Tatami

Japanisch Wohnen mit Tatami-Matten

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Tatami Matten sind ein elementarer Teil eines jeden traditionellen japanischen Zimmers und Ausdruck einer eigenen Wohnkultur, deren Vorzüge auch in Deutschland immer mehr Anhänger findet.

Faszination Tatami

Tatamis prägen das Japanbild vieler Menschen und auch in westlichen Wohnungen erfreut sich die einzigartige Reisstrohmatte wachsender Beliebtheit.
Wer bereits einmal das Vergnügen hatte in einem Tatami-Zimmer leben zu dürfen kennt das unnachahmliche Gefühl auf einer Tatami-Matte zu laufen. Es ist die Kombination aus haptischer Wahrnehmung, optischer Schönheit und dem besonderen Duft, die Tatamis zu einem ganz besonderen Bodenbelag machen. Gerade wer eine ruhige Atmosphäre und eine natürliche, klare Umgebung bevorzugt ist mit diesem traditionellen Produkt aus dem Land der aufgehenden Sonne genau an der richtigen Adresse.
Aufgrund der zu ihrem Bau verwendeten Materialien besitzt eine japanische Tatami Matte besondere, an das jeweilige Klima angepasste Eigenschaften. Während sie im Sommer eine angenehme Kühle garantiert, überzeugt sie im Winter durch eine gute Wärmeisolierung die langes Sitzen gemütlich macht. Tatamis besitzen darüber hinaus auch eine hervorragende Schallisolierung.
Als reines Naturprodukt sind Tatami-Matten zudem frei von künstlichen Materialien und voll recyclebar.
Wer selbst auf einem Futon schläft kann eigentlich keine bessere Unterlage für einen erholsamen Schlaf finden. Egal ob klassisch auf dem Boden, oder modern als Matratze in einem Futonbett.

Tatami Größen

Die Größe einer Tatami aus Japan kann je nach Herstellungsregion leicht von anderen Modellen abwichen. Allen gemeinsam ist jedoch die rechteckige Form, die bei modernen Wohnanlagen oder Bürogebäuden beispielsweise 85cm x 170cm beträgt. Während die Maße früher strikter eingehalten wurden können Tatamis heute in vielen unterschiedlichen Größen erworben werden.
Auch die Formenvielfalt ist vielfältiger geworden und so existieren heute neben rechteckigen Versionen auch Tatamis in quadratischer Form, die als Vorlage für viele moderne Matten im Kampfsportbereich wie Judo oder Jiu Jitsu dienten.

Woraus besteht eine Tatami-Matte?

Wer gerne traditionell japanisch wohnen, oder sein Futon auf dem perfekten Untergrund ausrollen möchte kommt an Tatami-Matten einfach nicht vorbei. Aber was genau wird eigentlich zur Herstellung einer Tatami-Matte verwendet?
Der Aufbau einer Tatami-Matte besteht grundsätzlich aus drei Teilen:

  • Tatami-Omote
  • Tatami-Doko
  • Tatami-Beri

Den Kern einer jeden authentischen Tatami-Matte bildet der Tatami-Doko. Er besteht in der traditionellen Herstellungsweise zu 100% aus getrocknetem Reisstroh. Auf diesem Kern wird eine aus Igusa-Gras gefertigte Binsenmatte, das so genannte Tatami-Omote fixiert. An den Längsseiten (in selten Fällen auch an allen vier Kanten oder an gar keiner) wird abschließend ein Rand aus Stoff (Tatami-Beri) vernäht, der zum einen die Omote Matte mit dem Tatami-Doko verbindet und zum anderen zusätzliche optische Akzente setzt. Das zur Fertigung des Tatami-Benri verwendete Material kann genau wie seine Musterung äußerst unterschiedlich ausfallen. Baumwolle und Leinen wird ebenso verwendet wie hochwertige Seide. Während Tatami in der Standartvariante meist ein schwarz gehaltenes Tatami-Benri aufweisen, werden in Japan auch farbenprächtigere Varianten verwendet. Gerade in wohlhabenden Familien wurde oftmals auch das Familienwappen (Kamon) in den Stoff des Benri eingewebt.
Da die Herstellung einer Tatami-Matte einen aufwendigen Prozess darstellt und sich die Wohngewohnheiten der Menschen auch in Japan deutlich verändert haben, werden heute auch Reisstrohmatten produziert, die sich von der traditionellen Herstellungsweise unterscheiden. Beispielsweise existieren besondere Tatamis, deren Kern nur noch zu einem bestimmten Anteil aus Reisstroh besteht und in dem beispielsweise auch Schaumstoffe verarbeitet werden. Auch die Formenvielfalt ist bei modernen Tatamis wesentlich größer.

Geschichte der Tatami-Matte

Seit Jahrhunderten gehören Tatami Matten fest zur japanischen Kultur. Sie sind Teil der natürlichen Ästhetik japanischer Wohnräume und haben gleichsam auch andere Bereiche des Lebens in Japan beeinflusst.
Erste Erwähnung finden die japanischen Reisstrohmatten bereits im 712 verfassten Kojiki („Aufzeichnungen alter Geschehnisse“), das die Mythologie und legendäre Frühgeschichte des Landes behandelt. Die im Kojiki beschriebenen Matten dürften sich jedoch noch stark von den heute bekannten Tatamis unterschieden haben. So dienten Tatami-Matten lange Zeit lediglich als Sitz- oder Schlafunterlage für den Futon des Adels. Erst in der Muromachi-Zeit (1336-1573) begannen Adel und Samurai-Familien damit ganze Räume mit den bequemen Reisstrohmatten auszulegen. Es entstand die noch heute für traditionelles japanisches Wohnen typische und von Natürlichkeit geprägte Wohnästhetik.
Die Edo-Zeit (1603-1868) brachte eine Blüte der städtischen Kultur mit sich. Kaufleute profitierten vom Frieden sowie den gesellschaftlichen Entwicklungen und Tatamis hielten auch in die Häusern wohlhabender Bürger Einzug. Zu Anfang des letzten Jahrhunderts gehörten die japanischen Reisstrohmatten auch in normalen japanischen Haushalten zur festen Einrichtung der Wohnräume.
Besonders nach dem Ende des zweiten Weltkrieges übernahm die japanische Architektur auch vermehrt westliche Einflüsse. Dies wirkte sich auf die Einrichtung und Art japanischer Wohnungen aus. Tatami-Matten, auf denen zuvor der gesamte häusliche Alltag stattfand, wichen nun häufig Stühlen und alternativen Bodenbelegen.
Auch wenn Tatami-Matten heute, wie typisch japanische Möbel, nicht mehr in jeder japanischen Wohnung und in jedem japanischem Haus zu finden sind, sind sie weiterhin äußerst beliebt und wer es sich leisten kann richtet auch weiterhin mindestens ein Zimmer (Washitsu) auf traditionelle japanische Art mit Shoji und Tatami-Matten ein.