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Japanisch lernen: die 10 wichtigsten Redewendungen

Wenn Sie der japanischen Kultur näherkommen möchten, führt kein Weg an der japanischen Sprache vorbei. Allein schon das komplexe Schriftsystem ist eine Besonderheit, die in uns eine besondere Faszination und Neugier auslöst. Im Japanischen werden Wörter und Sätze nicht aus Buchstaben gebildet. Der Zusammensetzung von Begriffen und die gesamte Grammatik unterscheidet sich grundsätzlich von dem, was wir kennen.

Aus diesem Grunde wird es eine Zeit dauern, bis Sie die Sprache verinnerlicht haben und beherrschen. Die gastfreundlichen Japaner werden es auf jeden Fall zu schätzen wissen, wenn Sie sich die Mühe machen, einige Redewendungen in Japanisch zu sprechen.

Wir werfen also einen Blick auf die wichtigsten japanischen Redewendungen und deren Bedeutung. So können Sie auch als Japanisch-Anfänger in vielen Situationen direkt einen guten Eindruck hinterlassen.

 

Begrüßung: Ohaiyou gozaimasu, konnichiwa und konbanwa

Einen Japaner in seiner Landessprache zu begrüßen, gehört bei einem Besuch im Land der aufgehenden Sonne einfach dazu. Welche Begrüßungsformel man wählt, hängt in erster Linie von der Tageszeit ab:

Guten Morgen: „ohaiyou gozaimasu“ (おはようございまZ)

Guten Tag: „konnichiwa“ (こんにちは )

Guten Abend: „konbanwa“ (こんばんは)

Übrigens: Am Telefon meldet man sich in der Regel einfach mit einem „moshi moshi“.

 

japanische Redewendung Bedanken
In Japan gibt es viele Worte, um sich zu bedanken… - Bild: © Polkadot - Stocks.Adobe.com

 

Bedanken: Arigatou gozaimasu

Das Bedanken und gegenseitige Wertschätzen ist ein wesentlicher Bestandteil der japanischen Sprachkultur. Ein „arigatou gozaimasu“ (ありがとうございます) ist dabei eine allgemeingültige und formelle Art um „Danke“ zu sagen. In einem weniger formellen Kontext tut es auch schon ein „domo arigatou“ oder noch knapper auch nur ein „domo“ bzw. „arigatou“.

 

Die magische Redewendung:  Yoroshiku onegaishimasu 

Diese Redewendung (よろしくお願いします) wird in einer Vielzahl von Situationen verwendet und hat verschiedene Bedeutungen. Sie ist daher nur schwer ins Deutsche zu übersetzen.

Wenn Sie sich bei Ihrem Gegenüber vorstellen, nennen Sie Ihren Namen und sagen dann die Worte „yoroshiku onegaishimasu“. Damit bringen Sie zum Ausdruck, dass Sie sich darauf freuen, einander kennenzulernen. Ihr Gegenüber sollte Ihnen in der Regel mit der gleichen Redewendung antworten.

„Yoroshiku onegaishimasu“ ist auch eine Höflichkeitsformel, die mit einer Bitte verknüpft ist. Wer also ein „yoroshiku onegaishimasu“ ans Ende einer E-Mail setzt, bittet Sie darum, ihm sein Anliegen zu erfüllen.

Übrigens: Im nicht ganz so formellen Bereich hat sich auch die Kurzversion „yoroshiku“ etabliert.

 

Unverzichtbar bei der Arbeit: Otsukaresama desu

Wenn Sie in Japan arbeiten, begrüßen und verabschieden Sie sich von Ihren Kollegen am besten mit einem „otsukaresama desu“ (お疲れ様です). In der Floskel steckt unter anderem das Wort „tsukareru“, das für „müde werden“ steht.

Mit der Redewendung „otsukaresama desu“ bedanken Sie sich in gewisser Weise dafür, dass Ihr Gegenüber heute vollen Einsatz gezeigt hat. Aber man erkennt damit auch die harte Arbeit des Gegenübers an oder schätzt die Zeit und Mühe des Anderen.

