hanabishi steht, bleibt dahingestellt, doch während in anderen Teilen der Welt häufig zylinderförmige Feuerwerkskörper in den Himmel geschossen werden, bedienen sich auch hiesige Pyrotechniker immer öfter der mächtigen Kugelbomben, die für Höhenfeuerwerke inzwischen ideal sind.

Profis lieben japanisches Feuerwerk

Früher wurden solche Höhenfeuerwerke (unabhängig vom Anlass) noch größtenteils über Raketen realisiert. Diese schränken die Gestaltungsfähigkeit aber ein und besitzen meist auch nicht die Reichweite, Präzision und Zuverlässigkeit, die wünschenswert wäre. Diesen Trend kann man selbst beim einfachen Silvesterfeuerwerk beobachten, das man im Laden um die Ecke kauft. Auch hier sind die Raketen seit einigen Jahren auf dem Rückzug und werden immer öfter durch Feuerwerksbatterien ersetzt. Hierbei werden keine Raketen mehr in die Luft geschossen, die dann ihre Effektladung freigeben, sondern die Effektladungen werden direkt von der Batterie in den Himmel geschossen. Im Prinzip machen Profis das nicht viel anders. Hier sind nur die Maßstäbe meistens etwas größer.

Warum ist japanisches Feuerwerk so besonders?

Die Kugelbombe hat die perfekte Form für eine stabile Flugbahn und steckt die hohen Kräfte beim Abschuss bestens weg. Vereinfacht gesagt, handelt es sich bei den Abschussvorrichtungen eher um kleine Kanonen, die ihre Ladung senkrecht in den Himmel schießen. Wer jetzt glaubt, dass eine Kugelbombe nur eine einfache Kanonenkugel ist, die in der Luft platzt, irrt sich jedoch. Sie besteht häufig aus vielen Schichten, die zeitverzögert unterschiedliche Inhaltsstoffe in verschiedenen Farben abbrennt, wenn sie explodiert. Nicht selten sind weitere kleine Kugelbomben an der Außenhülle befestigt, die bei der Explosion ideal konzentrisch verteilt werden und so die einzigartigen Blumenmuster bilden, die in ihrer perfekten Form auf andere Weise kaum zu erzeugen sind. Doch ein Feuerwerk zu beschreiben ist ähnlich schwierig wie ein Festmahl zu erklären. Man muss teilgenommen haben, um es zu verstehen. Wo immer ein japanisches Fest und ein japanisches Feuerwerk geplant sind, lohnt sich der Besuch in jedem Fall, ganz besonders, wenn das Hanabi von einem echten Meister erschaffen wurde. Leider haben wir kein japanisches Feuerwerk in unserem Sortiment – aber unsere Windlichter machen auch eine traumhafte Stimmung.

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