Steinlaternen
Japanische Steinlaternen machen einen Japangarten perfekt
Steinlaterne Shizendu
Steinlaterne Katsura
Säulenlaterne
Steinlaterne Rankei
Steinlaterne Oribe
Steinlaterne Sennyuyi Yukimi
Steinlaterne Yamadoro
Steinlaterne Kodai Yukimi
Steinlaterne Maru Yukimi
Steinlaterne Okigata 35cm
Steinlaterne 'Takimi'
Steinlaterne 'Kakudai Kuku'
Wie so viele japanische Traditionen beginnt auch die Geschichte der japanischen Steinlaternen eigentlich in China. Hier wurden die ersten Laternen aus Guss gefertigt und dienten den Japanern als Vorlage für ihre Steinlaternen, ohne die ein japanischer Garten nicht wirklich komplett wäre. Steinlaternen wurden zuerst von den Teemeistern für die Teehausgärten angefertigt und dort eingesetzt. Sie sind neben den Trittsteinen einer der wichtigsten Bestandteile des Teehausgartens. Sie wurden zumeist aus Steinen mit rauer und weicher Oberfläche hergestellt und dienten der Teegesellschaft in der Dämmerung oder im Dunkeln als Wegweiser zum japanischen Teehaus. Mit der Zeit stellte sich jedoch heraus, dass die weichen Steine zu sehr unter den Witterungseinflüssen zu leiden hatten und deshalb die Laternen nicht lange unversehrt blieben. Man ging also dazu über, japanische Steinlaternen aus Granit herzustellen. Das ist bis heute so geblieben.
Eine japanische Steinlaterne besteht in der Regel aus mehreren Teilen. Am Boden befindet sich die Laternenplatte. Darauf wird der Schaft aufgesetzt. Auf dem Schaft befindet sich der eigentliche Lichtkasten, der mit einem Dach versehen ist. Als Abschluss auf dem Dach wird dann noch eine Kappe angebracht. Es gibt aber auch Steinlaternen, die ohne Laternenplatte auskommen. Auf Japanisch heißen sie Ikekomi-gata, was soviel wie „eingegrabene Laterne“ bedeutet. Hier wird der Schaft direkt in den Boden eingelassen, sodass auf die Sockelplatte verzichtet werden kann.
Granit ist ein Bestandteil der Erdkruste. Genau genommen bestehen also die japanischen Steinlaternen aus der Kruste unserer Erde. Da Granit in vielen Gegenden reichhaltig vorkommt, besteht am Rohstoff für japanische Steinlaternen kein Mangel. Die einzelnen Teile einer Steinlaterne werden in der Regel in Handarbeit aus dem Granitblock herausgemeißelt. Dabei wird auf jedes Detail exakt geachtet. Bei der Lichtkammer zum Beispiel gibt es Laternenformen, die kleine Fenster vorsehen. Diese werden mithilfe von kleinen elektrischen Hämmern Stück für Stück aus dem Stein herausgeschlagen.
Steinlaternen gibt es in einer ungeheuren Vielfalt von Größen und unterschiedlichen Formen. Sie lassen einen japanischen Garten nicht nur in der Dämmerung oder in der Nacht fantastisch aussehen, sie wirken auch am hellen Tag als ausgesprochen attraktive Dekorationsmittel. Neben den original japanischen Steinlaternen aus Granit werden inzwischen häufig auch Gusslaternen angeboten. Sie können maschinell hergestellt werden und sind deshalb preiswerter. Wer allerdings Wert darauf legt, in seinem Japangarten so detailgetreu wie möglich am japanischen Original zu sein, sollte auch bei der Beleuchtung originale japanische Steinlaternen einsetzen.
Der Aufbau einer Steinlaterne im eigenen Garten ist dabei gar nicht schwierig. Die Teile werden wie Bauklötze aufeinandergesetzt. Sie werden in Einzelteilen angeliefert. Der Granit kann weiß, grau oder rosa sein. Eine Öffnung für den Einsatz der Kerzen ist vorgesehen. Japanische Steinlaternen, wie sie hier bei uns zu erwerben sind, verfügen darüber hinaus meist bereits über eine Bohrung, um ein Kabel einzuziehen und eine elektrische Lichtquelle einzusetzen. Neben den säulenförmigen Steinlaternen, die auf einer Bodenplatte stehen, gibt es auch andere Formen, deren unterstes Teil aus vier Füßen besteht. Da diese Steinlaternen in der Regel mehr als 40 Kilogramm wiegen, sollte hier für einen ebenen und tragfähigen Untergrund gesorgt werden. Besonders dekorativ sind japanische Steinlaternen in der Nähe von kleinen Teichen oder Wassergärten beziehungsweise auf einem Beet mit weißem Kiesuntergrund.