Nicht nur im beruflichen Umfeld, sondern auch in der Schule, Uni oder auch im privaten Bereich kann die Redewendung eingesetzt werden.

 

“Viel Glück“ und „Weiter so!“: Gambatte und gambarimasu

Anstrengung und Durchhaltevermögen sind zentrale Werte der japanischen Kultur. Wenn Sie von jemanden den Ausdruck „gambatte“ (がんばって) hören, werden Sie dazu ermutigt, ein Ziel weiter zu verfolgen und nicht aufzugeben.

Um selbst klarzustellen, dass Sie Ihr persönlich Bestes geben, antworten Sie mit „gambarimasu“ (がんばります).

 

„Bis Später und pass auf Dich auf“: Ittekimasu und itterasshai

Möchten Sie sich auf Japanisch verabschieden und dabei implizieren, dass Sie sich über ein erneutes Zusammentreffen freuen würden, sagen Sie idealerwesie „ittekimasu“ (いってきます). Denkt ihr Gegenüber gleich, wird Ihnen mit einem „itterasshai“(いってらっしゃい) geantwortet werden. Dies bedeutet so viel wie „eine gute Reise“.

 

Willkommen zurück! Tadaima und Okaeri

Ging es gerade noch um den Abschied, verlautbaren Sie mit einem „tadaima“ (ただいま)Ihre Rückkehr. Wenn Sie z.B. nach der Mittagspause wieder an die Arbeit gehen, können Sie Ihre Kollegen auf diese Weise begrüßen.

Darüber werden diese sich mit Sicherheit freuen und Ihrerseits mit einem „Okaeri“ (おかえり) antworten. Das bedeutet so viel wie „Willkommen zurück!“.

 

„Wo bitte geht’s zur…?“ Otearai wa doko desu ka?

Die japanischen Toiletten sind eine Wissenschaft für sich. Oft sind sie topmodern und verfügen sogar über ein integriertes Bidet, andernorts sind noch die klassischen Hocktoiletten üblich, die vielleicht das eine oder andere ratlose Gesicht zurücklassen.

In jedem Fall erhalten Sie mit der Frage „otearai wa doko desu ka?“ (トイレはどこですか) eine Antwort darauf, wo sich das nächstgelegene stille Örtchen befindet.

 

Guten Apetit auf Japanisch
Wörtlich übersetzt heißt das japanische itadakimasu „Demütig empfange ich“ und wird teilweise wie ein Tischgebet gesprochen. - Bild: © Paylessimages - Stocks.Adobe.com

 

Vor dem Essen: Itadakimasu

Hierzulande sagen wir „Guten Appetit“, in Japan drückt man Ähnliches aus, indem man „itadakimasu“ (頂きます) sagt. Eigentlich bedeutet die Floskel so viel wie „ich habe erhalten“. Aber es hat sich etabliert, die Redewendung vor dem Essen zu verwenden.

Übrigens: Möchten Sie verdeutlichen, wie gut das Essen aussieht, sagen Sie am besten „oishisou“ (= „das sieht ja lecker aus!“). Am Ende der Mahlzeit können Sie mit den Worten „gochisou sama deshita“ (= „das war ein Festmahl!“) ein höfliches positives Statement zur Qualität des Essens abgeben.

 

Japanische Redewendungen: Yatta! Geschafft!
Yatta! Geschafft! - Bild: © リンドウ - Stocks.Adobe.com

 

„Geschafft!“: Yatta

Bei aller Höflichkeit gibt es aber auch Ausdrücke im Japanischen, die nicht nur für den formellen Sprachgebrauch bestimmt sind. Mit einem freudigen „yatta!“ (やった) bejubeln Sie, dass Ihnen etwas gelungen ist. Die Floskel bedeutet so viel wie „Hurra!“.

 

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