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Tansu – Die Schubladenkommode aus Japan

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Antike japanische Möbel wie Tansu und Co. liegen auch in modernen, westlichen Wohnung stark im Trend. Die japanische Kommode eignet sich mit ihren vielen Fächern und Schubladen hervorragend als praktisches und ausgesprochen elegantes Schlafzimmermöbel oder als Antik-Schrank im Wohnbereich.

Japanische Kommode? Japanischer Schrank? – Was ist ein Tansu?

Als Tansu oder Dansu werden traditionelle japanische Kommoden und Schränke mit eingelassenen Schubladen oder Schiebetüren aus Holz bezeichnet. Ihre größte Verbreitung erfuhren Sie im Japan der Edo-Zeit (1603-1868) und gelten heute als Beispiele herausragender japanischer Handwerkskunst. Besonders im Westen erfreut sich der Tansu als traditioneller japanischer Schrank oder als antike Schubladenkommode großer Beliebtheit.
Japanisches Wohnen kennzeichnet nicht zu letzt die Verwendung von variablem Wohnraum. Durch das Öffnen von Shoji-Türen lässt sich die Größe eines Raumes  flexibel gestallten, Wohnräume können durch das ausrollen von Futons zum Schlafbereich umfunktioniert werden. Auch japanische Möbel wie Schränke und Kommoden wie der Tansu mussten diesem traditionellen Konzept angepasst werden. Dies spiegelt sich auch in der Bauweise dieser japanischen Kommode wieder. Neben der Verwendung leichter Holzarten besitzen viele Tanzu auch aus Metall gearbeitete Tragegriffe die ein Anheben und Verschieben erleichtern. Auch die Verstärkung von Ecken und Kanten durch Metallbeschläge diente ursprünglich dem Schutz des Holzes.
Da Tansu im alten Japan häufig auch als Truhe für den Transport von Dingen außerhalb des Hauses eingesetzt wurden, boten sie für Menschen höheren Standes ebenso die Möglichkeit den eigenen Reichtum durch besonders kostspielig gearbeitete Exemplare, mit dekorativen Ornamenten und teurer Lackierung, nach außen zu dokumentieren.

Verzierung und Ornamente der Tansu-Kommode

Tansu weisen im Gegensatz zu anderen Japanmöbeln aus reinem Holz eine Vielzahl an metallenen Beschlägen auf. Häufig bilden diese die Form besonders prachtvoller Blüten nach.
Ihren Ursprung sollen diese Verzierungen in den Beschlägen von japanischen Truhen, wie sie japanische Seefahrer auf ihren Reisen verwendeten (Funa-dansu), haben. Um Ihre Tansu, in deren Schubladen sie wichtige Dokumente aufbewahrten, gegen starke Abnutzung und Beschädigungen zu schützen ließen Kapitäne Beschläge aus Metall an besonders gefährdeten Stellen, wie den Ecken des Tansu aufsetzen. Jedoch dienten sie nicht ausschließlich dem Schutz. Landete ein Handelsschiff an einem Hafen der japanischen Küste, wurde traditionell die aufwendig mit Metall verzierte Tansu Schubladenkommode des Kapitäns von Bord getragen und gut sichtbar am Ort der Verkaufsverhandlungen positioniert, um so das Ansehen seines Besitzers zu steigern.
Vermutlich ausgehend von den Schiffen japanischer Seefahrer verbreitete sich die Verwendung von Metallbeschlägen und Ornamenten als Mode auch bei reichen Familien und Angehörigen des Samurai Standes. Mit der Kundschaft änderten sich Design und Zweck der Tansu-Beschläge. Die ursprüngliche Schutzfunktion spielte kaum mehr eine Rolle, stattdessen dienten sie nun ausschließlich als Schmuck für die japanische Kommode. Über die Jahre entstanden verschiedene Formen und Muster, die sich besonders gerne an Vorlagen der Pflanzenwelt orientierten. Heute sind die feinen Ornamente ein unverkennbares Merkmal einer hochwertigen Tansu-Kommode und selbst ein Beweis für die herausragende japanische Handwerkskunst.

Tansu – die japanische Schubladenkommode und ihre Herstellung

Die aufwendige Herstellung eines Tansu durch einen Tansu-Meister (Tansuya) fordert die handwerklichen Fähigkeiten von bis zu drei Experten der traditionellen japanischen Handwerkskunst. Neben dem Schreiner, sind auch ein Schmied sowie ein erfahrener Lackmeister zur Fertigstellung eines hochwertigen japanischen Schranks oder einer Kommode unverzichtbar und machen ihn so zu einem Japanmöbel mit besonders hohem Produktionsaufwand.
Der Fertigungsprozess beginnt mit der Auswahl der passenden Holzart. Durch Jahrhunderte lange Erfahrung haben sich insbesondere drei Holzarten für die Herstellung hochwertiger Tansu bewehrt:

  • Kiri, auch bekannt als Blauglockenbaum, besitzt ein besonders leichtes Holz, das hervorragend an das feucht-schwüle Wetter des japanischen Sommers angepasst ist.
  • Sugi, in Deutschland auch als Sicheltanne bezeichnet, eignet sich wie auch Kiri besonders gut zur Fertigung von Gehäuse und Schubladen. Darüber hinaus soll sein angenehmer Duft auch eine abwehrende Wirkung auf Motten ausüben.
  • Keyaki, oder japanische Zelkove, ist ein besonders wertvolles Holz, das zur Herstellung hochwertiger japanischer Möbel verwendet wird. Für den Bau eines besonders kostbaren Tansu wird Keyaki mit seiner prächtigen Maserung zum Einbau in die Frontseite von Schubladen und Gehäuse eingesetzt.

Ebenfalls Verwendung finden je nach Herstellungsregion und Still der japanischen Kommode auch Holzarten wie Pinie (Matsu) oder Zypresse (Hinoki).
Nach der Fertigstellung des Korpus sowie der einzelnen Schubladen durch den Schreinermeister, werden die äußeren Seiten eines Tansu-Schrank häufig mit natürlichem Urushi Lack veredelt. Die  Gewinnung dieses besonderen Lacks, der auch zur Produktion berühmter japanischer Lackwaren verwendet wird, stellt eine eigene Kunst dar und kann wie auch das exakte Auftragen nur durch einen erfahrenen Lackmeister vorgenommen werden. Den letzten Schliff erhält die japanische Kommode durch die ansprechenden Ornamente aus der Hand japanischer Meisterschmiede.

Traditionelle Bedeutung der japanischen Kommode (Tansu)

Eine besondere Bedeutung soll der Tansu bei den Vorbereitungen der Hochzeit von Töchtern reicher Familien besessen haben. Bereits zur Geburt einer Tochter pflanzten manche Familien einen Blauglockenbaum (Kiri). Wurde diese später verheiratet fällte man den für sein schnelles Wachstum bekannte Baum und ließ aus dessen Holz einen prächtigen Tansu fertigen in dem die Besitztümer der Braut in das Haus des Bräutigams transportiert wurden.

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