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Die praktischste Verpackung der Welt? Das Furoshiki Tuch!

In Deutschland gehört die Vermeidung von Verpackungsmüll bei Geschenken inzwischen nicht mehr nur bei Ökofreaks zum guten Ton. Längst öffnen viele Menschen Geschenkverpackungen sehr vorsichtig, weil man das Papier wiederverwenden kann. Außerdem kommen immer öfter wiederverwendbare Geschenkboxen und Tragetaschen zum Einsatz. In Japan ist dies keine neue Tradition. Zwar hat man hier zwischenzeitlich auch sehr viele Wegwerf-Verpackungen genutzt, doch seit einigen Jahren erlebt das Furoshiki als Verpackungsmaterial eine echte Renaissance.

Geschenke verpacken auf Japanisch

Geschenke spielen in der japanischen Kultur eine große Rolle. Häufig werden sie ohne besonderen Anlass ausgetauscht, etwa als Dankeschön für eine Einladung zum Essen. Dabei gilt, dass das Geschenk immer im Verhältnis zum Anlass stehen sollte. Denn sowohl zu kleine als auch zu große Geschenke können unangebracht sein und den Beschenkten beschämen. Umgekehrt werden die Gaben in der Regel nicht vor dem Schenkenden ausgepackt. Doch wie kann man das Geschenke verpacken japanisch gestalten? Die beliebten Furoshiki Tücher bieten hierfür eine tolle Alternative zu herkömmlichen Geschenkverpackungen oder teurem Papier. Der große Vorteil der Furoshiki liegt dabei in ihrer Vielseitigkeit. Denn man kann mit ihnen nicht nur Geschenke verpacken, sondern sie auch als Tragetasche oder sogar als Platzset beim Essen einsetzen.

Das Furoshiki geht auf eine alte Tradition zurück

Wie viele Bräuche gehen auch die Furoshiki Tücher auf alte Traditionen zurück. Bemerkenswert ist, dass sie zunächst gar nicht dazu dienten, das Geschenke verpacken japanisch zu prägen, sondern eher als Transport- und Verpackungsmittel für alle möglichen Waren genutzt wurden. Geschichtsforscher datieren die ersten Furoshiki Tüchter auf die Nara-Zeit (710–795 n.Chr.). Damals hießen sie allerdings noch nicht so. Furoshiki bedeutet übersetzt „Badetuch“ und wurde etwa ab dem Edo-Zeitalter (1603–1868 n.Chr.) zum Transportieren der Kleidung verwendet. Zu jener Zeit etablierte sich eine ausgeprägte Badekultur in Japan, die das Furoshiki zum festen Bestandteil des Lebens machte.

Mehr als nur Verpackungsmaterial

Schnell entdeckte man die vielseitigen Möglichkeiten der Furoshiki Tücher und nutzte sie für die unterschiedlichsten Anwendungen. Da man die Tücher ähnlich wie beim Origami auf verschiedene Weise falten kann, kamen findige Japaner immer wieder auf neue Ideen. Am häufigsten wurden die Furoshiki sicherlich als Transportbehälter in Form einer Tasche genutzt. Mit ihnen transportierte man Einkäufe oder auch die berühmten Bento-Boxen, in denen das Mittagessen aufbewahrt wird. Es war beinahe zwangsläufig, dass irgendwann auch das Geschenke verpacken japanisch geprägt wurde, indem man die Furoshiki Tücher ähnlich wie Geschenkpapier einsetzte. Aber darüber hinaus gibt es zahllose weitere Anwendungsfelder. Das quadratische Stück Stoff ist in der Regel mit typisch japanischen Mustern bedruckt. Ursprünglich wurden die Furoshiki Tücher aus Baumwolle, Seide oder auch Hanf hergestellt, doch in der modernen Zeit haben Recycling-Materialien und Kunstfasern Einzug in die Furoshiki Kultur gehalten. Neben den Mustern, die bisweilen denen auf Kimonos nicht unähnlich sind, gibt es auch Varianten mit Farbverläufen, die durch Einsatz der Shibori Färbetechnik erzielt werden.

Die richtige Falttechnik macht den Unterschied

Furoshiki Falten ist eine Kunst für sich

Versierte Japaner sind in der Lage, mit wenigen Handgriffen ihre Furoshiki Tücher in unterschiedlichste Gebrauchsgegenstände zu verwandeln. Ob Tragetaschen für Bento-Boxen, Einkaufsbeutel, Picknick- oder Platzset für das Dinner am heimischen Esstisch – unter den zahllosen Anleitungen zum Falten von Furoshiki, die sich im Internet finden, ist mit Sicherheit etwas für jeden Geschmack dabei. Wer diese Techniken übt und beherrscht, kann seine Geschenke demnächst mit einem ungewöhnlichen Blickfang aufwerten. Die Furoshiki gibt es in unterschiedlichen Farben und Mustern, aber natürlich auch in unterschiedlichen Formaten. Am gängigsten ist das quadratische Format 98 x 98 Zentimeter oder kleiner in 45 x 45 Zentimeter, jedoch sind andere Größen durchaus erhältlich. Und wer vom Furoshiki noch nicht gänzlich überzeugt ist, aber trotzdem seine Geschenkverpackung japanisch gestalten möchte, sollte auch stets an das japanische Masking-Tape denken. Denn überall, wo Geschenkpapier verwendet wird, ist das praktische und spurlos ablösbare Klebeband ideal. Mit zahlreichen Mustern und Farbvariationen können Maskingtapes übrigens auch als Dekorationsmaterial eingesetzt werden, um zum Beispiel Wände oder Alltagsgegenstände zu verzieren.

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